Junge Frau liegt im Bett, hält ihr Handy und hat ihr Gesicht mit der Hand verdeckt
Schlaf

Gute Nacht: Mach Schluss mit Durchschlafstörungen

Lesedauer weniger als 7 Min

Redaktion:

Miriam Fries (Medical Writer, Content Fleet GmbH)

Qualitätssicherung:

Dr. med. Carla Knobloch (Ärztin, Content Fleet GmbH)

Durchschlafstörungen? 3 Tricks

Nicht auf die Uhr schauen

Wenn du nachts aufwachst, ist der Blick auf die Uhr pures Stressfutter. Versuche so gut wie möglich, Wecker und Handy zu ignorieren.

20-Minuten-Regel

Wenn du nach ungefähr 20 Minuten immer noch wach bist, lieber kurz aufstehen. Sonst verknüpft dein Gehirn dein Bett weiter mit Grübeln und Frust statt Erholung.

Dein Tag schläft mit

Koffein, Alkohol, Screen Time und Stress haben direkten Einfluss auf deine Schlafqualität. Ob du durchschläfst, entscheidet sich deshalb oft schon viele Stunden bevor du ins Bett gehst.

Erst bist du easy weggenickt, aber jetzt wirfst du den Schlaf aus den Augen blinzelnd einen Blick aufs Handy: Es ist zwei Uhr nachts und du bist mal wieder hellwach. Die besten Hacks gegen Durchschlafstörungen erfährst du hier.

Ständig wach: Was hilft bei Durchschlafstörungen?

Du warst eigentlich schon im Traumland, dann bist du plötzlich wieder wach. Mit trockenem Mund, durchgeschwitztem Schlafanzug und hellwachem Gehirn, das jetzt unbedingt Karriere, Beziehung und To-do-Liste auswerten will.

Mit diesem Problem bist du nicht allein, denn Durchschlafstörungen sind keine Seltenheit. Das heißt aber nicht, dass du dich damit abfinden und todmüde durchs Leben schleppen musst.

Erste Hilfe bei Durchschlafproblemen

Neben Einschlafproblemen können dich auch Durchschlafprobleme ordentlich mitnehmen. Keine Panik, das kannst du jetzt tun:

  • Uhrzeit ignorieren: Wenn du nachts wach liegst, hilft es dir nicht, ständig auf die Uhr zu schauen. Notfalls kannst du das Handy weglegen und den Wecker umdrehen.
  • Bequem machen: Zu warm, zu kalt, Blase zu voll? Vielleicht bist du wach geworden, weil deinem Körper etwas nicht passt. Beseitige Störfaktoren, damit du direkt wieder entspannen kannst.
  • Voll entspannen: Mitten in der Nacht kann es schon mal passieren, dass deine Gedanken plötzlich rasen. Das bevorstehende Vorstellungsgespräch, Stress in der WG oder die Klausurenphase. Eine Entspannungs- oder Meditationsübung kann dir jetzt helfen.
  • Bett verlassen: Wenn dein Kopf trotzdem keine Ruhe gibt und du nach rund 20 Minuten immer noch nicht wieder einschlafen kannst, ist es Zeit, kurz aufzustehen. Mitten in der Nacht kann es dich Überwindung kosten, aus dem warmen Bett zu kriechen, allerdings hilft das deinem Kopf dabei, dein Bett nicht als Ort zum Wachliegen zu begreifen.
  • Ruhig ablenken: Wenn du einmal aufgestanden bist, kannst du etwas ruhige Musik hören oder bei wenig Licht ein Buch lesen, bis du wieder müde wirst. Dann heißt es: Zurück ins Bett und gute Nacht.
     

Dein Masterplan fürs Durchschlafen

Ob du heute Nacht durchschläfst oder dich nur im Bett wälzt, entscheidet sich nicht erst dann, wenn dein Kopf aufs Kissen fällt. Dein Alltag hat einen Einfluss darauf, wie ruhig dein Schlaf ist.

Das hilft bei Durchschlafstörungen:

  • Koffein: Klar, dein Kaffee, Energydrink und dein Pre-Workout-Shake machen dich wach. Sinn der Sache. Aber wusstest du, dass sie dich nicht nur am Einschlafen hindern, sondern auch dafür sorgen, dass du öfter aufwachst? Also: Am besten neun Stunden vor dem Einschlafen kein Koffein mehr.
  • Screen Time: Ja, wirklich: Dein Handy versetzt dein Nervensystem in Alarmbereitschaft. Nächtliche Messages können dich aufwecken, und das Licht des Bildschirms kann dich wach halten. Du verwendest dein Smartphone als Wecker? Dann kannst du den Flugmodus nutzen.
  • Stressmanagement: Stehst du tagsüber unter Strom, wirkt sich das auch auf deine Nacht aus. Gerade chronischer Stress kann dazu führen, dass du unruhig schläfst und häufig aufwachst.
  • Bewegung: Moderate Bewegung am Tag, etwa Spazierengehen, Fahrradfahren oder leichtes Joggen können Studien zufolge deine Schlafqualität verbessern und dir beim Durchschlafen helfen.

Jugendlicher liegt im Bett und schaut auf sein Handy

Wenn du nachts aufwachst, setzt ein Blick auf die Uhr oder aufs Handy dich nur noch mehr unter Druck, wieder einzuschlafen.

Mit pflanzlichen Mitteln gegen Durchschlafstörungen?

Du trinkst kaum mehr Kaffee, Alkohol sowieso nicht, hast die Screen Time und den Stress schon auf ein Minimum reduziert, gehst täglich spazieren und trotzdem kannst du nachts nicht durchschlafen?

