Impfungen

Lesedauer unter 2 Minuten

Stillende Mütter: Welche Impfungen sind möglich und sinnvoll?

Lesedauer unter 2 Minuten

Autor

  • Constanze Löffler (Wissenschaftsjournalistin, Ärztin)

Qualitätssicherung

  • Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Muttermilch liefert Babys Energie und wichtige Abwehrstoffe – bis die kindliche Abwehr sich mit etwa vier Wochen nach und nach selbst gegen Krankheitserreger verteidigt. Dürfen sich Mütter in der Zeit impfen lassen? Sollen sie es sogar, um ihr Kind besser zu schützen?

Für viele Frauen gibt es nichts Schöneres, als endlich ihr Baby in den Armen zu halten und es zu stillen. Muttermilch ist nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sie schützt die Kinder auch vor zahlreichen Krankheitserregern. Frauen achten in dieser Zeit ganz besonders auf eine gute und vollwertige Ernährung. Ihre eigene Gesundheit vergessen manche über die Bedürfnisse des Babys. Dazu gehören auch Impfungen, mit denen die Mütter ihr Kind schützen.

Sollen sich stillende Frauen impfen lassen?

Hier gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine eindeutige Empfehlung: Während der Stillzeit können Stillende alle von der STIKO empfohlenen Impfungen erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie aus dem Jahr 2019 : In dieser bewertet der US-amerikanische Pharmakologe Philip Anderson von University of Califonia in San Diego die gängigen Impfstoffe als verträglich.

Alle Standardimpfungen empfohlen

Gegen die folgenden Standardimpfungen ist also nichts einzuwenden – im Gegenteil: Jungen Mütter wird empfohlen, auftretende Impflücken zu schließen. Um diese Impfungen geht es: 

Auch Impfungen der stillenden Mütter gegen Hepatitis A und B, Meningokokken, Haemophilus influenzae Typ b, und Pneumokokken bergen keine erhöhten Risiken für das Baby. Sie gelten als Indikationsimpfungen und sind im Gegensatz zu den gelisteten Standardimpfungen Impfungen, welche die Ständige Impfkommission (STIKO) nur unter bestimmten Bedingungen oder nur für bestimmte Personengruppen empfiehlt. Beispielsweise wird die Pneumokokken-Impfung empfohlen, wenn die junge Mutter an Asthma leidet.

Mütterlicher Impfschutz schützt Mutter und Kind

Aus zwei Gründen wird Müttern empfohlen, Impflücken zu schließen:

  • Die Mütter selbst sind vor schweren Infektionskrankheiten geschützt.
  • Weil sich die Mütter nicht anstecken können, sind auch ihre Babys zu einem gewissen Grad vor Ansteckung geschützt.

Besonderes Augenmerk legt die STIKO auf junge Mütter, die nicht ausreichend vor Keuchhusten geschützt sind. Sie sollten sich in den ersten Tagen nach der Geburt impfen lassen. Denn: Keuchhusten kann für Säuglinge lebensbedrohlich werden. Seit März 2020 empfiehlt die STIKO die Impfung gegen Keuchusten sogar bereits während der Schwangerschaft, zu Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels. Bei einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt wird die Impfung ins zweite Schwangerschaftsdrittel vorgezogen (ab dem vierten Monat). Seit Mitte Mai ist die Impfung während der Schwangerschaft allgemeine Kassenleistung. Die Barmer übernimmt die Kosten dafür schon seit März. 

Diese Impfungen bei Stillenden vermeiden

Es gibt einige wenige Ausnahmen bei den Impfempfehlungen: Stillende Frauen sollten sich nicht gegen Gelbfieber impfen lassen. Der Grund: In einigen seltenen Fällen haben sich bei gestillten Säuglingen das Gehirn und die Hirnhäute entzündet (Meningoenzephalitis), nachdem ihre Mütter gegen Gelbfieber geimpft wurden. Gegen Gelbfieber geimpft wird bei Reisen ins tropische Afrika südlich der Sahara oder nach Mittel- und Südamerika.  

Barmer Chat

Chat für Versicherte 

Sind Sie bei Meine Barmer registriert?
Loggen Sie sich vor dem Start des Chats für eine persönliche und datenschutzsichere Beratung ein und profitieren Sie außerdem von unseren erweiterten Chat-Zeiten.

Zum Chat für Versicherte

Chat für Interessenten

Ich habe keine eigene Mitgliedschaft bei der Barmer und bin an den Vorteilen interessiert.

Zum Chat für Interessenten


E-Mail

Meine Barmer

Nutzen Sie das Online-Postfach bei Meine Barmer zur persönlichen und datenschutzsicheren Kommunikation.

Zum Online-Postfach

Kontaktformular

Noch kein Online-Postfach? Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Zum Kontaktformular

E-Mail an die Barmer

Senden Sie uns eine Nachricht an service@barmer.de

E-Mail für Interessenten

Sie sind noch nicht (selbst) bei der Barmer versichert und haben Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an neukunde@barmer.de

Quellenangaben

Zertifizierung

Auf unsere Informationen können Sie sich verlassen. Sie sind hochwertig und zertifiziert. Dafür haben wir Brief und Siegel.

Redaktionelle Grundsätze
Webcode: a005404 Letzte Aktualisierung: 25.05.2020
Nach oben