Es kann sich anfühlen wie ein Kribbeln, ein Ziehen oder so, als würden Ameisen unter deiner Haut krabbeln. Auch Schmerzen oder Hitzegefühle können auftreten. Seltener betroffen: andere Körperteile wie die Arme.
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Stillliegen? Unmöglich.
Du musst dich bewegen, jetzt! Deine Beine fühlen sich an, als hätten sie ihren eigenen Willen. Stillliegen wird zur Challenge. Bewegung bringt oft sofort Entlastung, die aber selten lange anhält.
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Schlafen? Schwierig.
Wegen deiner Beine brauchst du länger zum Einschlafen und wachst nachts oft auf. Gut möglich, dass du dich am nächsten Tag müde fühlst, dich schwerer konzentrieren kannst und schneller erschöpft bist.
Du legst das Handy weg, willst endlich einschlafen. Aber plötzlich geht es wieder los: Deine Beine kribbeln und zucken. Könnte es das Restless-Legs-Syndrom sein?
Hilfe bei Restless Legs
Du liegst eingekuschelt in den Kissen, möchtest schlafen, aber deine Beine wollen nicht mitspielen. Einfach liegen bleiben und hoffen, dass es weggeht? Funktioniert meistens nicht.
Im Gegenteil: Beim Restless-Legs-Syndrom (RLS) werden die Beschwerden in Ruhe oft stärker. Sobald du dich bewegst, lassen sie meist nach.
Was kann sofort bei Restless Legs helfen?
Du musst das Kribbeln nicht einfach aushalten. Oft helfen schon kleine Moves:
Kurz aufsetzen oder aufstehen
Die Beine bewegen oder ausstrecken
Ein paar Schritte durch die Wohnung gehen
Die Beine massieren oder leicht reiben
Die Beine kühlen, baden oder duschen
Dich kurz ablenken, zum Beispiel mit Lesen oder etwas Ruhigem
Diese Dinge verschaffen dir oft nur eine kurzfristige Pause, aber das kann dir helfen, wieder runterzukommen und leichter einzuschlafen.
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Neben diesen schnellen Tricks gibt es weitere Dinge, die sich auf Dauer positiv auswirken können. Sie verhindern die Symptome nicht komplett, können sie aber abschwächen.
Viele kommen besser zurecht, wenn ein paar Basics stimmen:
Möglichst regelmäßige Schlafzeiten
Genug Schlaf statt ständigem Schlafmangel
Weniger Koffein und am besten kein Alkohol
Regelmäßige moderate Bewegung im Alltag
Eine ausgewogene Ernährung
Was kann Restless Legs verschlimmern?
Bestimmte Faktoren können die Symptome des RLS verstärken.
Mögliche Verstärker sind:
Längeres Sitzen oder Liegen
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, insbesondere Eisen
Wenn das nächtliche Kribbeln und Zucken zum Normalzustand wird und deinen Alltag beeinflusst, lohnt sich ein Check in deiner Hausarztpraxis.
Das gilt besonders, wenn:
Die Symptome häufig oder jede Nacht auftreten
Dein Schlaf dauerhaft gestört ist
Du dich tagsüber erschöpft fühlst
Wie wird Restless-Legs-Syndrom diagnostiziert?
Du brauchst in deiner Hausarztpraxis keinen perfekten Symptom-Report abzuliefern. Wichtig ist, dass du beschreibst, wann das Kribbeln kommt, was es besser macht und wie stark dein Schlaf unter deinen unruhigen Beinen leidet.
Das sind mögliche Fragen:
Treten die Symptome in Ruhe auf?
Werden sie durch Bewegung besser?
Sind sie abends oder nachts stärker?
Gibt es eine Erkrankung, die die Symptome erklären könnte?
Zusätzlich überprüft deine Ärztin oder dein Arzt vielleicht bestimmte Blutwerte, zum Beispiel deinen Eisenwert.
