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Campylobacter: Übertragung, Symptome und Behandlung

Lesedauer weniger als 11 Min
Redaktion:
Elina Fütterer (Medical Writer, Content Fleet GmbH)
Qualitätssicherung:
Eva Knaus (Fachärztin für Innere Medizin)

Campylobacter gehört zu den häufigsten bakteriellen Durchfallursachen. Die Ansteckung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel wie Geflügelfleisch. Typisch sind Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber, oft klingt die Infektion von selbst ab. Alles Wichtige zu Symptomen, Übertragung, Diagnose, Behandlung und Vorbeugung.

Definition: Was ist Campylobacter?

Campylobacter sind Bakterien, die eine Darminfektion verursachen. Typische Beschwerden sind Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber.

Die durch Campylobacter ausgelöste Erkrankung wird als Campylobacteriose oder Campylobacter-Enteritis bezeichnet.

Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa und krümmt sich vor Schmerzen

Mehr als nur Periodenschmerzen: Bei Adenomyose wächst Gewebe in der Muskelwand des Uterus und ruft starke Zyklusbeschwerden hervor.

In Deutschland werden jährlich 40.000 bis 50.000 Campylobacter-Infektionen gemeldet. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da viele Betroffene keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Campylobacter ist damit die häufigste meldepflichtige bakterielle Erkrankung mit Lebensmittelbezug in Deutschland, noch vor anderen Erregern wie Salmonellen und Listerien.

Zu den wichtigsten krankmachenden Arten zählen Campylobacter jejuni und Campylobacter coli. Die Bakterien leben vor allem im Darm warmblütiger Tiere wie Geflügel, Rindern, Schweinen sowie Hunden und Katzen.

Übertragung: Wie wird Campylobacter übertragen?

Campylobacter wird vor allem über unzureichend gegartes Geflügelfleisch übertragen.

Auch Rohmilch, rohes Fleisch, Tierkontakt und Kreuzkontaminationen in der Küche können eine Infektion verursachen. Schon kleine Mengen der Bakterien reichen aus, um eine Infektion auszulösen.

Ein Paar teilt und isst Streetfood

Typisch für viele Lebensmittelvergiftungen, die durch belastete Lebensmittel entstehen: Die Erreger sind weder am Aussehen noch am Geruch zu erkennen.

Campylobacter wird besonders häufig über folgende Wege übertragen:

  • Rohmilch und Rohmilchprodukte: In Deutschland kam es wiederholt zu Campylobacter-Ausbrüchen durch Rohmilch. Rohmilch enthält vielerlei Keime, weil sie nicht pasteurisiert ist, also vor dem Verzehr nicht ausreichend erhitzt wird.
  • Kreuzkontaminationen: Keime gelangen von rohem Fleisch über Schneidebretter, Messer oder Hände auf andere Lebensmittel.
  • Eierschalen: Campylobacter kann über Hühnerkot auf die Eierschale gelangen.
  • Tierkontakt: Hunde und Katzen können Campylobacter über ihren Kot übertragen.
  • Verunreinigtes Wasser: Kontaminiertes Trinkwasser oder verschlucktes Wasser beim Baden kann in seltenen Fällen eine Infektion auslösen.
  • Von Mensch zu Mensch: Eine direkte Schmierinfektion – durch Körperkontakt oder den Kontakt mit kontaminierten Flächen – ist möglich, aber eher selten. Bei Kleinkindern ist dieser Übertragungsweg relevant, weil sie durch eine kleinere Menge an Erregern erkranken können.

Symptome: Welche Beschwerden verursacht Campylobacter?

Typische Symptome einer Campylobacter-Infektion sind Durchfall, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen und Fieber. Häufig treten zusätzlich Übelkeit und Erbrechen auf.

Die Beschwerden setzen meist plötzlich ein. Oft kündigt sich die Erkrankung bereits zwölf bis 24 Stunden vorher durch Kopf- und Muskelschmerzen an.

Akute Beschwerden bei Campylobacter

Zu Beginn treten häufig grippeähnliche Beschwerden auf:

  • Fieber (38 bis 40 °C)
  • Kopfschmerzen
  • Mattigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen, in seltenen Fällen

Danach folgen die typischen Symptome einer Gastroenteritis: 

  • Durchfall, wässrig, breiig oder auch blutig
  • Bauchkrämpfe
  • Starke Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Viele Infektionen verlaufen auch ohne Beschwerden. Die Erkrankung dauert in der Regel bis zu einer Woche.

Mögliche Spätfolgen von Campylobacter

In seltenen Fällen treten noch Wochen nach den akuten Campylobacter-Symptomen Komplikationen auf. Die meisten bilden sich vollständig zurück.

