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Coronavirus - Versorgung

Lesedauer unter 20 Minuten

Coronavirus - FAQ zu Versorgung, Leistungen und Co.

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Inhaltsverzeichnis

Wegen der Coronakrise ergeben sich viele Fragen - auch zu verschiedenen Leistungen, Services und Beiträgen der Barmer. In unserem FAQ finden Sie die wichtigsten Antworten. Die Liste wird ständig erweitert und ergänzt.

Arzneimittel

Ja. Die Apotheke muss während der Corona-Krise kein Rabattvertrags-Arzneimittel bestellen, sondern sie darf Ihnen ein vorrätiges Arzneimittel eines anderen Herstellers aushändigen. So müssen Sie die Apotheke kein zweites Mal aufsuchen.

Im Hinblick auf eine mögliche Quarantäne sollten Sie von Ihren dauerhaft angewendeten Arzneimitteln eine Menge vorrätig halten, die dem Bedarf von mind. 2 Wochen entspricht. Eine übermäßige, nicht bedarfsgerechte Bevorratung sollten Sie allerdings vermeiden, da dies zu Ungleichverteilung und somit zu Versorgungsengpässen führen könnte.

Fragen Sie in Ihrer Arztpraxis, ob sie Ihnen ein Folgerezept mit der Post zuschickt. Die Portokosten kann der Arzt während der Corona-Krise mit den Krankenkassen abrechnen. Bei Patienten, die dem Arzt bereits bekannt sind, ist die Vorlage der Versichertenkarte zum Ausstellen des Folgerezeptes nicht erforderlich. Bei den meisten Apotheken können Sie auch ärztlich verordnete Arzneimittel telefonisch oder per E-Mail bestellen. Viele Apotheken bieten außerdem einen Lieferservice.

Arztbesuche

Wenn Sie bei der Arztpraxis bereits als Patient bekannt sind, müssen Sie keine Versichertenkarte oder Behandlungsausweis vorlegen. Dies betrifft zum Beispiel das Ausstellen von Folgeverordnungen von Medikamenten und Heilmitteln oder Überweisungen, oder aber auch, wenn lediglich eine ärztliche Beratung erfolgte.

Nein, das ist nicht möglich. Für das zweite Quartal (01.04. – 30.06.20) wurde allerdings die Möglichkeit für eine telefonische Betreuung der Patienten geschaffen. Insgesamt 200 Minuten stehen den Therapeuten hierfür in diesem Quartal je Patient zur Verfügung.

Außerdem besteht die Möglichkeit einer Videokonferenz. Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten, ob Sie die Therapie als Videokonferenz durchführen können. Neben den üblichen Therapiesitzungen können auch die psychotherapeutische Sprechstunde und probatorische Sitzungen vorübergehend als Videokonferenz durchgeführt werden.  

Zur Sicherstellung der Versorgung von Dialyse-Patienten haben KBV und GKV-Spitzenverband einen Notfallplan für die Zeit der Coronavirus-Pandemie erstellt.

In bestimmten Fällen können Praxen (Dialyse-Ärzte fallen krankheitsbedingt aus oder ganze Einrichtungen müssen aus Gründen des Infektionsschutzes schließen) beispielsweise unkompliziert Patienten anderer Praxen übernehmen.
Je nach Entwicklung der Infektionszahlen ist es auch möglich, dass einzelne Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Durch diese Trennung könnte das Infektionsrisiko für alle anderen Dialyse-Patienten verringert werden.

Wenn Sie Symptome haben, können Ärzte den Test auf Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2durchführen und über die Versichertenkarte abrechnen, wenn sie den Test für medizinisch erforderlich halten. Hierbei sollen sie sich an den jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) orientieren. Ebenfalls müssen die behandelnden Ärzte über die Durchführung von Wiederholungstests entscheiden. Halten sie diese für medizinisch erforderlich, können sie über die Versichertenkarte abgerechnet werden.

Wenn Sie keine Symptome haben, hat das örtliche Gesundheitsamt weitreichende Befugnisse, einen Test auf den neuen Cornavirus anzuordnen. Hierunter fallen beispielsweise Tests an Kontaktpersonen oder Bewohnern und Mitarbeitern von Alten- und Pflegeheimen.

Alle Personen, die sich außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben, können sich innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise auf das Coronavirus testen lassen oder müssen einen aktuellen Coronatest nachweisen.

