Der Vagusnerv ist gerade ein echtes Trendthema – die Stimulation dieses Nervs kann angeblich Stress verpuffen lassen, Depressionen lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Doch was ist dran an dem Hype? Worum handelt es sich beim Vagusnerv überhaupt, und lässt er sich wirklich von jedem Menschen mit einfachen Übungen stimulieren?
Was ist der Vagusnerv eigentlich?
Mehr Ausgeglichenheit, eine reibungslose Verdauung, eine starke Immunabwehr – das versprechen sich Menschen davon, die ihren Vagusnerv stimulieren wollen. Tatsächlich ist der Nerv ein echtes Multitalent und spielt bei vielen Körperfunktionen eine Rolle. Er ist im Körper weit verästelt und mit den meisten inneren Organen wie Herz, Lunge, Magen und Darm verbunden. Der Vagusnerv steuert zahlreiche unbewusste Körperfunktionen. Dabei ist er vor allem für solche Funktionen verantwortlich, die im Ruhezustand ablaufen: Er verlangsamt etwa den Herzschlag und regt die Verdauung an. Zudem sorgt der Vagusnerv dafür, dass die Bronchien sich verengen, da der Organismus in Ruhe weniger Sauerstoff benötigt.
Damit ist der Vagusnerv der größte und wichtigste Nerv des sogenannten Parasympathikus. So wird der Teil des Nervensystems bezeichnet, der in Ruhephasen aktiv ist. Sein Gegenspieler ist der Sympathikus, auch das sympathische Nervensystem genannt. Eine wichtige Aufgabe des Sympathikus ist es, den Körper bei Stress und Gefahr auf Kampf oder Flucht vorzubereiten: Er beschleunigt dann beispielsweise den Herzschlag, erweitert die Bronchien und reguliert Körperfunktionen herunter, die in der Gefahrensituation gerade nicht notwendig sind – wie etwa die Verdauung. Der Parasympathikus und der Sympathikus stehen in einer wechselseitigen Beziehung. Je nach Situation wird das System aktiv, das gerade gebraucht wird.
Gut zu wissen: Im Gegensatz zu Nerven, die Körperbewegungen steuern, können wir dieses Nervensystem aus Sympathikus und Parasympathikus mit dem Vagusnerv nicht bewusst steuern oder beeinflussen.
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Welche Anzeichen gibt es, dass der Vagusnerv fehlreguliert ist?
Streng genommen ist der Vagusnerv bei den allermeisten Menschen nicht wirklich fehlreguliert. Vielmehr wirken Alltagsstress und emotionale Belastungen ihm häufig entgegen: Das sympathische Nervensystem ist aktiviert, der Parasympathikus und damit auch der Vagusnerv sind weniger aktiv. Anzeichen dafür sind Symptome wie innere Anspannung oder Gereiztheit. Das Nervensystem tut also eigentlich genau das, was es soll. Doch eine dauerhafte Aktivierung des Sympathikus durch Stress ist ein Risikofaktor für zahlreiche gesundheitliche Beeinträchtigungen. Dazu zählen etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen und Depressionen. Anzeichen dafür, dass der Sympathikus lange Zeit dominiert und der Vagusnerv weniger aktiv ist, können beispielsweise ein hoher Puls und hoher Blutdruck, Übelkeit, Bauchschmerzen, und Reflux (Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre) sein.
Der Vagusnerv ist der größte und wichtigste Nerv des sogenannten Parasympathikus. Der Parasympathikus fördert Ruhe, Regeneration und Erholung im Körper.
Die Aktivität des Vagusnervs lässt sich nur schwer direkt messen. Stattdessen zeigt Fachleuten zufolge die Herzfrequenzvariabilität an, ob er aktiv ist. Eine genaue Messung ist nur per EKG (Elektrokardiogramm) möglich. Eine Alternative sind Fitnesstracker, die die Variabilität des Pulses am Handgelenk aufzeichnen können. Wird die Pulsvariabilität während des Schlafs gemessen, gilt dieser alternative Wert als verlässliches Abbild der Herzfrequenzvariabilität. So lässt sich abschätzen, wie es um den Vagusnerv steht: Je höher die Variabilität, desto aktiver ist auch der Vagusnerv. Das bringen Fachleute mit einer höheren Ausgeglichenheit, einem besseren Konzentrationsvermögen und einem gestärkten Herz-Kreislauf-System in Verbindung. Eine niedrige Herzfrequenzvariabilität hingegen kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Vagusnerv weniger aktiv und der Körper überlastet ist.
Barmer Doc Sebastian: Was macht der Vagusnerv?
