Wurde die Lungenentzündung durch Viren wie Grippeviren oder das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst, setzt das Behandlungsteam, je nach Schwere der Infektion, bei bestimmten Risikogruppen Virostatika ein. Das sind Medikamente, die speziell gegen Viren wirken. Die verschiedenen Mittel wirken auf unterschiedliche Weisen. Einige blockieren Enzyme, die das Virus für den Befall von menschlichen Zellen benötigt, andere verhindern die Vermehrung des Virus.
Eine virale Lungenentzündung kann zudem zusätzlich mit Antibiotika behandelt werden. Das soll verhindern, dass sich im entzündeten Lungengebewebe zusätzlich eine bakterielle Infektion ausbreitet.
Ist die Lunge im Rahmen einer COVID-19-Erkrankung entzündet und erhält die betroffene Person zusätzlich Sauerstoff, so werden kortisonähnliche-Medikamente verabreicht.
Selbsthilfe: Was können Betroffene tun?
Bei einer Pneumonie braucht der Körper Ruhe und Schonung. Die Erkrankung belastet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz-Kreislauf-System. Ist das Fieber zurückgegangen, sollten Betroffene zunächst weiterhin auf körperliche Belastung und sportliche Aktivitäten verzichten, um einen Rückfall oder andere Komplikationen zu vermeiden.
Um den Flüssigkeitsverlust durch hohes Fieber oder starkes Schwitzen auszugleichen, sollten betroffene Personen viel trinken. Besonders gut eignen sich Wasser und Kräutertees. Zudem ist es ratsam, während der Erkrankung nicht zu rauchen und die Gelegenheit zu nutzen, um den Tabakkonsum ganz einzustellen.
Vorsorge: Welche Empfehlungen gelten für Pneumonie?
Bei älteren Menschen besteht ein höheres Risiko für schwere Verläufe einer Lungenentzündung durch Pneumokokken. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen über 60 Jahre eine Pneumokokken-Impfung. Auch bei Säuglingen ab zwei Monaten wird die Impfung empfohlen. Darüber hinaus wird Angehörigen besonderer Risikogruppen zur Impfung geraten – insbesondere Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Erkrankungen des Herzens oder der Atemwege und anderen schweren chronischen Erkrankungen.
Schwangeren Frauen, Personen ab 60 Jahre und mit chronischen Erkrankungen sowie bestimmten Berufsgruppen empfiehlt die STIKO zudem eine Grippeimpfung. So lässt sich einer durch Grippeviren ausgelösten Lungenentzündung vorbeugen. Eine Impfung gegen COVID-19 stellt ebenfalls einen Schutz vor einer Lungenentzündung dar.
Für Säuglinge und Kleinkinder spricht die STIKO zudem eine Impfempfehlung gegen Haemophilus influenzae Typ b aus. Das Bakterium verursacht besonders in den ersten Lebensjahren verschiedene schwere Krankheiten, unter anderem auch Pneumonien.