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Acht Fakten über Shisha: Sind Wasserpfeifen weniger gefährlich als Zigaretten?

Lesedauer unter 3 Minuten
Eine Gruppe von jungen Erwachsenen sitzt auf einer Dachterrasse und raucht Shisha.,

Autor

Internetredaktion Barmer

Qualitätssicherung

  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer),
  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Shisha rauchen ist cool und viel weniger gefährlich als Zigaretten? Das weißt du doch besser, oder? Sechs bekannte Mythen im Check, ob sie wirklich stimmen. 

29% der 12-bis 17-jährigen haben schon einmal Shisha geraucht.

Grafik: Nahezu jeder dritte Jugendliche hat schon einmal Shisha geraucht. 

Shisha rauchen ist harmloser als Zigaretten zu rauchen.

FALSCH. Tabakrauch ist ein gefährliches Giftgemisch – egal ob aus der Zigarette oder der Wasserpfeife. Beim Verbrennen des Tabaks entstehen giftige Stoffe, die Krebs erzeugen und in die Lunge gelangen. Punkt. Zwar wird der Wasserpfeifentabak bei niedrigeren Temperaturen nicht direkt verbrannt, sondern nur „verschwelt“. Im Tabak stecken aber Zucker und Sirup, die dann Krebs erzeugen und die Schleimhäute reizen können.

Das Wasser filtert beim Shisha rauchen die Schadstoffe heraus.

FALSCH. Anders als die meisten Zigaretten haben Wasserpfeifen gar keinen Filter. Das Wasser kühlt den Rauch herunter, damit er nicht so heftig im Hals kratzt. Reinigen kann das Wasser den Rauch aber nicht. Einige Substanzen aus dem Shisharauch lösen sich zwar tatsächlich auf. Das reicht aber nicht aus, um ihn ungefährlich zu machen. Er kann für die Lunge sogar schädlicher sein, weil er tiefer inhaliert wird.

Gut zu wissen: Während einer Shisha-Session pumpst du im Durchschnitt so viel Nikotin in deinen Körper wie mit 10 Zigaretten.

Tabakfreie Wasserpfeifen sind weniger gefährlich.  

FALSCH. Auch der Rauch von tabakfreien Wasserpfeifen enthält viele Substanzen, die gefährlich für die Gesundheit sein können. Ohne Tabak kommen Dampfsteine, Kräutermischungen und spezielle Gele aus. Lass‘ dich davon aber nicht blenden: Wo Kohle oder andere Stoffe verbrannt werden, steigt die Krebsgefahr. Giftige Substanzen werden mit oder ohne Tabak eingeatmet.

Der Tabak von Wasserpfeifen ist gesünder, weil er keinen Teer enthält. 

NAJA. Zwar steht es so immer wieder auf der Verpackung. So ganz stimmt das aber nicht: Teer entsteht generell erst, wenn Tabak erhitzt wird – ob in der Zigarette oder in der Shisha. Gut zu wissen, was Teer eigentlich ist – nämlich alle Substanzen außer Nikotin und Wasser, die entstehen, wenn Tabak verbrannt wird.

Gut zu wissen: 29% der 12- bis 17-Jährigen haben schon einmal Shisha geraucht. Das ist wie bei Zigaretten jeder dritte.

Shisha rauchen macht nicht abhängig.

FALSCH. Nikotin macht abhängig. Und das Nervengift ist in Wasserpfeifen- genauso wie in Zigarettenrauch enthalten. Über die Shisha nimmt man sogar besonders viel Nikotin auf – die Gefahr, süchtig zu werden, ist also sogar noch höher. Shisha-Raucher haben exakt dieselben Probleme, davon loszukommen wie andere Raucher auch. Harmlos? Nö.

Der Wasserpfeifenqualm ist nur für die Raucher selbst gefährlich.

HMMMM … So ganz sicher ist diese Frage noch nicht geklärt. Auch in einer Shishabar werden Gifte in die Luft abgegeben, die schlecht für die Atemwege sind. Wissenschaftler müssen erst noch herausfinden, wie hoch die Belastung mit Feinstaub dort tatsächlich ist. Das sind die winzig kleinen Partikel, die auch Autoabgase so gefährlich machen. Solange man hier nicht genau Bescheid weiß, sollten schwangere Frauen auf keinen Fall eine Shishabar besuchen.

Das Shisha-Zigaretten-Battle: Wasserpfeifen- und Zigarettenrauch im direkten Vergleich

Die Graifk zeigt: Shisha ist eine unerwartete Nikotin-Bombe.

Grafik: Unerwartete Nikotinbombe - Shisha im Vergleich zu Zigaretten. 


Shisha: Die Feinstaubbelastung ist ziemlich hoch

Die Grafik zeigt: Bei einer Shisha-Session Kohlenmonoxid wird so viel Feinstaub produziert wie bei zehn Zigaretten.

Grafik: Die Feinstaubbelastung, die durch eine Shisha-Session entsteht. 


Shisha und Corona: Achtung!

Beim Shisha-Rauchen hängen oft mehrere Menschen am selben Mundstück. Ist ja auch irgendwie kameradschaftlich und verbindend. Macht es aber Krankheitserregern leicht, sich über Speichelreste zu verbreiten: Herpesviren genauso wie die Coronaviren, die COVID-19 auslösen.

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