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App & analog: Unterstützung beim Rauchen aufhören

Lesedauer unter 4 Minuten

Redaktion

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer)
  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)

Es gibt eine Menge Apps und Programme, die dich dabei unterstützen, das Rauchen einzustellen. Hier findest du Tipps und einen Überblick über die neuesten Methoden zum Rauchen aufhören - von der Smartphone-App, die nicht gerauchte Zigaretten zusammenzählt, bis zur Online-Gruppentherapie. Da ist für jeden Raucher und jede Raucherin die passende App oder analoge Methode dabei, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören.

Mit dem Rauchen aufhören ist meistens keine leichte Sache, aber es ist machbar. Die gute Nachricht: Du musst da nicht alleine durch, um rauchfrei zu werden. Es gibt zahlreiche digitale Helfer, die dich dabei unterstützen, die Zigaretten, E-Zigarette, Pfeife, Shisha oder anderes wegzulassen und dir in Momenten des Verlangens zur Seite stehen. Am beliebtesten sind derzeit Smartphone-Apps, von denen es unzählige gibt und die ihre Nutzer rund um die Uhr begleiten. Doch es gibt viele weitere Alternativen, bei denen für jeden Rauch-Typen etwas dabei sein dürfte - für On- und Offliner, Android und iOS, für Alleingänger und Gruppenmenschen, für Leser, Zuschauer oder Hörer. Wir geben dir Tipps und einen Überblick über digitale Helfer auf dem Weg zum Nichtraucher.

Wie helfen Apps dabei, mit dem Rauchen aufzuhören? 

Tagebuch als App: Es gibt Unmengen von Apps für Android und iOS, die beim aufhören mit dem Rauchen helfen und deine Motivation fördern, etwas für deine Gesundheit zu tun. Das Haupt-Feature von fast allen ist eine Art Tagebuch-Funktion: seit der letzten Zigarette, zählt sie alle Zigaretten, die der Nutzer nicht geraucht hat. Die schiere Zahl sehen steigert deine persönliche Motivation, langfristig rauchfrei zu leben.  

Soviel sparst du ohne Rauchen: Viele Apps rechnen dir außerdem vor, wie viel die nicht gerauchten Zigaretten so wert sind. Sie zeigen an, wie viel Geld man durch das Nichtrauchen bislang gespart hat oder wie viel Lungenvolumen deiner Gesundheit erhalten geblieben ist. Zu sehen, wie das aufhören deine Gesundheit fördert, motiviert dich ebenfalls, dranzubleiben. 

Know your enemy: Manche Apps vermitteln Wissen, das bei der Rauchentwöhnung helfen kann: wie schaden die Zigaretten dem Körper, wenn man so und so lange raucht? Wie übersteht man den einen Moment, in dem das Verlangen nach einer Zigarette alles andere überlagert? Die Infos gibt es als kurze Videos, in Texten oder auch als Podcast zum Hören. 

Ablenkung vom Rauchen per App: Ein paar Smartphone-Apps setzen darauf, den Nutzer abzulenken, wenn der Drang nach einer Zigarette zu groß wird. Zur Ablenkung gibt es etwa verschiedene Spielchen, Atemübungen oder auch witzige und motivierende Sprüche, um Nichtraucher zu bleiben.

Das volle Programm auf dem Smartphone: Viele der Apps, die einfachere Funktionen anbieten, um mit dem Rauchen aufzuhören, sind kostenlos. Es gibt aber auch eine Reihe anderer Apps, die Geld kosten. Meistens sind diese im Vergleich zu kostenlosen Apps dann etwas umfangreicher und beinhalten oft ganze Kurse. Bei manchen bekommen Nutzer auf dem Weg in ein rauchfreies Leben sogar Hilfe von persönlichen Coaches. Die Kurse haben meist einen gut durchdachten und strukturierten Aufbau – nicht für alle gilt aber, dass Forscher ihre Effektivität in wissenschaftlichen Studien untersucht haben oder sie von entsprechenden Stellen zertifiziert wurden. Für einige der kostenpflichtigen Programme werden die Kosten übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für einen Kurs, der das Prüfsiegel „Deutscher Standard Prävention – geprüft und zertifiziert“ der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) aufweist.

App-Alternativen: Wie man auch ohne Smartphone beim Aufhören mit dem Rauchen unterstützt werden kann 

Appfrei: Wer kein Fan von Smartphone-Apps ist, für den gibt es Programme mit ganz ähnlichen Funktionen auch für den Browser. Die kann er dann absolvieren, wenn er am stationären Computer sitzt oder mit dem Tablet auf der Couch liegt.

Per App: Das Programm Endlich Nichtraucher ist ein Online-Training, das die Barmer ihren Versicherten kostenfrei anbietet. 

Reminder: Brauchst du die ständige Erinnerung, damit sich deine guten Vorsätze als Nichtraucher nicht in Rauch auflösen? Dann lass dich von SMS oder E-Mails unterstützen: einige Rauchentwöhnungs-Programme schicken in regelmäßigen Abständen Nachrichten Motivationsnachrichten per SMS oder E-mail. 

Support beim Rauchen aufhören gibt es auch ganz analog 

Profi-Hilfe: Neben der klassischen Telefonberatung zur Rauchentwöhnung, wie sie zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anbietet, gibt es auch private Anbieter, Psychologen oder Coaches, die eine Beratung oder ganze Programme per Videochat umsetzen.

Klassisch: Und wer trotz all der vielfältigen digitalen Angebote lieber aufs Analoge zurückgreift, für den gibt es immer auch die klassischen, vor Ort stattfindenden Rauchentwöhnungs-Programme, deren Kosten Barmer-Versicherten erstattet werden können.

App, Nicht-App-Programm, analoge Hilfe – probiere aus, was dir am besten gefällt. Und denke immer daran: etwa 75 Prozent der über 18-jährigen Menschen in Deutschland rauchen nicht. Jeder Vierte davon hat aber mal geraucht. Damit aufzuhören geht also zu jeder Zeit und in jedem Alter. 

Informationen zu den Gesundheitskursen und Erstattungsmöglichkeiten

Den richtigen Kurs für eine rauchfreie Zeit findet ihr in der Kurssuche

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