Cybermobbing ist Beleidigen, Bedrohen oder Bloßstellen über digitale Medien. Manchmal reicht schon ein einziger Post, um dein Leben auf den Kopf zu stellen.
Element 2 von 3
Große Reichweite
Anders als im Austausch face to face bleiben beleidigende Nachrichten, Fotos oder Posts oft lange online und können sich schnell und unkontrolliert verbreiten.
Element 3 von 3
Erste Schritte
Das ist jetzt wichtig: Beweise sichern, nicht reagieren, Täter und Täterinnen blockieren und Unterstützung bei Vertrauenspersonen holen.
Du willst nur kurz den Feed checken und dann zieht dir eine Nachricht oder ein Post mal wieder komplett den Boden unter den Füßen weg. Cybermobbing ist real. Das kannst du jetzt tun.
Was dir bei Cybermobbing als Erstes helfen kann
Wenn dein Herz rast, weil schon wieder eine Nachricht reinkommt, brauchst du keine langen Erklärungen. Du brauchst einen Plan.
Cybermobbing bedeutet, dass Menschen im Internet oder über soziale Medien absichtlich verletzt, ausgegrenzt oder gedemütigt werden.
Diese Schritte verschaffen dir am schnellsten Luft:
Nicht diskutieren: Am besten weder rechtfertigen noch zurückschießen. Genau diese Dynamik hält Angriffe oft am Laufen.
Beweise sichern: Screenshots von Chats, Kommentaren, Profilen, Storys, Usernamen und Uhrzeiten machen. Falls Inhalte verschwinden, hast du trotzdem noch Belege.
Blockieren und melden: Die Person auf der Plattform sperren und den Content melden. Einige Apps bieten inzwischen nützliche Funktionen bei Hass, Bloßstellung oder Fake-Profilen.
Eine Person einweihen: Eine Freundin, ein Bruder, eine Lehrkraft, ein Coach, ein Elternteil, ganz egal: Hauptsache jemand, der ruhig bleibt und mit dir zusammen handelt. Gemeinsam ist vieles leichter.
Bei Drohungen Hilfe holen: Wenn Gewalt, Erpressung oder die Veröffentlichung privater Inhalte im Raum steht, ist das kein „Online-Drama“, sondern ernst. Dann sind rechtliche Schritte angebracht. Hier helfen Beratungsstellen, die Polizei oder auch Anwältinnen und Anwälte weiter.
Diese Dinge lösen das Problem unter Umständen zwar nicht sofort, aber sie bringen dich erst mal aus der Schusslinie. Genau darauf bauen weitere Maßnahmen gegen Cybermobbing auf.
Kostenloses E-Book: 44 Tipps gegen Angst, Wut & Trauer
Erste Hilfe für die Seele: Psychologin Vanessa Graf gibt dir 44 leicht anwendbare Übungen an die Hand, um negative Gefühle aufzulösen und mehr Selbstbewusstsein und Leichtigkeit zu gewinnen.
In der Chatgruppe fällt plötzlich dein Name. Erst ein „Spaß“, dann ein Meme, dann wird ein Screenshot weitergeschickt, den nie jemand sehen sollte. Genau so fängt Cybermobbing oft an: schleichend, öffentlich und maximal unangenehm.
Cybermobbing (auch Cyberbullying genannt) ist Mobbing im Netz. Es passiert über Messenger, Social Media, Kommentarspalten, Foren, Games oder Fake-Accounts. Der große Unterschied zum Mobbing offline: Es kann 24/7 in dein Leben crashen.
Wie Cybermobbing aussehen kann:
Im Chat lästern: In Gruppen wird über eine Person abgezogen, bis alle mitlesen und mitlachen oder schweigen.
Geheimnisse leaken: Private Infos werden öffentlich geteilt.
Gerüchte streuen: Aus Halbwahrheiten wird ein Storyline-Mix, der sich schneller verbreitet als jede Korrektur.
Fotos oder Videos teilen: Peinliche oder intime Aufnahmen werden ohne Einverständnis verschickt oder gepostet.
Bilder fälschen: Fotos können zum Beispiel aus dem Social-Media-Profil geklaut, digital verändert und gepostet oder Bildausschnitte in einen neuen Kontext gesetzt werden.