  • Reaktive Arthritis: Es entstehen schmerzhafte Gelenkentzündungen, weil das Immunsystem auf die Infektion reagiert.
  • Neurologische Komplikationen: Dazu zählen Hirnhautentzündungen sowie das Guillain-Barré-Syndrom – eine schwerwiegende Erkrankung mit Lähmungserscheinungen, die in etwa einem von 1.000 Fällen auftritt.
  • Chronische Beschwerden: Ein Reizdarmsyndrom kann sich infolge der bakteriellen Entzündung entwickeln.

Ansteckung: Wie lange ist Campylobacter ansteckend?

Campylobacter ist meist zwei bis vier Wochen ansteckend. Die Bakterien werden in dieser Zeit über den Stuhl ausgeschieden, auch wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind.

Bei Kleinkindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sich dieser Zeitraum verlängern.

Die Inkubationszeit beträgt bei einer Campylobacter-Infektion in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung. In Einzelfällen zeigen sich die Symptome erst nach bis zu zehn Tagen.

Diagnose: Wie wird Campylobacter diagnostiziert?

Campylobacter wird in der Regel durch eine Stuhluntersuchung nachgewiesen. Dabei wird die Probe auf den Erreger untersucht.

Im Labor stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

  • Erregeranzucht: Fachkräfte züchten die Campylobacter-Erreger auf speziellen Nährböden an. Das ist wichtig für die Auswahl der richtigen Antibiotika: Fachkräfte können herausfinden, ob das Bakterium gegen bestimmte Medikamente resistent ist.
  • Antigennachweis: Dabei wird die Stuhlprobe direkt auf Bestandteile des Bakteriums untersucht.
  • PCR: PCR-Tests können das Erbgut von Campylobacter-Bakterien schnell und präzise nachweisen.

Da Campylobacter empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert, sollte die Stuhlprobe möglichst frisch in die Arztpraxis kommen. Am besten passiert das während der akuten Symptomphase.

Behandlung: Wie wird Campylobacter behandelt?

Eine Campylobacter-Infektion heilt in den meisten Fällen ohne spezielle Behandlung von selbst aus. Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit, Elektrolyte und körperliche Schonung.

Das wichtigste Ziel ist der Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten.

Diese Maßnahmen und Hausmittel helfen bei der Genesung:

  • Viel trinken: Wasser, Tee, Brühe und andere gesunde Getränke tragen dazu bei, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt zu stabilisieren. Bei starkem Durchfall helfen Elektrolytlösungen aus der Apotheke.
  • Schonkost: Leicht verdauliche Speisen mit ausreichend Salz unterstützen die Erholung.
  • Ruhe: Während der akuten Phase bleiben Erkrankte am besten zu Hause, um sich zu schonen und andere zu schützen.
  • Vorsicht: Infizierte sollten keine Speisen für andere zubereiten, solange Symptome bestehen.

Wann Antibiotika bei Campylobacter zum Einsatz kommen

Antibiotika werden bei Campylobacter nur bei schweren Krankheitsverläufen, anhaltenden Beschwerden oder bei immungeschwächten Personen eingesetzt.

Eine Therapie mit Antibiotika ist nur in bestimmten Situationen nötig.

Wann ärztliche Hilfe bei Campylobacter nötig ist

Ärztliche Hilfe sollte vor allem bei anhaltenden oder schweren Beschwerden sowie bei Risikogruppen in Anspruch genommen werden.

Ein Arztbesuch wird insbesondere empfohlen, wenn:

  • der Durchfall länger als zwei bis drei Tage anhält,
  • Blut im Stuhl auftritt,
  • hohes Fieber besteht,
  • Risikogruppen betroffen sind (Kleinkinder, ältere Menschen oder immungeschwächte Personen),
  • die Symptome nach der akuten Phase wieder auftreten.

Risikogruppen: Wer ist bei Campylobacter besonders gefährdet?

Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Dazu zählen Kleinkinder und Säuglinge, ältere Menschen, immungeschwächte Personen sowie Schwangere.

Besonders häufig betroffen sind in Deutschland Kinder unter fünf Jahren sowie junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren.

Zu den Risikogruppen für schwere Campylobacter-Infektionen zählen:

  • Kleinkinder und Säuglinge: Sie reagieren besonders empfindlich auf Flüssigkeitsverlust.
  • Ältere Menschen: Sie haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen.
  • Immungeschwächte Personen: Bei chronischen Erkrankungen, zum Beispiel HIV und AIDS, kann die Erregerausscheidung länger andauern.
  • Schwangere: In seltenen Fällen kann der Erreger Campylobacter fetus zu Komplikationen wie Frühgeburt oder Hirnhautentzündung (Meningitis) führen.

