Älter Herr erhält eine Impfung gegen COVID-19
Impfung gegen COVID-19

Informationen und Themen rund um die Impfung gegen das Coronavirus

Wer kann sich wann impfen lassen - und mit welchem Impfstoff? Wie komme ich an einen Termin, und wo ist das nächste Impfzentrum? Wer erhält ein Anschreiben zum Impftermin von der Krankenkasse? Alle wichtigen Infos finden Sie hier.


Aktuelle Hinweise

  • Impfung mit AstraZeneca freigegeben: Impfungen mit dem Corona-Impfstoff AstraZeneca sind für Erwachsene künftig unabhängig von der Impfreihenfolge möglich, wenn aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Die Impfung erfolgt durch den Hausarzt.
  • Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen: Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, die über 60 Jahre alt sind oder zur Priogruppe 2 oder 3 zählen, haben einen bevorzugten Anspruch auf eine Corona-Impfung. Mit diesen Formularen können Sie ihren Impfanspruch dokumentieren: 

Anschreiben zu Impfterminen an unsere Versicherten

Eine Seniorin liest einen Brief

Die Coronavirus-Impfverordnung sieht eine aktuelle Änderung vor. Versicherte, deren Corona-Impfung bald ansteht, können eine schriftliche Information erhalten.

Die obersten Landesgesundheitsbehörden informieren die Krankenkassen, wenn über die Daten der Krankenkassen Versicherte angeschrieben werden sollen. Die Krankenkassen ermitteln die Betroffenen anhand der Daten, die Ärzte und Krankenhäuser für ihre Abrechnung übermitteln. Versicherte können sich dann mit diesem Schreiben an ihr Impfzentrum wenden und Impftermine vereinbaren.  Bisher wird diese Regelung nur in Bremen und Niedersachsen genutzt. Dennoch muss niemand besorgt sein. Das Bundesministerium für Gesundheit hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder Impfwillige bis Ende September eine Erstimpfung erhalten soll. Wenn Sie wissen möchten, zu welcher Priorisierungsgruppe Sie zählen, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin gerne Auskunft geben. Ihr Impfzentrum informiert Sie dann, wann es in Ihrer Gruppe mit dem Impfen losgeht.

Bremer-Versicherte, die zwischen 70 und 79 Jahre alt sind und eine Vorerkrankung haben, werden ab dem 12. März angeschrieben. Die Schreiben werden dabei nach Altersgruppen versendet. Zusätzlich bekommen bald auch Personen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, einen Brief. Der Brief enthält einen persönlichen Zugangscode. Mit diesem können Sie Ihre Impftermine telefonisch oder über das Internet vereinbaren. 

  • Online unter impfzentrum.bremen.de.
  • Oder Sie wählen die Telefonnummer 0421 5775 1177. Sie werden mit dem Impfcallcenter in Bremen verbunden. Sie erhalten direkt Ihren ersten und zweiten Wunschtermin für das Impfen.
  • Weiterhin können Sie bei Ihrem Hausarzt einen Termin vereinbaren.

Sie haben keinen Brief erhalten? Keine Sorge! Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin. Wenn bei Ihnen die Voraussetzungen zutreffen, erhalten Sie über die Arztpraxis den notwendigen Code. Leider kann die Barmer Ihnen diesen nicht zur Verfügung stellen.

Das Land Niedersachsen informiert alle über 70-Jährigen seit dem 22.03.2021 über ihren Impfanspruch. Barmer-Versicherte, die zwischen 16 und 69 Jahre alt sind und zu der Priorisierungsgruppe 2 zählen, werden ab dem 16.04.2021 von der Barmer über ein Schreiben informiert.

Sie sind impfberechtigt, haben aber kein Anschreiben erhalten? Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hilft Ihnen weiter und stellt Ihnen kostenlos eine entsprechende Bescheinigung aus.


Corona-Impfung: Häufig gestellte Fragen

Fragen zur Impfreihenfolge und den Priorisierungsgruppen für die Impfung gegen Corona

Da anfänglich nur eine begrenzte Menge an Impfstoffen verfügbar ist, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut Personengruppen mit besonders hohem Risiko für Ansteckung und schweren Verlauf definiert.

