Elektronische Gesundheitskarte

Als BARMER Mitglied erhalten Sie immer automatisch eine aktuelle Versichertenkarte zugesandt. Hier erfahren Sie mehr über die elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Am 1. Oktober 2017 haben einige Gesundheitskarten der ersten Generation ihre Gültigkeit verloren. Aber keine Sorge: Bei der BARMER sind nur aktuelle Versichertenkarten im Umlauf. Sie werden von allen Lesegeräten erkannt und von der Arztpraxis akzeptiert.

Was bedeutet "G1" oder "G2"?

Welcher Generation die eigene Karte angehört, erkennt man an dem kleinen Aufdruck rechts oben. "G1" steht für die erste, "G2" für die zweite Generation. Dazwischen gibt es noch Karten der Generation "G1+". Diese Karten besitzen ebenfalls einen Aufdruck "G1" und sind daher äußerlich von älteren Karten nicht zu unterscheiden. Dennoch handelt es sich auch hierbei um aktuell gültige Versicherungsausweise. Das gilt auch, wenn der Aufdruck Barmer GEK lautet.

Falls Sie Probleme haben, dass Ihre BARMER Gesundheitskarte akzeptiert wird, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Wir klären das Problem mit den zuständigen Stellen und informieren die betroffene Arztpraxis. Auf Wunsch senden wir Ihnen auch gern eine neue Gesundheitskarte zu. 

Welche Informationen enthält die Gesundheitskarte?

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) enthält neben Ihrer Unterschrift auch Ihr Foto. Auf der Rückseite Ihrer Karte finden Sie die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), damit stehen Ihnen auch im Ausland jederzeit die Leistungen der Barmer zur Verfügung.

Musterabbildung der elektronischen Gesundheitskarte
Das zeigt Ihre elektronische Gesundheitskarte:

Diese Daten sind auf Ihrer eGK gespeichert

  • Name und Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Geschlecht
  • Krankenversichertennummer
  • Versichertenstatus
  • Beginn und gegebenenfalls Ablauf des Versicherungsschutzes

Die zukünftigen Vorteile der Gesundheitskarte

  • Verfügbarkeit der Notfalldaten – zum Beispiel chronische Krankheiten, Allergien, Arzneimittelunverträglichkeiten oder Schutzimpfungen.
  • Übersicht über wichtige persönliche Erklärungen – zum Beispiel Patientenverfügung, Organ- und Gewebespendenausweis, Vorsorgevollmacht.
  • Vollständige Arzneimitteldokumentation – zum Beispiel ärztlich verordnete Medikamente und rezeptfrei in der Apotheke erworbene Arzneimittel.
  • Elektronischer Arztbrief – zum Beispiel Arztbericht oder Entlassungsbericht mit Diagnose.
  • Elektronische Patientenakte – individuelle Krankengeschichte, wichtige Laborbefunde, Operationsberichte sowie Röntgenbilder und digitale Daten anderer Untersuchungen.

Die Elektronische Gesundheitskarte in Anspruch nehmen

  • Informieren Sie uns, wenn Sie die elektronische Gesundheitskarte noch nicht haben. Anhand eines Vordrucks oder der Upload-Funktion auf unserer Seite brauchen Sie uns dann lediglich ein digitales oder papierenes Passfoto zukommen zu lassen, mit dem wir für Sie eine Karte erstellen können.
  • Lassen Sie uns wissen, wenn Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte verloren haben, diese defekt ist oder Sie aus einem anderen Grund eine neue Karte benötigen. Wir werden Ihnen eine neue Karte ausstellen und dafür Sorge tragen, dass die alte Karte gesperrt wird.

    Wichtig: Falls das Ablaufdatum Ihrer eGK naht - wir senden Ihnen vor diesem Datum automatisch eine neue eGK zu. Sie brauchen also selbst keine neue Karte beantragen.

