Älter Herr erhält eine Impfung gegen COVID-19
Impfung gegen COVID-19

Informationen und Themen rund um die Impfung gegen das Coronavirus

Wer kann sich wann impfen lassen - und mit welchem Impfstoff? Wie komme ich an einen Termin, und wo ist das nächste Impfzentrum? Wer erhält ein Anschreiben zum Impftermin von der Krankenkasse? Alle wichtigen Infos finden Sie hier.

Corona-Impfung: Häufig gestellte Fragen

Allgemeine Fragen zur Impfung gegen COVID-19

Das Bundesministerium für Gesundheit hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder Impfwillige bis Ende September eine Erstimpfung erhalten soll. Die Impfung ist kostenfrei. Mittlerweile stehen vier Impfstoffe zur Verfügung. Da anfänglich nur eine begrenzte Menge an Impfstoffen verfügbar ist, hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für Ansteckung und schweren Verlauf definiert. Die Coronavirus-Impfverordnung baute auf dieser STIKO-Empfehlung auf und unterschied Personen mit höchster Priorität, hoher Priorität und erhöhter Priorität, die der Reihe nach geimpft werden. Die Priorisierung ist ab dem 07.06.2021 bundesweit aufgehoben. Bei Impfungen mit den Impfstoffen von AstraZeneca und Janssen konnte schon von der Priorisierung abgewichen werden. 

Die Europäische Zulassungsbehörde hat dem mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech und Pfizer am 28. Mai 2021 die Zulassung für die Anwendung bei Jugendlichen ab zwölf Jahren erteilt. Jugendliche können seit dem 07.06.21 nach ärztlicher Beratung geimpft werden, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die COVID-19-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) derzeit nicht für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 - 17 Jahren, sondern nur für:

  • Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen
  • Kinder im Umfeld von Personen, die sich selbst nicht schützen können
  • Jugendliche mit arbeitsbedingt erhöhtem Expositionsrisiko

Bisher ist nur der Impfstoff von BioNTech/Pfizer für die Anwendung ab 12 Jahren zugelassen. Andere Impfstoffe dürfen in Deutschland nicht eingesetzt werden.

Folgende Personen haben im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus:

  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.
  • Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben.
  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in einer medizinischen Einrichtung/Unternehmen gepflegt oder betreut werden oder tätig sind.
  • Personen, die enge Kontaktperson einer Person mit hoher oder erhöhter Priorität sind
  • Personen, die aufgrund bestimmter Berufe oder Positionen im Ausland tätig sind, und ihre mitausgereisten Familienangehörigen

Deutsche, die im Ausland ihren Wohnsitz haben (Expats), können sich in Deutschland impfen lassen, wenn Sie in Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.


Fragen zum Ablauf der Corona-Impfung

Die Impfung gegen Covid-19 findet in Impfzentren, durch mobile Impfteams und in Arztpraxen statt. Daneben wird auch durch beauftragte Betriebsärzte im Rahmen von Modellprojekten geimpft. Ab Juni sollen vermehrt Impfungen durch alle Betriebsärzte am Arbeitsplatz durchgeführt werden können. 

Einen guten Überblick über die eingerichteten Impfzentren mit Adressen findet man auf den Internetseiten der Ministerien für Gesundheit der einzelnen Bundesländer.

Es gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf die Auswahl eines Impfzentrums. Allerdings gibt es Bundesländer, die den Impflingen die Wahl des Impfzentrums ermöglichen. Mehr Informationen dazu findet man auf den Internetseiten der Bundesländer oder über die Terminvergabe-Hotlines.

Die Organisation der Impfung und die Vergabe der Impftermine regeln die Bundesländer. Werden Impfberechtigte postalisch informiert, erfolgt das in den meisten Bundesländern nicht durch die Krankenkasse, sondern durch die einzelnen Bundesländer selbst.

Ein Besuch des Impfzentrums ist nur nach vorhergehender Terminvergabe möglich.

Über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sollen Anrufe in die Callcenter der Länder zur Terminvereinbarung gesteuert werden. Zusätzlich soll es die Möglichkeit geben, online Termine zu vereinbaren.

Da letztendlich die Bundesländer für die Terminvergabe verantwortlich sind, sind regional auch andere Lösungen der Terminvergabe denkbar.

Weiterführende Informationen für jedes Bundesland findet man auf der Internetseite vom Patientenservice 116117.

