Junge Frau sitzt auf dem Sofa, stützt den Kopf auf die Hände und wirkt nachdenklich. Symbolbild für ADHS bei Frauen.
Frauengesundheit

ADHS bei Frauen: Warum es so oft übersehen wird

Lesedauer weniger als 11 Min
Redaktion:
Matthias Frieß (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Lea Roland (Psychologin, Master of Science, Content Fleet GmbH)

ADHS bei Frauen: Das hättest du gerne früher gewusst

Karussell mit 3 Elementen
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Subtile Anzeichen

Nicht alle Frauen mit ADHS passen in das typische Bild, das viele von dem Syndrom haben. Symptome können weniger sichtbar sein, Frauen wirken oft verträumt, zerstreut und in sich gekehrt.
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Spätere Diagnose

Gesellschaftliche Erwartungen, Ausgleichen der Symptome und blinde Flecken in der Forschung tragen dazu bei, dass das Syndrom bei Mädchen und Frauen oft lange unentdeckt bleibt.
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Hoher Leidensdruck

Selbst Alltägliches kann vielen Frauen mit ADHS schwerfallen. Dabei haben sie oft mit Selbstzweifeln und Schuldgefühlen zu kämpfen. Eine Diagnose zu haben, kann für Erleichterung sorgen.

Mist, schon wieder die Deadline gerissen, warum pack ich das nicht? Solche Gedanken kennen viele Frauen mit ADHS. Warum ADHS bei ihnen oft unentdeckt bleibt und an welchen Symptomen du es erkennst.

Unerkannte Anzeichen: So äußert sich ADHS bei Frauen

ADHS? Das haben doch nur Jungen, die im Unterricht zu viel kippeln und ständig dazwischenrufen. Von wegen!

Das Bild der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung – kurz ADHS – war lange Zeit sehr männlich geprägt. Die Forschung der letzten Jahre zeigt aber, dass die Störung bei Mädchen und Frauen deutlich häufiger vorkommt als bisher gedacht.

Allerdings unterscheidet sich oft, wie die Symptome von ADHS sich bei den Geschlechtern äußern.

Was ist ADHS überhaupt?

ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, das bedeutet, dass sich das Gehirn verändert entwickelt. Die Störung äußert sich durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität und bleibt oft bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Die Kernsymptome im Schnelldurchlauf:

  • Unaufmerksamkeit: Du hast Schwierigkeiten, bei der Sache zu bleiben, schweifst oft ab oder machst Flüchtigkeitsfehler.

  • Hyperaktivität: Ein innerer Motor treibt dich an, lässt dich ständig mit dem Fuß wippen und nur schwer stillsitzen.

  • Impulsivität: Du reagierst meistens spontan, ohne zu warten oder lange nachzudenken.

Diese Symptome entwickeln sich immer schon in der Kindheit, können sich aber im Laufe des Lebens in ihrer Intensität und Ausprägung verändern. 

So zeigt sich Hyperaktivität bei Erwachsenen mit ADHS oft weniger offensichtlich nach außen, während die Unaufmerksamkeit häufig bleibt. Das ist auch ein Grund, warum das Zappelphilipp-Image nicht auf alle Betroffenen zutrifft. 

Gerade Frauen wirken trotz ADHS nach außen häufig ruhig, obwohl sie innerlich stark angespannt oder unruhig sein können. Auch ihre Hyperaktivität zeigt sich oft eher nach innen als nach außen.

Welche Symptome haben Frauen mit ADHS besonders oft?

Viele Frauen mit ADHS fallen nicht durch lautes oder impulsives Verhalten auf. Stattdessen wirken sie oft verträumt, zerstreut oder unorganisiert. Hyperaktivität und Impulsivität sind im Schnitt weniger ausgeprägt als bei Männern mit ADHS.

Gleichzeitig sind die Anzeichen dafür bei Frauen eher subtil und leichter zu übersehen. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auch Leidensdruck erzeugen.

Diese Symptome und Anzeichen können bei Frauen auf ADHS hinweisen:

  • Leichte Ablenkbarkeit und schlechte Konzentration
  • Unordentlichkeit
  • Vergesslichkeit
  • Überforderung mit alltäglichen Dingen
  • Scheinbar fehlende Motivation oder Bemühungen
  • Häufige Leichtsinnsfehler
  • Tagträumerei oder „Zoning out“
  • Probleme, Aufgaben zu organisieren und zu priorisieren
  • Schwierigkeiten, Aufgaben abzuschließen
  • Starke innere Unruhe
  • Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren

Wichtig: Einzelne Symptome bedeuten nicht automatisch ADHS.
Nur weil du mal deine Wohnung nicht aufgeräumt oder den Autoschlüssel verlegt hast, hast du nicht gleich ADHS. 

