Gesundheitliche Risiken: Wer darf nicht in die Sauna?
Obwohl der Besuch einer Sauna für die meisten Menschen unbedenklich ist, sollte in bestimmten Fällen vorsichtshalber darauf verzichtet werden. Das gilt insbesondere für Personen mit akuten Infekten, Fieber und akuten Entzündungen. Vorsicht ist außerdem geboten bei niedrigem Blutdruck, da die Sauna den Blutdruck weiter senken kann und dann die Gefahr einer Ohnmacht besteht. Schwangere sollten Saunabesuche vorab mit ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen besprechen.
Menschen mit akuten Herzbeschwerden sollten die Sauna ebenfalls meiden. Das betrifft unter anderem folgende Erkrankungen:
- Wiederkehrend auftretende Brustenge oder eine instabile Erkrankung der Herzkranzgefäße
- Kürzlich erfolgter Herzinfarkt
- Unkontrollierter Bluthochdruck
- Instabile Herzschwäche
- Schwere Verengung der Aortenklappen
Bei Unsicherheiten ist eine vorherige kardiologische Abklärung ratsam, also ein Gespräch mit einer Herzspezialistin oder einem Herzspezialisten.
Worauf ist bei Saunabesuchen zu achten?
Saunieren ist keine Wissenschaft, einige Aspekte sollten aber doch beachtet werden. Wir haben insbesondere für den reibungslosen Einstieg die wichtigsten Empfehlungen des Deutschen Sauna-Bunds zusammengefasst:
- Vor dem Besuch aus hygienischen Gründen duschen. Im Anschluss die Haut gut abtrocknen.
- Das Saunatuch in der Sauna unter den ganzen Körper legen, damit kein Schweiß auf das Holz gelangt.
- Acht bis fünfzehn Minuten in der Hitze der Sauna reichen völlig aus. Wer sich währenddessen hinlegt, sollte die letzten zwei Minuten im Sitzen verbringen, um den Kreislauf nach dem Liegen an die aufrechte Haltung zu gewöhnen.
- Zum Abkühlen möglichst zuerst an die frische Luft gehen, danach mit Wasser abkühlen. Von eiskalten Abkühlungen nach der Sauna rät der Kardiologe Prof. Dr. Schmermund ab – auch gesunden Menschen. „Für den Kreislauf ist das eine erhebliche Belastung“, warnt der Experte. Besser seien sanfte Temperaturübergänge.
- Zwischen den Saunagängen Pausen einlegen.
- Drei Saunagänge sind ausreichend.
- In den Pausen und nach dem Saunabesuch ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Wichtig: Vor und während des Saunabesuchs sollte kein Alkohol getrunken werden. Alkohol erhöht das Risiko für einen Blutdruckabfall, weitere Herzkomplikationen und Unfälle.
Verantwortungsvolles Saunieren ist sicher und gesund, kann zudem zur Entspannung beitragen und das Wohlbefinden fördern. Noch besser für das Herz scheint eine Kombination aus regelmäßiger körperlicher Aktivität und regelmäßigen Saunabesuchen zu sein. Sport und Sauna haben offenbar ähnliche Effekte und wirken daher idealerweise zusammen.