Persönliche Identifikationsnummer für die elektronische Gesundheitskarte

In der zweiten Jahreshälfte 2019 werden die ersten medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte – zunächst in einer Testphase – in Betrieb gehen. Wenn Sie möchten und Ihre Zustimmung erteilen, können ausgewählte Ärzte dann den elektronischen Medikationsplan oder Notfalldaten auf Ihrer Versichertenkarte speichern. Im zweiten Schritt werden alle Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken mit dieser Funktion ausgestattet.

Ausführliche Informationen zu diesen neuen Anwendungen hat die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) für Sie zusammengestellt:

Für die Nutzung der Anwendungen benötigen Sie eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) – diese wird Ihnen aus Datenschutzgründen per Post zugesandt. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen dazu.

 

  • Eine PIN wird auch als Geheimzahl bezeichnet. Sie ist nur Ihnen bekannt. Wenn Sie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Speichern von medizinischen Informationen aufgefordert werden, Ihre PIN einzugeben, wird die Eingabe auf Korrektheit überprüft. Wenn Sie die richtige PIN eingegeben haben, wird der Vorgang fortgesetzt. Wenn nicht, erfolgt ein Abbruch des Vorgangs und Sie werden erneut zur Eingabe der PIN aufgefordert. Wenn Sie die PIN öfter als dreimal falsch eingegeben haben, wird die Versichertenkarte für weitere PIN-Eingaben gesperrt.
  • Mit der Eingabe der PUK (englisch für: Personal Unblocking Key) können Sie die Sperrung der Versichertenkarte wieder aufheben. Ob eine Entsperrung der Karte möglich ist, hängt von dem Softwaresystem Ihres Arztes ab. Es kann durchaus möglich sein, dass Ihre Karte nicht entsperrt werden kann. Aus diesem Grund ist sehr wichtig, dass Sie bei der Eingabe der PIN sorgfältig vorgehen.

Für jede Versichertenkarte gibt es jeweils eine zugehörige PIN und eine PUK. Bis jetzt gab es noch keine medizinischen Anwendungen, welche die Eingabe einer PIN erforderlich machte. Ab sofort können Barmer-Versicherte die Anwendung „Elektronischer Medikationsplan“ nutzen. Hierzu erhalten Sie einen Brief, in dem Ihnen PIN beziehungsweise PUK mitgeteilt werden.

Sofern Sie von Ihrem Arzt darauf aufmerksam gemacht wurden, dass Sie eine PIN benötigen, melden Sie sich bitte bei uns unter der Telefonnummer 0800 333 1010. Wir senden Ihnen umgehend Ihren PIN-Brief zu.
Nein, für Sie ändert sich erst einmal nichts. Weiterhin reicht die Vorlage Ihrer Versichertenkarte, um beim Arzt, im Krankenhaus oder in der Apotheke Leistungen zu erhalten. Wir empfehlen Ihnen, Ihren PIN-Brief vorerst sorgfältig bei Ihren Unterlagen aufzubewahren. Wenn Ihr Arzt Sie in Zukunft nach Ihrer PIN fragen sollte, sind Sie bestens darauf vorbereitet.
  • Aktuell benötigen Sie Ihre PIN ausschließlich für die Nutzung des elektronischen Medikationsplans.
  • Als weitere Anwendung können Notfalldaten auf die Versichertenkarte geschrieben werden. Zur Nutzung dieser Funktionen müssen Sie Ihr Einverständnis geben, was auf der Karte dokumentiert wird. Eine PIN-Eingabe ist jedoch nicht erforderlich.
  • Für den elektronischen Medikationsplan gilt, dass ein Arzt auf Ihren Wunsch hin diesen auf die Karte schreiben soll, wenn Sie mehr als drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen.
  • Für die Notfalldaten gilt, dass ein Arzt auf Ihren Wunsch hin diese auf die Karte schreiben soll, wenn dies aufgrund Ihres Gesundheitszustandes (zum Beispiel bei Arzneimittelunverträglichkeiten, Medikationen oder Implantaten) angezeigt ist.
  • Ob die Voraussetzungen konkret für Sie gegeben sind, beurteilt Ihr Arzt. Bitte sprechen Sie dies mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie die PIN vergessen haben und eine Anwendung nutzen möchten, für die eine Eingabe der PIN notwendig ist, müssen wir Ihnen eine neue Karte mit einer neuen PIN ausstellen. Bitte melden Sie sich diesbezüglich bei uns.
Nein, eine PIN kann nur einmal gedruckt werden und muss aus Datenschutzgründen gelöscht werden.
  • Die PIN ist eine Geheimzahl. Um Missbrauch zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass diese Zahl nur Ihnen bekannt ist.
  • Auch wenn Sie heute noch keine der neuen Funktionen nutzen, empfehlen wir Ihnen, die PIN und PUK an einem sicheren Ort aufzubewahren, auf den Sie bei Bedarf zugreifen können. Wenn Sie die PIN nicht auffinden können, ist somit ausgeschlossen, dass dritte Personen mit Ihrer Versichertenkarte bestimmte Funktionen nutzen.
Ja, wenn Sie eine neue Versichertenkarte von der Barmer erhalten, bekommen Sie einige Tage später auch automatisch einen neuen PIN-Brief.
Sofern Sie Interesse haben, die neuen Funktionen Ihrer Versichertenkarte zu nutzen, sprechen Sie bitte beim nächsten Besuch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an. Man sollte Ihnen vor Ort Auskunft darüber geben, ab wann die Nutzung der neuen Funktionen in der Praxis möglich ist.

 

Webcode dieser Seite: a002938 Autor: BarmerErstellt am: 07.08.2019 Letzte Aktualisierung am: 07.08.2019
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