Stress

Die unterschiedliche Wirkung von Stress - wann er positiv, schädlich oder gefährlich ist

Lesedauer unter 2 Minuten
Lächelnde Frau inmitten eines Bergs von Papieren

Autor/in

Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Marie-Victoria Assel (Psychologin, Barmer)
  • Andrea Jakob-Pannier (Diplom-Sozialpädagogin/ Psychologin/ Psychoonkologin, Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Jeder im Leben hat mal Stress. Positiver Stress macht uns leistungsfähiger. Negativer Stress kann die Gesundheit schädigen.

Stress ist nicht gleich Stress

Ob wir ihn als positiv oder negativ wahrnehmen, ist abhängig von unserer individuellen Bewertung des Stressreizes und seiner Dauer. Aber auch davon, wie die körperliche und geistige Konstitution des Einzelnen ist. 

Positiver Stress oder Eustress

Positiver Stress klingt zunächst etwas seltsam, doch fast jeder hat ihn schon erlebt. Er tritt immer dann auf, wenn wir vor einer Aufgabe stehen, der wir uns gewachsen fühlen. Denn dann empfinden wir sie als spannende Herausforderung. Die Stresshormone ermöglichen es uns, über kurze Zeit sehr fokussiert zu arbeiten, wir fühlen uns leistungsfähiger und zufriedener. Unser Selbstvertrauen und Wohlbefinden steigt. Beispiele für positive Stressoren können eine Beförderung oder ein neuer Job, freudige Lebensereignisse wie Hochzeit, Hauskauf oder die Geburt eines Kindes, der Beginn des Urlaubs oder der Eintritt ins Rentenalter sein .

Negativer Stress oder Distress

Ob wir eine Belastung noch als positiv oder bereits als negativ empfinden, ist sehr individuell. Manch einer läuft unter Zeitdruck zu Höchstleistungen auf. Für andere ist die tickende Uhr im Nacken bereits zu viel. Glaubt unser Gehirn, dass wir einem stressigen Ereignis nicht gewachsen sind, dann spricht man von negativem Stress oder auch Distress. Beispiele dafür sind der Tod eines nahen Angehörigen, eine schwere Krankheit, Geldsorgen, Arbeitslosigkeit oder Konflikte mit anderen Personen.

Auch unsere eigenen Gefühle und Gedanken können negativen Stress auslösen, zum Beispiel wenn man sich ständig um die Zukunft sorgt oder unrealistische Erwartungen an sich selbst hat, die zum Scheitern verurteilt sind. Besonders häufig tritt Distress auf, wenn wir hohen Anforderungen gerecht werden müssen, aber nur wenig Freiraum für unser Handeln haben. Das kann im Job der Fall sein oder in der Familie. Wir fühlen uns überfordert und machtlos, unsere Leistungsfähigkeit sinkt.

Wann wird Stress gefährlich?

Idealerweise wechseln sich Anspannung und Entspannung ab. Fehlen die Phasen der Regeneration, dann leidet man unter einer chronischen Stressbelastung. Ständig zirkulieren zu viele Stresshormone durch unseren Körper, der Blutdruck ist konstant erhöht und das Immunsystem unterdrückt. Das kann sich in zahlreichen Krankheiten äußern.

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Webcode: a006274 Letzte Aktualisierung: 13.04.2021
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