Zunächst melden sich die Impfwilligen an einer Anmeldung im Impfzentrum, weisen sich aus und legen ihren Berechtigungsnachweis vor. Anschließend erhalten Sie Informationen zur Impfung, zu Risiken und Nebenwirkungen und einen Fragebogen zu ihrem Gesundheitszustand. Die Impfwilligen werden hierbei von Ärzten und Ärztinnen aufgeklärt. Daraufhin wird die Impfung in einer Einzelkabine durch medizinisches Personal durchgeführt. Abschließend können sich die geimpften Personen in einem Beobachtungsbereich aufhalten. Dies dient der Nachbeobachtung und zum Komplikationsausschluss.

Insgesamt wird der Besuch des Impfzentrums 45 bis 60 Minuten dauern.
Die Impfzentren sind bewusst weitläufig und in Form von „Impfstraßen“ gestaltet, damit Abstände eingehalten werden können und somit das Infektionsrisiko geringgehalten wird.

Die zu impfenden Personen bekommen jeweils ein Aufklärungsmerkblatt und einen Einwilligungsbogen im Impfzentrum ausgehändigt. Diese Dokumente füllen sie vor der Impfung aus und unterschreiben sie.
Aufklärungsmerkblatt: 
Dieses enthält Informationen zur Art des Impfstoffs, zur Wirksamkeit der Impfung, Kontraindikationen, Verhalten vor und nach der Impfung, mögliche Impfreaktionen und Vorgehen bei Impfkomplikationen.
Einwilligungsbogen:

Der Einwilligungsbogen enthält Fragen zum Gesundheitszustand der zu impfenden Person, zu früheren Impfungen, zu Allergien und zur Einnahme von Gerinnungshemmern.

Das Aufklärungsmerkblatt und den Einwilligungsbogen findet man auf der Internetseite des RKI:

Die Hausarztpraxen werden mittlerweile mit Impfstoff beliefert, jedoch immer noch in geringen Mengen. Obwohl die vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegte Impfreihenfolge zum 07.06.21 aufgehoben wurde, ist es durchaus möglich, dass sich die Arztpraxen weiterhin an der Impfreihenfolge orientieren. Wer einen Termin in einem Impfzentrum vereinbart hat, sollte diesen nicht zugunsten der Impfung bei der Hausärztin oder dem Hausarzt absagen, sondern wie geplant wahrnehmen.

Wie bei allen anderen Impfungen auch, kann es nach der Anwendung des mRNA-Impfstoffes Comirnaty® von BionTech/Pfizer und Covid-19-Vaccine (m-RNA1273) von Moderna zu Lokal-und Allgemeinreaktionen kommen. Am häufigsten wird von Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber oder Schwellung der Einstichstelle berichtet. Personen über 55 Jahren hatten in den Studien seltener Reaktionen als jüngere Personen. Die Reaktionen sind meist mild oder mäßig ausgeprägt. Begleiterscheinungen treten häufiger nach der zweiten Impfdosis auf.

Nach Anwendung des Vektor-basierten Impfstoffes Vaxzevria® von AstraZeneca kann es zu Schmerzen an der Einstichstelle und Spannungsgefühl kommen. Auch hier können Reaktionen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl sowie erhöhte Temperatur auftreten. Bei diesem Impfstoff treten Reaktionen eher nach der ersten Impfdosis auf. Seit dem 16.03.2021 waren Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff für wenige Tage ausgesetzt. Anhand der Daten konnte nicht ausgeschlossen werden , dass eine Blutgerinnungsstörung im Zusammenhang mit der Impfung steht. Die Blutgerinnungsstörung ist zwar sehr selten, sie kann aber tödlich verlaufen. 

Die STIKO empfiehlt seit 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Für jüngere Personen, die schon eine Impfung erhalten haben, empfiehlt die STIKO als Zweitimpfungen eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen.

Bei der Anwendung des Impfstoffs von Janssen (Johnson & Johnson) treten hauptsächlich folgende Nebenwirkungen auf: Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen und Fieber. Analog zum AstraZeneca-Impfstoff empfiehlt die STIKO die Anwendung ab 60 Jahren aufgrund thromboembolischer Ereignisse.

Geimpfte Personen können über die App SafeVac 2.0 angeben, wie gut sie die Impfung vertragen haben. Diese Beobachtungsstudie dient dem Robert-Koch-Institut dazu, möglichst viele Informationen zur Verträglichkeit der COVID-19 Impfstoffe zu sammeln.

Alternativ können geimpfte Personen mögliche Nebenwirkungen auch über die Website www.nebenwirkungen.bund.de, dem örtlichen Gesundheitsamt oder ihren Hausarzt/ ihre Hausärztin melden.

