Schwangerschaftsabbruch

In bestimmten Fällen übernimmt die Barmer die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch.

Nicht rechtswidrig

Ein Abbruch ist nicht rechtswidrig, wenn ein Arzt medizinische oder kriminologische Indikationen feststellen. In diesen Fällen rechnet der Arzt direkt mit der Barmer über die Versichertenkarte ab.

  • Medizinische Gründe liegen vor, wenn für die Schwangere Lebensgefahr besteht oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung ihres körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes.
  • Bei einer kriminologischen Indikation wurde die Schwangerschaft durch eine Straftat (z. B. durch eine Vergewaltigung) verursacht. Für einen Abbruch dürfen seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein.

Rechtswidrig aber straffrei

Liegen keine medizinischen oder kriminologischen Gründe vor, bleibt der Abbruch straffrei, wenn er innerhalb von bis zu zwölf Wochen nach der Empfängnis vorgenommen wird. Erforderlich ist eine Bescheinigung einer anerkannten Beratungsstelle. Diese muss dem Arzt vorlegt werden.

Die Kosten für einen rechtswidrigen aber straffreien Schwangerschaftsabbruch können nur übernommen werden, wenn aufgrund der persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse die finanzielle Belastung für die Schwangere nicht zumutbar ist. Die Barmer prüft , ob die gesetzlichen Einkommensgrenzen überschritten werden. Liegt das Einkommen unterhalb dieser Grenzen, rechnet die Barmer die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch mit dem Arzt ab.

Webcode dieser Seite: a000092 Autor: Barmer Erstellt am: 08.08.2013 Letzte Aktualisierung am: 14.05.2018
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