Studie: So hört Deutschland

Wie stets um die Hörfähigkeit der Deutschen? Mimi Hearing Technologies hat mit Unterstützung der BARMER bundesweit Hörtests ausgewertet und die Ergebnisse in der Studie "Healthy Hearing Index" zusammengestellt.

Die Studie zeigt, wie sich die Hörfähigkeit der deutschen Bevölkerung unterscheidet – von Bundesland zu Bundesland und von Stadt zu Stadt. Was man daraus noch lernen kann: Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland besser ab als viele andere Länder in Europa.

Durchschnittliche Hörfähigkeit

Hör-Index der Bundesländer auf Deutschlandkarte

Für die Hörstudie hat das Berliner Technologie-Unternehmen Mimi Hearing Technologies die bisherigen Ergebnisse der Hörtests der Mimi App zusammengefasst. Für jede Altersgruppe wurde ein bundesweiter Durchschnittswert ermittelt.

Anschließend wurden die individuellen Testergebnisse mit dem jeweiligen altersbezogenen Durchschnittswert verglichen und ermittelt, inwieweit die Hörfähigkeit der Menschen eines Bundeslandes und der angegebenen Städte nach oben oder unten abweicht.

Wo liegt der Durchschnitt?

Der Mittelwert der Hörschwellen (= Schalldruckpegel, bei dem das menschliche Gehör Töne oder Geräusche gerade noch wahrnimmt) an den vier Frequenzen 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz und 4 kHz wird international als PTA-4 (pure tone average) bezeichnet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzt dieses Kriterium, um Hörverlust zu klassifizieren.

 

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Erklärung zu den Farben:

  • Grün = Im Schnitt positive Abweichung des Hörvermögens im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)
  • Blau = Im Schnitt keine Abweichung des Hörvermögens vom Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)
  • Rot = Im Schnitt negative Abweichung des Hörvermögens im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)

 

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Erklärung zu den Farben:

  • Grün = Im Schnitt positive Abweichung des Hörvermögens im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)
  • Blau = Im Schnitt keine Abweichung des Hörvermögens vom Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)
  • Rot = Im Schnitt negative Abweichung des Hörvermögens im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (Quelle: Mimi-Hörtest 2017, Deutschland)

Bereits 2017 wurde von Mimi Hearing Technologies ein Hörindex erstellt. Dieser beschreibt für 50 Orte weltweit den Unterschied zwischen dem Alter der Teilnehmer und ihrem eigentlichen "Höralter".

Weltweite Unterschiede

  • In Zürich ist die Lärmbelastung demnach am geringsten, im chinesischen Guangzhou am höchsten.
  • Am Alter gemessen verzeichnen Wiener den geringsten Hörverlust, während die Bewohner Delhis insgesamt den größten Hörverlust aufweisen.

Unter allen 50 getesteten Städten waren auch sieben aus Deutschland. Sie nehmen in der Rangliste vordere Positionen ein. Doch auch wenn die Lärmbelastung in München geringer ist als zum Beispiel in Hannover, ist der Hörverlust ähnlich. Durchschnittlich entspricht das deutsche Gehör dem eines um zwölf Jahre älteren Menschen. Zum Vergleich: In London haben die Menschen einen Hörverlust von 14,69 Jahren und in Delhi sogar von 19,34 Jahren. Hier liegt auch die Lärmbelastung mit 0,72 recht hoch.

Lärmbelastung (Skala 0-1)Durchschnittlicher Hörverlust (Jahre)*Ranglistenplatz (weltweiter Vergleich)
München0,0712,024
Düsseldorf0,0612,566
Hamburg0,2711,467
Köln0,2512,019
Stuttgart0,2312,4611
Berlin0,4212,8714
Hannover0,6211,9820

 

 *Der durchschnittliche Hörverlust beschreibt die Anzahl an Jahren, um die das Gehör voraltert, also das individuelle "Höralter".

Alle Ergebnisse unter: Weltweiter Hörindex 2017

Textnachweise

  • Autor: Internetredaktion der Barmer
  • Qualitätssicherung: Dr. med. Utta Petzold, Ärztin

Literatur

  • Mimi Hearing Technologies GmbH: mimi.io/de/hearingindex
Webcode dieser Seite: s000881 Autor: Barmer Erstellt am: 01.03.2018 Letzte Aktualisierung am: 16.03.2018
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