Gesundheit ist individuell. Frauen und Männer können unterschiedlich erkranken, Beschwerden anders erleben und individuelle Bedürfnisse haben. Gute Gesundheitsversorgung muss diese Unterschiede im Blick haben – ohne in Klischees zu denken. Denn für alle gut heißt nicht für alle gleich.
Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur biologisch. Auch gesellschaftliche Rollenbilder und Vorstellungen davon, was als „typisch weiblich“ oder „typisch männlich“ gilt, beeinflussen Gesundheit und Versorgung. Geschlechtersensible Medizin schaut deshalb genauer hin: Wo brauchen Menschen Unterschiedliches? Und wo führt Ungleichbehandlung dazu, dass Erkrankungen übersehen oder falsch eingeordnet werden?
Anhand unserer Barmer Daten machen wir deutlich, wie sich Diagnose und Behandlung zwischen Frauen und Männern unterscheiden können.
Gesundheit besser verstehen. Versorgung gezielter gestalten.
Aaron Breyer, Podcaster & Content Creator
Die Wechseljahre sind mehr als eine hormonelle Umstellung. Unsere Barmer Daten zeigen: Auch Männer erleben mit zunehmendem Alter ähnliche Beschwerden wie Frauen. Wir räumen mit Mythen auf und zeigen Symptome, die Frauen und Männer ab 40 betreffen.
Gut zu wissen: Woher die Barmer-Daten kommen
Die Zahlen in diesem Webspecial stammen aus Abrechnungsdaten der Barmer. Sie zeigen, wie häufig die Diagnose in Arztpraxen gestellt wurde und welche Behandlungen verordnet wurden. Sie zeigen also die medizinische Therapie der Frauen, deren Beschwerden eindeutig auf die Wechseljahre zurückgeführt wurden, nicht das ganze Erleben der Wechseljahre. Viele Frauen suchen mit ihren Beschwerden keine Arztpraxis auf, und nicht jede Beschwerde wird als Wechseljahresbeschwerde erfasst. In diesem Webspecial wurden zudem nur Daten und Umfragen ausgewertet, die Cis-Frauen (Frauen, die sich mit ihrem angeborenen Geschlecht identifizieren) berücksichtigen. Für mehr Informationen braucht es somit ergänzende Befragungen und mehr Forschung, um alle Frauen in den Wechseljahren zu erfassen – auch die ohne oder mit nicht behandlungsbedürftigen Symptomen.