Geburt

Stillen stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind

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Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Dr. med. Martin Waitz
Inhaltsverzeichnis

Stillen ist nicht nur der natürlichste Weg, ein Baby zu ernähren. Die Stillzeit ist für viele Frauen auch eine sehr intensive Zeit, in der sich eine besonders innige Bindung zwischen Mutter und Kind aufbaut. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt ist das Stillen oft noch mit ein paar Startschwierigkeiten verbunden. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge: Zumeist sind die Probleme nur von kurzer Dauer und alles spielt sich schon nach kurzer Zeit ein. Lesen Sie hier, wie Sie Stillprobleme vermeiden  oder mit Ihnen umgehen können –  und warum es wichtig ist, während der Stillzeit auf Alkohol und Rauchen zu verzichten.

Stillen – ja oder nein?

Stillen ist die natürlichste Art, das eigene Baby zu füttern. Gleichzeitig bietet es viele Vorteile für Sie und Ihr Kind. So ist Muttermilch ideal an die Bedürfnisse des Babys angepasst, praktisch immer verfügbar, hygienisch unbedenklich und hat immer die richtige Temperatur. Die erste Milch, auch Erstmilch, Vormilch oder Kolostrum genannt, wird bereits während der Schwangerschaft, besonders aber in den ersten Tagen nach der Entbindung gebildet. Dem Baby bietet diese Milch nicht nur eine erste Stärkung, sondern durch den hohen Antikörpergehalt auch einen hohen sogenannten Nestschutz, der es vor Infektionen schützt. Daneben hat Stillen noch zahlreiche andere gesundheitliche Vorteile für Sie und Ihr Baby. So haben gestillte Babys ein geringeres Risiko, im späteren Leben übergewichtig zu werden oder an Allergien zu erkranken. Müttern bietet Stillen einen gewissen Schutz – das Risiko für Diabetes und Brust- oder Eierstockkrebs wird gesenkt. Außerdem fördert es die Rückbildung und Sie erreichen schneller wieder Ihr Startgewicht von vor der Schwangerschaft.

Tipp: Bei allen Fragen rund um das Thema Stillen ist Ihre Hebamme für Sie da.

Wenn Sie, wie viele andere Mütter auch, nicht stillen möchten oder können, kann sich Ihr Kind natürlich trotzdem ganz gesund entwickeln. Säuglingsanfangs- und Folgenahrung aus dem Supermarkt wird nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt und sichert die gesunde Ernährung und Entwicklung Ihres Babys. Wichtig ist bei der Flaschennahrung, dass Sie stets die Angaben des Herstellers zur Dosiermenge beachten.

Fläschchennahrung für Säuglinge sollte nicht selbst hergestellt werden, da die Gefahr besteht, dass wichtige Nährstoffe in unzureichenden oder zu hohen Mengen zugefügt werden. Dies kann die Gesundheit des Kindes ernsthaft gefährden.

Welche Alternativen gibt es zum Stillen?
Die beste Alternative zum Stillen ist zunächst die Ernährung des Säuglings mit abgepumpter Muttermilch. Auch wenn Sie zu wenig Milch produzieren, unterstützt die Muttermilch die Versorgung des Babys am besten. Also: Geben Sie wenn möglich zuerst Muttermilch und dann künstliche Säuglingsnahrung.

Ist die Ernährung mit Muttermilch nicht möglich oder gewollt, kommt die industriell gefertigte Pre-Nahrung zum Einsatz. Sie kommt der Muttermilch am nächsten und ist den Ernährungsbedürfnissen des Säuglings angepasst.

Übrigens: Auch bei der Flaschenfütterung ist Nähe und Geborgenheit für das Baby wichtig. Halten Sie den Blickkontakt und wechseln Sie ruhig regelmäßig die Seite, so wie Sie es beim Stillen auch machen würden. Der Vorteil bei der Flaschennahrung ist, dass auch der Vater schon sehr früh eine enge Bindung zum Baby aufbauen kann und die Mutter entlastet wird.

Wie lange stillen?

