Schwangerschaft

Schwangerschaft und Gewicht: Gewichtszunahme und körperliche Veränderungen in und nach der Schwangerschaft

Lesedauer unter 12 Minuten
Schwangere Frau betrachtet sich im Spiegel

Autor

babyclub.de

Qualitätssicherung

  • Sophia Wels (Hebamme)
  • Micaela Schmidt (Diplom-Ökotrophologin, Barmer)
  • Daniela Beerens (Gesundheitsinformation, Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Die Schwangerschaft ist eine außergewöhnliche Zeit, die viel Neues mit sich bringt, auch körperlich. Das ist für viele Frauen eine echte Herausforderung. 

Häufig befürchten werdende Mütter, dass sie sich und anderen nicht mehr gefallen. Der Bauch wächst, der Busen wird größer, das Hautbild verändert sich und bisher unbekannte körperliche Beschwerden stellen sich vielleicht ein. Versuchen Sie, die Veränderungen, die mit der Schwangerschaft einhergehen, liebevoll anzunehmen und die Zeit zu genießen. Setzen Sie sich dabei nicht mit falschen Schönheitsidealen unter Druck, denn es wird nicht nur ein Kind geboren, sondern auch eine Mutter – und Ihr Körper vollbringt während der Schwangerschaft Höchstleistungen! Vielen Frauen hilft es, sich gut über typische körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft zu informieren, um diese besser einordnen zu können: Wie viel Gewichtszunahme ist üblich? Welche körperlichen Veränderungen sind während einer Schwangerschaft gang und gäbe? Und bekommt man nach der Schwangerschaft wieder seine ursprüngliche Körperform zurück? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Wie viel nehmen Schwangere zu?

Wie viel eine Frau in der Schwangerschaft zunimmt, hängt von ihrem Typ, ihrer Veranlagung, ihrem Ausgangsgewicht und ihren Essgewohnheiten ab. Bei Angaben zur Gewichtszunahme während der Schwangerschaft handelt es sich um Richtwerte, die von Frau zu Frau variieren können, denn jede ist anders und „die Norm“ nicht in Stein gemeißelt. Die Angaben über eine angemessene Gewichtszunahme für normalgewichtige Frauen in der Schwangerschaft liegen etwa zwischen 10 Kilogramm und 16 Kilogramm. Ist das Ausgangsgewicht eher zu niedrig gewesen, sollte auf eine ausreichende Gewichtszunahme in der Schwangerschaft geachtet werden. Ist eine Schwangere übergewichtig, darf es auch eine geringere Gewichtszunahme sein.

Im optimalen Fall nähern sich Frauen schon vor einer Schwangerschaft bestmöglich mit ihrem Körpergewicht ihrem Normalgewicht an. Ob eine Frau ein entsprechend angemessenes Gewicht hat, erkennt sie an ihrem Body Mass Index, kurz BMI. Dieser wird so berechnet: BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße (in m) zum Quadrat. Checken Sie jetzt Ihr Gewicht mit unserem BMI-Rechner

Bei Unsicherheiten bezüglich Ihres Gewichts und Ihrer Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sprechen Sie am besten mit Ihrer Gynäkologin, Ihrem Gynäkologen beziehungsweise Ihrer Hebamme.

Wie verteilt sich das Gewicht?

Grundsätzlich betrifft die Gewichtszunahme in der ersten Schwangerschaftshälfte hauptsächlich die werdenden Mütter selbst, deren Körper sich jetzt auf eine optimale Versorgung des Babys einstellt. Ihr Körper tut nun alles, um dem Baby das zu geben, was es für den Zellaufbau braucht. In der zweiten Schwangerschaftshälfte legt dann das Baby verstärkt zu und sorgt nun entscheidend für eine weitere Gewichtszunahme der werdenden Mutter.