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Barmer Doc Sebastian erklärt, was der Vagusnerv mit Stress und Entspannung zu tun hat.
Kleiner Exkurs: Die Polyvagal-Theorie
Häufig wird in einem Atemzug mit dem Vagusnerv auch die Polyvagal-Theorie genannt, die der US-Neurowissenschaftler Stephen Porges aufgestellt hat. Demnach wird der Vagusnerv noch in weiteren Situationen aktiv: Während er in Ruhe dafür sorgt, dass Menschen sich ausgeglichen fühlen und soziale Bindungen eingehen, soll er im Zustand akuter Lebensbedrohung die sogenannte Freeze-Reaktion auslösen. Damit ist ein vollkommenes emotionales und körperliches Erstarren gemeint. Das soll auch bei Traumata passieren und deshalb beeinflussen, wie Menschen mit posttraumatischen Belastungen leben. Auf dieser Idee fußen deshalb einige Therapieansätze, die so beispielsweise durch Traumata bedingte Verhaltensweisen erklären und behandeln wollen.
Die Polyvagal-Theorie ist jedoch wissenschaftlich hochumstritten: „Das Modell versucht, komplexe Abläufe mit einigen wenigen Variablen zu erklären. Es vermischt Anatomie mit Psychologie und Psychiatrie und klingt auf den ersten Blick auch schlüssig“, erklärt Dr. Matthias Grothe, Neurologe und Experte für Vagusnerv-Stimulation bei der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN). Der Facharzt ergänzt: „Es gibt keine Evidenz, die die Theorie belegen würden – im Gegenteil: Die Evidenzen, die man hat, weisen eher auf das Gegenteil hin.“
Lässt der Vagusnerv sich aktiv stimulieren?
Weil der Vagusnerv bei so vielen Körperfunktionen mitspielt, sind Forschende schon vor längerer Zeit auf die Idee gekommen, ihn zu stimulieren und so Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden zu nehmen. Erste Untersuchungen dazu gab es bereits im mittleren 20. Jahrhundert. Kann das wirklich funktionieren?
Tatsächlich ja. Zahlreiche medizinische Studien zeigen mittlerweile, dass sich der Vagusnerv durch elektrische Stimulation aktivieren lässt. Das birgt ein hohes Potenzial für die Behandlung verschiedener Erkrankungen und gesundheitlicher Beeinträchtigungen.
Wie sich der Vagusnerv direkt stimulieren lässt
Medizin und Forschung machen sich die elektrische Signalübertragung von Nerven zunutze, um den Vagusnerv zu stimulieren. Zur Anwendung kommen dafür Geräte, die unter die Haut implantiert werden oder durch eine Elektrode auf der Haut von außen den Vagusnerv mit schwachen elektrischen Impulsen stimulieren. Das kann zum Beispiel über einen Punkt am Ohr oder Hals erfolgen, weil Äste des Vagusnervs dort verlaufen.
Wichtig: Solche Geräte gibt es auch frei zu kaufen. Doch im Gegensatz zu Geräten, die für medizinische Behandlungen eingesetzt werden, sind sie meist nicht für medizinische Zwecke zugelassen. Zudem ist ihre Wirkung nicht geprüft, weshalb Fachleute von ihnen abraten.
Was die elektrische Stimulation des Vagusnervs bringt
Den Vagusnerv zu stimulieren, hat tatsächlich ein großes Potenzial, Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern. Studien zeigen, dass die elektrische Stimulation bei den folgenden Erkrankungen und Beschwerdebildern positive Effekte haben kann:
Bei Menschen mit Depressionen, die auf Gesprächstherapie und Medikamente kaum ansprechen, kann die elektrische Stimulation des Vagusnervs eine deutliche Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität bringen. Das gilt insbesondere, wenn sie parallel zu einer bestehenden Gesprächstherapie oder Behandlung mit Medikamenten angewendet wird.
Eine elektrische Stimulierung des Vagusnervs kann bei Epilepsie die Häufigkeit von Krampfanfällen reduzieren.
Bei Migräne konnte in Studien die elektrische Stimulation des Vagusnervs die Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle senken.
Es gibt außerdem erste Hinweise darauf, dass die Stimulation des Vagusnervs auch bei Tinnitus (Ohrgeräusche) positive Effekte haben kann.
Die Behandlung solcher Beschwerdebilder sollte allerdings stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Es gibt Hinweise darauf, dass eine Stimulation des Vagusnervs bei Migräne helfen kann.
