Medikamente und Arzneimittel

Lesedauer unter 1 Minute

Was kann passieren, wenn ich mehrere Medikamente gleichzeitig einnehme?

Lesedauer unter 1 Minute

Autor

  • Barmer Internetredaktion

Qualitätssicherung

  • Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)

Medikamente wirken nicht nur im Körper, sondern auch untereinander. Sie schwächen gegenseitig ihre Wirkungen ab oder verstärken sie. Auch die Patienten selbst sollten daher darauf achten, was sie verschrieben bekommen.

Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antibiotika – 14 Medikamente schluckt der durchschnittliche Kassenpatient im Jahr. Acht davon verschreibt der Arzt, sechs Präparate kauft der Patient sich im Alleingang dazu. Der Mix kann mitunter gefährlich werden, je mehr Medikamente eingenommen werden, desto größer ist die Gefahr für Wechselwirkungen (Interaktionen). Dabei kann die Wirkung eines Medikamentes verstärkt oder abgeschwächt, verlängert oder verkürzt werden.

Ein häufiges Problem: Die Therapieempfehlungen der verschiedenen Fachärzte für einzelne Erkrankungen sind oft nicht untereinander abgestimmt. Die meisten Ärzte überblicken bei der Behandlung in der Regel nur ihr Fachgebiet: Der Gastroenterologe behandelt die Gallensteine, der Diabetologe den erhöhten Zucker, der Urologe die vergrößerte Prostata. Ob sich die dabei verordneten Medikamente untereinander vertragen, ist oft zweitrangig. Doch was gut für die Behandlung der einen Krankheit ist, kann andere gesundheitliche Probleme verschlimmern.

Zusätzlich zu den verordneten Medikamenten nehmen Patienten häufig auch noch frei verkäufliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel ein – auch sie können die Wirkung von Medikamenten verändern. Johanniskraut beispielsweise aktiviert in der Leber Enzyme, die am Abbau vieler Medikamente beteiligt sind. Dadurch werden Arzneimittel wie Immunsuppressiva, Gerinnungshemmer, Antibiotika und wahrscheinlich auch die Anti-Baby-Pille schneller abgebaut, dass sie nicht mehr ausreichend wirken können. Auch manche Lebensmittel, allen voran Grapefruit, interagieren mit Medikamenten. Wer befürchtet, dass seine Mittel mit anderen Inhaltsstoffen und Arzneien kollidieren, sollte sich vom Apotheker oder Hausarzt beraten lassen.

Barmer Chat

Chat für Versicherte 

Sind Sie bei Meine Barmer registriert?
Loggen Sie sich vor dem Start des Chats für eine persönliche und datenschutzsichere Beratung ein und profitieren Sie außerdem von unseren erweiterten Chat-Zeiten.

Zum Chat für Versicherte

Chat für Interessenten

Ich habe keine eigene Mitgliedschaft bei der Barmer und bin an den Vorteilen interessiert.

Zum Chat für Interessenten


E-Mail

Meine Barmer

Nutzen Sie das Online-Postfach bei Meine Barmer zur persönlichen und datenschutzsicheren Kommunikation.

Zum Online-Postfach

Kontaktformular

Noch kein Online-Postfach? Nutzen Sie unser Kontaktformular.

Zum Kontaktformular

E-Mail an die Barmer

Senden Sie uns eine Nachricht an service@barmer.de

E-Mail für Interessenten

Sie sind noch nicht (selbst) bei der Barmer versichert und haben Interesse an einer Mitgliedschaft bei uns? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an neukunde@barmer.de

Quellenangaben

Zertifizierung

Auf unsere Informationen können Sie sich verlassen. Sie sind hochwertig und zertifiziert. Dafür haben wir Brief und Siegel.

Redaktionelle Grundsätze
Webcode: a005708 Letzte Aktualisierung: 13.08.2020
Nach oben