Die Coronavirus-Impfverordnung baut auf dieser STIKO-Empfehlung auf und unterscheidet Personen mit höchster Priorität, hoher Priorität und erhöhter Priorität für eine Covid-19 Impfung. Die STIKO hat ihre Empfehlung mittlerweile mehrfach aktualisiert. Die Empfehlungen werden anschließend in der Corona-Impfverordnung aufgenommen. Zunächst soll die Personengruppe mit höchster Priorität geimpft werden. Es folgen dann Personen mit hoher und erhöhter Priorität. Als letzte Gruppe werden Personen geimpft, die zu keiner Risikogruppe zählen. Aktuell wird die Priorisierungsliste noch einmal überarbeitet, damit Hausärzte leichter entscheiden können, wer von einer Impfung besonders profitiert. Weiterhin will die Bundesregierung im Juni die Impfpriorisierung aufheben.

Folgende Personengruppe soll als erstes geimpft werden:

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  2. Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  3. Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,
  4. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  5. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten.

Folgende Personen haben mit hoher Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
  2. folgende Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    a) Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung,
    b) Personen nach Organtransplantation,
    c) Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
    d) Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
    e) Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
    f) Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
    g) Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
    h) Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
    i) Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
    j) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
    k) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
  3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen
    a) von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
    b) von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  4. Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  5. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und Personen, die regelmäßig zum Zwecke der Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 Körpermaterial entnehmen,
  6. Polizei- und Einsatzkräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  7. Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  8. Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  9. Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind,
  10. Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
  11. Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder Nummer 4 des Infektionsschutzgesetzes oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind,
  12. Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Folgende Personen haben mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben,
  2. folgende Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    a) Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen,
    b) Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
    c) Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
    d) Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
    e) Personen mit Asthma bronchiale,
    f) Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
    g) Personen mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
    h) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
    i) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
  3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  4. Personen,
    a) die Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
    b) die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind,
    c) die in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind, oder
    d) die als Wahlhelfer tätig sind,
  5. Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen,
  6. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut,
  7. Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind,
  8. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht in der Priorisierungsgruppe 2 erfasst sind, tätig sind,
  9. sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Bisher sind die Impfstoffe nicht für Kinder zugelassen. Bei Kindern gelten sehr viel höhere Voraussetzungen für die klinischen Prüfungen als bei Erwachsenen. Bei BioNTech und Pfizer ist es so weit: Die Firmen beantragen für ihren gemeinsam entwickelten Impfstoff Comirnaty® in der EU die Zulassung für das Impfen für Kinder zwischen 12 und 16 Jahren. Für das Impfen ab 16 Jahren hat Comirnaty® bereits eine Zulassung. Eine Impfung unter 16 wäre so in wenigen Monaten möglich. Auch die Firmen Moderna und Janssen prüfen, ob ihr Impfstoff auch für Kinder ab 12 Jahren geeignet ist. Bis jüngere Kinder geimpft werden, wird es aber noch eine Weile dauern.

Folgende Personen haben im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus:

  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.
  • Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben.
  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in einer medizinischen Einrichtung/Unternehmen gepflegt oder betreut werden oder tätig sind.
  • Personen, die enge Kontaktperson einer Person mit hoher oder erhöhter Priorität sind
  • Personen, die aufgrund bestimmter Berufe oder Positionen im Ausland tätig sind, und ihre mitausgereisten Familienangehörigen

Deutsche, die im Ausland ihren Wohnsitz haben (Expats), können sich in Deutschland impfen lassen, wenn Sie in Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.

Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO konnten nicht alle Krankheitsbilder oder Impfindikationen berücksichtigt werden. Deshalb sind auch Einzelfallentscheidungen für die Priorisierungsgruppen 2 und 3 möglich. Diese Einzelfallentscheidungen dürfen nur Einrichtungen treffen, die von den obersten Landesgesundheitsbehörden oder den von ihnen bestimmten Stellen dazu beauftragt wurden.  


Fragen zum Ablauf der Corona-Impfung

Die Impfung gegen COVID-19 findet in Impfzentren und beim Hausarzt statt. Die Impfzentren sind von den Bundesländern an zentralen Orten eingerichtet, so dass in jedem Landkreis oder jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Zentrum vorhanden ist.

