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Fatigue: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Redaktion:

Miriam Frieß (Medical Writer, Content Fleet GmbH)

Qualitätssicherung:

Dr. med. Carla Knobloch (Ärztin, Content Fleet GmbH)

Kraftlos und abgeschlagen, der Körper so schwer wie Blei – diesen Zustand von tiefer Erschöpfung hat fast jede und jeder schon einmal erlebt. Doch wenn Abgeschlagenheit und Müdigkeit ständig präsent sind und den Alltag nachhaltig beeinträchtigen, steckt möglicherweise mehr dahinter. Fatigue ist ein Symptom, das viele Menschen mit unterschiedlichsten Erkrankungen begleitet. Alles zu Fatigue, den häufigsten Ursachen und Behandlungen im Überblick.

Auf einen Blick

  • Symptome: Fatigue äußert sich als körperliche, seelische sowie geistige Erschöpfung und ausgeprägte Müdigkeit.
  • Ursachen: Fatigue ist selbst ein Symptom und kann viele verschiedene Auslöser haben – von seelischen Belastungen bis hin zu chronischen Krankheiten.
  • Diagnose: Bei Erschöpfung suchen Ärztinnen und Ärzte zunächst durch umfassende Befragungen (Anamnese) und Untersuchungen nach der Ursache und passen ihr weiteres Vorgehen daran an.
  • Therapie: Die Behandlung von Fatigue richtet sich vor allem nach der Ursache. Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Erschöpfung zu lindern.

Definition: Das bedeutet Fatigue

Der Begriff Fatigue kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Ermüdung“. Allerdings umfasst er viel mehr als das: Fachleute verstehen darunter eine krankhafte Erschöpfung und Müdigkeit, die sich nicht durch einen Kaffee oder ein kurzes Nickerchen vertreiben lässt. Vielmehr verschwindet sie auch nach längeren Ruhepausen und Schlafen nicht. Sie wird als unangemessen stark empfunden und beeinträchtigt den Alltag der Betroffenen.

Junge Frau liegt erschöpft mit offenen Augen im Bett

Frauen sind häufiger von Fatigue betroffen als Männer. Die Gründe dafür sind allerdings noch nicht gut untersucht. 

Fatigue ist keine eigenständige Krankheit. Ärztinnen und Ärzte beschreiben damit ein Symptom, das bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten und sehr individuell ausgeprägt sein kann. Eine einheitliche Definition für Fatigue gibt es bislang nicht.

Das Symptom Fatigue kann akut auftreten, also innerhalb weniger Wochen wieder verschwinden, oder länger andauern. Hält die Erschöpfung über sechs Monate an, sprechen Fachleute von einer chronischen Fatigue. Das darf nicht mit dem chronischen Fatigue-Syndrom verwechselt werden, eine eigenständige Krankheit, zu deren Symptomen allerdings auch Fatigue zählt. Diese Erkrankung ist als ME/CFS bekannt.

Symptome: Fatigue als körperliche und seelische Erschöpfung

Fatigue bezeichnet in erster Linie eine ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung, die akut, aber auch chronisch auftreten kann. Dabei kann sie viele Bereiche des Lebens beeinträchtigen: Sie reicht von physischer und seelischer bis hin zu geistiger Erschöpfung. 

Physische Symptome:

  • Reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Schwächegefühl und Kraftlosigkeit
  • Gliederschwere
  • Schlafstörungen

Seelische Symptome:  

  • Antriebslosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Anspannung und Reizbarkeit

Geistige Symptome:

  • Konzentrationsstörungen und geringe Aufmerksamkeitsspanne
  • Wortfindungsstörungen
  • Vergesslichkeit
  • Schnelle Erschöpfung nach geistigen Anstrengungen und Reizen

Die Infografik zeigt ein stilisiertes menschliches Oberkörperprofil auf grünem Hintergrund. Die Symptome von Fatigue sind aufgelistet: Physische, seelische und geistige Symptome wie Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Vergesslichkeit

Zu den Symptomen von Fatigue zählen seelische, physische und geistige Symptome wie etwa Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Vergesslichkeit.

Ursachen: Das kann hinter Müdigkeit und Erschöpfung stecken

Für Fatigue gibt es viele verschiedene Ursachen, da sie unterschiedliche Krankheiten als Symptom begleiten kann. Eine zugrunde liegende Erkrankung kann die Fatigue selbst auslösen, die Erschöpfung kann aber auch eine Reaktion auf andere Symptome wie chronische Schmerzen sein. Ebenso die Behandlung der ursächlichen Erkrankung oder die damit einhergehende fehlende körperliche Aktivität und soziale Isolation können Ursachen für Abgeschlagenheit und Müdigkeit sein. 

