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Borderline-Störung: Ursachen, Symptome, Behandlung

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Redaktion:
Miriam Frieß (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Dr. med. Ewgenia Stenmans (Neurologin, Assistenzärztin für Psychiatrie)

Wie im Sturm auf einem schlingernden Schiff stehen: So erleben viele Betroffene die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Sie denken und leben in Extremen und pendeln zwischen Licht und Schatten. Was die Persönlichkeitsstörung genau ausmacht und wie Betroffene Hilfe finden können.

Was ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung?

Der Begriff Borderline bedeutet „Grenzlinie“, weil die Störung früher als Zwischenform von neurotischen und psychotischen Erkrankungen galt. Betroffene erleben häufig starke emotionale Schwankungen, Ängste und Beziehungsprobleme, manchmal aber auch vorübergehende Störungen der Wahrnehmung.

Mittlerweile ist die Borderline-Störung als eigenständige psychische Krankheit anerkannt. Sie gehört zu den emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen. Persönlichkeitsstörungen sind im Leben von Betroffenen tief verwurzelte und andauernde Muster im Denken, Fühlen und Verhalten, die stark von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Diese Muster bringen Betroffene oft in Schwierigkeiten, stören den persönlichen, sozialen und beruflichen Alltag und gehen häufig mit einem hohen Leidensdruck einher.

Nachdenkliche Frau blickt aufs Meer

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist geprägt von extremen Gefühlen zwischen überwältigenden Emotionen und innerer Leere.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung äußert sich vor allem durch eine von Extremen geprägte Gefühlswelt. Überwältigend starke Emotionen treffen auf ein anhaltendes Gefühl der inneren Leere. Betroffene sind impulsiv, fühlen sich innerlich zerrissen und kämpfen häufig mit selbstverletzendem und selbstzerstörerischem Verhalten. Oft tritt die Borderline-Störung in Kombination mit psychischen Erkrankungen auf, zum Beispiel:

Gut zu wissen: Zuweilen ist auch von der Abkürzung BPS oder vom Borderline-Syndrom die Rede. Ebenso wird alternativ der englische Begriff Borderline Personality Disorder, kurz BPD, verwendet.

Welche Symptome treten bei der Borderline-Störung auf?

Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung erleben oft einen Sturm der Gefühle. Intensive positive und negative Emotionen wechseln sich ab und werden begleitet von Impulsivität, einem Gefühl innerer Leere, einem unklaren Selbstbild und intensiven, wechselhaften Beziehungen.

Welche Symptome genau auftreten und wie stark sie sind, ist individuell unterschiedlich. Das Geschlecht der Betroffenen ist dabei eher nebensächlich: In Studien zeigten sich nur geringe Unterschiede der Borderline-Symptome bei Frauen und Männern.

Emotionale Instabilität

Für Betroffene der Borderline-Persönlichkeitsstörung können Emotionen überwältigend stark sein und innerhalb kurzer Zeit extrem schwanken. Typische Erkennungsmerkmale sind:

Für Menschen mit Borderline können Emotionen überwältigend stark sein und innerhalb kurzer Zeit stark schwanken. Typische Anzeichen sind:

  • Intensive Gefühle wie Wut, Trauer, Angst oder Scham
  • Phasen von Euphorie, Bewunderung oder starker Verliebtheit
  • Anhaltende innere Leere
  • Starke innere Anspannung
  • Selbstverletzendes oder selbstgefährdendes Verhalten
  • Vorübergehende Veränderungen der Wahrnehmung (Dissoziation)

Selbstverletzendes Verhalten kann sich etwa durch Schnitt- oder Brandwunden, riskanten Alkohol- oder Drogenkonsum sowie Suizidgedanken äußern. Häufig dient es dem Versuch, starke Anspannung kurzfristig zu lindern.

Dissoziationen können dazu führen, dass Betroffene sich unwirklich fühlen, als würden sie neben sich stehen oder die Welt wie durch einen Schleier wahrnehmen. In seltenen Fällen können auch Halluzinationen auftreten, die jedoch meist als nicht real erkannt werden.

Gestörtes Selbstbild

Nicht nur die Emotionen sind sehr unbeständig, sondern auch die Sichtweise der Menschen mit einer Borderline-Störung darauf, wer sie sind, was ihnen gefällt und was sie sich im Leben wünschen.

Fragen wie „Was macht mich aus?“, „Was ist der Sinn des Lebens?“ und „Wohin will ich eigentlich?“ kennen viele Menschen. Ein markantes Anzeichen der Borderline-Störung ist, dass Betroffene ihre Antworten auf diese Fragen sehr regelmäßig und teils radikal ändern können. Manchmal finden diese Anpassungen von Zielen, Interessen und Werten statt, um neuen Bezugspersonen zu gefallen und die Bindung an sie zu vertiefen.