Welche Wirkungen der Vagusnerv-Stimulation noch ungeklärt sind
Häufig wird auch behauptet, dass die Stimulierung des Vagusnervs Einfluss auf chronisch-entzündliche Prozesse hat und damit zusammenhängende Beschwerden lindern kann. Während der Vagusnerv tatsächlich das Immunsystem beeinflusst, konnten Untersuchungen jedoch bisher nicht zeigen, dass die Stimulation entzündliche Prozesse beim Menschen signifikant eindämmt.
Da der Vagusnerv ebenso die Magenentleerung, Darmbewegungen und die Ausschüttung von Verdauungssäften wie Galle reguliert, gehen Fachleute davon aus, dass sich durch die elektrische Stimulation auch der Appetit kontrollieren lässt. Hier sehen Expertinnen und Experten Potenzial für die Behandlung von Essstörungen, Adipositas (Fettleibigkeit) und damit zusammenhängenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Doch dafür gibt es noch keine offizielle Empfehlung in der Medizin.
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Lässt sich der Vagusnerv mit einfachen Übungen in Eigenregie anregen?
Fachleute benutzen zur Stimulation des Vagusnervs vor allem elektrische Impulse. Doch der Vagusnerv lässt sich auch ohne technische Geräte anregen, etwa über spezielle Übungen. Was bringen Techniken wie Massagen und Atemübungen, die in sozialen Medien empfohlenen werden und die jeder Mensch selbst anwenden kann?
Was zur Anregung des Vagusnervs funktioniert – und was nicht
Auf Social Media und in Blogbeiträgen wirkt es oft so, als sei der Vagusnerv eine Art Knopf, der einfach nur gedrückt werden müsse. Häufig wird empfohlen, den Nerv mechanisch zu reizen, beispielsweise durch Gurgeln, Summen oder Massagetechniken an Ohr und Hals. Das erscheint auf den ersten Blick praktikabel. Dass sich der Vagusnerv allein durch Berührungen oder Vibrationen direkt aktivieren lässt, ist wissenschaftlich allerdings nicht erwiesen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass solche Maßnahmen wirkungslos sein müssen: Da die Übungen in der Regel nicht schädlich sind, können sie ruhig einmal ausprobiert werden. Solange sie zur Entspannung beitragen, kann auch der Vagusnerv beteiligt sein. In Untersuchungen konnten einige Techniken wie die Progressive Muskelentspannung, Yoga, Massagen, Meditation und Kälteeinwirkung am Nacken die Herzfrequenzvariabilität steigern – ein Zeichen dafür, dass der Vagusnerv aktiv ist. Auch Atemübungen haben sich in Studien als wirksam hervorgetan.
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Welche Entspannungsübungen zur Anregung des Vagusnervs beitragen können
Verschiedene Entspannungsübungen können den Vagusnerv aktivieren und mehr Ruhe in den Alltag bringen. Bewährte einfache Übungen für zwischendurch sind zum Beispiel:
Nacken-Selbstmassage: Massieren Sie sich für zehn Minuten mit sachtem Druck Schultern und Nacken. Schon sanfte Streichelbewegungen können helfen, entspannter zu werden.
Der physiologische Seufzer: Setzen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie mit zwei kurzen Atemzügen durch die Nase ein und lassen Sie die Luft wie bei einem Seufzer wieder durch den Mund ausströmen. Insbesondere die verlängerte Ausatmung aktiviert das parasympathische Nervensystem. Wiederholen Sie die Übung zwei- bis dreimal.
Box-Atmung: Diese Übung lässt sich im aufrechten Sitzen, im Stehen oder Liegen durchführen. Atmen Sie vier Sekunden lang durch die Nase ein, halten Sie die Luft vier Sekunden lang an und atmen Sie vier Sekunden lang wieder aus. Vor dem nächsten Atemzug halten Sie die Luft erneut vier Sekunden lang an. Wiederholen Sie auch diese Übung für rund fünf Minuten.
Bei Alltagsstress oder psychischen Belastungen können solche Übungen eine einfache Methode sein, zur Ruhe zu kommen und das Wohlbefinden zu steigern. Langfristig ist es wichtig, Stress zu reduzieren und das Nervensystem im Gleichgewicht zu halten, etwa durch regelmäßige Pausen, ausreichenden Schlaf und sportliche Aktivitäten.
Häufige Fragen und Antworten zum Vagusnerv
Der Vagusnerv übernimmt die Steuerung zahlreicher unbewusster Körperprozesse, die in Ruhemomenten ablaufen. Er sorgt dafür, dass sich die Herzfrequenz verlangsamt, die Verdauung in Gang kommt und sich die Atemwege verengen. Als wichtigster Nerv des parasympathischen Systems versetzt er den Körper in einen Entspannungszustand. Damit bildet er das Gegengewicht zum Sympathikus, der uns bei Belastungen in Alarmbereitschaft versetzt.