Die Kosten eines Coronatests für Personen, die sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben, werden von der Krankenkasse nicht mehr übernommen.

Tests im Zusammenhang mit einer stationären Krankenhausbehandlung (vor oder während der Behandlung) sind – unabhängig von einer Symptomatik – Teil der Krankenhausbehandlung. Die Kosten der Tests werden von den Krankenhäusern über separate Zusatzentgelte direkt mit den Krankenkassen abgerechnet.

Nutzen Sie die Corona-Warn-App und erhalten einen Warnhinweis, dass Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten, sollten Sie sich an das örtliche Gesundheitsamt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder an Ihren Hausarzt wenden. Die Ärzte können den Test in diesem Fall über die Versichertenkarte abrechnen.
 

Häusliche Krankenpflege

Nur Ihr Arzt kann beurteilen, wie Sie bestmöglich zu Hause medizinisch versorgt werden können. Daher ist die Vorlage einer ärztlichen Verordnung immer notwendig. Bitte nehmen Sie Kontakt zur Praxis oder der Vertretungspraxis auf. 

Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre Arztpraxis.

Bis zu 14 Tage rückwirkend ausgestellte Folgeverordnungen haben wir ohne weitere Begründung bis zum 30.06.2020 akzeptiert. 

Ihr Pflegedienst kann die Versorgung bis zu unserer Leistungsentscheidung fortsetzen, wenn die neue Verordnung innerhalb von drei Arbeitstagen nach Ausstellung bei uns vorgelegt wird.

Im Ausnahmefall kann eine Verordnung auch per Fax an uns geschickt werden. Das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Original reichen Sie oder Ihr Pflegedienst bitte nach.

Ihr Krankenhausarzt kann aktuell Leistungen der häuslichen Krankenpflege für bis zu 14 Tage nach Entlassung verordnen.

Bleiben Art und Umfang der bisherigen Leistungen unverändert und tritt ein neuer Pflegedienst in die Versorgung ein, brauchen wir keine neue Verordnung. Es reicht dann aus, wenn uns der neue Pflegedienst die Übernahme dieser Leistungen schriftlich mitteilt.

Bei Veränderungen des Leistungsumfanges benötigen wir eine neue ärztliche Verordnung.

Ja. Nur Ihr Arzt kann den genauen Versorgungsumfang festlegen. Die Verordnung stellt auch für den Pflegedienst die Grundlage seiner Tätigkeit dar. Bitte nehmen Sie daher Kontakt zu Ihrer Arztpraxis auf.

Können Sie oder ein anderer Haushaltsangehöriger diese Leistungen nicht selbst erbringen, kann dies weiterhin der bisherige Pflegedienst leisten. Bitte wenden Sie sich hierzu an die folgende Rufnummer 0800 333 004 – 532-050.

Hebammenhilfe

Aufgrund der aktuellen Situation und den daraus resultierenden Kontakteinschränkungen ist eine persönliche Versorgung mit Hebammenhilfe so wie Sie diese vielleicht gewohnt sind, nicht mehr möglich.

Hebammen haben jedoch für die Zeit der Pandemie die Möglichkeit, eine alternative Versorgung durchzuführen. Hierdurch sind zum Beispiel individuelle Vorgespräche über Fragen zur Schwangerschaft und Geburt per Telefon oder Videotelefonat mit einer Hebamme möglich.
Wichtig ist, dass Ihnen durch die Wahl einer alternativen Kommunikation mit Ihrer Hebamme keine zusätzlichen Kosten entstehen. Bei Fragen erreichen Sie uns über unsere Service-Hotline unter 0800 3331010.

Ein Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurs kann ebenfalls übergangsweise über Ihre Hebamme per Videotelefonie durchgeführt werden. Sprechen Sie Ihre Hebamme an.

Leistungen zur Rückbildungsgymnastik können Sie bei Unterbrechung eines bereits begonnenen Kurses bis zum Ende des 12. Monats nach der Geburt weiter durchführen.

Sie haben die Möglichkeit, persönliche Live-Kurse über Kinderheldin online zu absolvieren. Dabei werden Sie in Kleingruppen per Live Video-Konferenzen auf die Geburt vorbereitet oder bei der Rückbildung unterstützt. Die Teilnahme ist kostenlos, da die zugelassene Hebamme direkt mit uns, der Barmer, abrechnet.

Hilfsmittel

Für Ihre ärztliche Verordnung gilt eine gesetzliche Frist von 28 Tagen.