Insgesamt gibt es in Deutschland über 400 Impfzentren. Zusätzlich suchen mobile Impfteams beispielsweise Alten- oder Pflegeheime auf und impfen dort Personen, die nicht mobil sind.

Die Coronavirus-Impfverordnung in ihrer aktuellen Fassung ermöglicht Arztpraxen und Betriebsärzten die Impfung gegen COVID-19.

Ab dem 07.04.2021 starteten bundesweit die Impfungen in Hausarztpraxen. Hausärzte impfen mit dem BioNTech/Pfizer- und dem AstraZeneca-Impfstoff. Pro Arztpraxis stehen wöchentlich etwa 80 Impfdosen zur Verfügung Ab Juni soll eine Impfung auch über Betriebsärzte möglich sein.

Einen guten Überblick über die eingerichteten Impfzentren mit Adressen findet man auf den Internetseiten der Ministerien für Gesundheit der einzelnen Bundesländer.

Es gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf die Auswahl eines Impfzentrums. Allerdings gibt es Bundesländer, die den Impflingen die Wahl des Impfzentrums ermöglichen. Mehr Informationen dazu findet man auf den Internetseiten der Bundesländer oder über die Terminvergabe-Hotlines.

Die Organisation der Impfung und die Vergabe der Impftermine regeln die Bundesländer. Werden Impfberechtigte postalisch informiert, erfolgt das in den meisten Bundesländern nicht durch die Krankenkasse, sondern durch die einzelnen Bundesländer selbst.

Ein Besuch des Impfzentrums ist nur nach vorhergehender Terminvergabe möglich.

Über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sollen Anrufe in die Callcenter der Länder zur Terminvereinbarung gesteuert werden. Zusätzlich soll es die Möglichkeit geben, online Termine zu vereinbaren.

Da letztendlich die Bundesländer für die Terminvergabe verantwortlich sind, sind regional auch andere Lösungen der Terminvergabe denkbar.

Weiterführende Informationen für jedes Bundesland findet man auf der Internetseite vom Patientenservice 116117.

Nach dem Entwurf der aktuellen Coronavirus-Impfverordnung sollen Personen ihren Anspruch auf die Impfung über folgende Dokumente nachweisen:

  • Personalausweis oder einen anderen Lichtbildausweis
  • ein ärztliches Zeugnis über das bei ihnen krankheitsbedingt sehr hohe, hohe oder erhöhte Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf
  • eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder eine Bescheinigung einer Einrichtung über die Behandlung, Betreuung oder Pflege dieser Person
  • eine Bescheinigung, dass die Person eine enge Kontaktperson einer pflegebedürftigen oder schwangeren Person ist
  • Personen, die über ein Anschreiben informiert wurden, nehmen dieses mit
  • eine zusätzliche Bescheinigung über die vorliegende gesetzliche oder private Krankenversicherung, sollte die Person ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben

Für Personen, die zur Priorisierungsgruppe 1 gehören (höchste Priorität), gilt somit folgendes:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, zeigen ihren Personalausweis zur Feststellung des Alters vor.
  • Personen, die aufgrund ihres Berufs der Priorisierungsgruppe 1 angehören, zeigen eine entsprechende Arbeitgeberbescheinigung vor.
Welchen Nachweis Kontaktpersonen von Schwangeren benötigen, ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Daher ist es empfehlenswert, dies in der Hotline 116117 zu erfragen.

Nein, diesen Nachweis erstellt die pflegebedürftige Person selbst beziehungsweise ihre gesetzlich Vertretenden oder Bevollmächtigten. 

Bisher gibt es dafür keine bundesweit einheitliche Vorlage. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Saarland hat jedoch eine Vorlage bereitgestellt, die auch für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen der Priogruppe 2 und von Pflegebedürftigen der Priogruppe 3 in anderen Bundesländern genutzt werden kann, bis dort weitere Informationen bekannt sind. 

Zusätzlich muss beim Impftermin immer die Pflegebedürftigkeit nachgewiesen werden. Hierfür genügt es, eine Kopie des Pflegebescheides vorzulegen. Ist die pflegebedürftige Person unter 70 Jahre alt, ist außerdem ein ärztliches Zeugnis über das Vorliegen bestimmter Krankheitsbilder notwendig. Dieses stellt die Hausärztin oder der Hausarzt aus. Die entsprechenden Krankheitsbilder können der Website des saarländischen Ministeriums entnommen werden.

