Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung erleben oft einen Sturm der Gefühle. Intensive positive und negative Emotionen wechseln sich ab und werden begleitet von Impulsivität, einem Gefühl innerer Leere, einem unklaren Selbstbild und intensiven, wechselhaften Beziehungen.
Welche Symptome genau auftreten und wie stark sie sind, ist individuell unterschiedlich. Das Geschlecht der Betroffenen ist dabei eher nebensächlich: In Studien zeigten sich nur geringe Unterschiede der Borderline-Symptome bei Frauen und Männern.
Emotionale Instabilität
Für Betroffene der Borderline-Persönlichkeitsstörung können Emotionen überwältigend stark sein und innerhalb kurzer Zeit extrem schwanken. Typische Erkennungsmerkmale sind:
Für Menschen mit Borderline können Emotionen überwältigend stark sein und innerhalb kurzer Zeit stark schwanken. Typische Anzeichen sind:
- Intensive Gefühle wie Wut, Trauer, Angst oder Scham
- Phasen von Euphorie, Bewunderung oder starker Verliebtheit
- Anhaltende innere Leere
- Starke innere Anspannung
- Selbstverletzendes oder selbstgefährdendes Verhalten
- Vorübergehende Veränderungen der Wahrnehmung (Dissoziation)
Selbstverletzendes Verhalten kann sich etwa durch Schnitt- oder Brandwunden, riskanten Alkohol- oder Drogenkonsum sowie Suizidgedanken äußern. Häufig dient es dem Versuch, starke Anspannung kurzfristig zu lindern.
Dissoziationen können dazu führen, dass Betroffene sich unwirklich fühlen, als würden sie neben sich stehen oder die Welt wie durch einen Schleier wahrnehmen. In seltenen Fällen können auch Halluzinationen auftreten, die jedoch meist als nicht real erkannt werden.