Getränke

Gesunde Getränke - Besser aus der Leitung Wasser trinken oder doch Mineralwasser?

Lesedauer unter 2 Minuten
Eine Frau trinkt ein Glas Wasser.

Autor

  • Elisabeth Lange (Diplom-Ökotrophologin),
  • Helga Thamm ( Food-Fachjournalistin)

Qualitätssicherung

  • Marianne Rudischer (Barmer)

Als Durstlöscher sind beide ideal. Schaut man auf den Preis, ist Leitungswasser jedoch unschlagbar günstig.

Leitungswasser

Was jederzeit klar aus dem Wasserhahn fließt, ist unser wichtigstes Lebensmittel – für jeden erreichbar und streng kontrolliert. Die Wasserversorgungsämter der Städte und Gemeinden gewinnen es aus Grund- und/oder Oberflächenwasser, vor allem aus Talsperren. Amtliche Labore überprüfen regelmäßig die Qualität. Der Anspruch an die Qualität ist hoch: So gelten beim Leitungswasser für Uran oder Pestizide engere Grenzwerte als für Mineralwasser. Rechtliche Grundlage ist die "Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch", kurz Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

Wer seinen Durst mit Leitungswasser stillt, trifft grundsätzlich eine gute Wahl.

Das unterschätzte Lebensmittel

Besser geht's nicht: Von allen Lebensmitteln wird Trinkwasser am stärksten kontrolliert. Die ermittelten Werte liegen laut Umwelt-Bundesamt in der Regel um ein Vielfaches unter den Grenzwerten, die der Gesetzgeber zum Schutz der Gesundheit festgelegt hat.

Mineralwasser

Mineralwasser zählt zu den beliebtesten nichtalkoholischen Getränken. Die Auswahl ist riesengroß. Ob man ein Mineralwasser lieber mit, mit wenig oder ohne Kohlensäure/Sprudel mag, ist Geschmackssache.

Natürliches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser stammt meist aus tief im Erdreich liegenden Quellen. Es ist gekennzeichnet durch einen konstanten Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen, der je nach Beschaffenheit der Gesteinsschichten, die das Wasser durchdrungen hat, von Quelle zu Quelle schwankt. Das erklärt den individuellen Geschmack und die unterschiedlichen Wirkungen jedes Wassers.

Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort aufbereitet, also zum Beispiel gefiltert, und in Flaschen abgefüllt werden. Für die Wassergewinnung und den Vertrieb benötigen die Brunnenbetriebe eine amtliche Zulassung. Erlaubt ist ausschließlich der Zusatz von Kohlensäure. Die Verkehrsbezeichnung "Natürliches Mineralwasser" und die Analysewerte müssen auf dem Flaschenetikett angegeben werden. Für besondere Auslobungen, etwa "Für die Säuglingsernährung geeignet", gibt es strenge Grenzwerte. Sie sind in der "Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser" (MTV) festgelegt.

Tafelwasser

Tafelwasser ist kein natürliches Mineralwasser, sondern Trinkwasser bzw. eine Mischung aus Trink- und Mineralwasser, das mit verschiedenen Zutaten, zum Beispiel Natursole, Meerwasser oder Natriumchlorid, angereichert werden darf. Gesetzliche Grenzwerte sind auch beim Tafelwasser einzuhalten, eine amtliche Anerkennung ist aber nicht erforderlich. Enthält Tafelwasser mehr als 570 Milligramm pro Liter an Natriumhydrogencarbonat spricht man von Sodawasser. Wird auf besondere Zusätze wie Calcium- oder Magnesiumsalze hingewiesen, muss es auf dem Etikett eine Nährwertkennzeichnung geben.

Near Water-Getränke

Als "Near Water"-Getränke (übersetzt: Nah-am-Wasser-Getränke) werden Mineralwässer verkauft, die mit Zutaten wie etwa Kräuterextrakten, Zitrone, Grüntee oder Ginseng versetzt sind. Die zugesetzten Mengen sind meist minimal und in ihrer Wirkung nicht messbar. Der Geschmack wird überwiegend mit Hilfe von Aromen erzeugt.

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