Bei Alltagsstress und emotionalen Belastungen dominiert das sympathische Nervensystem, wodurch der Vagusnerv weniger aktiv ist. Eine dauerhafte Stressbelastung kann zu gesundheitlichen Problemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen und Depressionen führen. Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation und Massagen können den Vagusnerv anregen und dadurch Stress entgegenwirken. Durch die Aktivierung des Vagusnervs wird der Körper in einen Ruhezustand versetzt, was zur Stressreduktion beiträgt.
Bei den meisten Menschen liegt keine echte Fehlfunktion vor, sondern der Vagusnerv ist durch Stress einfach weniger aktiv. Anzeichen dafür sind innere Anspannung, Gereiztheit, ein erhöhter Puls und hoher Blutdruck. Auch Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Sodbrennen können darauf hindeuten, dass der Sympathikus dauerhaft dominiert. Eine niedrige Herzfrequenzvariabilität kann signalisieren, dass der Vagusnerv weniger aktiv und der Körper überlastet ist.
Verschiedene Entspannungstechniken und Übungen können den Vagusnerv auf natürliche Weise anregen, auch wenn mechanische Reize wie Gurgeln wissenschaftlich nicht belegt sind. Bewährte Methoden sind Atemübungen (wie verlängerte Ausatmung oder Box-Atmung), Yoga, Meditation, Progressive Muskelentspannung und sanfte Nackenmassagen. Auch Kälteeinwirkung am Nacken oder der Wange sowie regelmäßige Pausen, ausreichend Schlaf und Sport tragen dazu bei, den Vagusnerv anzuregen. Diese Techniken können die Herzfrequenzvariabilität steigern, was auf eine Aktivierung des Vagusnervs hindeutet.
Studien belegen, dass die elektrische Stimulation des Vagusnervs bei verschiedenen Erkrankungen wie Depressionen, Epilepsie und Migräne positive Effekte haben kann. Vor einer solchen Behandlung sollte stets ärztlicher Rat eingeholt werden. Zudem muss die elektrische Stimulation des Vagusnervs durch Geräte, die unter die Haut implantiert werden oder auf der Haut von außen den Vagusnerv mit leichten elektrischen Impulsen anregen, unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Von frei verkäuflichen Stimulationsgeräten raten Fachleute ab, da ihre Wirkung nicht geprüft ist. Bei anhaltenden Symptomen wie hohem Blutdruck, Verdauungsproblemen oder psychischen Belastungen sollte ebenfalls ärztliche Hilfe gesucht werden.
Der Vagusnerv reguliert wichtige Verdauungsprozesse wie die Magenentleerung, Darmbewegungen und die Ausschüttung von Verdauungssäften wie Galle. In Ruhephasen regt er die Verdauung aktiv an, während bei Stress der Sympathikus die Verdauungsfunktionen herunterfährt. Ist der Vagusnerv durch dauerhaften Stress weniger aktiv, können Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Reflux (Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre) auftreten. Fachleute sehen Potenzial darin, durch Vagusnerv-Stimulation den Appetit zu kontrollieren und Essstörungen zu behandeln.
Ja, die elektrische Stimulation des Vagusnervs durch implantierte oder äußerlich angebrachte Geräte wird medizinisch eingesetzt. Diese Therapie hat sich bei Depressionen, die auf andere Behandlungen kaum ansprechen, als wirksam erwiesen, besonders in Kombination mit Gesprächstherapie oder Medikamenten. Bei Epilepsie kann die Stimulation die Häufigkeit von Krampfanfällen reduzieren, und bei Migräne lassen sich Häufigkeit und Intensität der Anfälle senken. Erste Hinweise gibt es zudem für positive Effekte bei Tinnitus.
Eine höhere Herzfrequenzvariabilität durch einen aktiven Vagusnerv wird mit mehr Ausgeglichenheit, einem besseren Konzentrationsvermögen und einem gestärkten Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht. Regelmäßige Entspannungsübungen wie Atemtechniken, Meditation und Yoga können den Vagusnerv trainieren und mehr Ruhe in den Alltag bringen. Solche Übungen helfen, das Nervensystem im Gleichgewicht zu halten und zu innerer Ruhe zu finden. Langfristig tragen sie dazu bei, Stress zu reduzieren und die allgemeine Lebensqualität zu steigern.
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