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Das Restless-Legs-Syndrom, auch Syndrom der unruhigen Beine, ist eine neurologische Erkrankung. Dabei kommt es zu unangenehmen Empfindungen in den Beinen und einem starken Drang, sie zu bewegen.
Typisch ist vor allem ein bestimmtes Muster: Die Beschwerden treten in Ruhe auf oder werden intensiver, sie bessern sich bei Bewegung und sind abends und nachts stärker.
Welche Symptome sind typisch für Restless Legs?
Wie sich RLS anfühlt, ist total individuell. Aber es gibt doch einige Symptome, von denen sehr viele Betroffene berichten.
Häufige Symptome:
Es kribbelt, zieht oder die Beine fühlen sich einfach unangenehm an.
Manchmal sind auch andere Regionen wie die Arme betroffen.
Du willst dich unbedingt bewegen.
Die Gefühle kommen oder verschlechtern sich vor allem, wenn du stillsitzt oder ruhig liegst.
Es wird besser, wenn du dich bewegst, und kann sich wieder verschlechtern, wenn du damit aufhörst.
Die Beschwerden treten vor allem abends und nachts auf oder werden dann stärker. Vielleicht schläfst du deswegen schlecht ein und wachst nachts auf.
Diese Kombination ist entscheidend für die Diagnose. Außerdem müssen Ärztinnen und Ärzte andere Erkrankungen als Ursache ausschließen.
Das Restless-Legs-Syndrom zeigt sich bei jedem bisschen anders. Mal ist es ein warmes Gefühl in den Beinen, mal dieses nervige Kribbeln oder einfach der Drang, sich nonstop zu bewegen.
Warum treten die RLS-Symptome abends auf?
Den ganzen Tag war alles gut, aber kaum liegst du im Bett, geht es in deinen Beinen wieder ab.
Das ist typisch für das Restless-Legs-Syndrom. Die Beschwerden folgen einem bestimmten Tagesrhythmus. Sie treten meist dann auf, wenn dein Körper zur Ruhe kommt und besonders abends und nachts.
Warum das so ist? Das weiß bisher niemand ganz genau. Es wird vermutet, dass Schwankungen im Dopaminsystem im Tagesverlauf und im Eisenstoffwechsel eine Rolle spielen könnten.
Was sind die Ursachen für Restless Legs?
Warum das Restless-Legs-Syndrom entsteht, ist noch nicht komplett geklärt. Es gibt aber einige Faktoren, die dabei eine Rolle spielen können.
Eisenhaushalt: Häufig ist bei Betroffenen im Gehirn nicht genug Eisen verfügbar.
Dopamin: Auch der Botenstoff Dopamin scheint beteiligt zu sein. Er steuert unter anderem Bewegungen im Körper.
Gene: Eine familiäre Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen, besonders bei Menschen, die vor dem 45. Lebensjahr ein Restless-Legs-Syndrom entwickeln.
In einigen Fällen können Ärztinnen und Ärzte Auslöser für das Restless-Legs-Syndrom feststellen und eine passende Behandlung empfehlen.
Mögliche Faktoren, die mit Restless Legs in Zusammenhang stehen können:
Bestimmte Medikamente, zum Beispiel einige Antidepressiva
Andere Erkrankungen wie Nierenprobleme, Migräne oder Parkinson
Schwangerschaft
Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer. Grundsätzlich kann das Restless-Legs-Syndrom in jedem Alter auftreten, bei älteren Menschen kommt es öfter vor.
Wie sehr kann RLS den Alltag beeinflussen?
Das Tückische an Restless Legs: Die Beschwerden sind von außen unsichtbar, aber im Alltag sehr real.
Ob im Kino, in der Bahn oder in der Vorlesung: Wenn du nicht ruhig sitzen kannst, entsteht schnell das Gefühl, dich ständig erklären zu müssen oder nicht ernst genommen zu werden. Dazu können Schlafprobleme kommen, die dich am nächsten Tag gerädert und unkonzentriert zurücklassen können.