Viele Frauen wissen nicht, wie lange sie ihr Baby stillen sollten oder können. Die meisten nehmen sich vor, ihr Baby nicht länger als ein Jahr regelmäßig anzulegen und dann abzustillen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt dazu eine klare Empfehlung ab: Säuglinge sollten die ersten sechs Lebensmonate voll gestillt und – vorausgesetzt, dass keine gesundheitlichen Einschränkungen bestehen – ab dem siebten Monat schrittweise Beikost erhalten, um die Ernährungsbedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dann auch abgestillt werden muss. Wenn es Ihnen schwerfällt, die enge Verbindung zu Ihrem Kind beim Stillen zu lösen, können Sie Ihr Baby auch über das erste Jahr hinaus bei Bedarf und neben der festen Kost weiter anlegen. Manchmal treffen Mütter, die ihr Kind länger stillen wollen, auf Unverständnis von Freunden oder Familie. Für Sie als stillende Mutter ist es wichtig zu wissen, dass der Übergang vom Stillen zu ausschließlich fester Kost ein Prozess ist, der nur von Ihnen und dem Kind abhängt – und nicht von der Meinung anderer Menschen.

Das Stillen über das erste Lebensjahr hinaus birgt Vorteile. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Kind in Krankheitsphasen, in denen es die feste Kost verweigert, stets mit Flüssigkeit, Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und sämtlichen Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen versorgt ist.

Stillen als natürliche Form der Verhütung?
Stillen kann einen gewissen Schutz vor einer weiteren Schwangerschaft bieten, doch wie hoch dieser ist, hängt maßgeblich davon ab, wie lange und wie konsequent Sie stillen. Wenn Sie Ihr Baby rund um die Uhr anlegen, wird durch das Stillen das Hormon Prolaktin ausgeschüttet, welches für die Milchbildung sorgt und gleichzeitig den Eisprung hemmt. Der Empfängnisschutz ist relativ hoch, wenn Sie täglich mindestens 80 Minuten stillen, das Baby nicht zufüttern und noch keine reguläre Monatsblutung hatten. Dennoch ist es ratsam, Verhütungsmittel zu nutzen, wenn eine weitere Schwangerschaft vorerst ausgeschlossen werden soll. Denn durch längere Stillpausen oder das Zufüttern sinkt der Prolaktinspiegel und es kann zum Eisprung und damit auch vor der ersten Periode zu einer Befruchtung kommen. Ihre gynäkologische Praxis kann Sie über die für Sie beste Verhütungsmethode beraten. Denn nicht jedes Verhütungsmittel ist gleichermaßen für die Stillzeit geeignet, da manche die Milchbildung oder die Milchqualität beeinträchtigen. Wenn Sie hormonell verhüten wollen, eignen sich die „Minipille“, das Hormonimplantat oder die Dreimonatsspritze, weil sie nur das Hormon Gestagen enthalten. Als Barrieremethoden eignen sich das Kondom und das Diaphragma. Letzteres muss allerdings in Ihrer gynäkologischen Praxis angepasst werden und Sie brauchen ein neues, wenn Sie vor der Geburt bereits so verhütet haben.

Stillen – die ersten Schritte

Wenn Sie und Ihr Baby wohlauf sind, sollten Sie Ihr Kind gleich nach der Geburt das erste Mal stillen, nachdem Ihnen das Baby auf die nackte Brust gelegt wurde. Dieser Hautkontakt ist ganz wichtig. Er hilft, die Körperfunktion des Babys außerhalb des Mutterleibs zu stabilisieren, und löst hormonelle Veränderungen in Ihnen aus, die die Milchbildung, das Stillen sowie die Mutter-Kind-Bindung optimal fördern. Sobald sich Ihr Baby dort von der anstrengenden Geburt erholt hat, sucht es selbstständig nach Ihrer Brustwarze. Dieses aktive Suchen nach der Brustwarze wird „Breastcrawl“ genannt. Sie können es unterstützen, indem Sie zum Stillen eine für Sie und das Baby bequeme Position einnehmen. Wenn möglich, sollten Sie Ihr Baby innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Geburt das erste Mal stillen und dann immer wieder nach Bedarf. Zu Beginn ist das bei vielen Babys alle zwei bis drei Stunden. Kurze Abstände zwischen den Stillmahlzeiten erleichtern das Anlegen des Babys. Am besten bieten Sie Ihrem Baby die Brust bereits an, wenn es langsam aufwacht oder gerade erst wach geworden ist – dann ist es noch geduldig und nicht vor Hunger aufgebracht.

