Wie beeinflusst deine Ernährung die Zahngesundheit?
Zahnpflege beginnt nicht erst mit der Zahnbürste. Auch deine Ernährung beeinflusst, wie stark deine Zähne belastet werden. Stärkehaltige Lebensmittel wie Chips oder Salzstangen werden durch Enzyme im Speichel in Zucker umgewandelt. Bakterien auf den Zähnen wandeln diesen Zucker wiederum in Säuren um. Diese können den Zahnschmelz angreifen und Karies begünstigen.
Deshalb solltest du möglichst wenig Zucker zu dir nehmen. Das betrifft nicht nur zugesetzten Zucker, sondern beispielsweise auch Zucker in Honig oder Fruchtsäften. Frisches Obst erhöht das Kariesrisiko weniger stark.
Zuckerfreie Kaugummis oder Bonbons können nach dem Essen zusätzlich die Speichelproduktion anregen. Der Speichel kann dabei helfen, zahnschädigende Säuren zu verdünnen.
Warum Zahnpflege auch für deinen Körper wichtig ist
Die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch kann mit der allgemeinen Gesundheit zusammenhängen. Untersuchungen zeigen unter anderem Zusammenhänge zwischen Karies beziehungsweise Parodontitis und Demenz sowie zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass einzelne ausgelassene Putzvorgänge unmittelbar krank machen. Entscheidend ist eine langfristig gute Mund- und Zahnpflege.
Zahnpflege in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen Zahnfleischentzündungen begünstigen. Auch häufiges Erbrechen kann die Zähne belasten, weil Magensäure den Zahnschmelz angreift. Eine zahnärztliche Kontrolle zu Beginn und gegen Ende der Schwangerschaft ist deshalb sinnvoll.
Eine professionelle Zahnreinigung kann ebenfalls sinnvoll sein.
Zahnpflege bei Kindern
Milchzähne haben einen dünneren Zahnschmelz als bleibende Zähne und sind deshalb anfälliger für Karies. Eltern sollten darauf achten, dass Kinder wenig Zucker essen und möglichst selten Fruchtsäfte oder Limonaden trinken.
Solange Kinder noch nicht selbst gründlich putzen können, sollten die Eltern das Zähneputzen übernehmen beziehungsweise unterstützen.
Zahnpflege bei Diabetes
Menschen mit Diabetes sollten besonders sorgfältig auf ihre Zahngesundheit achten. Sie haben ein dreifach erhöhtes Risiko für eine Zahnfleischentzündung. Gleichzeitig kann eine Parodontitis die Blutzuckerwerte verschlechtern.
Regelmäßige Zahnpflege und Kontrolltermine in der Zahnarztpraxis sind deshalb besonders wichtig.
Zahnpflege bei Zahnspange oder Implantaten
Bei einer festsitzenden Zahnspange können sich rund um Brackets und Drähte leicht Speisereste und Zahnbelag sammeln. Diese Stellen solltest du besonders gründlich mit Zahnbürste und Zahnseide reinigen.
Auch Implantate brauchen sorgfältige Pflege. Entzündet sich das Zahnfleisch rund um ein Implantat, kann die Entzündung im schlimmsten Fall auf den Kieferknochen übergehen und das Implantat lockern.
Wie oft solltest du zur Zahnvorsorge gehen?
Eine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung ist etwa alle sechs Monate sinnvoll. Dabei kontrolliert die Zahnarztpraxis deine Zähne und dein Zahnfleisch und kann Probleme frühzeitig erkennen.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zwei Vorsorgeuntersuchungen pro Jahr.