Allergie

Wie werden Allergien behandelt?

Lesedauer unter 2 Minuten

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin & Allergologin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Die wirksamste Therapie bei einer Allergie ist, den Kontakt mit den bestimmten Allergenen zu vermeiden. Wie gut dies gelingt, hängt vor allem von der Art des Auslösers ab. Bestimmte Nahrungsmittel oder chemische Stoffe lassen sich oft recht gut umgehen. Vor Pollen kann man sich dagegen kaum schützen. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass pflanzliche oder homöopathische Mittel sowie Akupunktur bei Allergien ursächlich helfen können.

Welche Medikamente gibt es für die Behandlung von Allergien? 

Bereits bestehende Beschwerden lassen sich bei einigen Allergien mit Medikamenten behandeln: Häufig werden Antihistaminika oder Kortison-Präparate verordnet. Diese Mittel gibt es unter anderem als Tabletten, Nasenspray oder Spritze. Sie werden vor allem bei allergischem Schnupfen, allergischer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und allergischem Asthma angewendet. Bei allergischen Hautreaktionen zum Beispiel bei Kontaktallergien wird Kortison auch in Form von Salben oder Cremes verschrieben.

Was ist eine Hyposensibilisierung? 

Um langfristig unempfindlicher gegen die Allergene zu werden, kann bei einigen Allergien eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) durchgeführt werden. Bei dieser Behandlung werden ähnlich wie bei einer Impfung regelmäßig niedrige Dosen des Allergens in die Haut gespritzt (anfangs einmal in der Woche, später einmal im Monat) oder unter die Zunge gegeben (täglich für mindestens drei Monate). In der Regel werden die verschiedenen Behandlungszyklen innerhalb von drei Jahren durchgeführt. Bei Insektengiftallergien beispielsweise kann bereits nach einigen Monaten von einer guten Wirksamkeit der Hyposensibilisierung ausgegangen werden, die aber dann über die nächsten Monate noch weiter gefestigt wird. Bei einigen wenigen Betroffenen muss eine Hyposensibilisierung lebenslang durchgeführt werden. Die Hyposensibilisierung wird vor allem bei Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben und Insektengift angeboten. Der Behandlungserfolg ist abhängig von Art und Anzahl der behandelten Allergene.

Wie kann man den Kontakt mit Pollen reduzieren?

Pollenflug-Kalender und entsprechende Informationsseiten im Internet können zeigen, wie hoch die Belastung in der eigenen Region ist. Und wer einige Maßnahmen beachtet, reduziert den Kontakt mit den Pollen deutlich, zum Beispiel nicht im Schlafzimmer umziehen, abends die Haare waschen, Pollenschutzgitter vor den Fenstern und Pollenfilter im Auto.

Was kann man bei einer Hausstauballergie tun?

Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben ist es möglich, die Belastung im Haushalt etwas zu verringern, indem man zum Beispiel milbendichte Matratzen- und Bettbezüge, so genannten Encasings, verwendet, häufig saugt oder wischt und Staubfänger entfernt.

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