Für eine vollständige Grundimmunisierung mit den in Deutschland verfügbaren Corona-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca wird eine zweimalige Impfung benötigt. Der seit Mitte April 2021 verfügbare Impfstoff von Janssen muss nur einmal geimpft werden.
Die Impfabstände hängen vom verwendeten Impfstoff ab. Bei den mRNA-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna empfiehlt die STIKO einen Abstand von 6 Wochen,. Für den Vektor-Impfstoff von AstraZeneca ist ein Abstand von 12 Wochen zwischen den Impfdosen vorgesehen. Dieser kann aber nach individueller und ärztlicher Abwägung auf 4 Wochen verkürzt werden.

Der Impfstoff schützt die geimpfte Person davor, selbst an COVID-19 zu erkranken. Noch ist unklar, in welchem Umfang die Impfung auch die Übertragung des Virus reduziert oder verhindert. Daher sollen auch nach der Impfung die bekannten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. 

Laut Ständiger Impfkomission (STIKO) sind die bisher entwickelten COVID-19 Impfstoffe strikt intramuskulär (i.m.) zu verabreichen. Bei Patientinnen und Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, soll die Impfung mit einer sehr feinen Injektionskanüle und anschließender fester Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen. Die Anwendung von Gerinnungshemmern stellt in der Regel keine Kontraindikation für die COVID-19 Impfung dar.

Versicherte sollen im Vorfeld der geplanten Impfung mit ihrem Hausarzt sprechen. Zum Aufklärungsgespräch im Impfzentrum sollen sie möglichst alle verfügbaren Unterlagen zu ihrer Vorerkrankung (beispielsweise. ihren Gerinnungsausweis) sowie die Arzneimittelpackung des Gerinnungshemmers mitbringen. Zusätzlich werden Patientinnen und Patienten über den Einwilligungsbogen zu der Einnahme von Gerinnungshemmern befragt.


Fragen zu den Impfstoffen gegen COVID-19

Eine Auswahl des Impfstoffes durch die Versicherten ist auch bei Verfügbarkeit von Impfstoffen mehrerer Hersteller in der Regel nicht möglich. Entscheidend für die Auswahl des Impfstoffes kann neben der Verfügbarkeit auch das Alter der zu impfenden Person sein, da nicht jeder Impfstoff für alle Altersklassen empfohlen wird.

Eine Ausnahme stellen die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Janssen (Johnson & Johnson) dar: Diese können inzwischen unabhängig von Alter, Vorerkrankungen und Berufsgruppe nach individueller Aufklärung, Risikoabschätzung und Patientenwunsch geimpft werden. Impfwillige Personen können sich daher vorzeitig außerhalb der Priorisierung beim Hausarzt impfen lassen.

Hinweis: Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca und Janssen (Johnson & Johnson) kann unabhängig vom Alter und der Priorisierung verwendet werden.


Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 08.04.2021 einen neuen Beschluss zur Impfung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca veröffentlicht. Da seltene aber schwere Blutgerinnungsstörungen bei Personen unter 60 Jahren nach der Impfung mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca aufgetreten sind, empfiehlt die STIKO, diesen Impfstoff vorzugsweise nur noch bei Personen einzusetzen, die älter als 60 Jahre sind. Wer bereits die erste Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten hat, soll 12 Wochen später mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Die STIKO eröffnet aber auch die Möglichkeit einer Impfung jüngerer Personen, wenn zuvor eine ausführliche ärztliche Aufklärung stattfindet und der Patient das Risiko akzeptiert. Nach der Gesundheitsministerkonferenz vom 06.05.2021 wurde die Priorisierung für den AstraZeneca-Impfstoff aufgehoben.

Ähnlich verhält es sich im Falle des Impfstoffes von Janssen (Johnson & Johnson): Auch hier empfiehlt die STIKO die regelhafte Anwendung ab 60 Jahren Die Impfungen von jüngeren Altersgruppen soll nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz des Impflings laut STIKO möglich sein. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben am 10.05.2021 die Priorisierung für diesen Impfstoff aufgehoben.

Comirnaty® von BioNTech/Pfizer:

Dieser mRNA-basierte Impfstoff ist seit 21.12.2020 in der Europäischen Union (EU) zur Anwendung ab 16 Jahren zugelassen. Für die Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen notwendig, welche im Abstand von 6 Wochen intramuskulär (i.m.) verabreicht werden. Es handelt sich um den ersten in Deutschland verfügbaren Impfstoff. Der Impfstoff hat eine Wirksamkeit von 95 Prozent und verhindert dadurch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an COVID-19 zu erkranken.

