Medikamente und Arzneimittel

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Wie bewahre ich Medikamente und Arzneimittel richtig auf?

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Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Arzneimittel sind recht empfindlich. Durch Feuchtigkeit, Hitze oder Frost, Licht und Verunreinigungen können sie ihre Wirkung verlieren und am Ende sogar der Gesundheit schaden. Lagern Sie Medikamente richtig, damit sie bis zum Verfallsdatum wirksam sind.

Verpackung und Beipackzettel von Medikamenten enthalten alle notwendigen Informationen, wie Sie die Mittel sicher und richtig lagern. Wenn Sie diese Angaben beachten, können Sie sich sicher sein, dass die Medikamente bis zum Verfallsdatum wirken. Die Werte für die Haltbarkeit ergeben sich aus den von den Herstellern erhobenen Daten zur Stabilität eines Arzneistoffs, die von den Behörden geprüft werden. Daher sollten Sie Ihre Medikamente am besten in der Originalverpackung aufbewahren und auch den Beipackzettel nicht wegwerfen.

Die meisten Arzneimittel dunkel und kühl lagern

In der Regel bewahren Sie Medikamente am besten an einem dunklen, kühlen Ort auf. Die meisten Wirkstoffe müssen in einem der folgenden Temperaturbereiche gelagert werden:

  • bei Raumtemperatur, etwa 15 bis 25 °C
  • im Kühlschrank, etwa 2 bis 8 °C
  • tiefgekühlt, etwa bei -18 °C oder kälter

Leichte Temperaturschwankungen um den angegebenen Bereich herum machen den Mitteln normalerweise nichts aus. Sie vertragen jedoch keine extreme Hitze: Medikamente verlieren oder verändern in der Wärme ihre Wirkung. Daher sollten sie keine direkte Sonne abbekommen und gerade im Sommer nicht im Auto vergessen werden.

Medikamente, die im Kühlschrank aufbewahrt werden, dürfen keinen Frost bekommen. Sollten Ihnen Insulin oder Augentropfen doch einmal gefrieren, erkundigen Sie sich bei Ihrem Apotheker, ob Sie das Mittel weiter verwenden dürfen.

Viele Medikamente vertragen kein Licht: Manche verfärben sich lediglich; andere büßen ihre Wirkung ein. Daher eignen sich eher dunkle Ort wie Schlafzimmer oder der Flur zum Aufbewahren; zur Not kann es auch mal die Plastiktüte im Kleiderschrank sein. Wenn Kinder in Haus sind, achten Sie darauf, dass die Arzneien immer gut verschlossen und sicher weggepackt sind. Dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zufolge ist ein kleiner Schrank mit frei zugänglichem Verbandsfach und abschließbarem Medikamentenfach zur Aufbewahrung ideal.

Bei manchen Medikamenten: Aufbrauchfrist beachten

Für manche Mittel gilt zusätzlich zum Ablaufdatum eine Aufbrauchfrist, weil sich hier nach dem Öffnen Keime bilden können. Das betrifft vor allem Augentropfen, Nasensprays oder angerührte Salben. Notieren Sie mit einem Kuli auf der Verpackung das Datum, an dem Sie diese geöffnet haben; in der Regel müssen Sie diese Präparate nach vier Wochen wegwerfen.

Checken Sie Ihre Hausapotheke einmal jährlich und werfen Sie abgelaufene Medikamente weg. Nach dem Verfallsdatum sollten Sie Arzneimittel nicht mehr einnehmen, da sie nicht mehr unbedingt wirken.

Verdorbene Arzneimittel erkennen Sie daran, dass

  • Gels, Cremes, Salben und Zäpfchen sich verflüssigen oder verfärben,
  • sich bei Dragees und Tabletten Verfärbungen oder Risse bilden,
  • sich Verpackungen aufblähen,
  • sich Gerüche entwickeln und
  • Flüssigkeiten austrocknen, trüben oder ausflocken, insbesondere bei Präparaten, die Sie spritzen müssen.

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