Die Stillzeit ist ein sehr intimer und inniger Moment zwischen Ihnen und Ihrem Baby. Damit diese erste Begegnung entspannt abläuft und um Stillkomplikationen zu vermeiden, lohnt es sich, folgende Punkte zu beachten:

  • Gerade am Anfang ist eine bequeme Sitzposition wichtig. Am sinnvollsten ist dabei eine zurückgelehnte halb liegende Position, in der Sie gut abgestützt sind und sich wohlfühlen und entspannen können. Diese Position und die Bauchlage des Säuglings mit seitlich von der Brust angewinkelten Armen unterstützen ihn darin, anhand seiner angeborenen Reflexe selbstständig an die Brust anzudocken.
  • Das Baby kann vertikal, diagonal oder horizontal auf Ihrem Bauch liegen. Welche Position am bequemsten ist, entscheiden Sie ganz alleine mit Ihrem Kind.
  • Brustwarze und Brustwarzenvorhof sollten vom Baby beim Saugen mit dem Mund umschlossen werden. So vermeiden Sie auch, dass Ihr Baby beim Saugen zu viel Luft schluckt und Blähungen bekommt.

Stillen nach Kaiserschnitt

Nicht jede Schwangerschaft endet in einer spontanen vaginalen Geburt. Manchmal ist aus verschiedenen Gründen ein Kaiserschnitt nötig oder gewünscht. Grundsätzlich stellt ein Kaiserschnitt kein Stillhindernis dar, auch wenn Sie und Ihr Kind sich nach dem Eingriff erst mal erholen müssen. Aber die damit verbundene Gabe von Medikamenten oder Infusionen und die Trennung des Babys von Ihnen verhindern die natürlichen Geburtsabläufe. Umso wichtiger ist es, dass Sie, sobald Sie sich von der Narkose erholt haben, mit Unterstützung einer Hebamme oder eines Pflegers das Baby zum Stillen anlegen. Direkter Hautkontakt ist sehr wichtig für die Mutter-Kind-Interaktion und fördert die Produktion von Prolaktin und Oxytocin – beides Hormone, die die Milchbildung in Gang bringen.

Entwicklungsschübe können sich ankündigen
Auch wenn das Stillen sich gut eingespielt hat, kann es Tage geben, an denen Säuglinge sehr unruhig wirken und nahezu durchgehend gestillt werden möchten. Gehen Sie ruhig darauf ein. Häufig ist dies ein Anzeichen für einen bevorstehenden Wachstumsschub. Dann stellt sich auch schnell wieder der „Stillalltag“ ein. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder holen Sie sich Rat in Ihrer Kinderarztpraxis, falls Sie unsicher sein sollten.

Der Milcheinschuss

Bei den ersten Stillmahlzeiten nimmt das Baby das sogenannte Kolostrum , also die erste Muttermilch oder Vormilch, zu sich. Zwischen dem 2. und 5. Tag nach der Geburt kommt es bei der Mutter zum Milcheinschuss. Sie produziert dann die volle Muttermilch. Bei manchen Frauen verläuft der Milcheinschuss schmerzhaft und die Brüste und Brustwarzen schwellen stark an. Dabei können sich die Brüste steinhart anfühlen, die Haut kann rot sein und glänzen und die Körpertemperatur bis auf 38,4 Grad Celsius steigen. Meistens tritt die Schwellung an beiden Brüsten auf.

