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Ernährung

Lesedauer unter 7 Minuten

BMI-Rechner: Das sollten Sie über den Body-Mass-Index und seine Berechnung wissen

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Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Micaela Schmidt (Diplom-Ökotrophologin, Barmer)

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, ist ein häufig verwendetes Maß zur Beurteilung des Körpergewichts eines Menschen. Ob Normalgewicht, Übergewicht oder Untergewicht – der BMI hilft Ihnen dabei, Ihr Körpergewicht richtig einzuschätzen. Lassen Sie sich hier Ihren BMI berechnen und erfahren Sie, was dieser Wert aussagt. Zusätzlich haben wir die wichtigsten Fragen rund um den BMI für Sie zusammengestellt, denn bei der Interpretation dieses gängigen Maßes gibt es einiges zu beachten. 

Jetzt den BMI berechnen

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Anmerkung: bei der Berechnung Ihres individuellen Body-Mass-Index kann es zu leichten Abweichungen aufgrund von Rundungsdifferenzen kommen.

Was ist der BMI und wie wird er berechnet?

Der BMI setzt Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis und dient somit als Indikator zur Feststellung von Über- oder Untergewicht. Sie können Ihren BMI über unseren BMI-Rechner auf dieser Seite einfach und schnell ausrechnen lassen. Die Formel, die dahinter liegt, setzt das Körpergewicht in Kilogramm mit der Körpergröße in Metern zum Quadrat ins Verhältnis.
BMI = Körpergewicht (in kg) geteilt durch Körpergröße (in m) zum Quadrat.

Was sagt der BMI aus?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterscheidet je nach Höhe des errechneten Wertes bei erwachsenen Personen ab dem 18. Lebensjahr sieben verschiedene Gewichtsklassen:

GewichtsklasseBMI (kg/m²)Risiko für Begleiterkrankungen
Untergewicht< 18,5niedrig
Normalgewicht18,5 - 24,9durchschnittlich
Übergewicht> 25,0
Adipositas Grad 1 (moderate Adipositas)30 - 34,9erhöht
Adipositas Grad 2 (starke Adipositas)35 - 39,9hoch
Adipositas Grad 3 (extreme Adipositas)40sehr hoch

Quelle: Einteilung nach WHO

Ein Beispiel: Eine erwachsene Person mit einem Körpergewicht von 80 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,80 Metern hat einen BMI von 24,69 und liegt damit im Bereich des Normalgewichtes. Ein BMI unter 18,5 zeigt ein Untergewicht an, ein BMI ab 25,0 kann ein Anzeichen für Übergewicht sein. Das Alter, das Geschlecht und der individuelle Körperbau einer Person bleiben bei der BMI-Berechnung grundsätzlich erstmal unberücksichtigt.

Welcher BMI wird medizinisch empfohlen?

Empfehlenswert ist es, wenn sich der BMI in einer Spanne von 18,5 - 24,9 bewegt. In diesem Bereich spricht man von Normalgewicht. Etwa ein Drittel der Männer und ca. die Hälfte der Frauen in Deutschland haben gemäß BMI-Klassifizierung ein normales Gewicht. Häufig verwendet wurde  der Begriff des Idealgewichts. Heute raten Experten von diesem Begriff eher ab, da es wichtiger ist, sich auf sein Körpergefühl zu verlassen und das persönliche Wohlfühlgewicht anzustreben.

Bei welchem Wert ist man untergewichtig?

Bei einem Wert unter 18,5 spricht man von Untergewicht, bei einem Wert unter 16,0 von starkem Untergewicht. Ein zu niedriges Körpergewicht kann die verschiedensten Ursachen haben. Diese können von Stress über chronische Erkrankungen, z.B. des Magen-Darm-Trakts, bis hin zu psychischen Erkrankungen, wie z.B. Magersucht, reichen. Im Zweifelsfall kann eine Abklärung durch den Hausarzt Aufschluss geben.

Wann ist man übergewichtig?

Ein BMI-Wert zwischen 25,0 und 30,0 kann auf Übergewicht hindeuten. Da der BMI allerdings nicht zwischen Muskel- und Fettmasse unterscheidet, kann diese Grenze auch zu Fehlklassifizierungen führen. Menschen, die beispielsweise Kraftsport betreiben oder einer extremen körperlichen Arbeit nachgehen, gelten laut dem BMI oft fälschlicherweise als übergewichtig, da die Muskelmasse im Allgemeinen schwerer ist als das Fettgewebe.

Grundsätzlich ist es so, dass ein BMI in dieser Größenordnung Studien zufolge nur wenig Einfluss auf die Lebenserwartung und das Auftreten von Folgeerkrankungen hat. Bestehen allerdings gleichzeitig andere Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus, kann Übergewicht zur Gefahr für die Gesundheit werden.

Ab welchem BMI gilt man als adipös?

Ein Body-Mass-Index von über 30,0 deutet auf Adipositas, d.h. krankhaftes Übergewicht, hin. Dies kann sich negativ auf die Gesundheit und die Lebenserwartung auswirken. Dabei gilt: Je ausgeprägter die Adipositas, desto höher ist das Risiko für Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und psychosoziale Probleme. Der Gang zum Hausarzt kann ein erster Schritt sein, den Kampf gegen die Adipositas aufzunehmen.

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Gibt es beim BMI einen Unterschied zwischen Frauen und Männern?

