Medikamente und Arzneimittel

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Was sind Wechselwirkungen?

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Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir Medikamente schlucken müssen. Je mehr es sind, desto größer ist die Gefahr, dass sie auf unerwünschte Weise miteinander reagieren. Die Verbesserung der Medikamentenversorgung älterer Menschen steht er erst am Anfang.

Bei der Einnahme von drei und mehr Medikamenten steigt das Risiko für Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Arzneistoffen stark an. Mit zunehmenden Alter werden die Patienten anfälliger für Erkrankungen und müssen mehr Medikamente einnehmen. Je älter die Patienten sind und je mehr Medikamente sie einnehmen, desto größer ist die Gefahr, dass Arzneien sich gegenseitig beeinträchtigen. Die Wirkstoffe schwächen die Effekte anderer Arzneien bis zur völligen Wirkungslosigkeit, oder sie verstärken sie derart, dass die Patienten gesundheitliche Probleme erleiden. Auch schwere Wechselwirkungen wie Magenbluten, Darmprobleme, Stürze und Verwirrtheit sind möglich. Viele Patienten schlucken so einen gefährlichen Medikamentencocktail, ohne es zu wissen. 

Alle Neben- und Wechselwirkungen im Auge zu behalten ist ohne pharmakologisches Fachwissen schlicht oft unmöglich. Unterstützung für Ärzte bietet spezielle Software. Patienten können sich in der Apotheke beraten lassen. Die Priscus- und die FORTA-Liste enthalten Medikamente, die ältere Menschen vermeiden sollten, sowie solche, die für sie empfehlenswert sind. Eine weitere Möglichkeit: Medikamente weglassen, die mehr schaden als nutzen. Beim sogenannten Deprescribing (das gezielte Reduzieren oder Absetzen von Medikamenten) reduziert der Arzt Arzneistoffe, deren Nachteile bei Älteren überwiegen.

Nicht immer lassen sich Interaktionen von Medikamenten vermeiden – jedoch sollte der Nutzen eines Mittels überwiegen.

Sie als Patienten können die Vorteile des bundeseinheitlichen Medikationsplans nutzen. Außer dem Wirkstoff sind hier Handelsname und Dosierung sowie Einnahmehinweise gelistet, die Ihnen helfen, Ihre Medikamente richtig einzunehmen.

In manchen Fällen lassen sich Nebenwirkungen nicht vermeiden, beispielsweise wenn es wie bei vielen Tumorerkrankungen keine gut verträglichen Alternativen gibt. Doch oft ist ein Austausch der Wirkstoffe möglich. Setzen Sie Medikamente allerdings niemals eigenmächtig ab, sondern halten Sie immer erst Rücksprache mit Ihrem Arzt. Viele Wirkstoffe müssen ausschleichend abgesetzt werden, weil der Körper sich an die Medikamente gewöhnt hat.

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