Mit Erhalt des Kartenantrags stehen Ihnen drei Möglichkeiten der Foto-Übermittlung zur Auswahl:

  • Den Vordruck ausfüllen, unterschreiben, mit einem Foto versehen und im beigelegten Rückumschlag per Post zurückschicken (Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die eingereichten Bilder nicht wieder zurückgegeben werden können).
  • Laden Sie Ihr digitales Bild im Internet hoch. Dazu steht Ihnen eine Online-Funktion zur Verfügung: Upload mit Auftragsnummer.
  • Senden Sie das Foto per MMS (Multimedia Messaging Service, hierbei entstehen zusätzliche Kosten gemäß den individuellen Vertragsbedingungen Ihres Mobilfunkanbieters) mit Ihrem Foto-Handy an die Telefonnummer: 0162 101 02 08 (bitte beachten Sie, dass beim MMS-Versand die Leistungsmerkmale der Mobilfunkanbieter gelten. Erst ab dem Zeitpunkt des Fotoeinganges bei der Barmer garantiert die Barmer die Wahrung des Datenschutzes).
  • Bitte versenden Sie zum Schutz Ihrer Daten das Foto nicht per E-Mail.

Eine Identitätsfeststellung ist bei Beantragung der elektronischen Gesundheitskarte nicht erforderlich.

Tipps und Hinweise zu Ihrem digitalen Foto und dem damit verbundenen Upload erhalten Sie im Bereich von Meine Barmer.

Sie haben noch keine elektronische Gesundheitskarte? Nutzen Sie doch unseren Service und beantragen per E-Mail den Vordruck für die elektronische Gesundheitskarte. Fordern Sie einen Kartenvordruck per E-Mail-Formular an.

Sie sind bereits im persönlichen Bereich Meine Barmer registriert? Dann steht Ihnen nach dem Login die Möglichkeit zum direkten Foto-Upload zur Verfügung.

Weitere Informationen zu Ihrer Elektronischen Gesundheitskarte

Die Speicherung der medizinischen Daten ist vor allem für Patientinnen und Patienten sinnvoll, die mehrere Einrichtungen des Gesundheitswesens häufig in Anspruch nehmen müssen – zum Beispiel einen Hausarzt, einen Facharzt, ein Krankenhaus und eine Rehaklinik. Ein vernetzter Informationsfluss ist die beste Voraussetzung für eine optimale Behandlung.

Das durch die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) bestätigte "Sicherheitsgutachten für die eGK-Herausgabeprozesse" der Barmer gewährleistet den Schutz der besonders sensiblen Daten, die auf der Karte und im System gespeichert werden. 

Datenschutz der elektronischen Gesundheitskarte

  • Den Umfang der Einträge und wer diese einsehen darf, bestimmen die Versicherten selbst.
  • Die Versicherten haben das uneingeschränkte Recht, ihre Daten jederzeit wieder löschen zu lassen.
  • Jede elektronische Gesundheitskarte (eGK) verfügt über eine persönliche Geheimzahl (PIN). Die Eingabe der PIN ist für die Nutzung der zukünftigen freiwilligen Anwendungen erforderlich.
  • Zugriff auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) haben nur Personen mit einem speziellen Berechtigungsausweis (Heilberufsausweis), der mit einer qualifizierten elektronischen Signatur ausgestattet ist, wie zum Beispiel Ärztinnen oder Ärzte, Apothekerinnen oder Apotheker, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten und Krankenhäuser (sog. Heilberufler).
  • Der Zugriff auf die sensiblen Daten ist nur möglich, wenn der Heilberufler seinen Heilberufsausweis und der Versicherte seine Gesundheitskarte zeitgleich im System nutzen.

Sicherheit der elektronischen Gesundheitskarte

Ab sofort kann die Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte in Arztpraxen überprüft werden. Wenn Sie zum Beispiel bei Verlust oder Adressänderung eine neue Karte erhalten, wird Ihre "alte" Gesundheitskarte gesperrt. Liegt ein Sperrvermerk für eine Karte vor, wird in der Praxissoftware ein entsprechender Hinweis erzeugt. Nutzen Sie daher bei jedem Arztkontakt immer Ihre gültige Gesundheitskarte (i.d.R. die Karte mit dem längeren Gültigkeitsdatum (Rückseite Feld Nr. 9).

Der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217 a SGB V, ihm gehören alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland an) gibt Ihnen die Möglichkeit, sich über die elektronische Gesundheitskarte in verschiedenen Fremdsprachen zu informieren. Der Informationsflyer steht Ihnen unter weiterführende Informationen in 11 Sprachen zum Download zur Verfügung.