Für diese Gruppen gilt: Rohmilchprodukte, nicht durchgegartes Fleisch und Speisen aus rohem Ei besser meiden.

Vorbeugung: Wie lässt sich einer Infektion vorbeugen?

Eine konsequente Küchen- und Händehygiene bietet den besten Schutz vor einer Campylobacter-Infektion. Außerdem sollten Fleisch vollständig durchgegart und Rohmilchprodukte vermieden werden.

Campylobacter reagiert empfindlich auf Hitze. Kochen, Braten und Pasteurisieren töten die Bakterien zuverlässig ab, vorausgesetzt, der Kern des Lebensmittels erreicht mindestens 70 °C für zwei Minuten.

Tiefgefrieren reduziert die Keimzahl, tötet Campylobacter aber nicht. Deshalb bleibt aufgetautes Fleisch ansteckend.

Eine Schutzimpfung gegen Campylobacter gibt es nicht. Eine durchgemachte Erkrankung schützt ebenfalls nicht vor Neuinfektionen.

Küchenhygiene bei rohem Fleisch

Ein sorgsamer Umgang mit rohem Fleisch und Küchenutensilien senkt das Übertragungsrisiko deutlich.

  • Beim Auftauen vorsichtig sein: Auftauwasser sofort entsorgen und Flächen anschließend gründlich reinigen.
  • Nicht unter fließendem Wasser waschen: Spritzwasser kann Keime in der Küche verteilen.
  • Fleisch direkt in die Pfanne geben: Am besten mit Gabel oder Zange arbeiten, um direkten Handkontakt zu vermeiden.
  • Vollständig durchgaren: Das Fleisch ist durchgegart, wenn der Saft klar ist und keine rosa Stellen mehr sichtbar sind.
  • Getrennte Schneidebretter: Für rohes Fleisch und Gemüse und Obst getrennte Schneidebretter verwenden, um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden.
  • Küchenhandtücher und Schwämme: Regelmäßig wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, um Keime zu reduzieren.

Händehygiene und weitere Schutzmaßnahmen

Auch die persönliche Hygiene trägt dazu bei, Infektionen zu vermeiden.

  • Hände gründlich waschen: Besonders nach Kontakt mit rohem Fleisch, nach dem Toilettengang und vor der Zubereitung von Essen wichtig.
  • Rohmilch abkochen: Alternativ pasteurisierte Milch verwenden.
  • Getrennte Lagerung: Rohes Fleisch und rohe Eier getrennt von anderen Lebensmitteln im Kühlschrank aufbewahren.

Fazit: Campylobacter auf einen Blick

  • Symptome: Typisch sind Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber. Häufig treten zusätzlich Übelkeit und Erbrechen auf.
  • Übertragung: Campylobacter wird vor allem über unzureichend gegartes Geflügelfleisch übertragen. Weitere Infektionsquellen sind Rohmilch, Tierkontakt und Kreuzkontaminationen in der Küche.
  • Verlauf: Die Erkrankung heilt meist innerhalb einer Woche von selbst aus. In seltenen Fällen können Spätfolgen auftreten.
  • Diagnose: Die Diagnose erfolgt durch eine Stuhluntersuchung. Ein positiver Nachweis ist meldepflichtig.
  • Behandlung: Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit, Elektrolyte und Ruhe. Antibiotika kommen nur bei schweren Verläufen zum Einsatz.
  • Vorbeugung: Küchen- und Händehygiene bieten den besten Schutz vor einer Campylobacter-Infektion.

