Krebsprävention

Entscheidungshilfe Mammographie-Screening - Schritt 5

Lesedauer unter 1 Minute

Woran sollten Sie noch denken, bevor Sie sich entscheiden?

Wie funktioniert die Mammographie?

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung. Jede Brust wird zwischen zwei Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Viele Frauen beschreiben die Untersuchung als unangenehm, manche als schmerzhaft, andere wiederum empfinden sie als unproblematisch.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung durch die Mammographie?

Wie hoch die Belastung durch Röntgenstrahlen ist, kann derzeit nur geschätzt werden. Je jünger die Frau ist, desto strahlenempfindlicher ist ihr Brustgewebe. Mammographien dürfen deshalb zur Früherkennung erst bei Frauen ab 50 Jahren durchgeführt werden.

Ist Früherkennung Vorsorge?

Die Röntgenuntersuchung der Brust ist eine Momentaufnahme, keine Vorsorge: Mit Hilfe der Mammographie kann ein Brusttumor möglicherweise in einem frühen Stadium erkannt werden. Die Mammographie kann aber keinen Brustkrebs verhindern.

Werden durch das Mammographie-Screening kleinere Tumore erkannt?

Ja, aber ob die Therapie weniger belastend ist, lässt sich nicht absehen. Chirurgische Eingriffe und Strahlenbehandlungen nehmen um etwa 30 Prozent zu (Quelle: Gøtzsche, P.C., & Jørgensen, K.J., 2013).

Werden durch das Screening mehr Frauen unnötig zur Brustkrebspatientin?

Durch die Früherkennung werden auch Veränderungen als Krebs oder als Krebsvorstufen diagnostiziert und behandelt, die ohne Mammographie nie auffällig und für die Frau auch nicht lebensbedrohlich geworden wären. Die Überdiagnosen von Brustkrebs führen zur Übertherapie, das heißt, es gibt zusätzliche Operationen, Strahlenbehandlungen und Chemotherapien, die es ohne Mammographie-Screening nicht gegeben hätte. Eine frühere Diagnose führt nicht immer zu einer längeren Lebensdauer.

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Webcode: s000589 Letzte Aktualisierung: 21.10.2019
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