Die zusätzlichen Pfunde entstehen durch ein größer werdendes Blutvolumen der werdenden Mutter, die wachsende Gebärmutter, größer werdende Brüste, Wassereinlagerungen und Fetteinlagerungen im Körpergewebe der schwangeren Frau sowie durch das zunehmende Eigengewicht des stetig wachsenden Ungeborenen, die Plazenta und das Fruchtwasser. Wie eine Gewichtsverteilung am Ende der Schwangerschaft beispielsweise aussehen kann, zeigt folgende Tabelle:

MutterGewicht in Gramm
Gebärmutter970
Brüste405
Blut1250
Wasser1680
Fett3345


KindGewicht in Gramm
Fetus3400
Plazenta650
Fruchtwasser800


Total12500 Gramm

Gewichtsentwicklung

Die Gewichtsentwicklung verläuft in der Schwangerschaft nicht immer gleichmäßig. Gerade am Anfang sieht man es vielen Schwangeren äußerlich noch gar nicht an, dass sie ein Kind erwarten. Die Gewichtsentwicklung während der Schwangerschaft kann grob in drei Phasen eingeteilt werden:

  • Im ersten Drittel der Schwangerschaft nimmt eine Schwangere kaum zu. In dieser Zeit kämpfen viele Frauen mit Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit. Dann kann es sogar vorkommen, dass eine Frau an Gewicht verliert. Aber keine Sorge: Schwangere holen das in der Regel wieder auf. Sollte die Gewichtsabnahme zu stark beziehungsweise andauernd sein und/oder die angehende Mutter beunruhigen, sind die Gynäkologin, der Gynäkologen beziehungsweise die Hebamme die richtigen Ansprechpartner.
  • Im zweiten Drittel der Schwangerschaft kann man bereits erkennen, dass ein Baby unterwegs ist. Der Bauch wölbt sich und wird runder. Viele Frauen freuen sich jetzt auch über eine üppigere Oberweite. In dieser Phase der Schwangerschaft nehmen Schwangere in der Regel zwischen 250 Gramm und 400 Gramm pro Woche zu.
  • Im dritten Schwangerschaftsdrittel ist eine Gewichtszunahme von 400 Gramm bis 500 Gramm pro Woche üblich. Das liegt hauptsächlich am Baby, welches Fettpölsterchen anlegt, stetig wächst und schwerer wird.

Übergewicht in der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist jeder Körperbau in Ordnung und schön, wie er ist. Übergewichtige Frauen sollten jedoch aus gesundheitlichen Gründen in der Schwangerschaft ein paar Dinge wissen.

Bei ihnen besteht nachweislich ein erhöhtes Risiko für bestimmte Komplikationen, zum Beispiel einen Schwangerschaftsdiabetes oder eine Präeklampsie. Die Präeklampsie zählt dabei zu den sogenannten hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (Gestosen). Hinter diesem Oberbegriff versammeln sich Erkrankungen, die nur in einer Schwangerschaft auftreten können. Für Präeklampsie ist noch heute manchmal die veraltete (und falsche) Bezeichnung „Schwangerschaftsvergiftung“ zu hören. Bei Schwangeren mit Diabetes – egal welchen Typs – sind wiederum Infektionen, Frühgeburten, Spätgeburten oder Geburten mit besonders großen Kindern häufiger. Damit steigt zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Einleitung der Wehentätigkeit oder ein Kaiserschnitt notwendig wird.

Muskeln, Gelenke und Sehnen werden bei Übergewichtigen während der Schwangerschaft stärker belastet, sodass sie häufiger unter Schmerzen – beispielsweise Rückenschmerzen – leiden. Auch bei der Beckenbodenmuskulatur, die während der Schwangerschaft ohnehin recht beansprucht ist, kann es vermehrt zu Problemen kommen – zum Beispiel Inkontinenz. Bei übergewichtigen Frauen ist es zudem schwieriger, die Ultraschalluntersuchungen durchzuführen und gegebenenfalls bei der Geburt den richtigen Einstichpunkt für die Peridural-Anästhesie zu finden, weil zu viel Fettgewebe dies erschwert.

Nach der Geburt heilen eventuelle Wunden bei Frauen mit Übergewicht oft schlechter. Zudem können sich Probleme beim Stillen entwickeln: Oft wird zu wenig von dem Hormon Prolaktin ausgeschüttet, das für die Bildung der wertvollen Vormilch (Kolostrum) sorgt. Bei stark übergewichtigen Frauen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Milcheinschuss über die üblichen drei Tage hinaus verzögert.

Was tun bei Übergewicht?

