Zwei junge Frauen halten Winkekatzen im Arm

Leistungen im Ausland

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  • Barmer Internetredaktion

Du hältst dich in einem anderen Land auf. Der schönste Grund ist sicherlich ein Urlaub, aber auch berufliche Gründe (Dienstreise, Entsendung oder Arbeitssuche) oder auch die gezielte medizinische Behandlung können dich ins Ausland führen. 

In allen Ländern der EU und in einigen weiteren Staaten hilft die Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC) eine im Notfall notwendige Behandlung abzusichern. Du findest sie auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Deshalb bei Reisen immer die eGK mitnehmen! Für wenige weitere Länder gibt es außerdem spezielle Auslandskrankenscheine.

Wichtiger Hinweis: Es kann vorkommen, dass EHIC oder Auslandskrankenschein nicht akzeptiert werden. Deshalb sollte zusätzlich immer eine private Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen werden.

Die europäische Krankenversichertenkarte oder auch European Health-Insurance-Card (EHIC) befindet sich auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte. In Verbindung mit Personalausweis oder Reisepass können Sie sich damit in 34 europäischen Ländern gegenüber den dortigen Vertragsleistungserbringern behandeln lassen. Weitere Details findest du unter „Urlaub in Europa".

In diesen Ländern kannst du dich mit deiner EHIC und deinem Personalausweis oder Reisepass unmittelbar an die dortigen Vertragsärzte oder Vertragskrankenhäuser wenden.

Länder in denen die EHIC akzeptiert wird

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Montenegro, Nordmazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern (griechischer Teil)

Du bist nicht in Europa? - trotzdem gilt hier die EHIC

Die folgenden Gebiete gehören zwar geographisch zumeist nicht zu Europa, aber sie gehören zu Ländern der Europäischen Union (EU). Deshalb kann die EHIC auch dort eingesetzt werden: 

Azoren, Ceuta, Französisch-Guayana, Gibraltar, Gozo, Guadeloupe, Madeira, Martinique, Mayotte, Melilla, Réunion, Saint Barthelmy, Saint Martin (französischer Teil)

Länder für die es gesonderte Auslandskrankenscheine gibt

  • Türkei
  • Bosnien-Herzegowina
  • Tunesien

Hier kannst du den Auslandskrankenschein herunterladen. Bitte melde dich dazu bei Meine Barmer an.
Wie du im Fall der Fälle Leistungen in Anspruch nehmen kannst, erfährst du aus dem Merkblatt zu deinem Urlaubsland. Die EHIC kannst du in diesen Ländern nicht benutzen.

Hier kannst du eine provisorische Ersatzbescheinigung für die EHIC oder Auslandskrankenscheine bequem und schnell herunterladen.

Außerhalb Europas gilt: Es sollte unbedingt eine private Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Doch auch innerhalb Europas kann der zusätzliche private Reisekrankenversicherungsschutz sinnvoll sein. Zum Beispiel können hohe landestypische Eigenanteile (bspw. bei einer stationären Krankenhausbehandlung), Rücktransporte etc. nicht zu Lasten der GKV über die EHIC abgerechnet  werden.

Deine Barmer-Vorteile bei Reisen ins Ausland

  • Nahezu europaweiter Versicherungsschutz: Im Krankheitsfall kannst du dich gegen Vorlage deines EHIC bei Vertrags-Ärzten im Urlaubsgebiet behandeln lassen. Ausnahmen bilden u.a. Monaco, San Marino, Andorra, hier besteht kein Schutz. In den Abkommenstaaten Türkei, Bosnien und Tunesien besteht der Schutz nicht über die EHIC, sondern über Auslandskrankenscheine.
  • Rund um den Globus: Mit einer privaten Reisekrankenversicherung bist du auch über die Grenzen Europas hinaus abgesichert. 

Unsere Leistungen im Ausland in Anspruch nehmen

  • Immer dabei: Nimm deine Gesundheitskarte mit.
  • Rundum abgesichert: Schließe immer eine private Reiseversicherung ab.

