Sucht

Ab wann ist man süchtig?

Lesedauer unter 1 Minute

Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

Dirk Weller (Barmer Marktforschung)

Um festzustellen, ob jemand von einer Substanz oder einem Verhalten abhängig ist, haben Experten sechs Anzeichen identifiziert, die sich sowohl körperlich als auch psychisch bemerkbar machen. Sie sind in den ICD-10-Richtlinien („International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems“) festgehalten. „Sind mindestens drei der folgenden sechs Anzeichen innerhalb der vergangenen zwölf Monate parallel aufgetreten, spricht man offiziell von einer Abhängigkeit“, sagt Sucht-Experte Strohbach.

Sechs Anzeichen für eine Suchterkrankung

  • Starker Konsumwunsch: Das Verlangen nach einer bestimmten Substanz oder einem bestimmten Verhalten ist so stark, dass es wie ein Zwang innerlich spürbar ist.
  • Kontrollverlust: Man schafft es nicht, sich zu begrenzen. Man konsumiert immer mehr und möchte immer früher als geplant damit starten, etwa schon vor dem Frühstück eine Zigarette rauchen oder einen Schnaps trinken, obwohl das Verlangen vor einiger Zeit vielleicht erst mittags zu spüren war.
  • Dosis- bzw. Toleranzsteigerung: Der Körper verträgt oder möchte immer mehr, deshalb muss die Menge steigen, um den ersehnten Kick zu spüren.
  • Entzugserscheinungen: Wird der Konsum reduziert, reagiert der Körper darauf. Die Beschwerden können von einem lediglich unangenehmen Gefühl über Zittern bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen reichen.
  • Vernachlässigung anderer Interessen: Die Sucht dominiert den Alltag, man ist etwa nur noch damit beschäftigt, Drogen zu beschaffen oder den Alkoholvorrat penibel aufrechtzuerhalten. Freundschaften und familiäre Beziehungen werden vernachlässigt. Die Phasen, die man nach dem Konsum zum Beispiel von Alkohol zur Erholung benötigt, werden immer länger. Was zählt, ist nur noch die Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft verlieren an Bedeutung.
  • Gesundheitsschäden: Das schädliche Verhalten wird nicht aufgegeben, obwohl die Organe des Körpers schon eindeutig beeinträchtig sind. Zum Beispiel eine Leberzirrhose durch Alkohol, eine Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (kurz COPD) durch das Rauchen, Nierenschäden durch Drogen, ein Magengeschwür durch die Einnahme von Tabletten oder eine Geschlechtskrankheit durch fahrlässiges Verhalten bei einer Sexsucht. 

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