Impulsives Verhalten

Menschen mit einer Borderline-Störung fällt es oft schwer, ihr Verhalten zu kontrollieren. Sie neigen etwa zu Wutausbrüchen, die teils in Gewalt gipfeln, und handeln, ohne Konsequenzen zu bedenken. So bringen sie sich regelmäßig in Situationen oder pflegen Lebensstile, die leichtsinnig und gefährlich sein können. Dazu zählen:

  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit Fremden
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Unsicheres Verhalten im Straßenverkehr
  • Impulsives Kaufverhalten

Hingegen fällt es ihnen meist schwer, ein Verhalten beizubehalten, das sie nicht als unmittelbar belohnend empfinden – etwa, auf der Arbeit oder beim Lernen bei der Sache zu bleiben.

Intensive, aber instabile Beziehungen

Nicht nur die Gefühlswelt von Personen mit einer Borderline-Störung bewegt sich in Extremen, das trifft auch auf die Beziehungen zu ihren Mitmenschen zu. Betroffene neigen zu:

  • Schnellen, engen Bindungen: Sie gehen häufig neue Beziehungen ein, die sich schnell intensiv anfühlen.
  • Angst vor dem Verlassenwerden: Betroffene fürchten sich davor, allein zu sein, und möchten am liebsten alles tun, um nicht verlassen zu werden. Beispielsweise halten sie engen Kontakt, verbiegen sich für die andere Person und können damit drohen, sich etwas anzutun, sollten sie verlassen werden.
  • Abweisung: Wenn ihnen andere Menschen zu nahe kommen, möchten Menschen mit Borderline-Störung vermehrt Distanz schaffen, was Konflikte schüren kann. Sie pendeln zwischen starken Bedürfnissen nach Nähe und Abstand.
  • Schwarz-Weiß-Denken: Betroffene ordnen Beziehungen oftmals nur in eine von zwei möglichen Kategorien ein: Eine Beziehung ist entweder perfekt oder zum Scheitern verurteilt. Dabei wechseln sie häufig zwischen diesen Bewertungen, zum Beispiel durch Streit und Versöhnung.

Welche Ursachen hat die Borderline-Störung?

Wie genau die Borderline-Persönlichkeitsstörung entsteht, ist bislang nicht im Detail geklärt. Allerdings vermuten Fachleute ein Zusammenspiel aus Umwelt- sowie genetischen und sozialen Faktoren, die das Risiko erhöhen, an der Störung zu erkranken:

  • Genetik: Menschen, die in ihrem engen Verwandtenkreis Personen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben, tragen ein höheres Risiko in sich, selbst zu erkranken.
  • Soziale Faktoren: Häufig haben Betroffene in der Kindheit und Jugend Mobbing, Vernachlässigung und körperlichen, emotionalen oder sexuellen Missbrauch erfahren und dadurch schwere Traumata davongetragen. 

Dabei handelt es sich lediglich um Risikofaktoren. Nicht jeder Mensch, der in der Kindheit traumatische Erfahrungen gemacht hat, entwickelt die Persönlichkeitsstörung. Die Veranlagung für die Borderline-Störung ist zwar vererbbar, aber die Erkrankung ist vielschichtig, individuell und es gibt keinen eindeutigen Auslöser.

Wie häufig ist die Borderline-Störung?

Fachleute gehen davon aus, dass rund zwei Prozent der Weltbevölkerung eine Borderline-Persönlichkeitsstörung haben. Das kann sowohl Jugendliche als auch Erwachsene betreffen. Zwar scheint es in Bevölkerungsgruppen ab 55 Jahren deutlich weniger Betroffene zu geben, allerdings bemängeln Fachleute, dass die Borderline-Störung bei älteren Menschen nicht gut erforscht ist.

Lange Zeit galt Borderline als eine primär weibliche Erkrankung. Aber in neueren Forschungsarbeiten konnte kein Unterschied in der Häufigkeit zwischen den Geschlechtern festgestellt werden.

Wie wird bei einer Borderline-Störung die Diagnose gestellt?

Die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung wird üblicherweise in einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Praxis gestellt. Hierfür ziehen Fachleute eine offizielle, feststehende Liste von Symptomen und Voraussetzungen heran. Die Diagnose kann nur erfolgen, wenn eine gewisse Anzahl dieser Merkmale vorliegt. Das alles geschieht im Gespräch mit den Patientinnen und Patienten und durch Fragebögen, in denen die Betroffenen eine Selbsteinschätzung abgeben.

Wie wird eine Borderline-Persönlichkeitsstörung behandelt?