Häufig ist Fatigue ein Anzeichen für dauerhafte psychische oder körperliche Belastungen. Hält die Erschöpfung ungewöhnlich lange an, erscheint für die alltäglichen Anstrengungen unangemessen, lässt sich durch Pausen und Schlafen kaum mehr vertreiben oder tritt mit anderen Symptomen gemeinsam auf, sollte sie ärztlich abgeklärt werden.

Fatigue kann in wenigen Fällen auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten, tritt dann jedoch selten als einziges Symptom auf.

Fatigue und psychische Ursachen

Einige psychische Erkrankungen gehen mit ausgeprägter Erschöpfung einher. Fatigue kann beispielsweise ein Symptom von Depressionen und Burnout, Angststörungen, Suchterkrankungen oder Schizophrenie sein.

Fatigue und Infektionskrankheiten

Während es bei einem Infekt in der akuten Krankheitsphase üblich ist, dass sich Betroffene schlapp fühlen, kann es auch vorkommen, dass die Erschöpfung selbst nach ausgestandener Infektion länger anhält. Zum Beispiel bei Infektionen mit den folgenden Viren kann es zu einer sogenannten postviralen Fatigue kommen: 

Meistens verschwindet die Erschöpfung nach einiger Zeit wieder. Manchmal hält sie jedoch über Monate an. Bei postviraler Fatigue kann in seltenen Fällen auch das chronische Fatigue-Syndrom zugrunde liegen.

Fatigue und chronisch-entzündliche Erkrankungen

Chronische Entzündungen im Körper können ebenfalls mit einer lange anhaltenden Erschöpfung einhergehen. Bekannte Krankheiten, bei denen Fatigue häufig als Symptom auftritt, sind beispielsweise folgende Autoimmunerkrankungen:

Fatigue und Krebserkrankungen

Es kommt regelmäßig vor, dass Fatigue während einer Krebserkrankung auftritt. Hier ist die Erschöpfung meist eine Folge der anstrengenden Behandlung mit Operationen, Bestrahlung, Chemotherapie und anderen Medikamenten. Zwischen 60 und 90 Prozent der Krebspatientinnen und -patienten berichten während der Therapie über Erschöpfung. Auch nach einer abgeschlossenen Behandlung kann die Fatigue über lange Zeit bestehen bleiben. Beispielsweise hat rund ein Drittel der Menschen mit Brustkrebs Studien zufolge noch fünf bis zehn Jahre nach der Behandlung mit Fatigue zu kämpfen.

In manchen Fällen ist die Tumorerkrankung selbst der Auslöser für Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Mit Krebs einhergehende gesundheitliche Probleme wie eine Mangelernährung oder Blutarmut (Anämie) können zusätzlich einen Einfluss darauf haben, wie erschöpft und müde Patientinnen und Patienten während und nach ihrer Erkrankung sind.

Eine Ärztin tastet den Hals einer Patientin ab, um die Größe der Schilddrüse festzustellen. Ist sie vergrößert, kann das ein Symptom einer Schilddrüsenüberfunktion sein.

Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann hinter Fatigue stecken. Ärztinnen und Ärzte klären mögliche organische Ursachen daher mit passenden Untersuchungen ab.

Fatigue und sonstige Ursachen

Unter anderem treten Müdigkeit und Erschöpfung außerdem als Begleiterscheinungen bei diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf: 

Auch Menschen mit Nierenerkrankungen erleben nach der Dialyse oft eine Fatigue. Schlafstörungen führen ebenfalls zu Erschöpfung und Müdigkeit: Gerade kurzfristige Aussetzer der Atmung während des Schlafs (Schlafapnoe) sind häufig mit Fatigue verbunden.

Bestimmte Medikamente wie manche Antidepressiva und Beruhigungsmittel, Antihistaminika, Blutdrucksenker und Migränemittel können Müdigkeit ebenso hervorrufen. Darüber hinaus beeinflusst die Umwelt die individuelle Leistungsfähigkeit: Menschen können sich durch Lärmbelästigung, Belastung durch giftige Chemikalien oder Stress erschöpft fühlen.

Häufigkeit: So viele Menschen sind von Fatigue betroffen

Nicht jede kurzfristige Erschöpfung ist gleichzeitig eine medizinisch relevante Fatigue. Weil es keine einheitliche Definition für das Symptom gibt und sich die tatsächliche Verbreitung nur schwer messen und untersuchen lässt, sind die Angaben zur Anzahl der von Fatigue betroffenen Menschen sehr unterschiedlich. 