Übergewichtigen Schwangeren stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung, um Risiken und Probleme, die sich aus ihrem Gewicht ergeben, zu verringern:

  • Grundsätzlich ist es empfehlenswert, unbedingt die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.
  • Das Wichtigste ist, die eigenen Ernährungsgewohnheiten genau unter die Lupe zu nehmen und dementsprechend die Ernährung umzustellen. Es gibt viele Informationen über eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und ein Ernährungstagebuch deckt versteckte Sünden relativ schnell auf. Allerdings dürfen Frauen während der Schwangerschaft keine Diät machen und hungern – es besteht sonst die Gefahr, dass das Baby unterversorgt wird. Es geht also lediglich um eine Umstellung der Ernährung.
  • Bewegung ist das A und O für eine gesunde Schwangerschaft: Beispielsweise täglich morgens und abends 30 Minuten spazieren zu gehen, eine Haltestelle früher aus dem Bus auszusteigen und zu laufen oder (kleinere) Einkäufe zu Fuß zu erledigen, kann helfen fit zu bleiben und verbrennt dabei noch Kalorien. Mit Schwangerschaftsgymnastik bleiben Sie ebenfalls in Bewegung und fördern eine gesunde Schwangerschaft.
  • Bei Wassereinlagerungen in den Beinen helfen Stützstrümpfe und es gilt: Viel trinken! Mindestens zwei Liter täglich regen die Nierentätigkeit an und das Wasser wird abtransportiert. Im Zweifelsfall sprechen Sie hierzu mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen.
  • Um die 24. Schwangerschaftswoche kann die Gynäkologin oder der Gynäkologe einen sogenannten Glukosetoleranztest machen. Dieser Zuckerbelastungstest zeigt, ob bei der werdenden Mutter ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt.
  • Bei einem Vorgespräch in der Entbindungsklinik kann vorab bereits geklärt werden, ob eine Peridural-Anästhesie (PDA) voraussichtlich gut machbar sein wird, falls gewünscht.

Untergewicht in der Schwangerschaft

Für Frauen, deren Gewicht stark unter ihrem empfohlenen BMI liegt, gibt es ebenfalls einige möglicherweise auftretende gesundheitliche Problemen während der Schwangerschaft. Sie haben etwa ein erhöhtes Risiko für Fruchtwassermangel, einen vorzeitigen Blasensprung sowie Frühgeburten oder Fehlgeburten. Das Baby kann ein sehr geringes Geburtsgewicht und andere Entwicklungsstörungen aufweisen. Der Grund dafür liegt vor allem im Mangel an Nährstoffen während der Schwangerschaft – die braucht der Körper der werdenden Mutter und auch das Ungeborene aber nun, um neue Zellen zu bilden.

Was tun bei Untergewicht?

Was hilft, ist vor allem eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung mit regelmäßigen Malzeiten. Achten Sie bei Untergewicht auf folgende Dinge:

  • Viele Mahlzeiten über den Tag verteilt, auch kleinere Snacks zwischendurch, steigern Ihre Kalorienaufnahme.
  • Wählen Sie Produkte mit höherem Fettanteil, dabei aber gesunde und hochwertige Fette bevorzugen, nicht aus Fastfood und Süßem!
  • Essen Sie in Ruhe, bewusst und genussvoll.
  • Streben Sie eine gute Balance von Bewegung und Entspannung an, denn oft hängt Untergewicht mit Stress und anderen psychischen Faktoren zusammen.
  • Suchen Sie sich unbedingt professionelle Hilfe, wenn bei Ihnen möglicherweise eine Essstörung vorliegt. Erste Anlaufstelle kann hier auch Ihre Gynäkologin, Ihr Gynäkologe beziehungsweise Ihre Hebamme sein – diese können sicherlich geeignete, professionelle Ansprechpartner und Hilfsmöglichkeiten benennen.

Veränderungen der Körperform

Während der Schwangerschaft lagern sich meist Fettpölsterchen an Bauch, Beinen und Po ein. Das ist ganz normal – und dennoch überlegen einige Schwangere, wie sie dem begegnen können und ob die Pölsterchen nach der Schwangerschaft wieder verschwinden. Viele Frauen machen sich auch Gedanken, dass ihre Brüste durch die Schwangerschaft und das Stillen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dass das Becken, die Hüften oder vielleicht auch der Rücken breiter und kräftiger werden. Viele Schwangere möchten sich während, aber auch nach der Schwangerschaft als schön und attraktiv empfinden und haben Sorgen vor den Veränderungen ihrer Körperform und ob sie diese jemals zurückgewinnen.

