- Wie funktioniert eine Detox-Kur?
- Detox-Kur: Was steckt hinter dem Gesundheitstrend?
- Detox-Kuren, Kurzzeitfasten und Stress
- Säfte, Smoothies und basische Lebensmittel
- Sind spezielle Detox-Produkte notwendig?
- Detox-Kur: Mögliche Vorteile
- Detox-Kur: Sicherheit und Nebenwirkungen
- Wissenschaftliche Einschätzung
Eine Detox-Kur soll den Körper reinigen. Viele Menschen schwören auf einen wöchentlichen Detox-Tag oder eine jährliche, mehrtägige Detox-Kur. Ist da was dran?
Wie funktioniert eine Detox-Kur?
Für eine Detox-Kur gibt es keine einheitliche Definition. Das Ziel, den Körper zu entgiften, wird von Anhängern des Gesundheitstrends auf viele unterschiedliche Arten verfolgt. So ähneln manche Detox-Kuren traditionellen Fastenmethoden, andere setzen auf eine bestimmte Auswahl an Nahrung, etwa basische Lebensmittel (Basenfasten), Saft oder industriell möglichst unverarbeitetes Essen.
Die meisten Entgiftungskuren sind jedoch sehr streng und es wird extrem wenig bis gar nichts gegessen. Dadurch eignet sich dieser Gesundheitstrend keinesfalls als dauerhafte Ernährungsform, sondern allenfalls als kurze Phase, z. B. zum Fasten. Feste Vorgaben für die Dauer und Häufigkeit von Detox-Diäten gibt es nicht. Manche Personen führen sie regelmäßig an einem Tag pro Woche durch – an dem etwa nur Wasser, Tee und Gemüsesäfte getrunken werden und zusätzlich ein Detox-Bad zelebriert wird –, andere planen jährlich eine oder zwei Wochen als Kur ein.
Generell werden solche Entgiftungsdiäten sehr verschiedenen umgesetzt. Eine mehrtägige Detox-Kur beispielsweise beginnt gewöhnlich mit einer Darmentleerung, um den Magen-Darm-Trakt während der ersten Tage zu reinigen. Darauf folgen Tage, an denen Sie neben viel Wasser und Kräutertee ausschließlich Saft trinken (Obst- und Gemüsesäfte). Das soll Stoffwechsel und Verdauung anregen. In den folgenden Tagen werden ausschließlich Obst, Gemüse oder Rohkostsäfte konsumiert. Wie beim klassischen Fasten integriert man feste Lebensmittel erst allmählich und ganz langsam wieder in den Speiseplan.
Bei Entgiftungsprogrammen gehören häufig Obst und Gemüse zum Speiseplan, die als Smoothies oder Detox-Säfte genossen werden.
Anwendungen wie Massagen und Bäder begleiten häufig den Detox. Auch Saunieren, Yoga und lange Spaziergänge an der frischen Luft sollen die entgiftende (Detox ist die Abkürzung für Detoxifikation und bedeutet Entgiftung) Wirkung verstärken.
Detox-Kur: Was steckt hinter dem Gesundheitstrend?
Bei gesunden Menschen reinigt sich der Körper selbst und scheidet unerwünschte Stoffe über die Atemwege, Leber, Nieren, Darm und Haut aus. Detox-Anhänger sind jedoch der Meinung, dass heutzutage übermäßig viele Umweltgifte und Schadstoffe aufgenommen werden, was die Ausscheidungsorgane überfordert. Als Ursachen werden neben einer ungesunden Ernährung mit allerlei Zusatzstoffen, viel Fett und Zucker auch Nikotin, Alkohol, Umweltgifte und Stress vermutet.
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Diese sollen sich, so einige Befürworter dieses Gesundheitstrends, als sogenannte „Schlacken“ im Körper anlagern und zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Gelenkschmerzen, Müdigkeit oder gar Depressionen führen. Mit einem regelmäßig durchgeführten Detox könne man Haut, Lymphsystem, Darm und innere Organe von Giftstoffen befreien und reinigen. Wissenschaftlich ist eine solche Wirkung noch nicht sicher erwiesen, doch dazu unten mehr. Darüber hinaus sind sich Ernährungswissenschaftler wie auch Mediziner und Medizinerinnen einig, dass Schlacken im Körper nicht existieren.