Eine umfassende Untersuchung des Robert Koch-Instituts zeigte, dass im Jahr 2023 insgesamt rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland an Fatigue litten. Dabei waren Menschen verschiedener Altersgruppen unterschiedlich oft betroffen: Am häufigsten trat Fatigue als Symptom bei jungen Erwachsenen unter 30 Jahren auf, während es in der Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen am seltensten aufkam. Mehrere Studien sind inzwischen auch zu dem Ergebnis gekommen, dass Frauen öfter von Fatigue betroffen sind als Männer. Fachleute gehen davon aus, dass das berufliche Umfeld eine Rolle spielt und Personen mit körperlich anstrengenden Berufen oder Schichtarbeit in der Regel stärker erschöpft sind als Menschen, die nicht in diesen Berufen oder in Schichten arbeiten.

Diagnose: So wird Fatigue diagnostiziert

Fatigue schränkt die Lebensqualität Betroffener stark ein. Viele wenden sich deshalb mit ihren Symptomen an ihre hausärztliche Praxis. In rund 10 bis 20 Prozent aller Besuche beim Hausarzt oder der Hausärztin fallen die Wörter Erschöpfung, Müdigkeit oder Fatigue. 

Die Ärztin oder der Arzt wird zunächst der Ursache der Fatigue auf den Grund gehen, denn sie bestimmt, wie behandelt wird. Am Anfang des Diagnose-Prozesses befragt die Ärztin oder der Arzt den Betroffenen und findet so heraus, wie sich die Fatigue genau äußert, wie lange sie bereits besteht, ob weitere Beschwerden vorliegen und wie sehr die Erschöpfung den Alltag beeinträchtigt (Anamnese). Vorerkrankungen, welche Medikamente eingenommen werden, mögliche Symptome von Depressionen oder Angststörungen, die berufliche und private Situation sowie das Schlafverhalten werden außerdem miterfasst.

Oft gibt diese Befragung schon Hinweise darauf, was der Fatigue zugrunde liegt. Um möglichen organischen Ursachen auf die Spur zu kommen, folgen meist weitere Untersuchungen, zum Beispiel auf körperliche Anzeichen einer Erkrankung, zur Herz-Kreislauf-Funktion oder auf bestimmte Blutwerte. 
 

Behandlung: So wird Fatigue therapiert

Die Behandlungsansätze für Fatigue sind so unterschiedlich wie ihre Ursachen. Oft verschwindet die Erschöpfung von selbst, sobald die ursächliche Krankheit behandelt ist. 

Liegt eine körperliche Erkrankung zugrunde, konzentrieren sich die Ärztinnen und Ärzte darauf, diese zu behandeln. Immer wieder kommen mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel bei einer körperlichen Erkrankung, die durch die Einschränkungen zusätzlich die Psyche des Betroffenen belastet und so erst recht Müdigkeit und Erschöpfung auslöst. Deshalb schlagen Ärztinnen und Ärzte in diesen Fällen mitunter eine Verhaltenstherapie vor, in der Patientinnen und Patienten lernen, mit Belastungen umzugehen. 

Gut zu wissen: Selbst von chronischer Fatigue erholen sich Untersuchungen zufolge 54 bis 94 Prozent aller Betroffenen. Eine Ausnahme bildet das chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS.

Wie kann der Lebensstil Fatigue beeinflussen?

Ein gesunder Lebensstil, gutes Stress-Management sowie genügend und erholsamer Schlaf können helfen, Müdigkeit im Alltag zu reduzieren. Dazu gehört auch die Ernährung: Studien weisen darauf hin, dass etwa bei Multipler Sklerose eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und gesunden Fetten (mediterrane Ernährung) sowie fettarme Kost die Lebensqualität verbessern kann. Ebenso für Patientinnen und Patienten mit Krebs kann eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Nahrungsmitteln mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren die Fatigue verringern.

Wie kann Bewegung bei Fatigue unterstützen?

Bewegung spielt bei der Behandlung von Fatigue eine große Rolle. Studien haben gezeigt, dass Fatigue bei chronischen Krankheiten oder Krebs durch spezifische Trainingsarten gelindert werden kann. Bei der Umsetzung ist die Fatigue selbst meist die größte Hürde: Aufgrund der ständigen Abgeschlagenheit vermeiden Betroffene lieber körperliche Anstrengung – bis sich die Muskeln abbauen und der Kreislauf weniger belastbar wird. Dadurch wird die sportliche Betätigung noch anstrengender und Betroffene haben noch weniger Motivation, sich zu bewegen. Trotzdem ist es für die Verbesserung der Fatigue essenziell, wieder in Bewegung zu kommen.

Je nach zugrunde liegender Erkrankung empfehlen Fachleute unterschiedliche Sportarten:

  • Bei Fatigue während und nach einer Krebserkrankung haben sich Krafttraining, Aerobic, Yoga, Tai-Chi und Qigong in Untersuchungen bewährt.
  • Bei Multipler Sklerose können Ausdauersport und Krafttraining die mit der Krankheit einhergehende Erschöpfung lindern.
  • Bei einem Burnout konnten Kraft- und Ausdauertraining das Symptom mildern.