Bei bestimmten Erkrankungen (siehe Corona-Impfverordnung) liegt ein hohes oder erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vor.

In diesen Fällen müssen Personen ein ärztliches Zeugnis in den Impfzentren vorlegen, welches die entsprechende Priorisierungsgruppe belegt.

Die niedergelassenen Arztpraxen sind zur Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses berechtigt. Eine formlose Bescheinigung des Arztes ist ausreichend. Es müssen keine Details über die vorliegende Erkrankung angegeben werden.
Ist der Patient/ die Patientin dem Arzt aufgrund früherer Behandlung persönlich bekannt, dann darf dieser/diese das ärztliche Zeugnis auch telefonisch anfordern. Das ärztliche Zeugnis wird dann vom Arzt per Post an den Patienten versendet. Sowohl das Ausstellen als auch der Versand per Post sind kostenfrei.

Hinweis: Seit April wird auch in Arztpraxen gegen Corona geimpft. Personen benötigen kein ärztliches Zeugnis, wenn Sie sich in einer Arztpraxis impfen lassen, in der sie auch in Behandlung sind.

Zunächst melden sich die Impfwilligen an einer Anmeldung im Impfzentrum, weisen sich aus und legen ihren Berechtigungsnachweis vor. Anschließend erhalten Sie Informationen zur Impfung, zu Risiken und Nebenwirkungen und einen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand. Die Impfwilligen werden hierbei von Ärzten und Ärztinnen aufgeklärt. Daraufhin wird die Impfung in einer Einzelkabine durch medizinisches Personal durchgeführt. Abschließend können sich die geimpften Personen in einem Beobachtungsbereich aufhalten. Dies dient der Nachbeobachtung und zum Komplikationsausschluss.

Insgesamt wird der Besuch des Impfzentrums 45 bis 60 Minuten dauern.
Die Impfzentren sind bewusst weitläufig und in Form von „Impfstraßen“ gestaltet, damit Abstände eingehalten werden können und somit das Infektionsrisiko geringgehalten wird.

Die zu impfenden Personen bekommen jeweils ein Aufklärungsmerkblatt und einen Einwilligungsbogen im Impfzentrum ausgehändigt. Diese Dokumente füllen sie vor der Impfung aus und unterschreiben sie.
Aufklärungsmerkblatt: 
Dieses enthält Informationen zur Art des Impfstoffs, zur Wirksamkeit der Impfung, Kontraindikationen, Verhalten vor und nach der Impfung, mögliche Impfreaktionen und Vorgehen bei Impfkomplikationen.
Einwilligungsbogen:

Der Einwilligungsbogen enthält Fragen zum Gesundheitszustand der zu impfenden Person, zu früheren Impfungen, zu Allergien und zur Einnahme von Gerinnungshemmern.

Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen findet man auf der Internetseite des RKI:

Mittlerweile werden auch Hausarztpraxen mit Impfstoff beliefert. Die Impfdosen sind jedoch nur begrenzt verfügbar und werden in den Praxen unter Berücksichtigung der festgelegten Impfreihenfolge verteilt. Aktuell können Hausarztpraxen etwa 80 Dosen pro Woche bestellen.

Wer einen Termin in einem Impfzentrum vereinbart hat, sollte diesen nicht zugunsten der Impfung bei der Hausärztin oder dem Hausarzt absagen, sondern wie geplant wahrnehmen.

Wie bei allen anderen Impfungen auch, kann es nach der Anwendung des mRNA-Impfstoffes Comirnaty® von BionTech/Pfizer und Covid-19-Vaccine (m-RNA1273) von Moderna zu Lokal-und Allgemeinreaktionen kommen. Am häufigsten wird von Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber oder Schwellung der Einstichstelle berichtet. Personen über 55 Jahren hatten in den Studien seltener Reaktionen als jüngere Personen. Die Reaktionen sind meist mild oder mäßig ausgeprägt. Begleiterscheinungen treten häufiger nach der zweiten Impfdosis auf.