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Es gibt Behandlungen für das Restless-Legs-Syndrom, die die Symptome lindern können. Das heißt: Du musst die Beschwerden nicht über dich ergehen lassen.
Da jedoch unklar ist, woher die Erkrankung kommt, ist sie bisher auch nicht heilbar.
Ausnahmen:
Wenn die Beschwerden im Zusammenhang mit einer bestimmten Erkrankung auftreten, können sie sich bessern, wenn diese behandelt wird.
Für den Fall, dass Medikamente oder eine Schwangerschaft die Restless-Legs-Symptome auslösen, können diese auch komplett verschwinden, wenn die Auslöser wegfallen.
Die Lebensqualität leidet: Wer vom Restless-Legs-Syndrom betroffen ist, schläft schlechter und merkt das auch am nächsten Tag.
Welche Behandlung hilft bei Restless Legs?
Wenn die Beschwerden stärker werden, lohnt sich ein genauerer Blick darauf, was in deinem Körper gerade abgeht. Am besten sprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Je nach Situation können unterschiedliche Dinge helfen:
Ein Eisenmangel kann gezielt behandelt werden.
Medikamente können beispielsweise die Signale im Nervensystem beeinflussen.
Anpassungen im Alltag können unterstützen.
Wie verbessere ich trotz RLS meinen Schlaf?
Du kannst aktiv was dafür tun, dass du wieder besser schlafen kannst. Bist du vom Restless-Legs-Syndrom betroffen, kann deine Schlafhygiene ein Gamechanger sein.
So kannst du deinen Schlaf verbessern:
Tagsüber aktiv bleiben, abends eher ruhig bewegen
Abends weniger Koffein und schweres Essen konsumieren, auf Alkohol am besten ganz verzichten
Auf die richtige Temperatur im Schlafzimmer achten und die Schlafumgebung generell ruhig, dunkel und eher kühl halten
Eine feste Abendroutine und regelmäßige Schlafzeiten etablieren
Wenn du länger wach liegst, kurz aufstehen und etwas Ruhiges machen
Auch wenn sich das gerade anstrengend anfühlt: Du bist dem Restless-Legs-Syndrom nicht ausgeliefert. Wenn du verstehst, was in deinem Körper passiert, kannst du besser damit umgehen.
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Restless-Legs-Syndrom: Häufige Fragen und Antworten
Beim Restless-Legs-Syndrom, auch Syndrom der unruhigen Beine genannt, handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Die Betroffenen spüren unangenehme Gefühle in den Beinen, selten auch in anderen Körperteilen wie den Armen, und empfinden einen starken Drang, sich zu bewegen. Charakteristisch ist, dass die Beschwerden vor allem in Ruhephasen auftreten und sich bei Bewegung verbessern. Besonders abends und nachts verstärken sich die Symptome.
Die Symptome sind individuell verschieden, aber einige Beschwerden tauchen bei vielen Betroffenen immer wieder auf. Typisch sind unangenehme Empfindungen wie Kribbeln, Ziehen oder ein Gefühl, als würden Ameisen unter der Haut krabbeln. Auch Hitzegefühle oder Schmerzen können auftreten. Besonders charakteristisch ist der starke Drang, die Beine zu bewegen, der vor allem beim Stillsitzen oder Liegen auftritt. Durch Bewegung bessern sich die Beschwerden meist kurzzeitig. Diese Kombination aus Beschwerden in Ruhe, Besserung durch Bewegung und stärkeren Symptomen am Abend oder nachts ist entscheidend für die Diagnose. Andere Ursachen für die Beschwerden müssen vorher ausgeschlossen werden.
Die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind noch nicht vollständig geklärt. Eine Rolle scheinen Störungen der Eisenverfügbarkeit im Gehirn zu spielen. Vermutlich ist auch der Botenstoff Dopamin beteiligt, der unter anderem Bewegungen im Körper steuert. Als Risikofaktoren gelten eine familiäre Veranlagung, bestimmte Medikamente wie manche Antidepressiva sowie andere Erkrankungen wie Nierenprobleme, Migräne oder Parkinson. Auch Schwangere können häufiger betroffen sein.