Sofern Sie erstmalig ein Hilfsmittel benötigen, ist die ärztliche Verordnung erforderlich.

Sofern Sie bereits Hilfsmittel nutzen, kann unter Umständen auf eine Verordnung verzichtet werden. Hierfür wenden Sie sich gerne an Ihren Hilfsmittellieferanten.

Die Barmer hat alle ihre Vertragspartner über entsprechende Regelungen informiert.

Beratungen oder Hinweise zur Einweisung in den Gebrauch der Hilfsmittel sollen in der aktuellen Situation telefonisch, per E-Mail, per Verweis auf Videoeinweisungen oder durch digitale Medien erfolgen.

Sollte die persönliche Kontaktaufnahme zwingend notwendig sein, können Sie dies mit Ihren Hilfsmittellieferant individuell abstimmen.

Auf die Erbringung von Unterschriften durch Sie (Empfangsbestätigung, Beratungsdokumentation, Lieferschein etc.) wird verzichtet. 

Sie haben die Möglichkeit Mehrmonatslieferungen über Ihren Hilfsmittellieferant zu erhalten. Bitte beachten Sie, der Lieferant muss darauf achten, dass alle Versicherten eine ausreichende Menge zur Verfügung gestellt bekommen! 

Sollte der von Ihnen gewählte Hilfsmittellieferant nicht in der Lage sein Sie zu versorgen, können Sie über die Barmer Vertragspartnersuche nach einem anderen Lieferanten in Ihrer Nähe suchen. 

Ist für Ihr Hilfsmittel eine Reparatur, Änderung oder Wartung erforderlich, wenden Sie sich direkt an Ihren Hilfsmittellieferanten, von dem Sie es erhalten haben – besonders wenn es geliehen ist. Die Reparatur wird dieser dann schnellstmöglich veranlassen.

Ihr Hilfsmittellieferant überprüft die Möglichkeit einer Rückholung unter Berücksichtigung der regional geltenden Kontaktbeschränkungen. Ist eine Rückholung aufgrund von z. B. Zutrittsbeschränkungen, Quarantäne nicht möglich, wird diese unmittelbar nach Ende des Hinderungsgrundes durchgeführt.

Produkte, die im alltäglichen Leben präventiv und allgemein genutzt werden, gelten nicht als Hilfsmittel. Daher können wir uns an den Kosten nicht beteiligen.
Im Rahmen der Pflegeversicherung sind die Kosten für Mundschutz in der Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel enthalten. Dieser Mundschutz dient dem Schutz der Pflegeperson, sofern vom Versicherten Gesundheitsgefährdungen ausgehen.

Impfungen

Die Impfung gegen Grippe bietet Menschen mit einem medizinischen Risiko besonderen Schutz. Wir informieren Sie darüber, welche Möglichkeiten Sie haben, sich mit einer Grippeimpfung während der Coronapandemie zu schützen. Möchten Sie mehr über die Grippe erfahren? Viele weitere interessante Informationen über die Grippe finden Sie in unserem Themenspecial Impfen

Eine Impfung gegen Pneumokokken ist für Risikogruppen empfehlenswert. Zu den Risikogruppen zählen ältere Menschen, Säuglinge und Menschen mit einer Grunderkrankung.

Die Impfung kann möglicherweise bei Menschen mit einem medizinischem Risiko eine schwere Lungenentzündung verhindern. Das Immunsystem läuft bei einer Infektion mit Coronaviren auf Hochtouren. Pneumokokken, die bei vielen Menschen im Nasen-Rachenraum vorkommen und normalerweise völlig harmlos sind, können dann für immunschwache Patienten gefährlich werden. Schwere, lebensbedrohliche Lungenentzündungen können die Folge sein.
Leider gibt es aufgrund der hohen Nachfrage derzeit Lieferengpässe beim Pneumokokken-Impfstoff. Daher ist es besonders wichtig, dass nur Personen geimpft werden, die zu einer Risikogruppe zählen.

Für die Pneumokokken-Impfung stehen drei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung.

Prevenar® soll vorrangig für die Grundimmunisierung von Kindern bis 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar® nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® (10-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff) ausgewichen werden. Säuglinge erhalten drei bis vier Impfungen.
Pneumovax® wird verwendet für ältere Patienten und für Patienten mit einer Grunderkrankung. Dabei reicht eine Impfung aus. Eine Auffrischimpfung wird alle sechs Jahre vorgenommen. 

