Coronavirus

Können Haustiere sich mit dem Coronavirus anstecken?

Lesedauer unter 3 Minuten
Eine Katze liegt mit einer Frau zusammen auf einem Bett

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Dr. med. Utta Petzold (Dermatologin, Allergologin, Phlebologin bei der Barmer),
  • Dr. med. Ursula Marschall (Fachärztin für Anästhesie)
Inhaltsverzeichnis

Bei einer Katze in Belgien, einem Tiger im New Yorker Zoo und zwei Hunden in Hongkong wurde das Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Was Haustierbesitzer jetzt wissen müssen.

Geringe Ansteckungsgefahr für Tiere

Die Katze eines Belgiers hatte sich offenbar bei ihrem Besitzer angesteckt. Sie erkrankte eine Woche nach dessen Rückkehr aus Italien und zeigte ähnliche Symptome wie Menschen – Durchfall, Erbrechen, Husten und flache Atmung. Die Katze wurde positiv auf das Coronavirus getestet, neun Tage nach Beginn der Symptome besserte sich ihr Allgemeinzustand aber wieder. Auch aus Hongkong sind zwei Fälle von Hunden dokumentiert, die sich mit genetischem Material des Erregers infiziert hatten, allerdings keine Symptome aufwiesen. Anfang April wurde bei einem Tiger im New Yorker Zoo das Virus nachgewiesen. Verglichen mit den hohen Ansteckungszahlen bei Menschen sind diese Zahlen minimal. Der Wissenschaftliche Ausschuss der belgischen Lebensmittelbehörde AFSCA hält das Risiko einer Infektion von Haustieren durch den Menschen generell für gering.

Können sich Menschen bei Haustieren anstecken?

Dieses Risiko ist nach Meinung des Wissenschaftlichen Ausschusses der AFSCA derzeit schwer abzuschätzen. Verglichen mit dem Risiko einer Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch halten die Experten die Gefahr jedoch für „vernachlässigbar“.

Darf ich als infizierte Person noch meinen Hund streicheln?

Wer sicher gehen möchte, tut das lieber nicht. Der Wissenschaftliche Ausschuss der AFSCA rät, die Möglichkeit des Kontakts zwischen dem Haustier und einem mit SARS-CoV-2-infizierten Patienten auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn möglich sollten sich jetzt andere Personen aus dem Haushalt oder Nachbarn und Freunde um das Haustier kümmern – und auch mit dem Hund Gassi gehen. Das gilt ausdrücklich nur bei einer nachgewiesenen Infektion des Menschen. Generell sollten in Zeiten von Corona die üblichen Hygienevorschriften peinlich beachtet werden: Vermeiden Sie allzu engen Kontakt mit Haustieren – insbesondere im Gesicht. Waschen Sie sich nach jedem Kontakt mit einem Haustier und insbesondere nach der Reinigung von Fressnapf oder Katzenklo sowie der Beseitigung von Hundekot nach dem Gassigehen die Hände mit Seife. Bitte geben Sie Ihr Haustier nicht ins Tierheim, dafür besteht kein Grund.

Vorsichtsmaßnahmen für Hunde-Sitter

Wer den Hund einer Corona-infizierten Person ausführt, sollte nach Möglichkeit eine eigene Leine verwenden, empfiehlt das Friedrich-Löeffler-Institut, ein Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Nach dem Gassigehen Hände waschen. Lassen Sie generell Vorsicht walten. Das Risiko geht nicht vom Hund, sondern seinem infizierten Herrchen oder Frauchen aus.

Was tun, wenn Hund oder Katze Corona-Symptome zeigen?

So unwahrscheinlich dieses Szenario ist, gänzlich ausschließen lässt es sich nicht. Wenn Ihr Tier starke Symptome zeigt und Sie oder eine andere Kontaktperson infiziert sind, kann in Einzelfällen eine Testung auf eine SARS-CoV-2 Infektion ratsam sein – vor allem, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen. In diesem Fall sollten Sie das Gesundheitsamt verständigen, das sich mit dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzt. Das Testverfahren ist das gleiche wie beim Menschen. Selbst wenn ein Tier infiziert ist, besteht kein Anlass, es einzuschläfern.

Können sich Nutztiere anstecken?

Auch darauf gibt es bisher keine Hinweise. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat mit Studien dazu begonnen, ob sich Schweine, Hühner oder andere Nutztiere mit SARS-CoV-2 infizieren können. 

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Webcode: a005338 Letzte Aktualisierung: 23.04.2020
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