Ihre eGK (elektronische Gesundheitskarte) enthält folgende Daten:

Daten auf dem Speicherchip Ihrer elektronischen Gesundheitskarte

BezeichnungBeispiel und Erläuterung
Nachnamezum Beispiel: Glücklich
Vornamezum Beispiel: Ulrike
Geburtsdatumzum Beispiel: 25.08.1960 (Die Speicherung der Datumsangaben auf der Chipkarte erfolgt gegebenenfalls aufgrund technischer Einschränkungen in einem anderen Format.).
Versicherten-IDzum Beispiel: K564784359 (Sie enthält die neue, bundeseinheitliche Krankenversichertennummer.)
GeschlechtM = männlich, W = weiblich, X = unbestimmt
Titelzum Beispiel: Dr., Prof., Dipl.
Namenszusatzzum Beispiel: Graf, Gräfin, Freiherr, Freifrau
Vorsatzwortzum Beispiel: von, de, van, da, del, zu
Wohnsitzländercodezum Beispiel: D (offizielle Kurzbezeichnung des Wohnsitzstaates)
PLZ (Postleitzahl)zum Beispiel: 12345
Ortzum Beispiel: Musterstadt
Straße und Hausnummerzum Beispiel: Musterstraße 12
Anschriftenzusatzzum Beispiel: Hinterhaus
Wohnsitzländercode-Postfachzum Beispiel: D (offizielle Kurzbezeichnung des Wohnsitzstaates, sofern ein Postfach vorhanden ist)
PLZ-PostfachPostleitzahl des Postfaches, sofern vorhanden
Ort-PostfachOrt des Postfaches, sofern vorhanden
PostfachbezeichnungNummer des Postfaches, sofern vorhanden
Beginn des aktuellen Leistungsanspruchzeitraumeszum Beispiel: 01.01.2006 (Die Speicherung der Datumsangaben auf der Chipkarte erfolgt gegebenenfalls aufgrund technischer Einschränkungen in einem anderen Format.), dieses kann vom eigentlichen Beginn Ihrer Mitgliedschaft bei der Barmer abweichen (der Beginn des aktuellen Leistungsanspruchszeitraumes wird zum Beispiel bestimmt durch Beginn einer eigenständigen Mitgliedschaft, Wechsel in die Familienversicherung oder in die Krankenversicherung der Rentner oder sonstige Meldungen).
Endet oder wird Ihr Versicherungsschutz in absehbarer Zeit unterbrochenzum Beispiel: 01.11.2011 (Bei Ableistung des Grundwehrdienstes, ist der letzte Tag Ihres Versicherungsschutzes hier eingetragen. Die Speicherung der Datumsangaben auf der Chipkarte erfolgt gegebenenfalls aufgrund technischer Einschränkungen in einem anderen Format.)
Abrechnender-Kostenträger-NameBarmer
Abrechnender-Kostenträger-IKzum Beispiel: 104940005 (Institutionskennzeichen (IK) der Barmer. Über dieses kann im Gesundheitswesen beispielsweise der Zahlungsverkehr gesteuert werden.)
KostenträgerländercodeD (Staat, in dem der Kostenträger - in diesem Falle die Barmer - seinen Sitz hat)
WOP-Kennzeichenzum Beispiel: "01" für "Schleswig-Holstein" (Ein Abrechnungskennzeichen für Ihren Arzt.)
Versichertenartzum Beispiel: "1" (1 = Mitglied, 3 = Familienversicherter, 5 = Rentner und ihre Familienangehörigen)
Besondere PersonengruppeHier kann ein Hinweis auf die Zugehörigkeit zu einer besonderen Personengruppe enthalten sein. Diese Information ist wichtig für die Abrechnung von Leistungen, für die andere Leistungsträger aufkommen müssen. Die Krankenkasse wird hier im Auftrag tätig. Standardmäßig ist hier nichts angegeben. Die übrigen Werte können der folgenden Aufzählung entnommen werden:
  • 4 = Sozialhilfeempfänger § 264 SGB V,
  • 6 = BVG (Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges)
  • 7 = SVA - Kennzeichnung für zwischenstaatliches Krankenversicherungsrecht (Personen aus dem Ausland mit Wohnsitz im Inland, Abrechnung nach Aufwand)
  • 8 = SVA - Kennzeichnung für zwischenstaatliches Krankenversicherungsrecht (Personen aus dem Ausland mit Wohnsitz im Inland, Abrechnung pauschal)
  • 9 = Asylbewerber § 264 SGB V

Wir beraten Sie gern

Weitere Details finden Sie auch unter gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH oder dem Bundesministerium für Gesundheit

Webcode dieser Seite: a000040 Autor: Barmer Erstellt am: 14.02.2014 Letzte Aktualisierung am: 11.10.2017
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