Nach Anwendung des Vektor-basierten Impfstoffes Vaxzevria® von AstraZeneca kann es zu Schmerzen an der Einstichstelle und Spannungsgefühl kommen. Auch hier können Reaktionen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl sowie erhöhte Temperatur auftreten. Bei diesem Impfstoff treten Reaktionen eher nach der ersten Impfdosis auf. Seit dem 16.03.2021 waren Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff für wenige Tage ausgesetzt. Anhand der Daten konnte nicht ausgeschlossen werden , dass eine Blutgerinnungsstörung im Zusammenhang mit der Impfung steht. Die Blutgerinnungsstörung ist zwar sehr selten, sie kann aber tödlich verlaufen. 

Die STIKO empfiehlt seit 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Für jüngere Personen, die schon eine Impfung erhalten haben, empfiehlt die STIKO als Zweitimpfungen eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen.

Geimpfte Personen können über die App SafeVac 2.0 angeben, wie gut sie die Impfung vertragen haben. Diese Beobachtungsstudie dient dem Robert-Koch-Institut dazu, möglichst viele Informationen zur Verträglichkeit der COVID-19 Impfstoffe zu sammeln.

Alternativ können geimpfte Personen mögliche Nebenwirkungen auch über die Website www.nebenwirkungen.bund.de, dem örtlichen Gesundheitsamt oder ihren Hausarzt/ ihre Hausärztin melden.

Für eine vollständige Grundimmunisierung mit den Corona-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca wird eine zweimalige Impfung benötigt. Der bald verfügbare Impfstoff von Janssen muss nur einmal geimpft werden.

Die Impfabstände hängen vom verwendeten Impfstoff ab. Bei den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna empfiehlt die STIKO einen Abstand von 6 Wochen. Für den Vektor-Impfstoff von AstraZeneca ist ein Abstand von 12 Wochen zwischen den Impfdosen vorgesehen. Wer zunächst mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft wurde und die zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff erhält, wird 12 Wochen nach der ersten Impfung geimpft.

Der Impfstoff schützt die geimpfte Person davor, selbst an COVID-19 zu erkranken. Noch ist unklar, in welchem Umfang die Impfung auch die Übertragung des Virus reduziert oder verhindert. Daher sollen auch nach der Impfung die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. 

Laut Ständiger Impfkomission (STIKO) sind die bisher entwickelten COVID-19 Impfstoffe strikt intramuskulär (i.m.) zu verabreichen. Bei Patientinnen und Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, soll die Impfung mit einer sehr feinen Injektionskanüle und anschließender fester Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen. Die Anwendung von Gerinnungshemmern stellt in der Regel keine Kontraindikation für die COVID-19 Impfung dar.

Versicherte sollen im Vorfeld der geplanten Impfung mit ihrem Hausarzt sprechen. Zum Aufklärungsgespräch im Impfzentrum sollen sie möglichst alle verfügbaren Unterlagen zu ihrer Vorerkrankung (beispielsweise. ihren Gerinnungsausweis) sowie die Arzneimittelpackung des Gerinnungshemmers mitbringen. Zusätzlich werden Patientinnen und Patienten über den Einwilligungsbogen zu der Einnahme von Gerinnungshemmern befragt.


Fragen zu den Impfstoffen gegen COVID-19

Eine Auswahl des Impfstoffes durch die Versicherten ist auch bei Verfügbarkeit von Impfstoffen mehrerer Hersteller nicht möglich. Eine Ausnahme gibt es nur in einigen Bundesländern wie Sachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Dort kann sich jeder Impfwillige dazu entscheiden, sich mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen, unabhängig vom Alter und der Priorisierung.
Entscheidend für die Auswahl des Impfstoffes ist neben der Verfügbarkeit auch das Alter der zu impfenden Person, da nicht jeder Impfstoff für alle Altersklassen empfohlen wird.

Comirnaty® von BioNTech/Pfizer:

Dieser mRNA-basierte Impfstoff ist seit 21.12.2020 in der Europäischen Union (EU) zur Anwendung ab 16 Jahren zugelassen. Für die Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen notwendig, welche im Abstand von 6 Wochen intramuskulär (i.m.) verabreicht werden. Es handelt sich um den ersten in Deutschland verfügbaren Impfstoff. Der Impfstoff hat eine Wirksamkeit von 95 Prozent und verhindert dadurch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken.