Bei Frauen wird der Body-Mass-Index mit derselben Formel berechnet wie bei Männern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt jedoch geschlechtertypische Richtwerte für ein Normalgewicht bzw. ein Über- und Untergewicht an. Die Unter- und Obergrenzen werden bei Frauen etwas niedriger angesetzt, z.B. fällt bereits ein BMI ab 24,0 in den Bereich des Übergewichts (sonst > 25,0). Grund dafür ist, dass Männer häufig eine größere Muskelmasse besitzen. Zudem beeinflussen bei Frauen die Wechseljahre (Menopause) den BMI – dann deutet bereits ein etwas niedrigerer BMI-Grenzwert auf Übergewicht hin.

GewichtsklassenBMI (kg/m²)
Untergewicht< 14,49
Normalgewicht17,5 - 23,9
Übergewicht> 24,0
Präadipositas24 - 28,9
Adipositas Grad 1 (moderate Adipositas)29 - 33,9
Adipositas Grad 2 (starke Adipositas)34 - 38,9
Adipositas Grad 3 (extreme Adipositas)39

Quelle: Einteilung nach WHO

Welchen Einfluss hat das Alter auf den BMI?

Ab einem Alter von etwa 40 Jahren verschiebt sich das Normalgewicht aufgrund einer Veränderung des Stoffwechsels und der Zusammensetzung des Körpers. Daraus folgt, dass der Mensch automatisch mehr an Gewicht zulegt. Somit verschiebt sich sowohl das Normalgewicht als auch der BMI, was dazu führt, dass mit zunehmendem Alter ein immer höherer BMI-Wert als Normalgewicht angesehen wird.

Andererseits kann das Körpergewicht eines Menschen mit zunehmendem Alter sinken, da auch die Muskelmasse abnimmt, die deutlich schwerer ist als die Fettmasse. Dies führt wiederum zu einem geringeren Gewicht, so dass der Body-Mass-Index bei älteren Menschen häufiger auf ein Untergewicht deutet.

Wie wird der BMI bei Kindern interpretiert?

Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich im Laufe des Heranwachsens der Körperfettanteil je nach Alter und Geschlecht ständig. Beispielsweise wird ein 7-jähriges Kind mit einem BMI von 20 an der Grenze zwischen Übergewicht und Adipositas eingeordnet, dagegen wäre ein Kind im Alter von zwölf mit einem BMI von 20 normalgewichtig.

Zur Bestimmung des Körpergewichtes bei Kindern und Jugendlichen wurden spezielle BMI-Normwertkurven entwickelt – die sogenannten Perzentilkurven. Sie zeigen, wie viel Prozent der Kinder oder Jugendlichen im gleichen Alter und Geschlecht unterhalb dieses Wertes liegen. Interpretieren würde man das wie folgt: Liegt das Körpergewicht eines 8-jährigen Mädchens auf der 70. Perzentile, bedeutet das, dass 70% der Mädchen gleichen Alters ein geringeres und 30% der 8­jährigen Mädchen ein höheres Körpergewicht aufweisen.

Eltern finden die BMI-Normwertkurven auch im Kinderuntersuchungsheft – auch U-Heft genannt - ihres Kindes. Für die Beurteilung des Gewichts Ihres Kindes ist der Kinderarzt grundsätzlich immer ein guter Ansprechpartner.

Wie aussagekräftig ist der Body-Mass-Index?

Der Body-Mass-Index ist ein solider Richtwert zur Orientierung über ein eventuelles Unter- oder Übergewicht. Er sollte jedoch immer in Zusammenhang mit anderen Faktoren betrachtet werden, da für die Beurteilung eines gesunden Körpergewichts das Gesamtbild entscheidend ist.

Ebenso kann es für die Beurteilung sinnvoll sein, weitere Werte hinzu zu ziehen, beispielsweise den Bauch- und Hüftumfang. Zur Bestimmung des „Taille-Hüft-Verhältnisses“ wird der Bauchumfang einer Person durch deren Hüftumfang geteilt. Diese Messung können Sie ganz leicht selbst durchführen: Messen Sie zuerst die Taille ca. in Höhe des Bauchnabels, dann die Hüfte und zwar an der dicksten Stelle. Anschließend dividieren Sie die beiden Werte. Das Ergebnis liefert einen Hinweis auf die Fettverteilung im Körper. Je größer der Wert ist, desto mehr Fett sitzt am Bauch. Bei Frauen wird ein Bauchumfang unter 80 cm, bei Männern unter 94 cm empfohlen. Hintergrund dafür ist, dass die Verteilung des Körperfettes und der individuelle Figurentyp ebenfalls einen Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen haben können. Bauchfett gilt dabei als „gefährlicher“ als Fett-Depots an anderen Körperstellen.

Ein weiterer Wert, den man ergänzend zum BMI betrachten kann, ist der individuelle Körperfettanteil. Auch hier gibt es Richtwerte, die von Experten empfohlen werden: Bei Frauen sind dies 20 bis 35%, bei Männern 8 bis 25%. Die Messung des eigenen Körperfettanteils ist mittlerweile mit vielen handelsüblichen Körperwaagen möglich. Allerdings kann es zwischen den verschiedenen Modellen teils deutliche Unterschiede bei der Messung geben.

Sie sehen also: Der BMI ist nicht das Maß aller Dinge und Zahlen sind bei weitem nicht alles. Sie liefern aber einen guten Richtwert, um sich selbst einordnen und das Risiko für Erkrankungen einschätzen zu können. Gerade bei Begleiterkrankungen ist der BMI ein umso wichtigerer Faktor. Allerdings sollten Sie sich auch nicht von Zahlen und Statistiken versklaven lassen. Ihr individuelles Idealgewicht kann durchaus vom BMI-Richtwert abweichen, wenn Sie sich ansonsten wohl und gesund fühlen.

Quellenangaben

Webcode: a005325 Letzte Aktualisierung: 15.04.2020
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