In 34 europäischen Ländern von Belgien bis zum griechischen Teil der Insel Zypern bietet die Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC) einen Basisschutz für Reisende. Sie befindet sich auf der Rückseite der Elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Ganz gleich, ob es sich um einen akuten Notfall handelt, oder ob man aufgrund einer chronischen Erkrankung behandelt werden muss, gegen Vorlage der (EHIC) und des Personalausweises oder Reisepasses erhält man medizinische Hilfe. 

Detaillierte Informationen zu diesen Reiseländern findest du in den Merkblättern der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) „Urlaub im Ausland”.

Sie erhalten alle notwendigen Leistungen, als wärst du in dem jeweiligen Land versichert. Dabei wird deine voraussichtliche Aufenthaltsdauer berücksichtigt. Leistungen, die bis zur Rückkehr nach Deutschland aufgeschoben werden können, dürfen nicht erbracht werden. Außerdem gibt es von Land zu Land Unterschiede im „Leistungskatalog“. Es kann daher sein, dass du nicht alles, was du aus Deutschland kennst, auch tatsächlich über die EHIC erhälst. Insbesondere bei zahnärztlicher Behandlung gibt es in anderen Staaten häufig nur ein sehr eingeschränktes Angebot.

Achte darauf, dass der Arzt oder das Krankenhaus berechtigt ist, Leistungen zu Lasten des nationalen Systems der Krankenversicherung zu erbringen. Am Besten informierst du dich bereits vor Reiseantritt oder direkt nach deiner Ankunft vor Ort über die nächstgelegenen „Vertragsbehandler“. Informationen über Vertragsärzte oder –krankenhäuser erhältst du oft an der Rezeption deines Hotels, bei deiner Reiseleitung oder der örtlichen Gemeindeverwaltung.

Der Vertragsbehandler stellt die Kosten deiner Behandlung der ausländischen Krankenkasse in Rechnung. Diese wiederum rechnen dann mit der Barmer ab.

Sofern die Regelungen deines Urlaubslandes Zuzahlungen oder Eigenanteile vorsehen, musst du diese entrichten. Diese können je nach Land deutlich höher ausfallen als in Deutschland. So beträgt die Zuzahlung bei einer Krankenhausbehandlung in Frankreich z.B. in der Regel 20 Prozent der Gesamtkosten. Wir dürfen diese Kosten nicht erstatten. Allerdings können sie in Höhe der vergleichbar in Deutschland zu leistenden Zuzahlungen bei der Belastungsgrenze berücksichtigt werden.

Es empfiehlt sich immer der Abschluss einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung (z.B. bei unserem Kooperationspartner HUK). Siehe hierzu auch das Thema „Rücktransport aus dem Ausland“ unter „Wichtige Fragen und Antworten zu Ihren Leistungen im Ausland".

Auch mit diesen Staaten bestehen zwischenstaatliche Vereinbarungen, welche im Notfall die medizinische Hilfe im jeweils anderen Staat sicherstellen sollen. Hierzu gibt es spezielle Auslandskrankenscheine. Detaillierte Informationen zu diesen Reiseländern findest du in den Merkblättern der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA) „Urlaub im Ausland”.

Musst du in Bosnien-Herzegowina oder in Tunesien zum Arzt oder ins Krankenhaus, wende dich mit deinem Auslandskrankenschein an eine Krankenkasse vor Ort. Um die Adresse zu erfahren, sprichst du am besten deine Reiseleitung oder die Rezeption deines Hotels an. Von der Krankenkasse erhältst du dann einen Berechtigungsschein, den du beim Arzt oder im Krankenhaus vorlegen kannst.

In der Türkei wirst du bei der örtlichen Niederlassung der Sosyal Güvenlik Kurumu (SGK) im sogenannten YUPASS-System registriert. Du erhältst eine Identifikationsnummer, mit der du (bei Vorlage des Personalausweises) jeden Vertragspartner der SGK nutzen kannst. Eine Liste der Zweigstellen der SGK findest du im DVKA-Merkblatt "Urlaub in der Türkei". Zwei weitere Merkblätter speziell zur Krankenhausbehandlung in der Türkei findest du hier und hier.