Impfstoff von Moderna:

Als zweiter Corona-Impfstoff ist seit dem 06.01.2021 auch der mRNA-Impfstoff des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Die EU hat 160 Millionen Impfdosen dieses Impfstoffes bestellt. Für eine vollständige Grundimmunisierung werden 2 Impfdosen im Abstand von 6 Wochen benötigt. Ein Vorteil dieses Impfstoffes ist die Lagerung bei -20° C, die längere Stabilität bei Kühlschranktemperatur und die bereits fertige Applikationsform. Die Wirksamkeit liegt bei 94,1 Prozent.

Vaxzevria® von AstraZeneca:

Der Vektor-basierte Impfstoff Vaxzevria® ist seit 29.01.2021 in der EU zugelassen. Für die Grundimmunisierung sind 2 Impfdosen im Abstand von 12 Wochen notwendig. Nach einem vorübergehenden Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneca in Deutschland wurden die Impfungen nun ab dem 19.03.2021 wiederaufgenommen.

Die STIKO empfiehlt seit dem 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Für jüngere Personen, die schon eine Impfung erhalten haben, empfiehlt die STIKO die zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) vorzunehmen. 

Impfstoff von Janssen:
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson, der von der Firmen-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt wurde, wurde am 11.03.2021 in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Der Vektorimpfstoff muss im Gegensatz zu den bisher verfügbaren Impfstoffen nur einmal gegeben werden und benötigt für die Lagerung nur normale Kühlschranktemperaturen. Die Wirksamkeit liegt bei 67 Prozent. Deutschland wird voraussichtlich 36,7 Millionen Impfdosen erhalten. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich im Mai 2021.

Weitere Impfstoffe sind weltweit in der Entwicklung. Insgesamt gibt es über 230 Impfstoffprojekte. Die EU hat neben den Impfstoffen von BioNTech/PfizerModerna, AstraZeneca und Janssen auch Impfstoffe anderer Hersteller bestellt. Diese befinden sich größtenteils in der Studienphase III.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung findet man auf der Website der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen.

Diese Impfstoffe enthalten Genabschnitte der Viren in Form von mRNA (Boten-RNA). Körperzellen stellen ausgehend von der verimpften mRNA Proteine her, welche als Antigene vom Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem wird daraufhin zur Bildung von Antikörpern und Immunzellen angeregt. Die Körperzellen bauen nach kurzer Zeit die mRNA wieder ab. Die mRNA wird nicht in DNA umgebaut oder ins Erbgut integriert. Bei einem späteren Kontakt mit dem COVID-19 Virus erkennt das Immunsystem die Antigene wieder und kann darauf mit einer Immunantwort reagieren.

Der Vorteil der mRNA-Impfstoffe besteht darin, dass innerhalb kurzer Zeit sehr viele Impfdosen produziert werden können.

Bei einem Vektor-basierten Impfstoff wird die genetische Information für den Bauplan des COVID-19-Spikeproteins über ein für den Menschen harmloses Trägervirus (Vektor) in den menschlichen Körper eingebracht. Das Trägervirus selbst vermehrt sich im Körper nicht und löst dort keine Infektion aus. Der menschliche Körper kann über die genetische Information für das COVID-19-Spikeprotein dieses selbst herstellen und darauf wiederum mit der Bildung von Antikörpern reagieren.

Diese Impfstoffe können schnell produziert und bei Kühlschranktemperatur transportiert und gelagert werden. 

Die Sicherheit des Impfstoffes hat oberste Priorität. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüft Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes. Dafür gibt es strenge gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben und Kontrollen. Dieser Prozess wird zeitlich verkürzt, indem einzelne Datenpakete von der Zulassungsbehörde bewertet werden sobald sie vorliegen. Das Zulassungsverfahren läuft dadurch schneller ab ohne an Qualität einzubüßen. 

Auch nach der Zulassung des Impfstoffes wird dieser ständig kontrolliert. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden erfasst und vom Paul-Ehrlich-Institut, dem Impfstoffhersteller sowie der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bewertet.