Findest du dich aber regelmäßig in solchen Situationen wieder, unter denen auch dein Alltag, deine Arbeit und dein Sozialleben leiden, könnte mehr als nur ein bisschen Unordnung und Vergesslichkeit dahinterstecken.

Eine junge Frau sitzt auf einer Couch und knibbelt an ihren Fingern. Symbolbild für ADHS bei Frauen.

Chaos im Kopf? ADHS bei Frauen kann andere psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Skin Picking begünstigen.

Wie beeinflussen Hormone ADHS-Symptome bei Frauen?

Auch das ist im Gegensatz zu Jungen und Männern mit ADHS anders: Natürliche hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens von Frauen beeinflussen, wie sie ADHS erleben.

So können sich hormonelle Veränderungen auf ADHS auswirken:

  • Menstruationszyklus: In den Tagen vor der Periode können ADHS-Symptome zunehmen.
  • Wechseljahre: ADHS-Symptome können sich in den Wechseljahren oder der Perimenopause verstärken.
  • PMOS (früher PCOS): Frauen mit dieser Erkrankung, bei der die Blutwerte für Androgene wie Testosteron erhöht sind, können bei ADHS zu mehr Hyperaktivität und Impulsivität neigen.

Blinde Flecken: Darum wird ADHS bei Frauen so oft übersehen

ADHS galt lange Zeit als überwiegend männliches Phänomen, doch das Bild wandelt sich. Gerade bei jungen Frauen gab es in den letzten Jahren einen Anstieg an Neudiagnosen.

Viele Frauen erfahren erst als Erwachsene, dass hinter ihren langjährigen Konzentrations- und Organisationsproblemen ADHS stecken könnte. Daran kann es liegen:

  • Blinde Flecken in der Forschung: Fachleute haben ADHS traditionell vor allem bei Jungen und Männern erforscht und dementsprechend auch die diagnostischen Kriterien angepasst. Dass das bei Mädchen und Frauen anders aussehen könnte, war deshalb lange nicht klar.

  • Unauffälligere Symptome: Der Zappelphilipp fällt mit seinem Kippeln und den Zwischenrufen im Klassenzimmer auf. Aber das Mädchen, das nur verträumt aus dem Fenster starrt? Weil Frauen mit ADHS meistens weniger Hyperaktivität nach außen zeigen, fliegen sie häufig unterm Radar und erhalten dann in der Kindheit keine Diagnose.

  • Starkes Anpassen: Fachleute vermuten, dass viele Frauen mit ADHS früh lernen, dass ihre Symptome nicht zu dem passen, was von ihnen erwartet wird. Sie könnten sich deshalb stärker anpassen als Jungen oder Männer. Das wird auch als Masking bezeichnet, wobei der Begriff in Fachkreisen für ADHS noch diskutiert wird.

  • Starrer Bias: Sowohl medizinisches Personal als auch Eltern und Lehrkräfte sind möglicherweise voreingenommen. Sie können ADHS bei Mädchen übersehen – einfach deshalb, weil die Diagnose für sie bei Mädchen nicht ins Bild passt.

Was sind die Folgen, wenn ADHS bei Frauen unentdeckt bleibt?

Wenn dir lange die Erklärung für deine Schwierigkeiten fehlt, kann das Selbstzweifel und Frust auslösen.

Bei Frauen mit ADHS kann sich das so äußern:

  • Geringes Selbstbewusstsein
  • Schuldgefühle
  • Das Gefühl, anders zu sein
  • Probleme, Beziehungen und Freundschaften aufzubauen und langfristig zu halten
  • Schwierigkeiten, die eigenen Emotionen zu verstehen und zu kontrollieren
  • Selbstschädigende Coping-Strategien wie Konsum von Alkohol und Drogen oder riskantes sexuelles Verhalten

Auch zusätzliche psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Suchterkrankungen oder Skin Picking können sich bei Frauen mit ADHS vermehrt entwickeln.

ADHS im Job: So kann sich ADHS auf dein Berufsleben auswirken

Im Job kann ADHS dich vor viele Herausforderungen stellen. ADHS kann deine Fähigkeit zur Organisation und Priorisierung von Aufgaben, dein Zeitmanagement, deine Konzentration und deine Regulation von Emotionen beeinträchtigen.

