Impfungen

Wie können Verhütungsmittel die Wirkung von Impfungen beeinflussen?

Lesedauer unter 2 Minuten
Bunte Mappe mit Antibabypille und Handy

Autor/in

Constanze Löffler (Wissenschaftsjournalistin, Ärztin)

Qualitätssicherung

Heidi Günther (Apothekerin bei der Barmer)
Inhaltsverzeichnis

Impfen und hormonelle Verhütungsmittel sind kein Widerspruch. Weder wirkt die Pille weniger gut. Noch mindern Pille und Co die Impfwirkung. Einzige Ausnahme: Wenn Sie innerhalb weniger Stunden nach Einnahme der Pille heftige Magen-Darm-Probleme bekommen.

Pille, Verhütungspflaster oder Vaginalring: Frauen, die sich impfen lassen und hormonell verhüten, müssen nach der Injektion nicht fürchten schwanger zu werden. Hormonelle Verhütungsmittel verlieren durch das Impfen keinesfalls ihre Wirkung.

Warum bilden Impfreaktionen von Magen und Darm eine Ausnahme?

Eine Ausnahme gibt es: Indirekt kann eine Impfung die Pillenwirkung in einigen seltenen Ausnahmefällen aufheben, nämlich dann, wenn die Impfung in Magen und Darm Impfreaktionen hervorruft wie Erbrechen und Durchfall.

So verhüten Sie richtig bei Magen-Darm-Problemen

Erbrechen und Durchfall können die Wirkung der Pille herabsetzen oder verhindern. Das ist allerdings nur der Fall, wenn Magen und Darm in den ersten zwei bis vier Stunden nach Einnahme der Pille rebellieren. Dann sollten Sie eine weitere Pille schlucken. 

Sollten Sie einen richtigen Magen-Darm-Infekt mit mehrfach dünnflüssigem Stuhlgang haben, dann wirkt die Pille mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls nicht. Die entzündete Darmschleimhaut kann den Wirkstoff nicht so gut aufnehmen. Während dieser Zeit und eine weitere Woche nach dem vollständigen Abklingen der Symptome sollten Sie zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Sie können Ihre individuelle Situation natürlich auch jederzeit mit Ihrer Frauenärztin besprechen.

Mindern Verhütungsmittel die Impfwirkung?

Klares Nein: Verhütungsmittel bremsen nicht die Wirkung von Impfungen. Das Immunsystem reagiert auf die Injektion, egal ob mit Pille oder ohne. Nach bestimmten Impfungen sollten Sie übrigens besonders konsequent verhüten: Nach Lebendimpfungen sollten Sie für mindestens einen Monat nicht schwanger werden. Hier besteht ein theoretisches Risiko, dass der Fötus fehlgebildet sein oder geschädigt werden könnte. Sollten Sie versehentlich während der Schwangerschaft eine Lebendimpfung erhalten, ist dies aber kein Grund, eine Schwangerschaft abzubrechen.

Welche Impfungen erfordern konsequente Verhütung?

Es gibt einige Impfungen, die für Sie als Frau im gebärfähigen Alter oder gar mit Kinderwunsch besonders relevant sind. Diese sollten Sie unbedingt vornehmen lassen, bevor Sie schwanger werden. Eine Infektion mit diesen bestimmten Erregern könnte ansonsten dem Fötus im Mutterleib oder dem Baby in den ersten Lebenswochen schaden. 

Röteln oder Varizellen (Windpocken) in der Schwangerschaft können das Ungeborene schwer schädigen. Je früher Sie sich während der Schwangerschaft infizieren, umso größer ist das Risiko. Sollten Sie um den Zeitpunkt der Geburt an Windpocken erkranken und sich Ihr Baby anstecken, kann das Neugeborene an lebensbedrohlichen neonatalen Varizellen erkranken. Kümmern Sie sich daher um diese Impfungen rechtzeitig.

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