Stufe 2: Medikamente
Reicht die Basistherapie nicht aus, kommt eine Behandlung der Stufe 2 infrage. Zusätzlich zur Basistherapie wird ein Antidiabetikum verordnet, also ein Medikament, das den Blutzucker senkt.
Ob die Behandlung wirkt, lässt sich immer erst nach einigen Monaten feststellen. Daher sollte sie immer drei bis sechs Monate konsequent beibehalten werden, bevor die Medikamente anpasst werden.
Stufe 3: Kombinationstherapie oder Insulin
Können die Blutzuckerwerte noch nicht ausreichend gesenkt werden, können zusätzliche Medikamente zum Einsatz kommen.
Auch dann, wenn die Betroffenen beispielsweise bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben, sollte direkt mit einer Kombination aus Medikamenten begonnen werden. Verschiedene Medikamentengruppen sind möglich. Sie fördern zum Beispiel die Wirkung von Insulin oder regen die Bauchspeicheldrüse an, mehr Insulin auszuschütten.
Bei Medikamentenunverträglichkeiten ist alternativ bereits in dieser Stufe eine Behandlung mit Insulin möglich.
Stufe 4: Insulin
Sind die Blutzuckerwerte nach den ersten drei Stufen weiterhin zu hoch, kann Insulin eingesetzt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die körpereigene Insulinproduktion nicht mehr ausreicht und eine Basistherapie allein oder in Kombination mit blutzuckersenkenden Medikamenten die Therapieziele nicht erreicht.
Insulin wird unter die Haut gespritzt. In Schulungen lernen Menschen mit Diabetes, wie sie die Anwendung sicher und selbstständig durchführen.
Neben der Behandlung des erhöhten Blutzuckerspiegels kann außerdem Folgendes nötig sein:
- Zu hohen Blutdruck senken
- Zu hohe Blutfettwerte reduzieren
- Bei Übergewicht abnehmen
Diabetes kann emotional belasten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig depressive Störungen entwickeln wie Menschen ohne Diabetes.