Mobbing beginnt selten mit einem großen Knall.
Mal startet es mit einem kleinen Konflikt, mal steht das Bedürfnis der Mobbenden, Macht zu zeigen, im Vordergrund. Wird das nicht geklärt, wächst aus Spannung schnell ein System.
Unternehmen mit straffen Hierarchien sind besonders anfällig. Wenn echter Austausch fehlt und Schuldige statt Lösungen gesucht werden, kann Mobbing am Arbeitsplatz leichter entstehen.
Wichtig zu wissen: Opfer haben Mobbing nicht verursacht. Verantwortlich sind diejenigen, die angreifen, ausgrenzen oder wegschauen, sowie die Strukturen, die das zulassen.
Was dein Arbeitgeber für dich tun muss
Wenn Mobbing am Arbeitsplatz bekannt wird, dürfen Vorgesetzte das nicht einfach aussitzen. Unternehmen müssen ihre Angestellten vor gesundheitlichen Schäden schützen. Dazu gehört auch, gegen Mobbing aktiv zu werden.
Konkret heißt das:
- Beschwerden ernst nehmen
- Vorfälle prüfen
- Gespräche moderieren
- Klare Grenzen ziehen
- Konsequenzen durchsetzen
Wenn intern nichts passiert, hast du weitere Optionen:
- Externe Beratung zum Beispiel bei Mobbing-Beratungsstellen
- Juristische Unterstützung von Fachanwältinnen und Fachanwälten für Arbeitsrecht