Wichtiger Hinweis: 

Die Türkei vertritt seit einiger Zeit die Auffassung, dass über den Auslandskrankenschein nur reine Notfallbehandlungen erbracht werden können. Dies sollen nach Aussage des türkischen Trägers nur Leistungen sein, die aus medizinischer Sicht binnen 24 Stunden notwendig werden, um unmittelbare Gefahr für Leib und Leben abzuwenden. Behandlungen, die über diesen sehr eng definierten Rahmen hinausgehen, werden – Rückmeldungen aus dem Kreis der Versicherten bestätigen dies - offenbar nur noch gegen Privat-Rechnung und Barzahlung zur Verfügung gestellt.

Eine private Reisekrankenversicherung ist deshalb bei Reisen in die Türkei, nach Tunesien oder Bosnien-Herzegowina dringend angeraten, z.B. bei unserem Kooperationspartner HUK-Coburg.

Achtung:

In diesen Ländern besteht zudem nur Anspruch auf Notfallbehandlungen. Besteht bereits vor der Einreise eine (z.B. chronische) Erkrankung, die es voraussichtlich erforderlich machen wird, dass du einen Arzt aufsuchst, sprich uns bitte rechtzeitig vor Reiseantritt an.

Es kann vorkommen, dass die EHIC oder der Auslandskrankenschein vom Vertragsbehandler nicht akzeptiert werden. Auch Privatärzte oder Privatkliniken können prinzipiell nicht über die EHIC oder den Auslandskrankenschein abrechnen. In diesen Fällen erhältst du eine Privatrechnung, die du zunächst selber bezahlen musst. Nach deiner Rückkehr kannst du die Rechnung dann bei uns einreichen. Der schnellste Weg: Erstattungen bis 500 Euro können ganz unkompliziert online beantragt werden – über Meine Barmer oder die Barmer Service-App, noch direkt aus dem Urlaub.

Ist der Rechnungsbetrag höher, sende uns die Rechnung bitte im Original zu. Bitte verwende dafür den Antrag auf Erstattung von Behandlungskosten im Ausland (PDF, 209 KB).

Folgende Unterlagen benötigen wir, um eine Erstattung vornehmen zu können.

  • Arztkosten: Belege die entstandenen Kosten durch spezifizierte und quittierte Rechnungen.
  • Rezeptkosten: Ärztliche Verordnungen (Rezepte) reichst du unbedingt ein, sofern du diese erhalten hast für:
  • Medikamente
  • Hilfsmittel (zum Beispiel Gehhilfen)
  • Heilmittel (zum Beispiel Physiotherapie) oder
  • Verbandsmaterial (zum Beispiel Pflaster, Bandagen).
  • Leistungen der Zusatzversicherung: Überlasse uns gegebenenfalls die Erstattungsmitteilung der privaten Zusatzversicherung.

Die Deutschen sind bekanntlich ein reiselustiges Volk, und häufig zieht es uns nicht in die üblichen Urlaubsregionen. Da darf es gerne mal eine Safari in Afrika, tauchen in Riffs vor der thailandischen Küste oder auch der Roadtrip in den USA sein.

Wichtig zu wissen:

Kommt es in diesen Ländern zu einer ärztlichen Behandlung, dürfen die deutschen Krankenkassen keine Erstattung vornehmen.

Eine Reise ohne private Reisekrankenversicherung stellt hier ein nicht kalkulierbares finanzielles und auch gesundheitliches Risiko dar.

Ist der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung sinnvoll?

Eine gute private Auslandsreise-Krankenversicherung ist auf Reisen immer sinnvoll. Das gilt uneingeschränkt auch innerhalb Europas. Denn sie übernimmt auch Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht bezahlen darf – zum Beispiel einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland oder die im Einzelfall sehr hohen Kosten einer privaten Behandlung. Mit einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung genießt du das gute Gefühl, rundum abgesichert zu sein.

