Eine konsequente Küchen- und Händehygiene bietet den besten Schutz vor einer Campylobacter-Infektion. Außerdem sollten Fleisch vollständig durchgegart und Rohmilchprodukte vermieden werden.
Campylobacter reagiert empfindlich auf Hitze. Kochen, Braten und Pasteurisieren töten die Bakterien zuverlässig ab, vorausgesetzt, der Kern des Lebensmittels erreicht mindestens 70 °C für zwei Minuten.
Tiefgefrieren reduziert die Keimzahl, tötet Campylobacter aber nicht. Deshalb bleibt aufgetautes Fleisch ansteckend.
Eine Schutzimpfung gegen Campylobacter gibt es nicht. Eine durchgemachte Erkrankung schützt ebenfalls nicht vor Neuinfektionen.
Küchenhygiene bei rohem Fleisch
Ein sorgsamer Umgang mit rohem Fleisch und Küchenutensilien senkt das Übertragungsrisiko deutlich.
- Beim Auftauen vorsichtig sein: Auftauwasser sofort entsorgen und Flächen anschließend gründlich reinigen.
- Nicht unter fließendem Wasser waschen: Spritzwasser kann Keime in der Küche verteilen.
- Fleisch direkt in die Pfanne geben: Am besten mit Gabel oder Zange arbeiten, um direkten Handkontakt zu vermeiden.
- Vollständig durchgaren: Das Fleisch ist durchgegart, wenn der Saft klar ist und keine rosa Stellen mehr sichtbar sind.
- Getrennte Schneidebretter: Für rohes Fleisch und Gemüse und Obst getrennte Schneidebretter verwenden, um die Verbreitung von Keimen zu vermeiden.
- Küchenhandtücher und Schwämme: Regelmäßig wechseln und bei mindestens 60 °C waschen, um Keime zu reduzieren.
Händehygiene und weitere Schutzmaßnahmen
Auch die persönliche Hygiene trägt dazu bei, Infektionen zu vermeiden.
- Hände gründlich waschen: Besonders nach Kontakt mit rohem Fleisch, nach dem Toilettengang und vor der Zubereitung von Essen wichtig.
- Rohmilch abkochen: Alternativ pasteurisierte Milch verwenden.
- Getrennte Lagerung: Rohes Fleisch und rohe Eier getrennt von anderen Lebensmitteln im Kühlschrank aufbewahren.