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Leistungen

DMP Asthma bronchiale: Besser-Leben-Programm für Asthma-Patienten

Lesedauer weniger als 7 Min

Redaktion:

Barmer

Qualitätssicherung:

Windsch, Susanne-Bettina

Ihre Barmer-Vorteile im DMP Asthma bronchiale

Erhalten Sie die bestmögliche Therapie

Das Besser-Leben-Programm bietet Ihnen eine exzellente Versorgung auf dem neusten Stand der Medizin.

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Nutzen Sie kostenfreie Schulungen

Lernen Sie, wie Sie im Alltag verantwortungsbewusst und sicher mit Ihrer Atemwegserkrankung umgehen.

Unter den verschiedenen Disease Management Programmen (DMP) für Chroniker richtet sich das DMP Asthma bronchiale speziell an chronisch Kranke mit Atemwegserkrankungen. Gemeinsam mit Ärzten haben wir ein Besser-Leben-Programm entwickelt, das die Lebensqualität von betroffenen Patientinnen und Patienten verbessern soll.

Asthma bronchiale ist eine chronische Atemwegserkrankung, die eine abgestimmte medizinische Versorgung erfordert.

Welche Leistungen erhalten Sie im DMP Asthma bronchiale?

Zur bestmöglichen Behandlung von Asthma bronchiale gehören verschiedene Bausteine, die wir im Rahmen des Besser-Leben-Programm (DMP) unterstützen.

Als Mitglied der Barmer können Sie oder betroffene Familienangehörige am Programm teilnehmen, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Bei Ihnen wurde Asthma bronchiale eindeutig diagnostiziert und bestätigt.
  • Ihr gewählter Arzt oder Ihre gewählte Ärztin unterstützt das Besser-Leben-Programm (DMP) Asthma bronchiale der Barmer.
  • Sie nehmen nicht bereits an unserem Besser-Leben-Programm COPD teil.
  • Ist Ihr Kind betroffen, muss dieses für eine Teilnahme das erste Lebensjahr vollendet haben.

Wie unterstützt das DMP die Behandlung von Asthma bronchiale im Detail?

Leistungen und Beratung im Besser-Leben-Programm

Das Besser-Leben-Programm der Barmer sieht regelmäßige ärztliche Untersuchungen vor, um den Verlauf der Erkrankung und Therapieerfolge zu kontrollieren und zu erfassen. Ihr Arzt bespricht dabei mit Ihnen gemeinsam, in welchem Abstand diese Untersuchungen erfolgen sollen. Unabhängig davon wird bei Asthmapatienten ab dem 5. Lebensjahr mindestens einmal jährlich eine Lungenfunktionsmessung durchgeführt und dokumentiert.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin berät Sie über Maßnahmen, wie Sie im Alltag verantwortungsbewusst und handlungssicher mit der Erkrankung Asthma bronchiale umgehen, eine mögliche Verschlechterung des Krankheitsverlaufes selbst erkennen und Kontakt mit belastenden Ursachen, wie beispielsweise Allergenen oder dem Rauchen, vermeiden können.

Ärztlich geleitete Schulungen vermitteln Wissen und stärken Sie im täglichen Umgang mit Ihrer Erkrankung. In den Schulungen haben Sie zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Dabei erlangen Sie wichtige Kenntnisse über den Krankheitsverlauf, individuelle Auslöser und die Behandlung von Asthma bronchiale.

Wenn Sie am DMP teilnehmen, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, ob und welche Schulung für Sie in Frage kommt. Die Kosten übernimmt Ihre Barmer für Sie.

Körperliche Bewegung und regelmäßiger Sport kann helfen, die Symptome von Asthma bronchiale zu verringern und Ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Ihr behandelnder Arzt und die Geschäftsstellen der Barmer beraten Sie im Rahmen des Besser-Leben-Programms gern zu individuellen Sportarten und Bewegungsangeboten, angepasst an Ihren Gesundheitszustand und Ihre körperliche Belastbarkeit.
Die Erkrankung Asthma bronchiale und ihre Begleit- und Folgeerkrankungen können weitreichende Auswirkungen auf Ihre körperliche Belastbarkeit und psychische Gesundheit haben. Unter Umständen können sie zu einer verminderten Erwerbsfähigkeit führen. Als Patient haben Sie in dem Fall die Möglichkeit, Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen, die speziell auf Atemwege und Lunge ausgerichtet sind. Eine solche Reha kann Ihre Chancen verbessern, wieder Ihrem Beruf nachgehen zu können und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Rehabilitationsmaßnahmen können ambulant oder stationär durchgeführt werden. Die Notwendigkeit dafür überprüft Ihr Arzt jeweils individuell.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüft im Rahmen dieses Behandlungsprogramms auch, ob psychotherapeutische Hilfe und/oder eine psychiatrische Behandlung für Sie hilfreich sein können.
Krankheiten, die häufig in Kombination mit Asthma bronchiale auftreten, werden erkannt und behandelt. Dazu zählen beispielweise Entzündungen der Nase und Nasennebenhöhlen, Pseudokrupp bei Kindern, Übergewicht oder auch der sogenannte Reflux, ein Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Die richtige Therapie dieser Begleit- und Folgeerkrankungen kann gleichzeitig zu einer Linderung der Asthmasymptome verhelfen.
Die medikamentöse Behandlung von Asthma bronchiale im Rahmen des DMP erfolgt nach Absprache mit Ihrem Arzt. Ein individueller Therapieplan sowie spezielle Beratungen und Asthmaschulungen sollen Ihnen helfen, Ihre Beschwerden zu kontrollieren, den Bedarf an Medikamenten richtig einzuschätzen und diese korrekt anzuwenden.
Wurden die auslösenden Erreger für Ihr allergisch bedingtes Asthma erkannt und ist eine medikamentöse Behandlung bisher ohne Erfolg, prüft Ihr Arzt, ob eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie, SIT) als Maßnahme Erfolg versprechend sein kann.
Schutzimpfungen werden nach Maßgabe der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (SI-RL) in der jeweils geltenden Fassung empfohlen und helfen, Ihre bereits geschwächten Atemwege zu schützen. Lassen Sie sich im Rahmen des DMP Asthma bronchiale von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.