Unsere Empfehlung exklusiv für Versicherte der Barmer: Die Auslandsreise-Krankenversicherungen unseres Kooperationspartners HUK bieten Sicherheit auf Reisen für Einzelpersonen und Familien bei längeren Auslandsaufenthalten.

Ich kann keine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen – was soll ich tun?

Gründe hierfür könnten z.B. erhebliche Vorerkrankungen oder ein fortgeschrittenes Alter sein. Mehrere private Reisekrankenversicherer haben dir gegenüber einen Vertragsabschluss schriftlich abgelehnt? Sprich uns bitte rechtzeitig vor Antritt der Reise an. Ruf an oder besuche uns in deiner Geschäftsstelle in der Nähe.

Rücktransport aus dem Ausland

Ein weiterer Grund für eine private Reisekrankenversicherung: Wird aus medizinischen Gründen ein Rücktransport nach Deutschland notwendig, fallen sehr hohe Kosten an. Ein ärztlich begleiteter Flug mit einem Ambulanzflugzeug kostet schnell mehrere 10.000 Euro. Das Problem: Die deutschen Krankenkassen dürfen sich an den Kosten eines Rücktransports nicht beteiligen. 

Auslandsreise-Impfungen – Welche Impfungen brauche ich?

Je nach Reiseziel solltest du dich rechtzeitig vor Reisebeginn mit der Frage beschäftigen, welche Impfungen empfohlen werden und sinnvoll sind. 

Die Barmer kann hier aus verständlichen Gründen keine verbindlichen Empfehlungen aussprechen. Das Reiseland ist entscheidend für die Bestimmung der erforderlichen Impfungen. Vor einer Reise ins Ausland ist daher ggf. eine reisemedizinische Beratung zu empfehlen. Neben darauf spezialisierten niedergelassenen Ärzten stehen Tropeninstitute und teilweise Gesundheitsämter als kompetente Anbieter zur Verfügung. Empfehlenswert sind auch die Internetseiten des Auswärtigen Amtes, das über aktuelle gesundheitliche Risiken im Reiseland informiert, und der Gesundheitsreiseführer der WHO, der auch Weltkarten zur Verbreitung verschiedener Infektionskrankheiten beinhaltet.

Quelle: Robert-Koch-Institut

Die Barmer übernimmt die Kosten für Reiseschutzimpfungen in voller Höhe. Näheres erläutern wir auf unserer Seite zum Reiseimpfschutz

Was muss ich beachten, wenn ich im Ausland arbeitsunfähig werde?

Melde die Arbeitsunfähigkeit schnellstmöglich per Telefon, Fax oder E-Mail sowohl deinem Arbeitgeber als auch deiner Krankenkasse. Folgende Informationen sind erforderlich:

  • Arbeitsunfähig ab wann
  • Arbeitsunfähig voraussichtlich bis wann
  • Adresse am Urlaubsort

Lass dir vom behandelnden Arzt vor Ort eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen, die du ebenfalls sofort an deinen Arbeitgeber und deine Krankenkasse sendest. Wenn du nach deiner Rückkehr nach Deutschland noch arbeitsunfähig bist, solltest du unverzüglich deinen Arzt aufsuchen. So vermeidest du Probleme bei der Gehaltsfortzahlung und deinem Krankengeldanspruch.

Wenn du im Auftrag deines Arbeitgebers im Ausland unterwegs bist und krank wirst, reiche eventuell anfallende Rechnungen bitte bei deinem Arbeitgeber ein. Dieser wird dir die entstandenen Kosten erstatten und hat seinerseits gegenüber der Barmer einen – ggf. anteiligen – Anspruch auf Erstattung.
Bei allen Fragen zur Erstattung beraten wir dich gerne persönlich.

