Müde Frau liegt auf ihrem Bett neben einem Ventilator
Schlaf

Temperatur im Schlafzimmer: Wie viel Grad es sein sollten

Lesedauer weniger als 7 Min

Redaktion:

Melanie Khoshmashrab (Medical Writer, Content Fleet GmbH)

Qualitätssicherung:

Dr. med. Anja Braunwarth (Ärztin)

Die perfekte Temperatur im Schlafzimmer: 3 Fakten

Keep cool

Etwa 15 bis 20 Grad Celsius im Schlafzimmer reichen völlig aus. So kann dein Körper seine Temperatur nachts leichter senken. Das ist wichtig, damit du einschlafen kannst.

Dein innerer Thermostat

Beim Einschlafen sinkt deine Körperkerntemperatur leicht ab. Eine angenehm kühle Temperatur im Schlafzimmer hilft deinem Körper dabei.

Frische Brise für den Kopf

Neben der Temperatur spielt auch die Luft im Raum eine Rolle. Für alle Zahlennerds: In Wohnräumen sind etwa 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit ideal.

Puh, ist das warm hier. So kann doch keiner schlafen! Also: Fenster auf. Aber wird das nicht zu kalt in der Nacht? Welche Temperatur im Schlafzimmer optimal ist, erfährst du hier.

Optimal geregelt: Was ist die richtige Temperatur im Schlafzimmer?

Idealerweise sollten es zwischen 15 und 20 Grad in deinem Schlafzimmer sein, damit dein Körper entspannt in den Schlaf abdriften kann.

Bei diesen Graden hält dein Körper seine Eigentemperatur von rund 36 bis 37 Grad Celsius problemlos. Auch im Winter sind 15 bis 20 Grad die optimale Temperatur für dein Schlafzimmer.

Dir ist das viel zu eisig? Oder sind dir 15 Grad im Schlafzimmer nicht zu kalt, sondern fast noch zu warm? Keine Sorge, jeder hat seine eigene Wohlfühltemperatur. 

Real Talk: Deine 5 Lifehacks für die perfekte Schlafzimmertemperatur

Seit einer Stunde im Bett und dein Gehirn fährt immer noch Karussell? Wenn du Einschlafprobleme nachhaltig angehen willst, ist deine Schlafhygiene der entscheidende Hebel.

Lifehack 1: Fenster auf, Luft rein

Frische Luft wirkt wie ein Reset für dein Schlafzimmer. Indem du vor dem Zubettgehen für fünf bis zehn Minuten das Fenster offen lässt, tauschst du verbrauchte Luft mit frischer aus. Das fühlt sich direkt viel angenehmer

Lifehack 2: Heizung auf Stand-by

Auf welcher Stufe steht die Heizung? Auch in kalten Winternächten kannst du sie ruhig etwas nach unten regeln. Dein Schlafzimmer darf etwas kühler sein als der Rest der Wohnung, das unterstützt deinen natürlichen Schlafrhythmus.

Lifehack 3: Körpertemperatur aktiv steuern

Eine leichte, atmungsaktive Bettdecke und lockere Schlafkleidung können deinem Körper helfen, seine Temperatur besser zu regulier en. Du schläfst lieber nackt? Feel free.

Lifehack 4: Schlafzimmer clever gekühlt

Kennst du das auch: Die Sonne ist längst untergegangen, aber in deinem Schlafzimmer fühlt es sich trotzdem an wie in der Sauna? Kein Wunder, dass es da mit ruhigem Schlaf nicht klappt. 

Deshalb im Sommer am besten tagsüber die Rollos oder Vorhänge geschlossen halten. So heizt sich der Raum weniger auf. Abends kannst du lüften, wenn die Luft draußen wieder kühler ist.

Lifehack 5: Für den richtigen Flow sorgen

Und noch ein Tipp vor allem für den Hochsommer: Wenn sich die Luft bei dir im Schlafzimmer staut, ist ein Ventilator dein Ritter in strahlender Rüstung. Am besten nicht direkt auf dich richten, sondern leicht zur Seite drehen. So bleibt die Luft in Bewegung, ohne dass du im Luftzug liegst.

Junge Frau mit roten Haaren liegt im Bett unter dem Kopfkissen versteckt

Warm eingekuschelt oder lieber kühl? Damit du gut schläfst, solltest du idealerweise 15 bis 20 Grad Celsius im Schlafzimmer haben. 

Impact: Wie Temperatur und Schlaf miteinander zusammenhängen

Prüfungsstress, Job- und Wohnungssuche können richtig nerven und dich vom Schlafen abhalten. Doch manchmal kann die Ursache für Schlafstörungen viel simpler sein: Auch deine Körpertemperatur kann dafür sorgen, dass du nachts kein Auge zukriegst. 

Deine körpereigene Klimaanlage läuft 24/7:

  • Im Laufe des Tages steigt deine Körpertemperatur um etwa ein Grad Celsius an.
  • In der Nacht sinkt sie wieder.
  • Spät nachts beziehungsweise in den frühen Morgenstunden erreicht sie ihren Tiefpunkt. 

Damit du gut abschalten kannst, sollte es daher im Schlafzimmer eher kühl sein.

No-Go: Wenn es im Schlafzimmer zu kalt ist

In einem zu kalten Schlafzimmer kann dein Körper seine Eigentemperatur nicht halten. Außerdem verkrampfen deine Muskeln, was den Körper in Alarmmodus versetzt und dich am Einschlafen hindert. 

Deshalb: Wenn’s zu kalt ist, die Temperatur um ein paar Grad nach oben regeln.

Völlig überhitzt: Wenn’s zu warm und stickig ist 

Nicht nur Kälte ist ein absoluter Schlafkiller, auch Hitze torpediert deinen nächtlichen Body-Reset. Das ist vor allem im Sommer ein Problem. Im warmen Schlafzimmer kann die Körpertemperatur nicht sinken. Du schwitzt viel und schläfst schlechter.