Impfstoff von Moderna:

Als zweiter Corona-Impfstoff ist seit dem 06.01.2021 auch der mRNA-Impfstoff des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Die EU hat 160 Millionen Impfdosen dieses Impfstoffes bestellt. Für eine vollständige Grundimmunisierung werden 2 Impfdosen im Abstand von 6 Wochen benötigt. Ein Vorteil dieses Impfstoffes ist die Lagerung bei -20° C, die längere Stabilität bei Kühlschranktemperatur und die bereits fertige Applikationsform. Die Wirksamkeit liegt bei 94,1 Prozent.

Vaxzevria® von AstraZeneca:

Der Vektor-basierte Impfstoff Vaxzevria® ist seit 29.01.2021 in der EU zugelassen. Für die Grundimmunisierung sind 2 Impfdosen im Abstand von 12 Wochen notwendig. Nach einem vorübergehenden Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneca in Deutschland wurden die Impfungen nun ab dem 19.03.2021 wiederaufgenommen.

Die STIKO empfiehlt seit dem 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Für jüngere Personen, die schon eine Impfung erhalten haben, empfiehlt die STIKO die zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) vorzunehmen. 

Impfstoff von Janssen:
Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson, der von der Firmen-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt wurde, wurde am 11.03.2021 in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Der Vektorimpfstoff muss im Gegensatz zu den bisher verfügbaren Impfstoffen nur einmal gegeben werden und benötigt für die Lagerung nur normale Kühlschranktemperaturen. Die Wirksamkeit liegt bei 67 Prozent. Deutschland wird voraussichtlich 36,7 Millionen Impfdosen erhalten. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich im Mai 2021.

Weitere Impfstoffe sind weltweit in der Entwicklung. Insgesamt gibt es über 230 Impfstoffprojekte. Die EU hat neben den Impfstoffen von BioNTech/PfizerModerna, AstraZeneca und Janssen auch Impfstoffe anderer Hersteller bestellt. Diese befinden sich größtenteils in der Studienphase III.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand der Impfstoffentwicklung findet man auf der Website der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen.

Diese Impfstoffe enthalten Genabschnitte der Viren in Form von mRNA (Boten-RNA). Körperzellen stellen ausgehend von der verimpften mRNA Proteine her, welche als Antigene vom Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem wird daraufhin zur Bildung von Antikörpern und Immunzellen angeregt. Die Körperzellen bauen nach kurzer Zeit die mRNA wieder ab. Die mRNA wird nicht in DNA umgebaut oder ins Erbgut integriert. Bei einem späteren Kontakt mit dem COVID-19 Virus erkennt das Immunsystem die Antigene wieder und kann darauf mit einer Immunantwort reagieren.

Der Vorteil der mRNA-Impfstoffe besteht darin, dass innerhalb kurzer Zeit sehr viele Impfdosen produziert werden können.

Bei einem Vektor-basierten Impfstoff wird die genetische Information für den Bauplan des COVID-19-Spikeproteins über ein für den Menschen harmloses Trägervirus (Vektor) in den menschlichen Körper eingebracht. Das Trägervirus selbst vermehrt sich im Körper nicht und löst dort keine Infektion aus. Der menschliche Körper kann über die genetische Information für das COVID-19-Spikeprotein dieses selbst herstellen und darauf wiederum mit der Bildung von Antikörpern reagieren.

Diese Impfstoffe können schnell produziert und bei Kühlschranktemperatur transportiert und gelagert werden. 

Die Sicherheit des Impfstoffes hat oberste Priorität. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüft Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes. Dafür gibt es strenge gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben und Kontrollen. Dieser Prozess wird zeitlich verkürzt, indem einzelne Datenpakete von der Zulassungsbehörde bewertet werden sobald sie vorliegen. Das Zulassungsverfahren läuft dadurch schneller ab ohne an Qualität einzubüßen. 

Auch nach der Zulassung des Impfstoffes wird dieser ständig kontrolliert. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden erfasst und vom Paul-Ehrlich-Institut, dem Impfstoffhersteller sowie der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bewertet.