Gezielt Ausgrenzen: Leute werden systematisch aus Gruppen, Chats oder Social-Media-Aktivitäten rausgedrängt.
DURCHBLICKT! Digitale Stärke statt Stress
Egal ob du selbst von Cybermobbing betroffen bist, jemanden supporten willst oder einfach mehr Kontrolle im Netz haben möchtest: Bei DURCHBLICKT! bekommst du Quizze, Podcasts, Webinare und Trainings, die wirklich was bringen.
Bisher gibt es in Deutschland noch kein eigenes Gesetz für Cybermobbing. Trotzdem bist du nicht machtlos. Du kannst gegen Cybermobbing rechtlich vorgehen, zum Beispiel gegen Beleidigung, Bedrohung, Verleumdung oder ungewolltes Teilen von Bildern.
Es tut sich was: Im April 2026 wurde ein neuer Gesetzentwurf zu digitaler Gewalt vorgestellt. Einiges kann sich noch ändern, aber die Richtung ist klar. Betroffene sollen künftig noch besser geschützt werden und mehr Handlungsoptionen bekommen.
Warum Menschen online mobben
Cybermobbing hat oft weniger mit dir zu tun als mit denen, die es starten. Das betrifft alle Altersgruppen. Auch bei Cybermobbing bei Erwachsenen spielen Faktoren wie Neid, Gruppendruck oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit eine Rolle.
Manche geben auch einfach weiter, was sie selbst erlebt haben. Das kann Verhalten erklären, aber nicht entschuldigen.
Good to know: Du trägst keine Schuld. Cybermobbing ist nicht dein Fehler, sondern ein Grenzübertritt von anderen.
Cybermobbing ist nicht dein Fehler, und du darfst dir Unterstützung holen.
Was Cybermobbing mit dir machen kann
Wenn du Cybermobbing erlebst, kann sich das auch körperlich bemerkbar machen: Vielleicht schläfst du schlechter und entwickelst eine Schlafstörung, dein Kopf fühlt sich voll an, dein Bauch spielt verrückt und selbst Dinge, die sonst easy waren, kosten dich plötzlich richtig viel Energie.
Gesundheitliche Folgen von Cybermobbing können sein:
Kopf und Bauch drehen auf: Du hast Kopfschmerzen, Bauchweh, Übelkeit oder keinen Appetit, vor allem dann, wenn wieder Nachrichten reinkommen.
Energie im Keller: Schule, Uni, Ausbildung oder Job fühlen sich plötzlich doppelt anstrengend an. Konzentration und Motivation können spürbar runtergehen.
Rückzug: Du sagst Treffen ab, ziehst dich sowohl online als auch offline zurück oder hast auf vieles einfach keine Lust mehr.
Stimmung kippt: Traurigkeit, Wut, Scham, Angst oder auch depressive Gedanken können stärker werden.
Schlaf wird schwierig: Du kommst abends nicht runter, bist ständig unter Spannung oder wachst nachts immer wieder auf.
Wenn du merkst, dass es dich runterzieht: Unbedingt Unterstützung holen. Das kann bei einer Vertrauensperson sein, bei einer Beratungsstelle oder in deiner Hausarztpraxis.
In 7 Tagen mehr Entspannung: Barmer-Meditationsguide
Mit einfachen Übungen und praktischen Tipps lernst du schnell die Grundlagen für Meditation, Entschleunigung und besseren Schlaf.
Was tun gegen Cybermobbing? Du musst nicht misstrauisch durch jeden Feed laufen. Aber ein kleiner Reality-Check im Netz kann dir viel Stress sparen.
Smarter Schutz vor Cybermobbing:
Anfragen kurz checken: Nicht jeder Account ist echt, auch wenn Profilbild und Bio auf den ersten Blick passen. Indem du genauer hinschaust, kannst du Fake-Profile entlarven.
Privates bewusst teilen: Was einmal online ist, lässt sich schwer zurückholen, selbst in „privaten“ Gruppen. Deshalb lieber zweimal überlegen, was du posten möchtest.
