Eine schwangere Frau sitzt mit einem Kind auf einem Sofa

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Hebammenbetreuung: Wertvolle Hilfe für Mama und Baby

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Autor

Internetredaktion Barmer

Qualitätssicherung

Johanna Moser (Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Eine Hebamme unterstützt beim richtigen Anlegen des Neugeborenen an die Brust, berät zu Menge und Häufigkeit der Ernährung, hilft bei der Körperpflege. Und natürlich wenn es Probleme gibt, weil das Baby schlecht trinkt, schwer einschläft, kaum zu beruhigen ist oder Krankheitssymptome zeigt. Die Barmer übernimmt die Kosten für die medizinisch wertvolle Betreuung einer solchen Fachfrau für Geburtshilfe. Damit es Mama und ihrem Baby in der Schwangerschaft und in den ersten Wochen nach Entbindung gut gehen kann. Wer gesetzlich versichert ist, kann sich im Wochenbett, so das Fachwort für die Zeit unmittelbar nach Entbindung, zwölf Wochen lang von einer Hebamme betreuen lassen. Je nach Bedarf von Mutter und/oder Kind auch länger. 

Wie hilft eine Hebamme?

Die hochwertige medizinische Ausbildung mit Inhalten zu Gynäkologie und Kinderpflege und ihr Erfahrungsschatz machen die Hebamme, auch Geburtshelferin genannt, zur kompetenten Beraterin für die werdende Mutter. Geburtshelferinnen machen fast alle im Mutterpass aufgeführten Vorsorgeuntersuchungen. Sie kontrollieren Blutdruck und Gewicht der Schwangeren, ihre Urin- und Blutwerte. Sie stellen Größe und Lage des Kindes fest und prüfen Herztöne des Ungeborenen. Informieren zur Geburtsvorbereitung.

Schwangerschaft, Phase der Entbindung und Wochenbett sind die drei Phasen, in denen Mütter vertrauensvoll mit einer solchen Expertin zusammenarbeiten können. Speziell in den Tagen und Monaten nach einer Erstgeburt ist alles neu und vieles erst mal schwierig: Tagesrhythmus, Schlafgewohnheiten, Nahrungsbedarf ändern sich für die Frau. Das Wochenbett sollte daher Schonzeit für die Mama sein. Auch hier kann die Expertin Tipps geben.

Auch psychisch ist es eine anspruchsvolle Zeit, denn: Für ihr Neugeborenes möchte jede Frau vom ersten Tag an kompetente Mama sein. Aber: Säuglingspflege ist nichts, was sich mithilfe von Büchern lernen lässt. Und nicht jede, vom Buch- oder Internetratgeber abweichende "Norm" ist eine Krankheit. Neugeborene können gute oder schlechte Schläfer sein. Sich leicht oder schwer beruhigen. Wenn sie weinen, liegt es nicht immer daran, dass sie hungrig oder müde sind. Weinen ist die erste "Sprachform" der Babys. Die Expertinnen können Müttern zeigen, wie sie die Bedürfnisse und "Sprache" ihres Kindes verstehen und darauf richtig reagieren.   

Hebammen arbeiten teils, aber nicht immer, in Kliniken. Manche sind in Praxen und Geburtshäusern tätig, andere freiberuflich. Die Fachkenntnisse sind bei allen gleichermaßen hochwertig. Unterschiede kann es geben bei den fachlichen Schwerpunkten ihrer Arbeit. Folgende Leistungen bieten sie: 

  • Beratung und Hilfe während der Schwangerschaft und bei auftretenden Beschwerden
  • Kurse zur Geburtsvorbereitung (für werdende Mütter und Väter)
  • Vorsorgeuntersuchungen bei der Schwangeren: Messung des Blutdrucks, Gewichtskontrolle und Kontrolle des Urins. Bei Ihrem Baby prüft sie die Herztöne und seine Lage in der Gebärmutter. Einzige Ausnahme: Die Ultraschall-Untersuchung übernimmt nicht Ihre Hebamme, sondern Ihr Arzt.
  • Vorbereitung auf die Geburt und Mutterschaft einschließlich der Aufklärung über mögliche Abweichungen vom normalen Verlauf 
  • Persönliche medizinische Begleitung während der Geburt im Geburtshaus, bei der Hausgeburt oder als Beleghebamme in einer Klinik
  • Hilfe bei Wehen und bei der Geburt
  • Beratung und Untersuchung zur Überwachung des Wochenbettverlaufs bei der Mutter; und  Überwachung der Entwicklung Ihres Kindes
  • Tipps und konkrete Hilfe bei Nabelpflege, Körperpflege und Gesundheitsförderung des Neugeborenen
  • Wickeltechnik, Baden
  • Stillförderung und Unterstützung bei Stillschwierigkeiten und Ernährungsproblemen Ihres Babys
  • Rückbildungsgymnastik zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur


Wann kann ich die Hebammenbetreuung nutzen?

Sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind. Hebammen betreuen Schwangere, Gebärende und die Mütter in der Zeit nach der Schwangerschaft. 

Umfang der Hebammenbetreuung nach der Geburt:

  • Tag 1 bis 10 nach der Geburt: täglich mindestens 1 Besuch der Hebamme bei Ihnen zuhause
  • Tag 11 bis 12 Wochen nach der Geburt: 16 mögliche Hausbesuche der Hebamme, nach individueller Absprache 

Nach Ablauf von 12 Wochen nach der Geburt sind acht weitere Hausbesuche möglich, in denen die Hebamme Sie zur Ernährung mit Muttermilch oder anderweitiger Kindesernährung berät.

Wie finde ich eine Hebamme?

Nutzen Sie unsere Hebammensuche, um eine qualifizierte Fachfrau in Ihrer Nähe zu finden. Unser Tipp:  Beginnen Sie schon am Anfang der Schwangerschaft damit, sich eine Geburtshelferin zu suchen. Denn aufgrund gesundheitspolitischer Entscheidungen gibt es immer weniger Frauen, die sich in dieser wichtigen Berufsgruppe engagieren. Sollten Sie Hilfe brauchen oder Fragen haben, lassen Sie sich gerne von uns persönlich beraten.

Wie bekommt die Hebamme ihr Geld?

Haben Sie eine Hebamme gefunden, vereinbaren Sie mit ihr ein Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen. Mutterpass und ihre Versichertenkarte sollten Sie beim Gespräch zur Hand haben. Dann füllen Sie gemeinsam einen Vertrag über die Betreuung aus. „Vertragshebamme“ ist der versicherungstechnische Begriff für die Fachfrau, die Sie dann künftig persönlich betreut.  

In der Zeit der Betreuung quittieren Sie die Hausbesuche mit Ihrer Unterschrift. Die Vertragshebamme rechnet die vereinbarten Leistungen direkt mit der Barmer ab. Ihnen werden daher keine Kosten in Rechnung gestellt. Einzige Ausnahme: Sie haben mit der medizinischen Fachkraft spezielle Wahlleistungen vereinbart.

Barmer Tipps für Schwangere

Eltern Plus Paket

Mit dem Familien Plus Paket  bietet die Barmer künftigen Müttern und Vätern  Euro extra, die sie individuell für zusätzliche Leistungen einsetzen können. Diese können Sie zum Beispiel nutzen für: zusätzliche Beratungsleistungen, für die Hebammen-Rufbereitschaft oder für die Partner-Gebühr für den Geburtsvorbereitungskurs nutzen, sofern er ebenfalls bei der Barmer versichert ist. Bei zusätzlichen Beratungsleistungen durch Ihre Hebamme kann es um Fragen zum Stillen und zur Ernährung, zur Rauchentwöhnung oder zur Wahl des Klinik und zur Art der Entbindung gehen. 

Hebammen-Rufbereitschaft

Die Barmer bezuschusst die Kosten für eine Hebammen-Rufbereitschaft in den letzten fünf Wochen vor der Entbindung als zusätzliche Leistungen für Familien. Eine Rufbereitschaft bedeutet, dass die Hebamme per Telefon rund um die Uhr erreichbar ist. Und das auch Samstag, Sonntag und an Feiertagen, damit sie bei Geburtsbeginn schnell zur Stelle ist. Die Rufbereitschaft können Sie in Anspruch nehmen:

  • bei geplanten Hausgeburten,
  • bei Geburten im Geburtshaus,
  • oder bei Entbindung in Krankenhäusern, die von einer Beleghebamme begleitet werden, die Sie auch in der Schwangerschaft betreut hat.

Für die geleistete Rufbereitschaft schreibt Ihnen die Hebamme eine Rechnung. Diese reichen Sie dann bei der Barmer ein. Wie Sie uns Unterlagen oder Rechnungen schicken können, lesen Sie hier.

Fragen per Internet oder Telefon stellen

Werdenden Müttern, die vielleicht keine Geburtshelferin in ihrer Region gefunden haben, kann vielleicht die kostenlose Hebammenberatung per Chat und Telefon helfen. Unter „kinderheldin.de“ finden Sie im Internet das Angebot unseres Kooperationspartners. Es ist ein telemedizinischer Service, der Frauen, die ein Kind erwarten sowie Eltern von Kleinkindern helfen möchte. Hebammen mit viel praktischer Erfahrung beantworten hier zwischen 7 und 22 Uhr Ihre Fragen. 

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Sie sind noch nicht (selbst) bei der Barmer versichert und haben Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an neukunde@barmer.de

Webcode: a000060 Letzte Aktualisierung: 09.03.2021
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