Lifehack: Leg deinen Schlafanzug an heißen Tagen vor dem Zubettgehen in den Gefrierschrank. Alternativ können das Kissen und die Bettdecke kurz ins Gefrierfach wandern. Du kannst ebenso ein feuchtes Handtuch vor einen Ventilator hängen.

Übrigens ist es auch für Babys wichtig, nicht in einer zu warmen Umgebung zu schlafen, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht gut steuern. Eltern neigen dazu, Kinder nachts zu warm einzupacken: Etwa 18 Grad sind auch die ideale Raumtemperatur fürs Kinderzimmer.
 

Temperatur im Schlafzimmer: Wie sie dein Nervensystem beeinflusst

Ist es im Raum zu kalt oder zu warm, bleibt dein Nervensystem aktiv und dein Körper findet schwerer in den Ruhemodus. Du schläfst schlechter ein und wachst häufiger auf.

Wichtige Schlafphasen wie Tiefschlaf und REM-Schlaf verkürzen sich. Du brauchst aber diese Phasen, damit du Stress abbauen und den Tag verarbeiten kannst. Auch dein Körper kann sich dann regenerieren.

Raumklima: Was das mit deinem Schlaf zu tun hat

Wenn die Temperatur im Schlafzimmer passt, du aber immer noch schlecht schläfst, ist vielleicht die Luftfeuchtigkeit der Übeltäter. Sie kann deinen Schlaf ebenfalls stören.

Ist die Luft sehr trocken, können Schleimhäute austrocknen. Dann wachst du schon mal mit Halsschmerzen oder Husten auf.

Bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent bist du auf der sicheren Seite.

Fazit: Mit der richtigen Temperatur im Schlafzimmer erholt aufwachen

Guter Schlaf ist kein Zufall und auch keine Frage des Glücks. Er ist das Ergebnis der richtigen Bedingungen, und die kannst du dir selbst schaffen. Mit ein paar gezielten Handgriffen verwandelst du dein Schlafzimmer in die Erholungsoase, die du verdienst: Fenster auf, Heizung runter, Rollos zu. Fertig.

Das Beste daran? Du musst nicht alles auf einmal umkrempeln. Fang heute Nacht mit einem einzigen Hack an, zum Beispiel dem kurzen Stoßlüften vor dem Zubettgehen. Dein Körper wird es dir danken. Und morgen früh wachst du vielleicht zum ersten Mal seit Langem wirklich ausgeruht auf.

 

Temperatur im Schlafzimmer: Häufige Fragen und Antworten

Für guten Schlaf werden etwa 15 bis 20 Grad Celsius empfohlen. In diesem Temperaturbereich kann dein Körper seine normale Kerntemperatur von rund 36 bis 37 Grad mühelos aufrechterhalten. Allerdings ist das Temperaturempfinden individuell verschieden und kann sich im Laufe des Lebens auch verändern. Interessanterweise benötigen ältere Menschen tendenziell etwas wärmere Räume zum Schlafen. Finde also heraus, was für dich persönlich am angenehmsten ist.
Beim Einschlafen senkt sich deine Körperkerntemperatur natürlicherweise ab, und eine kühle Raumtemperatur im Schlafzimmer unterstützt diesen Prozess. Ist es zu warm oder zu kalt, bleibt dein Nervensystem aktiviert und dein Körper kann nicht richtig zur Ruhe kommen. Die Folge: Du schläfst schlechter ein und wachst nachts häufiger auf. Zudem werden wichtige Erholungsphasen wie Tiefschlaf und REM-Schlaf verkürzt, die du zum Stressabbau und zur Regeneration brauchst. Die richtige Temperatur ist also ein wichtiger Baustein für erholsamen Schlaf.
Neben der Temperatur sollte die Luftfeuchtigkeit idealerweise zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Zu trockene Luft kann deine Schleimhäute austrocknen, was zu Halsschmerzen oder Husten führen kann. Regelmäßiges Lüften sorgt für frischen Sauerstoff und hilft, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Vor dem Schlafengehen etwa fünf bis zehn Minuten zu lüften, tauscht verbrauchte gegen frische Luft aus, und fühlt sich direkt angenehmer an.
Für Kinderzimmer gelten ähnliche Werte wie für Erwachsene: Etwa 18 Grad sind optimal. Babys und Kleinkinder können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren, weshalb Eltern oft dazu neigen, sie zu warm einzupacken.
Lüfte vor dem Schlafengehen für fünf bis zehn Minuten, um frische Luft hereinzulassen. Die Heizung kannst du ruhig herunterdrehen, auch im Winter darf das Schlafzimmer kühler sein als die anderen Räume. Eine leichte, atmungsaktive Bettdecke und lockere Schlafkleidung helfen deinem Körper, seine Temperatur besser zu regulieren. Im Sommer solltest du tagsüber die Fenster verdunkeln und erst abends lüften, wenn es draußen kühler ist. Diese natürlichen Maßnahmen unterstützen deine Schlafhygiene ohne technische Hilfsmittel.
Halte tagsüber Rollos oder Vorhänge geschlossen, damit sich der Raum nicht so stark aufheizt. Lüfte erst am Abend oder in der Nacht, wenn die Außentemperaturen wieder gesunken sind. Ein Ventilator kann die Luftzirkulation verbessern – richte ihn leicht zur Seite, damit du nicht im direkten Luftzug liegst. Als zusätzliche Tricks kannst du deinen Schlafanzug vor dem Schlafen kurz in den Gefrierschrank legen oder ein feuchtes Handtuch vor den Ventilator hängen.

Literatur und weiterführende Informationen

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