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist ein vorübergehendes Stadium und die meisten Frauen, die sich über ihre Attraktivität während der Schwangerschaft Sorgen machen, tun das unbegründet. Sie möchten auch während der Schwangerschaft sich und ihrem Partner gefallen und fürchten vielleicht, dass der Partner ihre körperlichen Veränderungen als unschön empfindet. Die meisten werdenden Väter finden ihre schwangere Partnerin jedoch weiterhin schön – und oftmals sogar besonders attraktiv, da sie nun das gemeinsame Kind trägt. Auch in sexueller Hinsicht finden viele Männer ihre schwangere Partnerin ansprechend. Manche Paare haben während der Schwangerschaft sogar mehr Sex als sonst. Mehr Infos zu Sex in der Schwangerschaft beantworten wir in unserem FAQ.

Fakt ist: Der Körper wird nach der Geburt anders aussehen, eine Schwangerschaft hinterlässt immer an der ein oder anderen Stelle dauerhafte Spuren. Viele Frauen können mit der richtigen Ernährung, genug Sport und Bewegung und der nötigen Geduld nach einer Zeit der Regeneration wieder „ihrem“ Körperbild und Aussehen entsprechen. Dieses Körperbild muss gar nicht dem Zustand vor der Schwangerschaft entsprechen. Denn oft ist es gar nicht vermeidbar, dass Veränderungen zurückbleiben. Es hängt stets von der individuellen Schwangerschaft und Einstellung ab, ob Veränderungen als „Mangel“ empfunden werden und es kann einige Zeit dauern, bis eine Frau neben ihrer Mutterrolle auch eine neue Sicht auf ihren Körper annimmt. Oftmals fallen bei großen Veränderungen im Leben überwiegend die Dinge auf, die verloren gegangen sind, während das neu Gewonnene erst noch entdeckt werden muss.

Bei vielen Frauen schwinden die Kilos nach und nach langsam von selbst. Stillen ist auch als „Treiber“ bekannt, um die Pfunde purzeln zu lassen. Eine gute ausgewogene Ernährung und viel Bewegung helfen im Jahr nach der Geburt ebenfalls dabei, sich wieder dem Ursprungsgewicht anzunähern. Auch jetzt sind Hunger-Diäten allerdings absolut tabu, da Sie als frischgebackene Mutter all Ihre Kraft für diesen neuen Lebensabschnitt brauchen und wenn Sie stillen, auch Ihr Kind mitversorgen müssen.

Mütter sollten sich für die Rückbildung des eigenen Körpers einen Freiraum schaffen – trotz all der vielen neuen Aufgaben. Das ist nicht nur wichtig, um wieder in Form zu kommen, sondern auch, um den strapazierten Beckenboden zu trainieren und so vor einer möglichen Inkontinenz zu schützen. Lassen Sie sich von Ihrem Partner, Familienmitgliedern oder Freunden das Versorgen des Babys vorübergehend abnehmen. So haben Sie regelmäßig eine Stunde für sich. Für frischgebackene Mütter kann das ungemein erholsam sein. Andererseits gibt es Kursangebote, die mit Baby zusammen besucht werden können.

Tägliches schnelles Spazierengehen ist gut, um wieder fitter zu werden – auch das geht in der Regel mit Baby. Es gibt zudem viele Videos mit Rückbildungsgymnastik und Gymnastik für die Zeit nach der Rückbildung, deren Kosten für die frischgebackenen Mütter oftmals überschaubar sind und die auch in kleinen Zeitfenstern in den neuen Alltag eingebaut werden können. Im besten Fall sprechen Sie mit Ihrer Gynäkologin, Ihrem Gynäkologen beziehungsweise Ihrer Hebamme, ob sich Ihr Körper für solche Bewegungsangebote bereits ausreichend von der Geburt erholt hat.

Veränderungen des Hautbildes

Viele werdende Mütter bekommen während der Schwangerschaft Dehnungsstreifen, hauptsächlich am Bauch und/oder den Oberschenkeln. Das sind kleine Risse, die durch Überdehnung in der unteren Hautschicht entstehen. Wie stark sie ausgeprägt sind, hängt von der Wirkung der Hormone auf das Bindegewebe der Haut und der individuellen Veranlagung ab. Bei manchen Frauen können auch Hautpigmente wie Sommersprossen oder Muttermale stärker hervortreten.