So kann sich ADHS im Arbeitsalltag zeigen:

  • Dir fällt es schwer, deine Aufgaben innerhalb vorgesehener Deadlines zu erledigen.
  • Du schiebst oft Aufgaben vor dir her, die ein hohes Maß an mentaler Anstrengung bedeuten.
  • Du machst häufig Flüchtigkeitsfehler oder erledigst Aufgaben nur unvollständig.
  • Du vergisst immer wieder Termine wie Meetings.
  • Du kommst oft zu spät.

Menschen mit ADHS haben ein erhöhtes Risiko, an Burnout zu erkranken. Im Vergleich mit Menschen ohne ADHS brechen sie auch häufiger Ausbildungen ab und wechseln öfter den Arbeitsplatz oder werden arbeitslos.

Die gute Nachricht: Ein offener Umgang mit ADHS kann im Job entlasten, zum Beispiel, weil sich Abläufe oder Aufgaben besser anpassen lassen. Das gelingt vor allem in einem Arbeitsumfeld, in dem keine Stigmatisierung droht. Ob und wann du dich öffnest, bleibt aber deine persönliche Entscheidung.

Deine Möglichkeiten: Das kannst du bei Verdacht auf ADHS tun

Wenn Überforderung, vergessene Termine, verpasste Deadlines und Tagträumerei auf der Tagesordnung stehen, ist es Zeit, dir Hilfe zu suchen.

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Eigentlich suchst du gerade dein Handy, aber die Katze muss auch noch gefüttert werden, dann fällt dir das schmutzige Geschirr in der Spüle auf und hat diese Schranktür eigentlich immer schon so gequietscht? Plötzlich weißt du gar nicht mehr, wo du anfangen sollst.

Wie Diagnostik und Therapie dein Leben erleichtern können

Eine Diagnostik für ADHS zu durchlaufen, kann anstrengend und langwierig sein. Sie umfasst körperliche Untersuchungen, ausführliche Gespräche über deine Symptome, deinen Alltag und deine Biografie sowie Fragebögen und Tests. 

Die Diagnose kann nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen. In den meisten Fällen sind das Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie oder Neurologie oder psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten.

Aber es lohnt sich!

Eine ADHS-Diagnose kann dir Erleichterung bieten und endlich eine Erklärung für all die Jahre voller Probleme, Selbstzweifel und Schuldzusprüche sein. Vor allen Dingen kannst du so Zugang zu Therapien bekommen, die dir helfen können, mit deinen Symptomen im Alltag umzugehen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung von ADHS?

Ja. Bei ADHS übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen. 

Dazu können je nach Situation Medikamente und/oder Psychotherapie gehören, ergänzt durch Psychoedukation, also die Aufklärung über die Erkrankung und den Umgang damit.

Voraussetzung ist in der Regel eine ärztlich oder psychotherapeutisch festgestellte ADHS-Diagnose und die Behandlung bei Ärztinnen, Ärzten oder Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen dürfen.

So achtest du bei ADHS auf dich selbst

Auch bei ADHS gelten die Basics für ein gesundes Leben, um deine innere Balance zu finden:

Damit schaffst du nicht nur ein solides Fundament für deine körperliche und mentale Gesundheit, sondern das kann dir auch den Umgang mit deinen ADHS-Symptomen erleichtern.

Eine Psychotherapie kann dir außerdem helfen, individuelle Strategien zu entwickeln und zu üben. Hier bekommst du auch Unterstützung, wenn du eine begleitende psychische Erkrankung wie Depressionen oder eine Zwangsstörung hast, die oft mit ADHS bei Frauen einhergehen.

Zusätzlich kannst du dich in Foren oder Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen austauschen und dir Tipps und Strategien für deinen Alltag holen, auf die du vielleicht nicht von selbst gekommen wärst.

Fazit: Ist ADHS bei Frauen anders als bei Männern?

Natürlich lassen sich nicht alle Männer und Frauen mit ADHS über einen Kamm scheren: Auch Frauen können Hyperaktivität zeigen und nicht jeder Mann scheitert am Stillsitzen. 

Aber die neuere Forschung zeigt, dass grundsätzlich durchaus ein Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht, wie sich ADHS-Symptome zeigen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann dein Weg ein Stück leichter werden. Du solltest dich nicht ständig fragen müssen, ob mit dir etwas nicht stimmt. Stattdessen verdienst du es, Antworten zu bekommen und mit deinen Beschwerden ernst genommen zu werden. Dich und deine Schwierigkeiten zu verstehen, kann entlasten und dabei helfen, die passende Unterstützung zu bekommen.