Die Diagnose basiert vor allem auf der Beschreibung der Symptome durch die Betroffenen. In der Arztpraxis wird gefragt, wann die Beschwerden auftreten, ob sie sich durch Bewegung bessern und ob sie abends oder nachts stärker sind. Wichtig ist auch, wie stark der Schlaf unter den unruhigen Beinen leidet. Zusätzlich werden möglicherweise bestimmte Blutwerte überprüft, insbesondere der Eisenwert. Eine perfekte Symptombeschreibung ist nicht nötig – entscheidend sind die typischen Muster der Beschwerden. Ärztinnen und Ärzte schließen vor der Diagnosestellung andere Ursachen aus, die für die Symptome verantwortlich sein könnten.
RLS--Restless-Legs-Syndrom-Medikamente können beispielsweise die Signalweiterleitung im Nervensystem beeinflussen und die Beschwerden so lindern. Bei einem Eisenmangel kann dieser gezielt behandelt werden.
Ja, es gibt verschiedene Maßnahmen, die sofort oder langfristig helfen können. Bei akuten Beschwerden kann es Linderung verschaffen, aufzustehen, umherzugehen, die Beine zu bewegen oder zu massieren. Sie zu kühlen, zu baden oder zu duschen, kann ebenfalls hilfreich sein. Langfristig können sich regelmäßige Schlafzeiten, ausreichend Schlaf, weniger Koffein und Alkohol am Abend sowie moderate Bewegung und eine ausgewogene Ernährung positiv auswirken. Auch eine gute Schlafhygiene mit festen Abendroutinen, einem dunklen und kühlen Schlafzimmer sowie reduzierter Bildschirmzeit kann die Nächte erleichtern.
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn die nächtlichen Beschwerden zum Normalzustand werden und den Alltag beeinflussen. Besonders wichtig wird der Check, wenn die Symptome häufig oder jede Nacht auftreten, der Schlaf dauerhaft gestört ist und wenn starke Erschöpfung die Folge ist. Es kann entlastend sein, zu wissen, was hinter den Beschwerden steckt. Vielleicht sind die Beschwerden auch nur vorübergehend. Der Arztbesuch hilft dabei, herauszufinden, ob es sich tatsächlich um ein Restless-Legs-Syndrom handelt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Das Restless-Legs-Syndrom kann den Schlaf erheblich beeinträchtigen. Betroffene brauchen oft länger zum Einschlafen und wachen nachts häufig auf. Am nächsten Tag fühlen sich viele müde, können sich schwerer konzentrieren und sind schneller erschöpft. Im Alltag sind die Beschwerden zwar von außen unsichtbar, aber sehr belastend: Ob im Kino, in der Bahn oder in Vorlesungen, ruhiges Sitzen kann zur Herausforderung werden. Betroffene haben oft das Gefühl, sich ständig erklären zu müssen oder nicht ernst genommen zu werden. Die Kombination aus Schlafproblemen und Bewegungsdrang kann die Lebensqualität deutlich mindern.
Das Restless-Legs-Syndrom ist bisher nicht heilbar, weil die genaue Ursache noch unklar ist. Es lässt sich aber behandeln. Betroffene müssen die Symptome nicht einfach hinnehmen. Treten die Beschwerden im Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung auf, kann eine Behandlung dieser Erkrankung Besserung bringen. War beispielsweise ein Medikament der Auslöser, können die Symptome durch Weglassen verschwinden.
Frauen sind insgesamt häufiger vom Restless-Legs-Syndrom betroffen als Männer. Auch bei Schwangeren und älteren Menschen tritt es öfter auf. Grundsätzlich kann die Erkrankung aber jede Person treffen, unabhängig von Alter und anderen Faktoren.
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