Impfungen

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Was ist eine Impfauffrischung und wie oft ist sie erforderlich?

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Autor

Birgit Frohn, Diplom-Biologin

Qualitätssicherung

Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Viele Impfungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Das empfiehlt auch die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts in Berlin, kurz STIKO. Die Umsetzung dieses wichtigen Rats ist jedoch oft schwierig, denn mit zunehmendem Alter tritt die Impfauffrischung angesichts anderer gesundheitlicher Belange schnell in den Hintergrund.

Wie bekommt unser Abwehrsystem immer wieder Erinnerungen?

Eine Auffrischung von Impfungen ist oft empfehlenswert, da unser Immungedächtnis mit der Zeit nachlässt und schwächer wird: Es „vergisst“ gewissermaßen den Impfschutz, der dadurch langsam zurückgeht. Durch die Impfauffrischung wird das Abwehrsystem sozusagen wieder daran erinnert.

Muss alle Jahre wieder geimpft werden?

Nein, nicht ganz. Erwachsene sollten ihre Impfungen gegen Tetanus und Diphterie alle zehn Jahre auffrischen lassen. Eine einmalige Auffrischimpfung wird auch gegen Kinderlähmung und Keuchhusten empfohlen. Mit Kombinationsimpfstoffen geht diese Auffrischung am einfachsten, denn auf diese Weise können die vier Impfungen gemeinsam, mit nur einer Spritze, erneuert werden.

Wer über 60 Jahre alt ist, sollte sich laut STIKO gegen Grippe (Influenza) impfen lassen. Das gilt auch für jüngere Menschen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung eine schwächere Abwehr haben und somit gesundheitlich stärker gefährdet sind – etwa Typ-2-Diabetiker oder Patienten mit Herzerkrankungen. Wichtig für diese Personengruppe und alle nach dem 60. Lebensjahr ist zudem eine Impfung gegen Erkrankungen durch Pneumokokken, denn diese Bakterien können bei einem geschwächten Immunsystem und im fortgeschrittenen Alter gefährlich sein. Infektionen mit den Erregern können tödlich enden. Zu den Standardimpfungen für Personen ab 60 Jahren zählt auch die Impfung gegen Gürtelrose. Für den Schutz sind insgesamt zwei Impfungen notwendig.

Warum sollte man regelmäßig den Impfpass prüfen?

Um über seinen persönlichen Impfstatus auf dem Laufenden zu sein, sollte man regelmäßig seinen Impfpass checken. Doch auch wenn dieses wichtige Dokument nicht irgendwo in den Akten verschwunden ist, haben viele Menschen Schwierigkeiten damit, denn der Impfpass ist nicht eben selbsterklärend: Rund die Hälfte der Bundesbürger versteht laut Institut für Demoskopie Allensbach dessen Inhalte nicht.

Daher finden Sie hier auch wichtige Informationen zum „richtigen“ Lesen des Impfpasses.

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