Bewertung des DMP Asthma bronchiale

Sowohl wir als auch die Ärzte haben im Rahmen der DMP den Auftrag, eine Qualitätssicherung durchzuführen. Die Ergebnisse sind in den folgenden Qualitätssicherungsberichten enthalten:

Um die Auswirkung einer Behandlung im DMP besser bewerten zu können, besteht der gesetzliche Auftrag, regelmäßige Evaluationsberichte zu erstellen. Die Zwischenberichte zu den Evaluationsergebnissen für das DMP Asthma bronchiale finden Sie hier:

Sie möchten mehr über Asthma bronchiale erfahren?

Mehr zum Thema erfahren Sie auf den Internetseiten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds.

Weiteres Info-Material:

•    10 Gründe für eine Teilnahme am Barmer Besser-Leben-Programm (PDF)
•    Asthma bronchiale – richtig handeln im Notfall (PDF)
•    Notfallpass für Kinder (PDF)

Wie können Sie am DMP Asthma bronchiale teilnehmen?

Häufige Fragen und Antworten zu DMP Asthma bronchiale

Das DMP (Disease-Management-Programm) Asthma bronchiale ist ein strukturiertes Behandlungs- und Betreuungsprogramm für Menschen mit der chronischen Atemwegserkrankung Asthma. Es wird im Rahmen der Barmer „Besser-Leben-Programme“ angeboten, um die Versorgung und Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.
Sie können am Programm teilnehmen, wenn bei Ihnen eine Asthma-bronchiale-Diagnose bestätigt wurde, Ihre behandelnde Praxis das Barmer-DMP Asthma bronchiale unterstützt und Sie nicht gleichzeitig am Barmer-DMP COPD teilnehmen. Bei Kindern muss das erste Lebensjahr abgeschlossen sein.
Das Programm hilft Ihnen, Ihre Erkrankung besser zu kontrollieren, Symptome zu reduzieren, die medizinische Versorgung zu koordinieren und Ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität zu verbessern. Es unterstützt Sie außerdem dabei, Notfälle zu vermeiden und Therapie-Erfolge messbar zu machen.

Das Programm beinhaltet unter anderem:

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen, die den Verlauf Ihrer Erkrankung dokumentieren
  • Individuelle Therapieplanung gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Beratung und Förderung Ihres Selbstmanagements im Alltag
  • Kostenfreie Schulungen und Atemtherapie-Angebote, um den Umgang mit Ihrer Erkrankung zu stärken
  • Beratung zu körperlicher Aktivität und Ernährung
  • Anpassung der Behandlung bei allergischem Asthma oder Begleiterkrankungen
  • Impfempfehlungen zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen
Durch die Teilnahme erhalten Sie eine medizinisch evidenzbasierte, koordinierte Versorgung, die an aktuellen Leitlinien ausgerichtet ist, regelmäßige ärztliche Begleitung sicherstellt und Ihr Wissen über Asthma vertieft. Sie lernen, besser mit Beschwerden umzugehen, Krisen früh zu erkennen und Folgeerkrankungen frühzeitig zu adressieren.
  • Kontaktieren Sie Ihre Praxis – sie muss am Barmer-DMP Asthma bronchiale teilnehmen.
  • Sie erhalten in der Praxis eine Teilnahmeerklärung, die Sie unterschreiben.
  • Nach Prüfung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung von der Barmer.
  • Danach kann Ihre Betreuung im Rahmen des Programms beginnen. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.
Die koordinierte Behandlung erfolgt in Ihrer Arztpraxis durch Haus- und Fachärztinnen bzw. -ärzte, die das DMP Asthma bronchiale durchführen. Diese arbeiten leitliniengerecht und in enger Abstimmung mit Ihnen, um Ihre Versorgung zu optimieren.
Die Teilnahme lohnt sich, weil Sie eine strukturiert besser abgestimmte Versorgung erhalten, bei der regelmäßige Untersuchungen, Schulungen und individuelle Therapieplanung im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich können besondere Schulungs- und Atemtherapie-Angebote Ihre Selbstsicherheit und Lebensqualität im Alltag steigern.
Ja, das Programm berücksichtigt Begleit- und Folgeerkrankungen wie chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, Reflux oder allergische Symptome und hilft, diese im Behandlungsplan zu integrieren.

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