Ja, aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage enorm gestiegen. Viele Menschen möchten sich weltweit gegen Pneumokokken impfen lassen. Da das biotechnologische Herstellungsverfahren bei Impfstoffen sehr komplex und langwierig ist, können Hersteller den Bedarf nicht ohne Weiteres abdecken.

Aufgrund der Lieferengpässe hat die Ständige Impfkommission (STIKO) festgelegt, welche Patienten innerhalb der Risikogruppen vorrangig geimpft werden sollen.

Prevenar® soll ausschließlich für die Grundimmunisierung von Kindern bis 2 Jahren verwendet werden. Sollte Prevenar® nicht verfügbar sein, kann auf Synflorix® ausgewichen werden.
Pneumovax® soll vorrangig für folgende Personengruppen verwendet werden:

  • Patienten mit Immundefizienz
  • Personen ab 70 Jahren
  • Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen

Die STIKO betont, dass bei Lieferengpässen zunächst nur die genannten Risikogruppen mit den genannten Impfstoffen geimpft werden, während von der Impfung anderer Bevölkerungsgruppen abgesehen werden sollte. Da Pneumokokken-Infektionen bei Säuglingen besonders schwere Komplikationen hervorrufen können, muss sichergestellt werden, dass die zur Verfügung stehenden Impfstoffe nicht nur für Erwachsene eingesetzt werden. Daher soll die Anwendung von Prevenar®13 und Synflorix® Kindern vorbehalten sein.

Pflege

Die Pflegebegutachtungen finden wieder in der häuslichen Umgebung statt. Der Medizinische Dienst entscheidet, ob er abweichend davon nach Aktenlage ein Gutachten erstellt.

Diese Verpflichtung wurde für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis 30.09.2020 ausgesetzt. 

Nach den derzeitigen Bestimmungen besteht ab 01.10.2020 wieder die Verpflichtung, einen Beratungseinsatz abzurufen.

Sollten Sie Beratungsbedarf haben, melden Sie sich bitte bei uns über unsere Hotline 0800 3331010. Wir schauen gerne, wie wir Sie unterstützen können. 

Bitte melden Sie sich telefonisch bei uns über unsere Hotline 0800 3331010. Wir beraten Sie gerne zu einer passenden Unterstützungsmöglichkeit. Wenn Sie als Pflegeperson Beratung benötigen, können Sie unkompliziert kostenfreie telefonische Beratungsangebote nutzen. Wir nennen Ihnen gerne entsprechende Kontaktdaten. 

Ja, das ist kein Problem. Teilen Sie uns dabei bitte mit, wer sie versorgt. Somit können wir prüfen, ob wir für diese Person Beiträge zur Rentenversicherung zahlen können. Außerdem benötigen wir die Bankverbindung, auf die das Pflegegeld überwiesen werden soll. Wir bestätigen Ihnen die Umstellung Ihrer Leistungen dann natürlich schriftlich.

Nein, das geht leider nicht. Wir beraten Sie aber gerne zu anderen Möglichkeiten. Sprechen Sie uns an über unsere Hotline 0800 3331010.

Natürlich freuen wir uns, wenn Ihre Angehörigen Sie unterstützen. Leider können wir aber den Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich dafür nicht auszahlen, da dieser nur für anerkannte Angebote genutzt werden darf.

Ja, das ist problemlos möglich. Weitere Absprachen oder eine Genehmigung sind dafür nicht erforderlich. 

Ja, sofern eine persönliche Kontaktaufnahme nicht möglich ist oder Sie diese nicht wünschen. Die Details können Sie mit dem Leistungserbringer abstimmen.
Ja, die anerkannten Leistungserbringer können auch hauswirtschaftliche Unterstützung und individuelle Hilfen im Alltag anbieten. Es können auch Hilfen ohne unmittelbare Kontaktaufnahme mit Ihnen erbracht werden. Z. B.  Einkaufen, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Lieferung von Speisen.  

Ja, wenn Sie Pflegegrad 1 haben. In diesem Fall können Sie vorübergehend auch Hilfen von Personen mit Qualifikationen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, Angehörigen oder Nachbarn über den Entlastungsbetrag finanzieren. Allerdings dürfen die Personen nicht mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben.

Sie können formlos einen Antrag stellen. Die Regelung gilt für den Zeitraum vom 23.05.2020 bis 31.12.2020 (vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers).

