Schwangerschaftsabbruch

In bestimmten Fällen übernimmt die Barmer die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein medizinischer Eingriff, der das vorzeitige Ende einer Schwangerschaft herbeiführt. In Bezug auf die Versicherungsleistung wird unterschieden zwischen dem nicht rechtswidrigen und dem rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch:
Ein nicht rechtswidriger Schwangerschaftsabbruch kann erforderlich sein, wenn eine medizinische oder kriminologische Indikation vorliegt. Hier übernimmt die Kasse die vollen Kosten für den Schwangerschaftsabbruch.

Bei einem rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch besteht lediglich eine eingeschränkte Leistungspflicht der Kasse. Für diesen Schwangerschaftsabbruch ist eine vorhergehende Beratung unbedingt erforderlich, deswegen spricht man hierbei auch von der sogenannten Beratungsregelung. Die Bundesländer sind verpflichtet, ein ausreichendes Angebot wohnortnaher Beratungsstellen sicherstellen. Diese Beratungsstellen bedürfen einer besonderen staatlichen Anerkennung. Die Anerkennung der Beratungsstelle setzt voraus, dass diese eine fachgerechte Konfliktberatung bietet.
Die Schwangerenkonfliktberatung ist für die Schwangere unentgeltlich. Die Ärztin bzw. der Arzt, die/der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, darf die Schwangerenkonfliktberatung nicht übernehmen.

Ihre Barmer-Vorteile bei der Leistung Schwangerschaftsabbruch

  • Volle Kostenübernahme: Bei einem medizinisch bzw. kriminologisch erforderlichen Abbruch der Schwangerschaft durch einen Arzt stellt die Barmer Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zur Verfügung.
  • Bedingte Kostenübernahme: Bei einem rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch übernimmt die Barmer unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.
  • Hilfe vom Land: Die Schwangere hat gegenüber dem Land einen Anspruch auf Übernahme der Leistungen, die von der Leistungspflicht der Krankenkasse ausgenommenen sind, wenn ihr die Aufbringung der Mittel für den Abbruch einer Schwangerschaft nicht zuzumuten ist.

Unsere Leistung Schwangerschaftsabbruch in Anspruch nehmen

  • Bei einem medizinisch/kriminologischen Schwangerschaftsabbruch gilt das Sachleistungsprinzip, d.h. die Kosten werden nach Vorlage der eGK übernommen.
  • Auch bei einem nicht medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch erfolgt die teilweise Kostenübernahme auf Vorlage der eGK.
  • Kann eine Frau die bei einem rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch entstehenden Leistungen nicht aufbringen, die von der Leistungspflicht der Krankenkasse ausgenommen sind, prüft die Kasse, ob die Zusatzkosten vom Land getragen werden können. Sind die Voraussetzungen erfüllt, tritt die Kasse in Vorleistung und rechnet ihrerseits die Kosten mit dem jeweiligen Land ab.
Webcode dieser Seite: a000092 Autor: Barmer Erstellt am: 08.08.2013 Letzte Aktualisierung am: 07.12.2016
Nach oben