Grenzen abstecken: Auch im Freundeskreis solltest du nichts einfach weiterleiten, was nicht für alle gedacht ist.
Melden statt wegschauen: Wenn du Cybermobbing mitbekommst, kannst du die Meldefunktion der jeweiligen Plattform nutzen. Nicht nur Betroffene können etwas tun.
Wie du helfen kannst, wenn andere von Cybermobbing betroffen sind
Du merkst, dass ein Mensch aus deinem Umfeld plötzlich still wird, Storys löscht, Gruppen meidet oder „Ist schon okay“ sagt, obwohl es nicht danach aussieht?
Täter und Täterinnen wollen beim Cybermobbing häufig genau das: das Opfer isolieren. Denn wenn niemand mehr hinter der Person steht, kann sie sich viel schwerer wehren.
Damit das nicht passiert:
Frag nach, sei für die Person da, hör zu. Vielleicht ergibt sich in einem ruhigen Moment ein Gespräch.
Hol Hilfe dazu, wenn nötig. Sprich mit Lehrern, Eltern oder einer anderen Vertrauensperson. Zusammen seid ihr immer stärker als allein.
Kostenfreier Online-Kurs: Was tun, wenn die Psyche Erste Hilfe braucht?
Mentale Erste Hilfe leisten - wie geht das? In drei aufeinander aufbauenden Videoeinheiten On Demand lernst du, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu unterstützen.
Was Eltern und Bezugspersonen bei Cybermobbing tun können
Falls du als Elternteil, Lehrkraft oder Vertrauensperson mitliest: Wichtig ist, zunächst zuzuhören und Ängste zu lösen. Viele Betroffene haben beispielsweise Angst, nicht ernst genommen zu werden oder dass ihnen das Smartphone weggenommen wird.
Vorgehen bei Cybermobbing:
Ein sicherer Hafen sein: Erst zuhören, dann handeln. Wer sich schämt, braucht Verständnis statt Vorwürfe.
Das Digitale ernst nehmen: Nur weil es online passiert, ist Cybermobbing nicht weniger echt. Was im Netz passiert, wirkt direkt ins Leben.
Gemeinsam vorgehen: Inhalte sichern, Plattformen melden, Schule oder weitere Stellen einbeziehen und nächste Schritte zusammen planen.
Eine Beratungsstelle kann helfen, die nächsten Schritte einzuordnen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Was jetzt wirklich zählt
Cybermobbing zielt darauf ab, dich kleinzumachen, zu verunsichern und zu isolieren. Genau deshalb zählt jeder Schritt in die andere Richtung: ein Screenshot, ein Gespräch, ein Block, ein Melde-Klick oder ein ehrliches „Ich glaube dir“.
Du musst da nicht allein durch. Und du musst auch nicht erst komplett am Limit sein, um dir Hilfe zu holen. Nimm ernst, was du fühlst, und hol dir Support, wenn du ihn brauchst.
Beste Leistungen für deine Gesundheit
Jederzeit rundum geschützt und hervorragend krankenversichert – mit starken Leistungen und ausgezeichneten Services.
Unter Cybermobbing versteht man, wenn Personen über das Internet oder soziale Medien bewusst verletzt, ausgegrenzt oder gedemütigt werden. Es handelt sich um Mobbing, das über digitale Kanäle wie Messenger, Social Media, Foren oder Games stattfindet. Schon ein einzelner Beitrag kann das Leben der betroffenen Person massiv beeinflussen. Der Unterschied zu anderen Konflikten ist die Absicht und Kontinuität der Angriffe: Anders als im realen Leben sind Nachrichten und Posts nicht vergänglich und können sich unkontrollierbar verbreiten. Das Problem betrifft nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene.
Die Bandbreite reicht vom Lästern in Chatgruppen über das Verbreiten von Gerüchten bis zum unerlaubten Teilen privater Fotos oder Videos. Weitere Formen sind das gezielte Ausschließen aus digitalen Gruppen und das Veröffentlichen vertraulicher Informationen. Mittlerweile kommen auch KI-gesteuerte Bots zum Einsatz, die automatisiert beleidigende Nachrichten versenden.