ADHS bei Frauen: Häufige Fragen und Antworten

ADHS bei Frauen zeigt sich häufig durch weniger auffällige Merkmale als bei Männern. Betroffene Frauen erscheinen oft gedankenverloren, unorganisiert und nach innen gekehrt, statt hyperaktiv zu sein. Typische Hinweise sind ständige Ablenkbarkeit, Chaos in der Organisation des Alltags und das Gefühl, mit einfachen Dingen überfordert zu sein. Auch wenn sie nach außen ruhig wirken, kann innen große Unruhe herrschen. Wichtig ist: Für die Diagnose müssen Schwierigkeiten regelmäßig auftreten und den Alltag, Arbeit und Beziehungen deutlich beeinträchtigen.

Bei Frauen steht besonders die Unaufmerksamkeit im Vordergrund, während impulsives und hyperaktives Verhalten tendenziell seltener oder sich nach außen weniger deutlich zeigt. Häufig zeigen sich Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und Schwierigkeiten beim Strukturieren und Priorisieren von Aufgaben. Viele Betroffene kämpfen mit innerer Unruhe, emotionalen Schwankungen und dem Gefühl, in Gedanken abzudriften. Der Alltag kann sehr belastend sein, obwohl die Probleme von außen kaum sichtbar sind.

Die Diagnose erfordert verschiedene Untersuchungsschritte durch Fachleute aus Neurologie und Psychiatrie. Neben körperlichen Checks kommen ausführliche diagnostische Gespräche, spezielle Fragebögen und Tests zum Einsatz, um die Symptome zu erfassen. Der Prozess kann zeitaufwendig sein, bietet aber wichtige Klarheit und ermöglicht den Zugang zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.

Nach einer Diagnose stehen verschiedene Therapieformen wie Psychotherapie zur Verfügung, die dabei helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Grundlegende Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Stressbewältigung durch Achtsamkeitsübungen und ausreichend Schlaf können die Beschwerden lindern. Diese Strategien schaffen ein stabiles Fundament für körperliche und seelische Gesundheit. Der Austausch in Selbsthilfegruppen oder Foren mit anderen Betroffenen bietet wertvolle Alltagstipps und emotionale Unterstützung.

Einige Fachleute unterscheiden bei ADHS zwischen drei Subtypen: dem unaufmerksamen Typ, dem hyperaktiv-impulsiven Typ und dem gemischten Typ. Je nachdem, welche Symptome überwiegen, kann ein anderer Subtyp diagnostiziert werden. Weil bei Frauen mit ADHS Hyperaktivität und Impulsivität oft weniger ausgeprägt sind, erhalten sie besonders häufig die Diagnose des unaufmerksamen ADHS-Typs.

Die in Deutschland geltenden diagnostischen Kriterien umfassen die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Subtypen aktuell nicht, deswegen wirst du in deinen Dokumenten zur Diagnose nichts davon lesen. Stattdessen kann die Diagnose „Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität“ vergeben werden.

Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass ADHS bei Mädchen und Frauen lange übersehen wird. Die Forschung konzentrierte sich jahrzehntelang hauptsächlich auf männliche Betroffene, wodurch die Diagnosekriterien entsprechend geprägt wurden. Frauen zeigen häufig weniger offensichtliche Symptome und passen sich stärker an gesellschaftliche Erwartungen an. Zudem können bei medizinischem Personal, Eltern und Lehrkräften Vorurteile bestehen, die dazu führen, dass ADHS bei Mädchen nicht in Betracht gezogen wird.

Eine erfolgreiche Behandlung basiert auf mehreren Säulen, wobei zunächst eine professionelle Diagnostik wichtig ist. Therapeutische Ansätze helfen dabei, die Symptome besser zu kontrollieren und den Alltag zu bewältigen. Unterstützend wirken ein aktiver Lebensstil, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation sowie gute Schlafgewohnheiten. Diese Kombination ermöglicht es, sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit zu stärken und die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Auch Medikamente können zum Einsatz kommen.

Medikamente gegen ADHS werden unabhängig vom Geschlecht eingesetzt. Das bedeutet, es gibt keine extra Medikamente für Frauen. Aber aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Frauen andere Dosierungen und Einnahmezeitpunkte brauchen können und dass bestimmte Medikamente bei ihnen besser wirken könnten. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Stimulantien wie Methylpenidat und Lisdexamfetamin oder bestimmte Antidepressiva wie Bupropion oder Imipramin. Die Medikamente zielen darauf ab, die Konzentration von bestimmten Botenstoffen im Gehirn zu erhöhen.

Weiterführende Informationen

Literatur

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