Nachhaltigkeit

Nachhaltiger duschen: Wasserverbrauch, festes Shampoo und Co.

Lesedauer unter 4 Minuten
Flatlay mit einer Haarbürste, einer Zahnbürste, einem Schwamm und einem Seifenstück

Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Dirk Weller (BARMER)

Ob Hallo-Wach-Schauer am Morgen oder zum Runterkommen nach einem anstrengenden Tag – das warme Prasseln in der Dusche gehört zu unseren alltäglichen Wohlfühl-Ritualen. Wer im Badezimmer dazu noch ein bisschen auf Nachhaltigkeit achtet, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch seiner Haut.  

Sechs Minuten duschen wir Deutschen im Durchschnitt am Tag. Deutscher „Dusch-Schnitt“ sozusagen. Die Dusche – ob morgens als Frische-Kick in den Tag oder abends zum Tagesausklang – ist fester Bestandteil unseres Alltags. Wussten Sie, dass dabei schnell mal 70 Liter aus einer herkömmlichen Brause plätschern? Ganz schön viel. Generell lässt sich unser Badezimmer in Sachen Nachhaltigkeit noch um einiges optimieren. Also in Richtung: weniger Wasser- und Energieverbrauch, weniger Plastik und in der Folge: weniger Müll. Und all das ohne großen Aufwand. Das Beste daran: Auch Haut, Haare und Gesundheit können davon profitieren. Die Umwelt sowieso. Hier kommen ein paar hand- und wasserfeste Tipps, um nachhaltiger zu duschen.

Weil gesundes Leben einen gesunden Planeten braucht, setzt die Barmer sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Dr. Janine Voß ist Leiterin der Abteilung Beschaffung und Nachhaltigkeit und erklärt im Interview, warum auch Krankenkassen Verantwortung für die Umwelt tragen. Mehr lesen

Wasser sparen – wie lange und wie oft sollte man duschen?

Sie lassen auch gerne beim Zähneputzen das Wasser weiterlaufen? Und während Sie sich einseifen oder die Haare shampoonieren? Das ist so wohlig. Aber natürlich nicht wahnsinnig nachhaltig. Schon, wer bei beiden Aktionen jeweils den Wasserhahn für ein, zwei Minuten abstellt, kann den Wasserverbrauch um einige Dutzend Liter reduzieren. Die Faustregel: pro Minute Duschen rauschen 12 Liter Wasser in den Orkus, bei einem Vollbad schießen mindestens 140 Liter durch die Leitung. Je nach Temperatur und Wasserpreis schlagen 12 Liter Warmwasser mit rund 10 Cent zu Buche. Weil das Heranpumpen und Aufheizen von Wasser viel Energie verschlingt, kann hier jeder seinen Sparbeitrag leisten. Und das Beste daran: Auch der Gesundheit und der Haut ist damit Gutes getan. Denn jedes Brausenbad, vor allem, wenn es länger dauert und mollig warm ist, wäscht mit dem Schmutz auch wichtige Fette und Mineralstoffe ab. Die Haut reagiert darauf – vor allem im Winter – mit trockenen Stellen und ist anfälliger für Rötungen und Juckreiz.

Wenn es nach der Haut geht, würde es sogar genügen, nur zwei Mal die Woche unter die Dusche zu springen. Je kürzer und kühler das Duschprogramm, desto weniger wird der Säureschutzmantel der Haut angegriffen. Doch das Wasser tut auch gut: Eine kalte Dusche boostet neben dem Kreislauf auch die Gesundheit. So wiesen niederländische Forscher kürzlich nach, dass Kaltduscher seltener krank sind.

Kürzer duschen

Wer täglich fünf Minuten weniger Wasser durchlaufen lässt, schont neben der Umwelt auch den Geldbeutel. Tipp: Stellen Sie sich den Handywecker beim Duschen. Oder liefern Sie sich mit ihren Familienmitgliedern einen Wettbewerb im Kurzduschen. Oder duschen Sie immer so lange, wie ihr Aufwach-Lieblingssong auf dem Handy dudelt.

Wassersparender Duschkopf

So schön ein Regenschauer-Brause ist, pro Minute prasseln da schnell mal 20 Liter über Sie hinweg. Ein Sparduschkopf kommt mit sechs Litern pro Minute aus. Qualitätsprodukte erzeigen dennoch einen soliden Wasserdruck.

Wasser ausdrehen

Ein Duschstopp-Knopf an den Armaturen hilft, etwa beim Einseifen das Wasser auszuschalten. Die Temperatur bleibt erhalten. Beim Zähneputzen können Sie die zwei bis drei Putzminuten als Mini-Workout nutzen, um zum Beispiel im Ein-Bein-Stand zu balancieren oder an der Wand zu sitzen. Da vergisst man das fehlende Wasserrauschgeräusch ganz schnell.

Vollbäder vermeiden

Wonnig so ein Vollbad. Aber auch sehr wasserintensiv. Pro Wannenbad rauschen 140 bis 200 Liter Trinkwasser durch die Leitung. Das kostet Energie – und Geld. Heben Sie sich Vollbäder für besondere Anlässe auf. Oder baden Sie mal zu zweit, mit Kerzenschein und allem Pipapo. Duschen Sie in der zugestöpselten Badewanne, dann haben Sie den Wasserverbrauch auch gleich im Blick.

Plastikmüll vermeiden - Verpackungsfreies Shampoo und Duschgel

Drogeriemärkte sind wahre Plastik-Paradiese. Der Großteil der Produkte, die man dort kaufen kann, sind in Kunststoff verpackt. Viel Müll lässt sich durch einen nachhaltigen und durchdachten Einkauf vermeiden.

Stückseife statt Duschgel

Wer Zero Waste im Badezimmer anstrebt, sollte es mit Seifenstücken versuchen – für Haut und Haare. Stückseifen sind, wenn überhaupt, meist umweltfreundlich in Papier oder Karton verpackt und halten ewig. Als „festes Shampoo“ gibt es inzwischen eine Riesenauswahl an Haarseifen und sogar Conditionern. Hier gilt: Rumprobieren, bis Sie die passende Seife gefunden haben. Viele kleine Labels bieten ihre nachhaltigen Wasch-Produkte im Internet an. Konzentrate, die, zuhause mit Wasser verdünnt, in nachfüllbare Glasflaschen zur Anwendung kommen, sind ebenfalls eine gute, plastikfreie Shampoo-Alternative.

Körperpflege ohne Plastik

Auch hier wächst die Palette von Zero-Waste-Produkten, die ohne Plastik-Verpackung auskommen. Anstelle von Deostiften und -sprays gibt es verpackungsarme Deocremes oder feste Deodorants. Achten Sie beim Kauf von Peelings auf die Inhaltsangaben. Inhaltsstoffe wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) sind ein Hinweis auf Mikroplastik. Wählen Sie lieber natürliche Peeling-Partikel wie auf Basis von zermahlenen Kernen, Sand oder Salzen – sie enthalten kein Mikroplastik. Anstelle von Bodylotion in der Plastikflasche gibt es Öle oder Cremes im Glas und eine Vielzahl von Naturkosmetik-Anbietern, die ihre Naturprodukte in Refill-Flaschen abfüllen.

Einwegprodukte ersetzen durch wiederverwendbare Waschlappen und Rasierer

Verwenden Sie waschbare Baumwoll-Pads anstelle von Abschminkpads aus Watte und ersetzen Sie Einwegrasierer durch solche, bei denen nur die Klingen ausgetauscht werden müssen.
 

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