Psychotherapie

Ob Depression, Angststörung oder Trauma: Psychische Erkrankungen können jeden treffen. Die Gründe hierfür sind genauso vielschichtig wie ihre Symptome.

Anzeichen für eine psychische Erkrankung

  • Sie sind leicht reizbar?
  • Sie leiden unter starken Befürchtungen und Ängsten?
  • Sie fühlen sich niedergeschlagen und traurig?
  • Sie ziehen sich von sozialen Kontakten zurück?
  • Sie schaffen es nicht mehr, die alltäglichen Anforderungen zu bewältigen?

Helfen Ratgeber, Gespräche mit Verwandten und Freunden oder die Unterstützung durch Beratungsstellen nicht mehr weiter, steht die ambulante Psychotherapie zur Verfügung. Sie ist hilfreich, wenn Sie dauerhaft an psychischen Symptomen leiden und diese nicht aus eigener Kraft überwinden können. Unterstützung finden Sie bei Fachärzten und psychologischen Psychotherapeuten.

Jeder Versicherte der Barmer hat Anspruch auf eine Psychotherapie – vorausgesetzt es liegt eine seelische Erkrankung vor. Das kann zum Beispiel eine Depression, Essstörung oder Zwangshandlung sein.

Ihre Barmer-Vorteile bei einer Psychotherapie

  • Ob Kind oder Erwachsener: Für eine notwendige psychotherapeutische Behandlung übernimmt die Barmer die Kosten. Voraussetzung ist, dass der gewählte Psychotherapeut oder psychotherapeutisch tätige Arzt eine Kassenzulassung hat.
  • Ihre Barmer stellt sicher, dass die Behandlung qualitätsgesichert ist und nach einem anerkannten Therapieverfahren erfolgt.

Die psychotherapeutische Sprechstunde

Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde erhalten Sie zeitnah – und ohne Überweisung – Zugang zu einer psychotherapeutischen Versorgung. In einem Erstgespräch wird geklärt, mit welcher Behandlung Ihnen am besten geholfen werden kann.

Die Sprechstunde ist der erste Schritt und Voraussetzung für eine Psychotherapie. Sie wird von allen Psychotherapeuten oder psychotherapeutisch tätigen Arzt mit einer kassenärztlichen Zulassung angeboten.

Wie finde ich einen passenden Therapeuten?

Die Kontaktdaten und Sprechzeiten von Psychotherapeuten und psychotherapeutisch tätigen Ärzten erfahren Sie über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung in Ihrer Region.

Bei der Suche nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde und/oder Akutbehandlung können Sie sich auch an die Terminservicestelle Ihrer regionalen Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Diese vermittelt Ihnen innerhalb von einer Woche einen entsprechenden Termin in zumutbarer Entfernung. Die Wartezeit auf den erforderlichen Termin darf vierWochen nicht überschreiten.

Jeder Psychotherapie geht eine Probebehandlung voraus – in der Regel zwei bis vier Sitzungen. In diesen wird festgestellt, ob zwischen Patient und Therapeut „die Chemie stimmt“.

Wissenswertes zu anerkannten psychotherapeutischen Therapieverfahren

Die Akutbehandlung ist eine zeitnahe psychotherapeutische Behandlung im Anschluss an die psychotherapeutische Sprechstunde. Sie dient dazu, Patienten ambulant in akuten psychischen Krisen und Ausnahmezuständen zu entlasten und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Bei der Verhaltenstherapie steht das gegenwärtige Erleben und Verhalten des Patienten im Mittelpunkt der Behandlung. Es geht darum herauszufinden, welche Erfahrungen und Situationen dieses Verhalten maßgeblich beeinflussen. Störende Verhaltensweisen, wie zum Beispiel Essstörungen oder krankhafte Ängste, sollen durch alternative Verhaltensweisen abgelöst werden. In der Regel wird im Sitzen mit einer Behandlungshäufigkeit von 1 bis 2 Sitzungen pro Woche gearbeitet.

Die analytische Psychotherapie ist zeitlich aufwändiger. Sie führt die Patienten zurück in ihre Kindheit, in die Träume und ins Unterbewusste. So werden unterbewusste Blockaden und traumatische Erlebnisse herausgearbeitet. Ziel ist der veränderte Umgang mit den aktualisierten Konflikten, Affekten und strukturellen Aspekten im Hier und Jetzt. Die Behandlung erfolgt üblich im Liegen mit einer Häufigkeit von 2 bis 3 Sitzungen wöchentlich.

Das Vorgehen entspricht der analytischen Psychotherapie. Die Therapie ist jedoch kürzer. In der Regel wird im Sitzen mit einer Behandlungshäufigkeit von 1 bis 2 Stunden in der Woche gearbeitet.

Alle anerkannten Therapieverfahren können regelmäßig als Einzel- oder Gruppentherapie bzw. als Kombination aus beidem erfolgen. Für Maßnahmen, die ausschließlich Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung zum Ziel haben, kann die Barmer keine Kosten übernehmen.

Webcode dieser Seite: a000086 Autor: Barmer Erstellt am: 03.06.2014 Letzte Aktualisierung am: 20.09.2018
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