Die Behandlung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung erfolgt vor allem durch eine Psychotherapie. In der Therapie lernen Betroffene, ihre Gefühle zu regulieren, Zusammenhänge von Gedanken und Gefühlen zu verstehen und neue Verhaltensmuster aufzubauen, auch in Bezug auf selbstschädigendes Verhalten.

Als besonders effektiv hat sich dabei die speziell für Borderline-Störungen entwickelte Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) erwiesen. Diese Form der Verhaltenstherapie regt Betroffene an, eine Balance zwischen Akzeptanz, Wertschätzung sowie Mitgefühl für sich selbst und Veränderung zu finden.

Die psychotherapeutische Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung wird in einigen Fällen durch Medikamente ergänzt. Dabei können Antidepressiva, Antipsychotika oder andere stimmungsstabilisierende Medikamente zum Einsatz kommen, um Gefühlsschwankungen, depressive Phasen oder Ängste zu lindern.

Ist die Borderline-Störung heilbar?

Das Wort Persönlichkeitsstörung klingt starr, als sei die Erkrankung ein unverrückbarer Teil des Menschen. Doch aktuelle Forschung entlarvt diesen Mythos. Viele Betroffene, die sich in Therapie begeben, erfüllen Jahre nach der Behandlung nicht mehr die Voraussetzungen für eine Borderline-Diagnose.

Generell zeigen Studien, dass sich die Symptome der Persönlichkeitsstörung mit der Zeit verändern können. So nehmen Impulsivität, selbstverletzendes Verhalten und Suizidgefährdung der Betroffenen im Laufe des Lebens tendenziell ab. Was bleiben kann, sind Probleme in den Beziehungen zu anderen Menschen und das Gefühl von Leere. Hinzu kommen oft körperliche Erkrankungen, die aus dem jahrelangen gesundheitsschädlichen Verhalten hervorgehen können.

Worauf können Angehörige von Borderline-Betroffenen achten?

Familienangehörige, Partnerinnen und Partner, der Freundeskreis und weitere Bezugspersonen von Borderline-Betroffenen sind häufig stark emotional in das Leben der erkrankten Person involviert. Fachleute empfehlen Angehörigen, den Sorgen betroffener Menschen Gehör zu schenken, ihr Verhalten nicht zu verurteilen und empathisch zu bleiben. Sie sollten Betroffene zu eigenen Entscheidungen und einem unabhängigen Leben motivieren. Gleichzeitig können Angehörige ihnen aber auch ein Sicherheitsnetz bieten, um sie in Notsituationen aufzufangen.

Auf Wunsch der Betroffenen können nahestehende Personen auch in die Therapie miteinbezogen werden. Positive Beziehungen, die signalisieren: Ich lasse dich nicht allein. Gemeinsame Zeit und Unternehmungen können Menschen mit einer Borderline-Störung auf ihrem Weg unterstützen.

Allerdings kann das Leben mit der Erkrankung auch für Angehörige belastend sein. Deshalb sollten auch sie sich bei Bedarf professionelle Hilfe suchen, etwa in Selbsthilfegruppen, bei Beratungsstellen oder spezifischen Borderline-Familienprogrammen.

Fazit: Borderline auf einen Blick

  • Symptome: Eine Borderline-Störung zeichnet sich vor allem durch eine instabile Gefühlswelt aus. Betroffene handeln oft impulsiv und selbstzerstörerisch, führen intensive, aber kurze Beziehungen, und ihre Emotionen schwanken von einem Extrem ins andere.
  • Ursachen: Betroffene haben in der Kindheit und Jugend häufig Traumata oder Vernachlässigung durch Bezugspersonen erfahren. Außerdem gibt es genetische Faktoren, die das Risiko für die Borderline-Persönlichkeitsstörung erhöhen können.
  • Diagnose: Fachkräfte der Psychiatrie und Psychotherapie diagnostizieren Borderline-Störungen anhand von Diagnosekriterien, die sie im Gespräch mit Betroffenen oder per Fragebögen abfragen.
  • Behandlung: Eine Borderline-Störung wird mithilfe einer speziellen Verhaltenstherapie behandelt; im Einzelfall können aber auch Medikamente ergänzend zum Einsatz kommen.
  • Prognose: Bei vielen Betroffenen kann nach einer umfassenden Therapie keine Borderline-Persönlichkeitsstörung mehr festgestellt werden, auch wenn der Weg dorthin lang ist und einzelne Symptome bestehen bleiben können.