Häufige Fragen und Antworten zu Campylobacter

Bei Campylobacter handelt es sich um eine Bakteriengruppe, die Entzündungen des Darms hervorruft. Die dadurch entstehende Erkrankung wird als Campylobacteriose oder Campylobacter-Enteritis bezeichnet. Mit 40.000 bis 50.000 gemeldeten Fällen pro Jahr ist sie die am häufigsten erfasste bakterielle Lebensmittelinfektion in Deutschland. Die wichtigsten krankmachenden Arten sind Campylobacter jejuni und Campylobacter coli. Diese Keime siedeln hauptsächlich im Verdauungstrakt von warmblütigen Tieren wie Geflügel, Rindern, Schweinen sowie Haustieren.
Die Ansteckung erfolgt meistens über nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch, da frisches Hähnchenfleisch im Handel häufig mit den Bakterien belastet ist. Weitere Infektionswege sind der Verzehr von Rohmilchprodukten, rohem Fleisch wie Hackfleisch oder Mettwurst sowie die Übertragung der Keime von rohen Lebensmitteln auf verzehrfertige Speisen in der Küche. Auch über verschmutzte Eierschalen, kontaminiertes Wasser oder den direkten Kontakt mit infizierten Haustieren kann man sich anstecken. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist zwar möglich, kommt aber eher selten vor. Bereits eine sehr geringe Menge an Bakterien reicht für eine Erkrankung aus.
Häufig beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden wie hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie allgemeiner Abgeschlagenheit. Danach entwickeln sich die typischen Magen-Darm-Beschwerden: starker Durchfall (wässrig, breiig oder auch mit Blutbeimengungen), heftige Bauchkrämpfe vor allem im Unterbauch sowie Übelkeit und Erbrechen. Die Erkrankung dauert üblicherweise bis zu einer Woche. In seltenen Fällen können Wochen später noch Komplikationen wie Gelenkentzündungen, neurologische Probleme oder ein Reizdarmsyndrom auftreten.
Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen vergehen normalerweise zwei bis fünf Tage. In Ausnahmefällen kann diese Zeitspanne auch bis zu zehn Tage betragen.
An erster Stelle steht unzureichend durchgegartes Geflügelfleisch, da Hähnchenfleisch im Handel oft mit den Bakterien kontaminiert ist. Auch Rohmilch und daraus hergestellte Produkte gelten als Risikolebensmittel, da sie nicht pasteurisiert wurden. Frische Rohwurst wie Mettwurst und nicht vollständig durchgegartes Hackfleisch können ebenfalls Krankheitsauslöser sein. Verschmutzte Eierschalen stellen eine weitere Infektionsquelle dar. Die Erreger sind weder am Aussehen noch am Geruch der Lebensmittel erkennbar. 
Die Diagnose wird durch eine Untersuchung des Stuhls gesichert, bei der die Bakterien identifiziert werden. Im Labor stehen verschiedene Nachweismethoden zur Verfügung: die Anzucht der Erreger auf speziellen Nährböden, der direkte Nachweis von Bakterienbestandteilen oder PCR-Tests, die das Erbgut schnell nachweisen. Idealerweise sollte die Stuhlprobe möglichst frisch während der akuten Krankheitsphase eingesandt werden, da die Bakterien empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Ein positiver Labornachweis muss innerhalb von 24 Stunden an das Gesundheitsamt gemeldet werden. 
In den meisten Fällen heilt die Infektion von selbst aus, ohne dass spezielle Medikamente nötig sind. Das Wichtigste ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Mineralstoffen durch reichliches Trinken von Wasser, Tee oder Brühe – bei starkem Durchfall helfen Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Leicht verdauliche Schonkost mit ausreichend Salz unterstützt die Erholung. Betroffene sollten sich ausruhen, zu Hause bleiben und keine Speisen für andere zubereiten. Antibiotika werden nur bei schweren Verläufen, anhaltenden Beschwerden oder bei immungeschwächten Personen eingesetzt. 
Schwere Krankheitsverläufe kommen häufiger bei Säuglingen und Kleinkindern vor, da diese besonders empfindlich auf Flüssigkeitsverlust reagieren. Ältere Menschen haben ebenfalls ein erhöhtes Komplikationsrisiko. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa durch chronische Erkrankungen wie HIV, können die Erreger länger ausscheiden. Bei Schwangeren kann in seltenen Fällen eine bestimmte Campylobacter-Art zu Frühgeburten oder Hirnhautentzündungen führen. Diese Risikogruppen sollten besonders auf Rohmilchprodukte, nicht durchgegartes Fleisch und rohe Eier verzichten.
Der beste Schutz ist konsequente Küchenhygiene: Fleisch sollte vollständig durchgegart werden, bis der Fleischsaft klar ist und keine rosa Stellen mehr sichtbar sind (Kerntemperatur mindestens 70 °C für zwei Minuten). Auftauwasser muss sofort entsorgt und alle damit in Kontakt gekommenen Flächen gründlich gereinigt werden, rohes Fleisch sollte wegen Spritzwasser nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden. Für rohes Fleisch und Gemüse empfiehlt es sich, getrennte Schneidebretter zu verwenden. Gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit rohem Fleisch, nach dem Toilettengang und vor der Essenszubereitung ist unverzichtbar. Rohmilch sollte abgekocht und pasteurisierte Milch bevorzugt werden. 
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn der Durchfall länger als zwei bis drei Tage anhält oder Blut im Stuhl sichtbar wird. Auch bei hohem Fieber sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Besonders wichtig ist die medizinische Abklärung bei Risikogruppen wie Kleinkindern, älteren Menschen und immungeschwächten Personen. Wenn Symptome nach der akuten Phase erneut auftreten, ist ebenfalls eine ärztliche Untersuchung angeraten. Wer beruflich mit Lebensmitteln arbeitet, muss zudem den Arbeitgeber informieren und darf vorübergehend nicht arbeiten. 

Weiterführende Informationen

Literatur

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