Hospiz

Menschen, die an einer weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, bei der keine Aussicht auf Heilung besteht, können in der letzten Phase ihres Lebens eine intensive Form der Sterbebegleitung erhalten.

Ziel der Hospizversorgung ist es, ein Sterben in Würde und möglichst ohne Schmerzen zu ermöglichen.

Die Begleitung eines zu Hause lebenden, schwerkranken Menschen am Ende seines Lebens ist neben der emotionalen Belastung für die Angehörigen oftmals auch mit Ängsten und Unsicherheiten bezüglich der angemessenen Versorgung verbunden. Ambulante Hospizdienste bieten in dieser Situation Beratung und Orientierung. Sie begleiten Betroffene und Angehörige in der Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben, vermitteln speziell geschulte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und unterstützen bei der Koordination geeigneter palliativ-medizinischer und palliativ-pflegerischer Hilfen.

Wenn die Lebenserwartung aufgrund einer nicht heilbaren Erkrankung auf wenige Monate oder weniger begrenzt und die Versorgung zu Hause oder im Pflegeheim nicht möglich ist, erhalten die Betroffenen und Ihre Angehörigen intensive palliativ-medizinische, palliativ-pflegerische und psychosoziale Betreuung in einem teilstationären oder stationären Hospiz.

Kinder und Jugendliche, die an einer lebensbegrenzenden Erkrankung leiden, können die Hospizversorgung ab der Diagnosestellung auch regelmäßig in Anspruch nehmen. Die Aufenthalte im Hospiz dienen in diesen Fällen der Entlastung der gesamten Familie und beinhalten auch die Betreuung der Eltern und Geschwister.

Ihre BARMER-Vorteile für Hospizversorgung 

  • Ihr Anspruch: Als BARMER Versicherte/r haben Sie Anspruch auf eine ambulante, wenn notwendig auch teilstationäre oder stationäre Hospizversorgung.
  • Unsere Leistung: Sie erhalten Unterstützung und Beratung durch einen ambulanten Dienst oder gegebenenfalls die umfassende Versorgung in einem teilstationären oder stationären Hospiz.

Unsere Leistung Hospizversorgung in Anspruch nehmen

  • Ambulante Hospizdienste können kostenfrei und ohne vorherige Absprache mit der BARMER in Anspruch genommen werden. Sie wenden sich dazu einfach an den Dienst Ihrer Wahl und vereinbaren einen ersten Beratungstermin.
  • Formale Voraussetzung für teilstationäre und stationäre Hospizleistungen ist die Bescheinigung der Notwendigkeit durch einen Vertrags- oder Krankenhausarzt.
  • Medizinische Voraussetzungen: Es liegt eine nicht heilbare, fortschreitende und weit fortgeschrittene Erkrankung mit einer Lebenserwartung von wenigen Monaten, Wochen oder Tagen vor und die Versorgung zu Hause ist nicht möglich.
  • Da stationäre Pflegeeinrichtungen grundsätzlich auch auf die Versorgung Sterbender vorbereitet und ausgerichtet sind, haben deren Bewohnerinnen und Bewohner nur in Ausnahmefällen Anspruch auf Hospizleistungen. Ob der Umzug in ein Hospiz notwendig ist, prüft in diesen Einzelfällen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK).
Webcode dieser Seite: a000771 Autor: Barmer Erstellt am: 29.10.2015 Letzte Aktualisierung am: 12.01.2017
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