Wenn der Druck auf die Brust sehr stark wird und Sie sehr unter Schmerzen leiden, ist die richtige Vorgehensweise beim Stillen besonders wichtig. Wenn Sie Ihr Kind häufig und regelmäßig anlegen und stillen, lindern Sie Ihre Schmerzen. Ihre Hebamme wird Sie dabei unterstützen und Ihnen auch zeigen, wie Sie Ihr Baby an die Brust anlegen, damit diese sich beim Stillen richtig entleeren kann. Je öfter Sie Ihr Baby rund um die Uhr anlegen, desto besser können Sie einem zu starken Milcheinschuss vorbeugen.

Maßnahmen bei Milcheinschuss

Neben dem häufigeren Stillen haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um Beschwerden beim Milcheinschuss zu lindern.

  • Schmerzen lassen sich durch stillverträgliche Schmerzmittel lindern. Lassen Sie sich bei der Wahl des Medikaments von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.
  • Therapeutische Brustmassagen unterstützen den Lymphabfluss und lockern das angespannte Gewebe. Die Muttermilch kann danach vorsichtig abgepumpt werden.
  • Stillhütchen unterstützen beim Stillen, wenn die Haut der Brüste so stark gespannt ist, dass die Brustwarzen zu flach sind und das Baby die Warze nicht vollständig in den Mund aufnehmen kann.
  • Weißkohlblätter, Quarkwickel oder Kühlkompressen können dabei helfen, die Schwellung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern.

Tipps zur Ernährung während der Stillzeit

Damit Sie optimal versorgt sind, ist es wichtig, dass Sie sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Ihr Energiebedarf ist höher als der einer nicht stillenden Frau. Mit viel Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten und Obst, etwas Fisch und Fleisch sowie Eiern, Milchprodukten, Fetten und Ölen auf Ihrem Speiseplan stellen Sie sicher, dass ihr Körper alles bekommt, was er braucht. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie beraten, ob Sie zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten.

Auf die Qualität und Zusammensetzung der Muttermilch hat die Ernährung der Mutter eher geringen Einfluss. Sie ist zu jeder Zeit optimal auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. Dennoch gibt es einige wenige, aber wichtige Nährstoffe, die durch die Muttermilch nicht ideal abgedeckt werden. Auch hier können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über passende Präparate und die richtige Dosierung.

Vegetarierinnen sollten bei Ihren Mahlzeiten zudem darauf achten, dass durch die Zusammenstellung der Kost eine ausreichende Eisen- und Eiweißzufuhr sichergestellt wird. Lassen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin regelmäßig kontrollieren, ob alle notwendigen Nährstoffe bei Ihnen und Ihrem Kind abgedeckt sind.

Bei einer veganen Ernährung der Mutter kann eine Unterversorgung mit Vitamin B12, Kalzium und Eisen7 entstehen, was unter anderem zu neurologischen Schäden beim Kind führen kann. Haben Sie sich bereits während der Schwangerschaft vegan ernährt, dann sollten Sie diese Ernährung während der Stillzeit unter ärztlicher Kontrolle, mit einer sehr bewussten Auswahl an Lebensmitteln und unter Ergänzung wichtiger Nährstoffe beibehalten.

Sind Diäten während der Stillzeit erlaubt?

Viele Frauen möchten nach der Schwangerschaft möglichst schnell wieder abnehmen. Jedoch können die Pfunde auch ohne Diät purzeln, wenn Sie nach Ihrem eigenen Hunger- und Sättigungsgefühl essen. Eine Diät in der Stillzeit hat zur Folge, dass die im Fettgewebe gespeicherten Schadstoffe ins Blut und damit auch in die Muttermilch freigesetzt werden. Um dies zu vermeiden, sollten Sie von einer Diät absehen. Unterernährte Mütter produzieren übrigens häufig zu wenig Milch.

Stillen und Genussmittel

Verschiedene Genussmittel, wie Zigaretten, Alkohol und Kaffee, können sich auf das Stillen auswirken. Deshalb sollten Sie in der Stillzeit einige Dinge beachten.

Rauchen in der Stillzeit?