Auch körperliche Bewegung im Alltag, beispielsweise ein Spaziergang, kann die Fatigue lindern und die Lebensqualität verbessern. Unter Rücksprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin können Betroffene sich realistische Bewegungsziele setzen, die richtige Trainingsart für sich finden und sich so an das Level sportlicher Aktivität herantasten, das ihnen guttut. 

Wichtig: Für Menschen mit einem chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) gilt das nicht. Körperliche Anstrengungen können die Symptome deutlich und anhaltend verschlimmern, weshalb Betroffene sportliche Aktivitäten meiden sollten. Hier raten Fachleute und Betroffene dazu, sich die eigenen Energiereserven gut einzuteilen. Methoden wie das sogenannte Pacing können dabei helfen. Das bietet Orientierung, wie Aktivitäts- und Energiemanagement genau aussehen können. Viele Betroffene messen zusätzlich ihren Puls, um schnell zu merken, wenn eine Aufgabe sie stark anstrengt, und entsprechend reagieren zu können. 

Häufige Fragen und Antworten zu Fatigue

Fatigue beschreibt eine krankhafte, als unangemessen stark empfundene Erschöpfung und Müdigkeit. Anders als gewöhnliche Müdigkeit lässt sie sich nicht durch Schlaf oder Ruhepausen beseitigen und beeinträchtigt den Alltag erheblich. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom, das bei verschiedenen Krankheiten auftreten kann. Die Ausprägung ist individuell sehr unterschiedlich und kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen.
 
Normale Müdigkeit verschwindet nach ausreichend Schlaf oder Erholungspausen, während Fatigue selbst nach längeren Ruhephasen bestehen bleibt. Sie wirkt im Verhältnis zu den alltäglichen Anstrengungen unangemessen stark. Ein Kaffee oder kurzes Nickerchen bringen bei Fatigue keine Besserung. Der Alltag wird durch die anhaltende Erschöpfung nachhaltig beeinträchtigt.
 
Körperliche Anzeichen umfassen eine deutlich verringerte Leistungsfähigkeit, Schwächegefühle und Kraftlosigkeit. Viele Betroffene beschreiben ein Gefühl schwerer Glieder, als wäre der Körper bleiern. Auch Schlafstörungen können als körperliches Symptom auftreten.
 
Fatigue tritt bei vielen verschiedenen Erkrankungen auf, darunter psychische Leiden wie Depressionen, Burnout und Angststörungen. Auch nach Virusinfektionen wie Grippe, COVID-19 oder Pfeifferschem Drüsenfieber kann eine postvirale Fatigue entstehen. Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Multiple Sklerose oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gehen häufig mit Erschöpfung einher. Bei Krebserkrankungen leiden viele Betroffene während und nach der Behandlung unter Fatigue. Weitere mögliche Ursachen sind Herzprobleme, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut oder Schlafapnoe.
 
Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn die Erschöpfung ungewöhnlich lange anhält oder für die alltäglichen Anstrengungen unverhältnismäßig erscheint. Auch wenn sich die Müdigkeit durch Schlaf und Pausen nicht mehr vertreiben lässt, sollte sie ärztlich abgeklärt werden. Treten zusätzlich zur Erschöpfung weitere Symptome auf, ist ebenfalls eine Untersuchung ratsam.
 
Am Anfang steht eine ausführliche Befragung zu den genauen Beschwerden sowie zu deren Dauer, weiteren Symptomen und der Alltagsbeeinträchtigung. Dabei werden auch Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente, psychische Symptome, die berufliche und private Situation sowie das Schlafverhalten erfasst. Diese Befragung gibt oft bereits erste Hinweise auf die mögliche Ursache. Anschließend folgen meist weitere Untersuchungen zur körperlichen Verfassung, zur Herz-Kreislauf-Funktion und Blutuntersuchungen. 
 
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache, da Fatigue unterschiedliche Auslöser haben kann. Häufig verschwindet die Erschöpfung, sobald die zugrunde liegende Krankheit behandelt wird. Wenn mehrere Faktoren zusammenkommen, etwa bei körperlichen Erkrankungen mit psychischer Belastung, kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein. 
 
Eine gesunde Ernährungsweise kann zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Etwa bei Multipler Sklerose zeigen Studien, dass eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und gesunden Fetten sowie fettarme Kost hilfreich sein kann. Auch für Krebspatientinnen und -patienten kann eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Lebensmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, die Fatigue verringern.
Fatigue ist häufig ein Anzeichen für dauerhafte psychische oder körperliche Belastungen. Umweltfaktoren wie Stress können die individuelle Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und zu Erschöpfung führen. Ein gutes Stress-Management gehört deshalb zu einem gesunden Lebensstil dazu, der helfen kann, Müdigkeit im Alltag zu reduzieren.
 

Literatur

Weiterführende Informationen

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