Nein, die Restansprüche verfallen erst zum 31.12.2020 (vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers).

Ja. Beschäftigte, die die Pflege oder Organisation der Pflege naher Angehöriger übernehmen müssen, können in dem Zeitraum vom 23.05.2020 bis 31.12.2020 (vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers). sogar bis zu 20 Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass bei der pflegebedürftigen Person ein Pflegegrad festgestellt wurde. Außerdem benötigen wir einen schriftlichen Nachweis, dass Sie die Pflege übernehmen müssen. Dies kann eine ärztliche Bestätigung sein, die Bestätigung der Pflegeeinrichtung, die ihr Angebot ganz oder teilweise einstellt, oder die Bestätigung der Pflegeperson, die ausgefallen ist. Haben Sie in diesem Jahr bereits Pflegeunterstützungsgeld erhalten, müssen wir dies auf die 20 Arbeitstage anrechnen.

Ja, dies ist für einen begrenzten Zeitraum erlaubt. Allerdings ist die monatliche Leistung für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Zeitraum vom 01.04. bis 31.12.2020 (vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers) von 40 auf 60 Euro erhöht worden.


Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel sind wieder verfügbar. Zudem besteht die Möglichkeit die Flächen mit haushaltsüblichen Mitteln zu reinigen und die Hände mit normaler Seife zu waschen.

Sie können zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wie Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Mundschutz, Einmalschürzen etc. auch in Einzelhandelsgeschäften kaufen. Wir akzeptieren aber generell alle Quittungen bis zu 40 Euro (in der Zeit vom 01.04. bis 31.12.2020 (vorbehaltlich der Zustimmung des Gesetzgebers) bis zu 60 Euro) pro Monat. Diese können problemlos zur Kostenerstattung eingereicht werden, wenn die private Pflegeperson die Produkte für die tägliche Pflege benötigt. Reinigungsmittel, Waschlotionen oder Seifen zählen allerdings leider nicht dazu, da es sich dabei um Artikel des täglichen Gebrauchs handelt.

Aufgrund des Kontaktverbots finden aktuell nur wenige Pflegekurse statt. Einige unserer Vertragspartner bieten jedoch ihre Kurse in Form von Videokonferenzen an. Aktuelle Termine finden Sie hier.
Ja, es wurde ein Erstattungsverfahren durch die Pflegekassen abgestimmt. Alle Details dazu finden Sie hier.

Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Podologie

Werden Heilmittelbehandlungen von Ihnen oder dem Leistungserbringer aufgrund von angeordneten Quarantänemaßnahmen oder aus Sorge vor einer Ansteckung abgesagt, so bleibt dies für Behandlungen bis zum 30.06.2020 ohne jegliche Folge. Die Verordnung behält weiterhin ihre Gültigkeit und die Therapie kann jederzeit wieder aufgenommen werden. Die bereits vereinbarten Termine sind zwingend telefonisch oder schriftlich beim Leistungserbringer abzusagen - nur so ist dessen Planungssicherheit gewährleistet.

Diese Sonderregelung gilt sowohl für vertragsärztliche als auch für vertragszahnärztliche Heilmittelverordnungen.

Damit Sie in dieser schwierigen Zeit nicht unversorgt bleiben und sofern die Behandlungen aus therapeutischer Sicht auch als Teletherapie (per Video) stattfinden können, ist dies mit Ihrer vorherigen Einwilligung bis 30.06.2020 grundsätzlich zulässig. Grundlage hierfür ist eine Sondervereinbarung zwischen den Kassenverbänden und den Verbänden der Leistungserbringer auf Bundesebene.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Die Videobehandlung muss in Räumen stattfinden, die Privatsphäre bieten.
  • Die beim Leistungserbringer und bei den Versicherten bereits vorhandene Technik muss eine angemessene gegenseitige Kommunikation gewährleisten. Die Kosten für eine evtl. erforderliche technische Ausstattung sind keine Kassenleistung.
  • Teletherapien sind zulässig in den Bereichen: Logopädie (Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie mit Ausnahme der Schlucktherapie), Ergotherapie (keine Einschränkung), Physiotherapie (Bewegungstherapie/Übungsbehandlung), Ernährungstherapie (keine Einschränkung)
  • Die Bestätigung der erbrachten Leistungen kann auch auf elektronischem Wege erfolgen.