Bei den Dehnungsstreifen kommt oft die Frage auf, ob und wie diese vielleicht gemildert oder gar vermieden können. Und ob die Dehnungsstreifen nach der Schwangerschaft wieder verschwinden. Wie bei allen Verletzungen heilen auch diese Risse der Unterhaut narbig ab. Nach der Geburt werden die Narben nach und nach blasser und schmaler, ganz unsichtbar werden sie jedoch nur selten. Darüber freuen sich die wenigsten Frauen, aber Schwangerschaftsstreifen sind letztlich nichts Schlimmes: Immer mehr Frauen zeigen in den Sozialen Medien öffentlich, dass sie zu ihrem Körper stehen oder sie sehen die Streifen als Andenken an die Schwangerschaft mit ihrem Kind.

Dennoch gibt es Mittel, um die Ausprägung der Schwangerschaftsstreifen zu verringern. Regelmäßige Massagen – beispielsweise mit Schwangerschafts-Pflegeölen – sowie ausreichend körperliche Bewegung – wie etwa Walken oder Yoga für Schwangere – und Wechselduschen fördern die Durchblutung von Haut und Unterhaut. Eine so vitalisierte Haut kann hormonellen und mechanischen Einflüssen besser Stand halten. Dennoch entstandene Dehnungsstreifen heilen besser ab. Außerdem hilft es Schwangeren auch hier, wenn sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, viel trinken und Übergewicht vermeiden.

Veränderungen des Haars

In der hormonellen Umstellungsphase zu Beginn der Schwangerschaft bemerken viele werdende Mütter bei sich einen verstärkten Haarausfall. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel wächst das Haar dann wieder umso kräftiger. Nach der Schwangerschaft folgt dann die zweite hormonelle Umstellungsphase, die oft noch einmal vermehrten Haarausfall mit sich bringt: das sogenannte postpartale Effluvium. Viele Frauen sind hierüber besorgt, schließlich gehört zum weiblichen Schönheitsideal typischerweise kräftiges, volles Haar. Werde ich jetzt kahl? Wann geht das wieder vorbei? Solche Fragen können einem angesichts der vielen Haare in der Bürste durchaus durch den Kopf schwirren.

Das Ausdünnen des Haares ist jedoch in der Regel nur vorübergehend. Erklären lässt es sich durch den Lebenszyklus des menschlichen Haars: Das einzelne Haar hat eine beschränkte Lebensdauer, die hormonell reguliert ist. Nach der unterschiedlich lange dauernden Wachstumsphase verbleibt es nur kurze Zeit im Haarfollikel. Dann fällt das Haar aus und im Haarfollikel wird ein neues Haar angelegt, woraufhin der Zyklus von vorne beginnt.

Dieser Kreislauf bleibt durch die Höchstleistungen, die der Körper in einer Schwangerschaft vollbringt, oft nicht unbeeinflusst: Während der Schwangerschaft überwiegt zuerst die Wachstumsphase – aufgrund der steigenden Östrogenmenge im Blut, die das Haarwachstum und die Zellerneuerung anregt. Dadurch wird der natürliche Haarausfall hinausgezögert und viele Frauen haben in dieser Zeit sogar volleres und dichteres Haar als zuvor. Nach der Geburt fällt der Östrogenspiegel jedoch wieder ab, wodurch es nach ein paar Wochen zu einer verstärkten Ausfallphase kommt. Diese kann vier bis neun Monate andauern, bis sich Hormonhaushalt und Haarzyklus wieder aufeinander eingestimmt haben.

Ärztlichen Rat sollte man allerdings suchen, wenn die Probleme länger als ein Jahr anhalten oder täglich übermäßig viele Haare ausgehen. Denn Haarausfall kann auch ein Symptom für Erkrankungen sein, wie etwa eine Schilddrüsenfunktionsstörung, Pilzbefall oder Eisenmangel und Zinkmangel. Normal ist der Verlust von bis zu 100 Haaren pro Tag. Bei dunklen und/oder langen Haaren fällt der Verlust mehr auf als bei hellen und/oder kurzen Haaren.

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Webcode: a005971 Letzte Aktualisierung: 08.10.2020
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