Es gibt pflanzliche Mittel, die beim Durchschlafen helfen sollen, zum Beispiel:

  • Lavendel
  • Baldrian
  • Passionsblume

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten bisher keine eindeutigen positiven Effekte nachweisen. Trotzdem kann es sein, dass du subjektiv einen Unterschied spürst. Wenn du pflanzliche Mittel ausprobieren möchtest, sprich es vorher in deiner Arztpraxis oder Apotheke ab.

Mal nicht durchgeschlafen: Halb so wild

Mehrmals in der Nacht aufzuwachen, ist völlig normal. Meistens schläfst du so schnell wieder ein, dass du dich morgens gar nicht mehr daran erinnerst. 

Auch wenn du nicht durchschläfst und ausnahmsweise etwas länger wach liegst, kannst du entspannt bleiben: Womöglich hast du da schon den ein oder anderen Schlafzyklus durchlaufen.

Daran liegt’s: Ursachen für Durchschlafstörungen

Du kannst einschlafen, aber nicht durchschlafen? Das kann viele Gründe haben. Häufig sind es Stress und psychische Belastungen, die für Schlaflosigkeit sorgen. Manchmal steckt aber auch etwas anderes dahinter.

Häufige Ursachen, dass du nicht durchschlafen kannst:

Fazit: Was ist schon normal bei Durchschlafstörungen?

Nicht durchzuschlafen, kann dich auf Dauer richtig belasten. Das kann dir nicht nur den letzten Nerv rauben, es schränkt auch deine Leistungsfähigkeit ein. Wo soll da die Energie für Studium, Arbeit, die nächste Prüfungsphase und deinen Workout-Plan herkommen?

Hin und wieder ist es normal, nicht durchschlafen zu können. Probier die Hebel aus, die dir realistisch erscheinen. 

Und wenn du etwa einen Monat oder länger schlecht durchschläfst und dein Körper Hilfe braucht, hol sie dir in deiner Hausarztpraxis. Mit erholsamem Schlaf legst du die Basis, um mit voller Power durchzustarten.

Häufige Fragen und Antworten zu Durchschlafstörungen

Von Durchschlafstörungen wird gesprochen, wenn du zwar einschlafen kannst, aber nachts immer wieder aufwachst und längere Zeit wach im Bett liegst. Gelegentliches nächtliches Aufwachen ist völlig normal und gehört zum natürlichen Schlafrhythmus. Problematisch wird es erst, wenn du über mehrere Wochen hinweg regelmäßig in der Nacht wachliegst. 
Bei Durchschlafstörungen wachst du nachts immer wieder auf und hast teilweise Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen. Tagsüber merkst du die Folgen deutlich: Du fühlst dich erschöpft, kannst dich schlechter konzentrieren und deine allgemeine Leistungsfähigkeit leidet unter dem Schlafmangel.
Die Gründe für nächtliches Aufwachen sind vielfältig und reichen von Stress über körperliche Beschwerden bis hin zu medizinischen Problemen. Häufige Auslöser sind psychische Belastungen, aber auch Schmerzen, Verdauungsprobleme oder nächtlicher Harndrang können verantwortlich sein. Atemaussetzer im Schlaf, Depressionen oder bestimmte Medikamente kommen ebenfalls infrage. Auch hormonelle Veränderungen, etwa während der Wechseljahre, können deinen Schlaf beeinträchtigen.
Ein ärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn deine Schlafprobleme schon einen Monat oder länger andauern und dein Alltag darunter leidet. Besonders wenn du dich ständig müde fühlst, Konzentrationsschwierigkeiten hast oder weniger leistungsfähig bist als sonst, solltest du das abklären lassen. Ein Arztbesuch hilft nicht nur bei der Diagnose, sondern ermöglicht auch die gezielte Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.
Als Soforthilfe nachts helfen: nicht auf die Uhr schauen, Störfaktoren beseitigen, Entspannungstechniken anwenden und nach etwa 20 Minuten Wachliegen kurz aufstehen und ablenken. Langfristig solltest du deinen Alltag anpassen: mindestens neun Stunden vor dem Schlafengehen auf Koffein verzichten, abends weniger aufs Smartphone schauen und dein Stresslevel senken. Regelmäßige, moderate Bewegung wie Spazieren oder Radfahren kann nachweislich die Schlafqualität verbessern. Bei anhaltenden Problemen solltest du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die passende Behandlung zu finden.
Psychische Belastungen wie Stress zählen zu den häufigsten Auslösern für Probleme beim Durchschlafen. Wenn du tagsüber unter Dauerstress stehst, kann sich das direkt auf deine Nachtruhe auswirken und führt zu häufigem Aufwachen. Nachts kreisen dann oft die Gedanken um berufliche Herausforderungen, Beziehungsthemen oder anstehende Aufgaben. Depressionen können ebenfalls einen negativen Einfluss auf deinen Schlaf haben. Durch gezieltes Stressmanagement im Alltag kannst du die Grundlage für besseren Schlaf schaffen.
Präparate mit Lavendel, Baldrian oder Passionsblume sind als pflanzliche Schlafhelfer weit verbreitet. Allerdings konnten wissenschaftliche Studien bisher keine eindeutig positive Wirkung dieser Mittel belegen. Möglicherweise empfindest du dennoch eine subjektive Verbesserung, wenn du solche Produkte ausprobierst. Achte dabei auf seriöse Hersteller und kläre mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ab, am besten in der Apotheke oder Arztpraxis.

Literatur und weiterführende Informationen

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