Treten Nebenwirkungen auf, die im Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten, werden diese analysiert und entsprechende Konsequenzen gezogen. Daher wurde auch der Impfstoff von AstraZeneca ab dem 16.03.2021 zunächst von der Anwendung ausgeschlossen, ist aber nach eingehenden Untersuchungen seit dem 19.03.2021 wieder verfügbar. Die STIKO empfiehlt seit 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen.


Fragen zu anfallenden Kosten

Nach der Coronavirus-Impfverordnung soll die Corona-Schutzimpfung sowohl in Impfzentren als auch durch mobile Impfteams erfolgen. Die Impfteams stellen sicher, dass auch Personen mit eingeschränkter Mobilität geimpft werden können. Für die Organisation und Umsetzung sind die einzelnen Bundesländer verantwortlich. Dadurch wird die Vorgehensweise voraussichtlich regional unterschiedlich sein. Es macht daher Sinn, sich bei der Terminvereinbarung direkt nach den regionalen Beförderungsangeboten zu erkundigen.

Kommt eine Impfung durch ein mobiles Impfteam nicht in Frage, können Fahrkosten zum Impfzentrum auch von den Krankenkassen im Ausnahmefall übernommen werden. Hierfür gelten dieselben Voraussetzungen wie bei einem „normalen“ Besuch von zum Beispiel Hausarztpraxen – wo mittlerweile auch Corona-Schutzimpfungen verabreicht werden. Voraussetzung ist, dass es sich bei den Impflingen um dauerhaft mobilitätsbeeinträchtigte Versicherte (Merkzeichen aG, Bl oder H beziehungsweise Pflegegrad 4 oder 5. Bei Pflegegrad 3 muss zusätzlich das Merkzeichen G vorliegen) handelt. Eine gesonderte Genehmigung durch die Barmer ist nicht erforderlich.


Der Arzt darf die Kosten für das Ausstellen eines ärztlichen Zeugnisses über seine Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Er erhält dafür pauschal 5 Euro plus 90 Cent für den gegebenenfalls anfallenden postalischen Versand. Dieser Abrechnungsweg wurde in der Corona-Impfverordnung festgelegt, sodass sich Versicherte kostenfrei ein ärztliches Zeugnis bei ihrem Arzt ausstellen lassen können. Aus diesem Grund erstattet die Barmer keine privaten Rechnungen für ärztliche Zeugnisse im Rahmen der COVID-19 Impfung.

Für die impfwilligen Personen ist die Impfung sowohl in Impfzentren als auch in Arztpraxen kostenfrei. Die Kosten für den Impfstoff werden vom Bund getragen. Die Organisation und der Betrieb der Impfzentren wird von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung sowie den Bundesländern finanziert. 

Aktuell sind Antikörpertests zur Überprüfung der Impfantwort keine Kassenleistung. Von daher kann diese Labortestung weder über die Versichertenkarte abgerechnet werden, noch ist eine Erstattung auf privatärztliche Rechnungen möglich.

Die herkömmlichen Bluttest auf Antikörper im Blut erfassen nur die Antikörperbildung durch die B-Lymphozyten. Die Leistung der T-Lymphozyten wird nicht erfasst. Im Falle von Corona ist die Bedeutung der beiden Wege der Immunantwort noch nicht ausreichend erforscht, um derzeit gängige Bluttests auch richtig bewerten zu können. Daher kann die Bestimmung von Antikörpern noch nicht sinnvoll eingesetzt werden, um bei einzelnen Patienten zu überprüfen, ob eine Immunität gegen das Coronavirus besteht – beispielsweise nach einer Impfung oder nach einer durchgemachten Infektion.

Weitere Informationen zur Immunantwort des Körpers finden Sie hier. 


Weitere Infos gibt es auf "Zusammen gegen Corona – Informationen zum Impfen" des Bundesministeriums für Gesundheit, "COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen" des Robert Koch-Instituts und der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Auf der Seite impfdashboard.de gibt es Informationen zur Anzahl geimpfter Personen in Deutschland, dem Impffortschritt der Bundesländer, zur Anzahl der gelieferten Impfdosen und weitere Meilensteine der Impfkampagne. 

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