Zigarettenrauch ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Giftstoffen und krebserregenden Substanzen. Das enthaltene Nikotin und die anderen Schadstoffe treten auch in die Muttermilch über. Dabei erreicht das Nikotin hier eine bis zu dreimal höhere Konzentration als im Blut der Mutter. Zudem haben Kinder, die in Raucherhaushalten leben, häufig Atemwegserkrankungen und Lungenprobleme, und auch der plötzliche Kindstod tritt hier öfter auf.

Deshalb sollten Sie, idealerweise schon vor der Schwangerschaft, das Rauchen komplett einstellen und auch dafür sorgen, dass Ihr Baby nicht durch Raucher in seiner Umgebung passiv mitrauchen muss. Denn auch Passivrauchen schädigt die Entwicklung Ihres Kindes.

Alkohol während der Stillzeit

Während es gut bekannt ist, dass sich Alkoholkonsum nachteilig auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes auswirkt, ist über die gesundheitliche Wirkung von Alkohol auf den Säugling wenig bekannt. Jedoch wird bei Säuglingen Alkohol trinkender Mütter beobachtet, dass sie weniger tief schlafen und häufiger aufwachen. Daher empfiehlt die deutsche Stillkommission, während der gesamten Stillzeit vollständig auf den Alkoholgenuss zu verzichten, besonders wenn das Baby ausschließlich gestillt wird.

Kaffee während der Stillzeit

Wenn Sie Kaffeetrinkerin sind, können Sie sich auch während der Stillzeit ein bis zwei kleine Tassen am Tag gönnen. Am besten ist es, wenn Sie sich gleich nach der Stillmahlzeit einen Kaffee machen, so hat Ihr Körper bis zum nächsten Anlegen mehr Zeit, das Koffein abzubauen.

Brustentzündung

Die Brustentzündung tritt meistens nur an einer Brust in den ersten vier Wochen nach der Geburt auf. Sie können sie in erster Linie in den seitlichen Segmenten der Brust ertasten. Verursacht wird die Entzündung bei 95 von 100 Frauen durch den Hautkeim Staphylococcus aureus, der sich in der Regel von Mutter oder Pflegepersonal über die Hände und den Mund des Säuglings auf die Brustwarze überträgt. Hier breitet er sich in den Milchgängen aus und entzündet so das Brustgewebe. Die Symptome einer Brustentzündung gleichen denen eines Milchstaus, der allerdings während der gesamten Stillzeit auftreten kann. Bessern sich Symptome eines Milchstaus nicht nach 48 Stunden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer Brustentzündung leiden. Wichtig ist dann für Sie, viel zu trinken, um einen zu hohen Wasserverlust durch Fieber zu vermeiden. Das Antibiotikum, das Sie zur Behandlung erhalten, hindert Sie nicht daran, Ihr Baby anzulegen, wenn es Hunger hat. Das Antibiotikum geht in die Milch über und behandelt so auch Ihr Kind mit, über dessen Mund die Übertragung des Keims auf die Brustwarze stattgefunden hat.

Medikamente in der Stillzeit

Schon während der Schwangerschaft fragen sich viele Frauen, welche Arzneimittel Sie bei akuten oder chronischen Erkrankungen einnehmen dürfen.

Auch in der Stillzeit können die Mütter krank werden oder leiden weiterhin an einer chronischen Erkrankung. Doch in den wenigsten Fällen muss das Stillen deswegen unterbrochen oder gar ganz aufgegeben werden. Denn die Wirkstoffmengen, die von den Medikamenten in die Muttermilch übergehen, sind meistens unbedenklich. In sehr vielen Medikamentengruppen gibt es zudem stillverträgliche Alternativen. Besonders für Alltagserkrankungen wie zum Beispiel eine Erkältung gibt es viele Wirkstoffe, die schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind und deren Unbedenklichkeit lange nachgewiesen ist. Vermeiden Sie deshalb, wenn möglich, die Einnahme von neuen Medikamenten, bei denen noch wenige Erfahrungswerte vorliegen. Generell gilt: Keine Medikamente ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

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Webcode: a006415 Letzte Aktualisierung: 06.08.2021
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