Impfungen

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Impfempfehlungen: Woher kommen sie und wer stellt sie zusammen?

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Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Die Ständige Impfkommission veröffentlicht jedes Jahr im August im Epidemiologischen Bulletin alle aktuellen Impfempfehlungen.

Die Impfempfehlungen werden dabei auch zu einem Impfkalender zusammengefasst. Der Impfkalender ist eine Tabelle, die anschaulich präsentiert, in welchem Lebensjahr welche Standard- und Auffrischimpfungen vorgenommen werden können. Empfehlungen zu einzelnen Impfungen, die die STIKO im Laufe des Jahres ausspricht, werden ebenfalls im Epidemiologischen Bulletin, welches wöchentlich erscheint, detailliert beschrieben und begründet.

Wann empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung und woran orientiert sie sich bei ihren Entscheidungen?

Die STIKO verfolgt bei ihren Empfehlungen zwei Ziele:

  1. den Schutz des einzelnen Menschen und
  2. den Schutz der gesamten Bevölkerung

Die Ständige Impfkommission orientiert sich an den Kriterien der evidenzbasierten Medizin

Grundpfeiler der evidenzbasierten Medizin ist die Praxis. Theorien und Expertenmeinungen haben nur Gewicht, wenn sie in der praktischen Anwendung nachgewiesen werden konnten. Manchmal bedeutet das, dass die Ergebnisse der praktischen Anwendung auch gegen eine Behandlung sprechen können. Die evidenzbasierte Medizin wägt genau ab, welche Vorteile und welche Nachteile für Patienten bestehen.

Aussagekräftige Studien müssen eindeutigen Vorteil beweisen

Die unabhängigen und ehrenamtlich tätigen Experten der STIKO empfehlen eine Impfung nur, wenn aussagekräftige Studien einen eindeutigen Vorteil beweisen. Literatur wird systematisch recherchiert, Daten und Publikationen umfangreich bewertet. Es werden Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfstoffe untersucht. Viele Studien, die die STIKO in ihre Bewertung einbezieht, umfassen Beobachtungszeiträume über mehrere Jahre. Die STIKO befasst sich dabei auch mit der Frage, ob eine Krankheit für Deutschland so bedeutsam ist, dass eine Impfung gerechtfertigt ist oder ob auch andere vorbeugende Maßnahmen schützen können.

Nur wenn ein tatsächlicher Nutzen für den Einzelnen und die Bevölkerung besteht und die Vorteile die Risiken weit überwiegen, spricht die STIKO eine Impfempfehlung aus und veröffentlicht diese im Epidemiologischen Bulletin.

Impfzeiten und die zu impfenden Personen werden genau definiert

Die STIKO empfiehlt dabei nicht nur eine bestimmte Impfung, sondern beschreibt auch ganz genau, welche Menschen von der Impfung profitieren und wie oft und in welchen Zeitabständen geimpft werden sollte. Bedeutende Empfehlungen werden in der Regel zusätzlich über die Presse vermittelt. Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass sich anschließend der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) damit befasst, ob die Impfung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen wird. Der Gesetzgeber räumt dem G-BA für die Umsetzung eine Frist von zwei Monaten ein.

Barmer-Versicherte profitieren schon sehr früh vom wissenschaftlichen Fortschritt, denn die Barmer bietet eine besondere Satzungsleistung an: Barmer-Versicherte können sich impfen lassen sobald die STIKO eine Empfehlung veröffentlicht.

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