Gesundheitsfähigkeit bedeutet, mit den Herausforderungen des Lebens konstruktiv umzugehen. Die Barmer unterstützt ihre Versicherten dabei in jeder Lebensphase.
Berlin, April 2026 – Es ist ein Paradoxon, das sich schwer begreifen lässt: Unser Gesundheitswesen ist so teuer wie nie zuvor. Aber die Menschen sind nicht gesünder – und fühlen sich auch nicht besser versorgt. Die Gesundheitsausgaben liegen mittlerweile bei rund 500 Milliarden Euro pro Jahr. Eine beachtliche Summe, auch im internationalen Vergleich. Sie sollte Deutschland zu einem der gesündesten Länder der Welt machen. Doch etwas stimmt nicht mit der Rechnung: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind chronisch unterbesetzt. Wer ein Hautkrebs-Screening durchführen oder Knieschmerzen abklären lassen möchte, wartet oft Wochen auf einen Termin. Zudem setzt der demografische Wandel das Solidarprinzip unter Druck: Immer weniger junge Beitragszahlende finanzieren die Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung.
Warum Prävention im Alltag oft nicht gelingt
Bislang brachte keine Reform eine wesentliche Verbesserung der Situation. Prävention ist eigentlich ein veritabler Hebel, um mehr Gesundheit bei weniger Behandlungen zu erreichen. Denn theoretisch ließen sich bis zu 40 Prozent aller Erkrankungen verhindern: durch Impfungen, Früherkennung und vor allem einen gesunden Lebensstil. Was diesen ausmacht, ist eigentlich bekannt: ausreichend Bewegung, nicht rauchen, bewusste Ernährung – um nur drei Aspekte zu nennen. Eine kurze Google-Anfrage liefert die komplette Liste und das aus zuverlässigen Quellen, sei es von staatlich geförderten Seiten über die Auftritte der Krankenkassen bis zu den Archiven der großen Tageszeitungen. Wer sich lieber analog informiert, findet dazu in Praxen gedruckte Broschüren oder Sachbücher in der Bibliothek.
Dennoch besteht eine Lücke zwischen Wissen und Handeln. Während ein Großteil der Deutschen sich laut einer Studie schwer damit tut, Informationen zu Krankheiten und Prävention richtig einzuordnen, vermeidet ein Drittel diese komplett, sofern sie sich auf schwere Erkrankungen beziehen. Aus Angst, vielleicht betroffen zu sein, schieben sie Untersuchungen vor sich her und ignorieren verordnete Tests. Und selbst wenn man zu denen gehört, die abends nochmal in die Schuhe schlüpfen, um die täglichen 10.000 Schritte vollzumachen, können die ewig gleichen Ratschläge ermüdend wirken.