Nicht nur auf Urlaubsreisen im europäischen Ausland bist du bei der Barmer gut versichert! Auch wenn du zum Beispiel extra zur Zahnbehandlung nach Polen oder zur Physiotherapie in die Niederlande fahren möchtest, kann sich die Barmer in den meisten Fällen an den Behandlungskosten beteiligen. Bei einer solchen Behandlung giltst du als Privatpatient. Das bedeutet, dass du als direkter Vertragspartner des ausländischen Leistungserbringers die Rechnung für die in Anspruch genommene Behandlung vor Ort selbst bezahlst. Planst du eine ambulante Behandlung im Ausland? Dann sprich uns rechtzeitig vorher an. Wir beantworten gerne alle Fragen, die du rund um deine gezielte Behandlung im Ausland hast.

Auch wichtig zu wissen

Die Barmer hat keinen Einfluss auf Qualität und Preis der Leistungen.

Die Kostenerstattung ist für alle EU-Länder und für Behandlungen in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz möglich.

Damit Kosten erstattet werden können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. 

  • Die Leistung hätte auch in Deutschland übernommen werden müssen. Das bedeutet: Die Leistungen, die du im Ausland in Anspruch nimmst, müssen auch in Deutschland zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören.
  • Wichtig: Wenn im Ausland eine stationäre Behandlung erfolgen soll, musst du vorher eine Kostenzusage bei der Barmer einholen.
  • Leistungen, die in Deutschland einen vorherigen Antrag erfordern (z.B. Zahnersatz) müssen auch bei Inanspruchnahme im Ausland vorher beantragt werden.
  • Für Leistungen, die nicht in Deutschland zugelassen sind, können keine Kosten erstattet werden, selbst dann nicht, wenn der Leistungskatalog des jeweiligen Landes diese vorsehen sollte. Das betrifft alle Behandlungsmethoden, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, die in Deutschland nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.  

Auch wenn du dauerhaft im Ausland wohnst, und dort zur so genannten Sachleistungsaushilfe bei einem dortigen Krankenversicherungsträger registriert bist, können die Kosten gegebenenfalls nicht übernommen werden.  

Die Erstattung erfolgt maximal in Höhe der deutschen Vertragssätze und unter Abzug der ggf. üblichen Zuzahlung. Ferner ist ein Abschlag für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand gesetzlich vorgeschrieben. Dieser beträgt 5 Prozent vom Erstattungsbetrag, maximal 40,00 Euro.

Du planst Deutschland zu verlassen und dauerhaft im Ausland zu leben? Dann solltest du dich rechtzeitig vor der Ausreise ein paar Gedanken über deine Krankenversicherung machen. Ob die Versicherung bei der Barmer bestehen bleiben kann, ist von einigen Faktoren abhängig. So kommt es z.B. darauf an, wohin du deinen Lebensmittelpunkt verlegen willst.

Du arbeitest weiterhin bei einem deutschen Arbeitgeber, aber willst deinen Wohnsitz ins Ausland verlegen. Dann empfehlen wir dir die Merkblätter für Grenzgänger der DVKA.
Die Bestimmungen sind zu komplex, um sie hier umfassend darzustellen – sprich uns deshalb bei Fragen rechtzeitig an.

Zum 01.02.2020 ist das Austrittsabkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien in Kraft getreten. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäische Gemeinschaft wird Auswirkungen für Reisende und Berufstätige mit sich bringen. Versicherte, die dauerhaft im anderen Staat leben, werden ebenfalls betroffen sein. Während der aktuell bis zum 31.12.2020 laufenden Übergangsphase bleibt aber erst einmal alles beim alten. Bis zum Ende der Übergangsphase sollen Regelungen für die zukünftigen Beziehungen gefunden werden.

Eventuell wird die Übergangsphase aber auch – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Pandemie – noch einmal verlängert.

Weitere Informationen zum Brexit und seine Folgen für die zwischenstaatliche Gesundheitsversorgung findest du auf der Homepage des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung.

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Webcode: a005572 Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
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