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Fünf Fakten über E-Zigaretten: Ist dampfen gesünder als qualmen?

Lesedauer unter 3 Minuten
Ein Mann sitzt auf dem Sofa und raucht eine E-Zigarette.

Autor

Internetredaktion Barmer

Qualitätssicherung

  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer),
  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Lieber dampfen als rauchen? Ganz so einfach ist es nicht. Über E-Zigaretten wird viel Quatsch erzählt. Was wirklich stimmt – und was nicht.

E-Zigaretten sind besser für die Gesundheit als normale Zigaretten.

WAHRSCHEINLICH JA – ABER: So schön süß, so schön fruchtig. Und kein Kratzen im Hals. In einer E-Zigarette verdampft eine Flüssigkeit, Liquid genannt, zu weißlichem Qualm. Im Vergleich zu Zigarettenrauch enthält er wahrscheinlich tatsächlich weniger Schadstoffe. In ihm stecken aber genauso Substanzen, die Entzündungen in den Atemwegen auslösen und sie reizen können, das Herzkreislaufsystem schädigen und außerdem vielleicht Krebs erregen. Ganz genau weiß man das noch nicht, weil die Technik neu ist und Wissenschaftler noch viel über E-Zigaretten lernen müssen. Besser als Zigaretten sind sie wohl wirklich. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie ungefährlich sind. Dasselbe gilt für E-Shishas.

Je neuer die E-Zigarette, desto besser.

JEIN. Vor allem die Akkus von neueren E-Zigaretten sind sicherer als bei älteren Modellen. Und dicker wurden sie auch. Oft kann man einstellen, mit welcher Spannung der Zünddraht erhitzt wird. Achtung: Höhere Spannung = höhere Temperatur = mehr Dampf = mehr Nikotin und mehr Schadstoffe. Und das ist nicht gut.

Tabakerhitzer sind ein gutes Mittelding.

LANGSAM, BITTE. Auch hier ist das Problem, dass Wissenschaftler noch nicht sicher sagen können, wie schädlich sie wirklich sind. Tabakerhitzer sehen aus wie ein Stift. Gefüllt werden sie nicht mit Liquids, sondern mit einem kurzen Tabakstück. Der Tabak wird nicht bei großer Hitze verbrannt, sondern über den Akku auf etwa 350 Grad erhitzt. Dabei sollen weniger Schadstoffe entstehen als beim Verbrennen von Tabak in Zigaretten. Wahrscheinlich stimmt das auch. Aber auch bei Tabakerhitzern kommen Schadstoffe in die Lunge. Und das sollen sie nicht.

Kein Nikotin bei E-Zigaretten = kein Problem.

NICHT GANZ. Ja, es gibt Liquids für E-Zigaretten ohne Nikotin. Das ist schon mal gut. Auch sie enthalten aber Vernebelungs-, Geschmacks- und Aromastoffe, die schlecht für die Gesundheit sein können, zum Beispiel für das Herz. Ein weiteres Problem: Auf Liquids mit Nikotin muss auf der Packung genau stehen, was drin ist. Bei Liquids ohne Nikotin ist das nicht der Fall. Man weiß also nie ganz sicher, was man da eigentlich einatmet.

Immerhin ist der Dampf für die Umgebung nicht gefährlich.

UNSICHER. Wie es mit neuen Dingen eben manchmal ist. Den Dampf einer E-Zigarette kann man deutlich in der Luft sehen, die enthaltenen Stoffe verteilen sich im Raum. Dass der E-Raucher die Menschen um ihn herum einem Gesundheitsrisiko aussetzt, ist auf jeden Fall möglich. Deswegen: Dampfen nur in der Raucherecke! Und nie vor Kinder oder schwangeren Frauen.

E-Zigaretten helfen dabei, mit dem Rauchen aufzuhören.

JA UND NEIN. Wie gesagt, der Dampf einer E-Zigarette ist wahrscheinlich weniger schlimm als der Rauch einer normalen Zigarette. Wenn ein Kettenraucher komplett auf E-Zigaretten umsteigt, kann das für ihn das geringere Übel sein. Übel ist es trotzdem. E-Zigaretten können helfen, von normalen Kippen loszukommen. Nur hängt man dann erstmal an der E-Zigarette. Wer E-Dampfer beobachtet, erkennt dieselben Verhaltensmuster wie bei Zigarettensüchtlingen. Nikotin macht abhängig. Und wer abhängig ist, braucht regelmäßig Nachschub. Den umgekehrten Weg gibt es übrigens auch: mit E-Zigaretten angefangen, bei normalen Kippen gelandet. Wer fit und frei sein will, qualmt gar nicht!

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