Treten Nebenwirkungen auf, die im Zusammenhang mit der Impfung stehen könnten, werden diese analysiert und entsprechende Konsequenzen gezogen. Daher wurde auch der Impfstoff von AstraZeneca ab dem 16.03.2021 zunächst von der Anwendung ausgeschlossen, ist aber nach eingehenden Untersuchungen seit dem 19.03.2021 wieder verfügbar. Die STIKO empfiehlt seit 01.04.2021, diesen Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen.


Fragen zu anfallenden Kosten

Impfausweise erhalten Sie vom Hausarzt kostenfrei. Die Impfausweise bestellen Hausärzte über ihre Kassenärztliche Vereinigung. Die Kosten werden in einem Umlageverfahren anschließend von den Kassen beglichen. 

Nach der Coronavirus-Impfverordnung soll die Corona-Schutzimpfung sowohl in Impfzentren als auch durch mobile Impfteams erfolgen. Die Impfteams stellen sicher, dass auch Personen mit eingeschränkter Mobilität geimpft werden können. Für die Organisation und Umsetzung sind die einzelnen Bundesländer verantwortlich. Dadurch wird die Vorgehensweise voraussichtlich regional unterschiedlich sein. Es macht daher Sinn, sich bei der Terminvereinbarung direkt nach den regionalen Beförderungsangeboten zu erkundigen.

Kommt eine Impfung durch ein mobiles Impfteam nicht in Frage, können Fahrkosten zum Impfzentrum auch von den Krankenkassen im Ausnahmefall übernommen werden. Hierfür gelten dieselben Voraussetzungen wie bei einem „normalen“ Besuch von zum Beispiel Hausarztpraxen – wo mittlerweile auch Corona-Schutzimpfungen verabreicht werden. Voraussetzung ist, dass es sich bei den Impflingen um dauerhaft mobilitätsbeeinträchtigte Versicherte (Merkzeichen aG, Bl oder H beziehungsweise Pflegegrad 4 oder 5. Bei Pflegegrad 3 muss zusätzlich das Merkzeichen G vorliegen) handelt. Eine gesonderte Genehmigung durch die Barmer ist nicht erforderlich.


Für die impfwilligen Personen ist die Impfung sowohl in Impfzentren als auch in Arztpraxen kostenfrei. Die Kosten für den Impfstoff werden vom Bund getragen. Die Organisation und der Betrieb der Impfzentren wird von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung sowie den Bundesländern finanziert. 

Aktuell sind Antikörpertests zur Überprüfung der Impfantwort keine Kassenleistung. Von daher kann diese Labortestung weder über die Versichertenkarte abgerechnet werden, noch ist eine Erstattung auf privatärztliche Rechnungen möglich.

Die herkömmlichen Bluttest auf Antikörper im Blut erfassen nur die Antikörperbildung durch die B-Lymphozyten. Die Leistung der T-Lymphozyten wird nicht erfasst. Im Falle von Corona ist die Bedeutung der beiden Wege der Immunantwort noch nicht ausreichend erforscht, um derzeit gängige Bluttests auch richtig bewerten zu können. Daher kann die Bestimmung von Antikörpern noch nicht sinnvoll eingesetzt werden, um bei einzelnen Patienten zu überprüfen, ob eine Immunität gegen das Coronavirus besteht – beispielsweise nach einer Impfung oder nach einer durchgemachten Infektion.

Weitere Informationen zur Immunantwort des Körpers finden Sie hier. 


Weiterführende Informationen zur Impfung gegen Corona

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Nun ist er da – der langersehnte Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Die Technik eines mRNA-Impfstoff ist neu und kommt zum ersten Mal bei einer Impfung zum Einsatz. 

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Viele überlegen, ob sie sich impfen lassen sollen und ob sie jeden Impfstoff nehmen würden, wenn sie die Chance auf einen Impftermin haben. Bei diesen Überlegungen spielen individuelle Umstände eine große Rolle. 

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Ab. 7. Juni dürfen auch Betriebsärzte die Corona-Impfung anbieten. Welche Möglichkeiten haben Firmen, die ihre Beschäftigten direkt am Arbeitsplatz immunisieren möchten? 

Weitere Infos gibt es auf "Zusammen gegen Corona – Informationen zum Impfen" des Bundesministeriums für Gesundheit, "COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen" des Robert Koch-Instituts und der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Auf der Seite impfdashboard.de gibt es Informationen zur Anzahl geimpfter Personen in Deutschland, dem Impffortschritt der Bundesländer, zur Anzahl der gelieferten Impfdosen und weitere Meilensteine der Impfkampagne. 

Vorsorge und Impfungen im Blick – mit dem Gesundheitsmanager

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