Häufige Fragen und Antworten zu Borderline

Die Borderline-Störung ist eine psychische Erkrankung, die zu den emotional-instabilen Persönlichkeitsstörungen zählt. Betroffene haben tief verwurzelte Muster im Denken, Fühlen und Verhalten, die stark von gesellschaftlichen Normen abweichen. Kernmerkmal ist eine von Extremen geprägte Gefühlswelt, bei der überwältigend starke Emotionen auf anhaltende innere Leere treffen. Die Störung beeinträchtigt den persönlichen, sozialen und beruflichen Alltag erheblich. Betroffene fühlen sich oft innerlich zerrissen und kämpfen mit impulsivem sowie selbstzerstörerischem Verhalten.
Die Borderline-Störung zeigt sich durch extreme Gefühlsschwankungen zwischen intensiven positiven und negativen Emotionen bei gleichzeitiger innerer Leere. Typisch sind impulsives Verhalten, Momente mit starker innerer Anspannung und selbstverletzendes oder risikoreiches Verhalten, durch das Betroffene versuchen, die Spannung zu reduzieren. Das Selbstbild der Betroffenen ist oft unbeständig – Ziele, Interessen und Werte ändern sich häufig radikal. Beziehungen sind intensiv, aber instabil, geprägt von Angst vor dem Verlassenwerden und Schwarz-Weiß-Denken. Zusätzlich können kurzzeitige Wahrnehmungsveränderungen auftreten, wie Halluzinationen oder Dissoziation: Momente, in denen sich Betroffene unwirklich fühlen, als würden sie neben sich stehen.
Die Diagnose erfolgt in psychiatrischen oder psychotherapeutischen Praxen anhand festgelegter Diagnosekriterien. Fachkräfte nutzen dafür ausführliche Gespräche mit den Betroffenen sowie spezielle Fragebögen zur Selbsteinschätzung. Eine Diagnose wird nur gestellt, wenn eine bestimmte Anzahl der definierten Merkmale vorliegt. Seit einigen Jahren kann die Störung bereits ab dem zwölften Lebensjahr diagnostiziert werden, um Betroffene möglichst früh mit Hilfsangeboten zusammenzubringen.
Die genaue Entstehung der Borderline-Störung ist noch nicht verstanden, Fachleute vermuten jedoch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Das Risiko steigt, wenn Verwandte auch an der Störung erkrankt sind. Häufig haben Betroffene in Kindheit und Jugend Traumata durch Missbrauch, Vernachlässigung oder Mobbing erlebt. Wichtig ist jedoch, dass nicht jeder Mensch mit traumatischen Erfahrungen oder genetischer Veranlagung die Störung entwickelt – es handelt sich um komplexe, individuelle Risikofaktoren ohne eindeutigen Auslöser.
Die Hauptbehandlung erfolgt durch spezialisierte Psychotherapie. Besonders bewährt hat sich die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT). In dieser Verhaltenstherapieform lernen Betroffene, Gefühle zu regulieren, Zusammenhänge zwischen Gedanken und Emotionen zu verstehen und neue Verhaltensmuster zu entwickeln. Ziel ist es, eine Balance zwischen Selbstakzeptanz und Veränderungsbereitschaft zu finden. In manchen Fällen werden ergänzend Medikamente wie Antidepressiva oder stimmungsstabilisierende Präparate eingesetzt, um spezifische Symptome wie Depressionen oder Ängste zu lindern.
Angehörige sollten Betroffenen mit Empathie zuhören und deren Verhalten nicht verurteilen. Wichtig ist, Betroffene zu eigenen Entscheidungen und einem unabhängigen Leben zu ermutigen. Gleichzeitig können Bezugspersonen ein Sicherheitsnetz bieten. Positive Beziehungen, gemeinsame Zeit und das Signalisieren von Verlässlichkeit können unterstützend wirken. Auf Wunsch der Betroffenen können Angehörige auch in die Therapie einbezogen werden. Da das Zusammenleben belastend sein kann, sollten auch Angehörige sich bei Bedarf Hilfe in Selbsthilfegruppen, bei Beratungsstellen oder speziellen Familienprogrammen suchen.
Aktuelle Forschung zeigt ermutigende Ergebnisse: Viele Betroffene erfüllen Jahre nach einer Therapie nicht mehr die Voraussetzungen für eine Borderline-Diagnose. Symptome können sich im Lauf des Lebens verändern. So nehmen Impulsivität und selbstverletzendes Verhalten oft ab. Allerdings können Beziehungsprobleme und das Gefühl innerer Leere bestehen bleiben, ebenso körperliche Folgeerkrankungen aus früherem, gesundheitsschädigendem Verhalten. Der Weg ist lang, aber eine deutliche Besserung ist möglich.
Medikamente spielen eine ergänzende Rolle und stehen nicht im Zentrum der Therapie. In einigen Fällen werden Antidepressiva, Antipsychotika oder andere stimmungsstabilisierende Medikamente eingesetzt. Diese sollen spezifische Symptome wie depressive Phasen, Ängste oder starke Gefühlsschwankungen lindern. Die zentrale Behandlung bleibt jedoch die spezialisierte Psychotherapie, insbesondere die Dialektisch-Behaviorale Therapie.

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Literatur

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