Aufgrund der Corona-Situation gibt es vorübergehend abweichende Regelungen hinsichtlich des spätesten Beginns einer Heilmittelbehandlung:

Für alle nach dem 18.02.2020 ausgestellten Heilmittel-Verordnungen ist der späteste Behandlungsbeginn der 30.06.2020.

Studierende: Familienversicherung und Studentische Krankenversicherung

Bei befristeter Ausweitung von maximal 5 Monaten im Zeitraum vom 01.03. bis 31.10.2020:

  • Anspruch auf Familienversicherung ist weiterhin gegeben (bereits erfolgte Überschreitungen in diesem Jahr werden allerdings auf den 5-Monats-Zeitraum angerechnet).

Bei unbefristeter Ausweitung

  • bis 20 Wochenstunden: die Familienversicherung endet, es tritt Versicherungspflicht in der studentischen Krankenversicherung (KVdS) ein.
  • über 20 Wochenstunden: die Familienversicherung endet, es tritt Sozialversicherungspflicht als Arbeitnehmer ein; Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen Sozialversicherungsbeiträge je zur Hälfte (Ausnahme: während vorlesungsfreier Zeit = KVdS – gilt auch bei verschobenem Semesterbeginn)

Die beschriebenen Folgen gelten gleichermaßen, wenn der Nebenjob jetzt neu aufgenommen wird oder ein bisheriger Nebenjob endet oder ruht und eine neue Beschäftigung begonnen wird.

Wir prüfen dann gerne für Sie, ob ein Anspruch auf Familienversicherung besteht. Ist das nicht der Fall (z. B. weil Sie die Altersgrenze von 25 Jahren überschreiten oder die Eltern außerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind), kann die Stundung der Beiträge beantragt werden. Für den Antrag ist eine formlose Erklärung (auch per E-Mail) zum Liquiditätsengpass aufgrund der Corona-Krise erforderlich. Die Stundung ist möglich für März bis April 2020 (ohne Sicherheitsleistung und ohne Stundungszinsen).

Wichtig: Lassen Sie unbedingt prüfen, ob Sie Leistungen nach dem BAföG beanspruchen können.

Versorgungsprogramme

 

Ja, Sie können den Termin aussetzen. Der Gesetzgeber hat die Dokumentationspflicht für die Quartale 1/2020, 2/2020 und 3/2020 im Besser-Leben-Programm ausgesetzt. Ebenso wird die Verpflichtung zur Teilnahme an empfohlenen Schulungen für das Jahr 2020 ausgesetzt.

Gleichwohl können weiterhin Dokumentationen und Schulungen erfolgen, wenn nach Abwägung der individuellen Risiken Ihr Arzt und Sie vereinbart haben, dass die Kontrolluntersuchung oder die Schulung im Einzelfall notwendig ist.

Vorsorgeuntersuchungen

Ärzte können Kinder-Früherkennungsuntersuchungen ab der U6 jetzt auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind. Der G-BA hat die Kinder-Richtlinien dahingehend angepasst, dass die Toleranzgrenzen ab der U6 bis zum Ablauf von drei Monaten der entsprechende Grenze ausgeweitet werden, solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage nationaler Tragweite festgestellt hat.

Die U1 bis U5 sind von der dieser Regelung nicht betroffen, da bei diesen Untersuchungen sich die Toleranzgrenzen nahtlos aneinanderreihen und somit kontinuierlich Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden können.

Angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus wurde das Mammographie-Screening bis zum 30. April ausgesetzt. Ab 4. Mai werden wieder Einladungen verschickt. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgesetzte Frist für die Aussetzung des Einladungswesens wird nicht verlängert. Damit können die Screening-Einheiten wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen und Mammographie-Aufnahmen unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln erstellen. Auch ausgefallene Früherkennungsuntersuchungen können nachgeholt werden.
Ob die eingeladenen Frauen in der jeweiligen Region untersucht werden können, hängt aber auch von den lokalen Entscheidungen beispielsweise der örtlichen Gesundheitsämter ab.

Alle Frauen, die wegen der Aussetzung keine Einladung bekommen haben oder ihren bereits gesetzten Termin nicht wahrnehmen konnten, behalten ihren Leistungsanspruch. Dies gilt insbesondere für Frauen, die bis zum Ende der Aussetzungsfrist das 70. Lebensjahr vollendet haben. Unabhängig von der Aussetzung erhalten Frauen mit auffälligen Befunden unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik.


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Webcode: a005285 Letzte Aktualisierung: 25.09.2020
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