Die Auswirkungen können sich sowohl körperlich als auch seelisch zeigen und reichen von Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit bis zu Schlafproblemen. Betroffene ziehen sich häufig zurück, haben weniger Energie sowie Konzentrationsprobleme in Schule oder Beruf. Emotional können Gefühle wie Traurigkeit, Wut, Scham und Angst verstärkt auftreten, teilweise auch depressive Gedanken. Die Symptome ähneln denen von Mobbing im realen Leben und können soziale Probleme und anhaltenden Stress verursachen. Viele alltägliche Aktivitäten werden plötzlich deutlich anstrengender.
Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Cybermobbing rund um die Uhr ins Leben der Betroffenen eindringen kann, nicht nur in bestimmten Situationen. Die Angriffe finden über digitale Kanäle statt und nicht face to face. In den Auswirkungen sind sich beide Formen jedoch sehr ähnlich: Beide verursachen Angst, Stress, Unsicherheit und soziale Schwierigkeiten.
Cybermobbing passiert über verschiedene digitale Kommunikationswege wie Messengerdienste, soziale Netzwerke, Kommentarspalten und Foren. Auch Games sind Schauplätze solcher Übergriffe. Fake-Accounts auf Social-Media-Plattformen werden ebenfalls häufig für Mobbingattacken genutzt.
Zunächst solltest du nicht auf die Angriffe reagieren oder dich rechtfertigen, da dies die Situation oft verschlimmert. Sichere alle Beweise durch Screenshots von Nachrichten, Kommentaren und Profilen inklusive Zeitstempel. Blockiere die mobbende Person und melde die Inhalte über die Meldefunktion der jeweiligen Plattform. Sprich unbedingt mit einer Vertrauensperson wie Freunden, Familie oder Lehrkräften, um nicht allein damit zu bleiben. Bei Drohungen, Erpressung oder dem Teilen privater Inhalte solltest du rechtliche Schritte in Betracht ziehen und dir professionelle Hilfe bei Beratungsstellen, der Polizei oder bei Anwältinnen und Anwälten holen.
Eltern sollten zunächst zuhören und ein sicheres Umfeld schaffen, statt Vorwürfe zu machen oder das Smartphone wegzunehmen. Wichtig ist, die digitale Welt ernst zu nehmen und zu verstehen, dass Online-Mobbing genauso real wirkt wie Mobbing im echten Leben. Gemeinsam sollten Beweise gesichert, Inhalte bei den Plattformen gemeldet und bei Bedarf Schule oder Beratungsstellen einbezogen werden. Die nächsten Schritte sollten immer zusammen mit der betroffenen Person geplant werden. Bei Unsicherheit kann eine Beratungsstelle helfen, die Situation richtig einzuordnen und Lösungen zu finden.
Obwohl es in Deutschland bisher kein eigenständiges Gesetz speziell für Cybermobbing gibt, können Betroffene rechtlich gegen verschiedene Tatbestände vorgehen. Dazu gehören beispielsweise Beleidigung, Bedrohung, Verleumdung oder das unerlaubte Teilen von Bildern. Im April 2026 wurde ein neuer Gesetzentwurf zu digitaler Gewalt vorgestellt, der Betroffene künftig noch besser schützen soll. Viele Formen von Cybermobbing sind bereits heute strafbar.
Prüfe Kontaktanfragen genau, denn nicht jedes Profil ist echt, auch wenn es authentisch aussieht. Überlege dir gut, welche privaten Inhalte du teilst, denn einmal Gepostetes lässt sich kaum zurückholen. Setze auch im Freundeskreis klare Grenzen und leite keine Inhalte weiter, die nicht für alle gedacht sind. Wenn du Cybermobbing bei anderen mitbekommst, nutze die Meldefunktion der Plattform – nicht nur Betroffene können aktiv werden. Ein bewusster Umgang mit digitalen Medien und das Respektieren von Grenzen helfen, Cybermobbing zu verhindern.
Auf dieser Website verwenden wir auf einigen Seiten Videos von youtube. Damit Sie auf diese zugreifen können, bedarf es Ihrer aktiven Zustimmung. Mit dieser Einstellung können Sie diese Videos auf dieser Website aktivieren. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an youtube übermittelt werden können.