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Kinderkrankheiten

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Autor

  • almeda GmbH

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Cornelia Czap (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie), Dr. med. Andrea Reiter (Ärztin )
Inhaltsverzeichnis

Unter dem Begriff "Kinderkrankheiten" werden im Volksmund ansteckende Erkrankungen verstanden, die vornehmlich im Kindesalter auftreten und meist eine lebenslange Immunität hinterlassen. Erwachsene können gleichwohl an Kinderkrankheiten erkranken, sofern sie bisher keinen Kontakt zu dem Krankheitserreger hatten.

Kinderkrankheiten – nicht immer harmlos

In dem Begriff "Kinderkrankheiten" schwingt eine Verharmlosung dieser Krankheiten mit, mit der sich Kinderärzte im Aufklärungsgespräch mit den Eltern oft konfrontiert sehen.

Einige Kinderkrankheiten sind tatsächlich häufig harmlos für die erkrankte Person, wie zum Beispiel die Röteln. Die Gefahr speziell dieser Erkrankung besteht darin, dass sie ein massives Risiko für eine Missbildung eines ungeborenen Kindes bedeutet, dessen Mutter eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft durchmacht.

Andere Erkrankungen jedoch haben ein zum Teil hohes Risiko für erhebliche, auch lebensbedrohliche Komplikationen. Als Beispiel seien die Masern genannt, bei denen sich bei circa einem von 1.000 erkrankten Kindern eine schwere Gehirnentzündung entwickeln kann. Das kann das Immunsystem des Erkrankten über Monate so schwer beeinträchtigen, dass beispielsweise bakterielle Infektionen den Patienten noch zusätzlich bedrohen.

Kinderkrankheiten, die erstmals im Erwachsenenalter auftreten, können – wie zum Beispiel die Windpocken (Varizellen) – einen ungleich schwereren Verlauf nehmen als im Kindesalter und sogar zum Tod führen.

Übertragung durch Tröpfcheninfektion

Meist sind Kinderkrankheiten überwiegend hoch ansteckende Infektionskrankheiten, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden. Sie können durch Husten oder Niesen verbreitet werden (Tröpfcheninfektion) und greifen dadurch schnell um sich. Häufige Infektionsherde sind auch Türklinken, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Händeschütteln. Regelmäßiges Händewaschen kann hier die Ansteckungsgefahr eindämmen.

In der Regel bricht die Erkrankung ein paar Tage bis Wochen nach der Ansteckung aus. Oft lässt sich eine Ansteckung von noch ungeschützten Personen nicht verhindern, da die Keime durch die angesteckten Personen bereits vor dem Erscheinen erster Symptome verbreitet werden.

Während der Erkrankung bildet der Körper schützende Antikörper, die üblicherweise verhindern, dass diese Krankheit ein zweites Mal ausbricht. Der Patient ist also künftig immun gegen diesen Keim.

Wir informieren Sie über die Symptome und die Behandlung der wichtigsten Kinderkrankheiten, erläutern, welche Komplikationen auftreten können und welche Impfungen möglich sind, um einen Ausbruch der Erkrankungen zu vermeiden.

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Webcode: s000546 Letzte Aktualisierung: 24.05.2019
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