Meist steckt Semaglutid dahinter. Der Wirkstoff ahmt ein körpereigenes Hormon nach, dämpft den Appetit und sorgt dafür, dass du früher satt bist.
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Nicht für alle gedacht
Die Abnehmspritze kommt meist erst ab einem BMI von 30 infrage. Mit manchen Begleiterkrankungen kann sie bereits ab einem BMI von 27 eingesetzt werden.
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Absetzen hat Folgen
Nach dem Ende der Behandlung kommt bei vielen Menschen ein großer Teil des verlorenen Gewichts zurück.
Ein wöchentlicher Piecks mit der Abnehmspritze, und schon schmelzen die Kilos: Auf Social Media wirkt das total easy. Doch dahinter steckt natürlich mehr: Die Abnehmspritze im Reality-Check.
Was die Abnehmspritze ist und wie sie wirkt
Die x-te Trend-Diät, Fitnessprogramme, Fastenkuren, und die Kilos sind immer noch da. In deinem Feed: Immer wieder Videos von Menschen, die mit der Abnehmspritze erfolgreich ihr Traumgewicht erreicht haben. Könnte das die Lösung sein? Spoiler: Es kommt drauf an.
Für stark übergewichtige Menschen kann die Abnehmspritze eine hilfreiche Unterstützung sein, um ein gesundes Gewicht zu erreichen.
Geht es „nur“ darum, endlich die lästigen Röllchen an der Hüfte loszuwerden, ist die Abnehmspritze nicht die richtige Wahl. Und in Deutschland für diesen Zweck auch nicht zugelassen.
Abnehmspritze: Die wichtigsten Fakten
Die Abnehmspritze ist ein kleiner, Stift-ähnlicher Injektionspen.
Sie enthält Wirkstoffe aus der Gruppe der sogenannten GLP-1-Agonisten, etwa Semaglutid, Liraglutid oder Tirzepatid.
Die Abnehmspritze hemmt den Appetit, beeinflusst den Blutzuckerspiegel und bewirkt, dass die Nahrung länger im Magen bleibt.
Wöchentlich angewendet, kann die Abnehmspritze je nach Wirkstoff tatsächlich das Gewicht um etwa 15 bis 20 Prozent reduzieren.
Die GLP-1-Agonisten wurden ursprünglich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes entwickelt. Heute sind unter Namen wie Wegovy, Mounjaro oder Saxenda verschiedene GLP-1 Agonisten auch zur Gewichtsreduktion zugelassen. Das Medikament Ozempic hat jedoch nach wie vor nur eine Zulassung für die Behandlung von Typ-2-Diabetes.
Die Abnehmspritze ist verschreibungspflichtig, also nicht „einfach so“ in der Apotheke erhältlich.
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Abnehmspritze: Wie sie funktioniert und im Körper wirkt
Was passiert in deinem Körper, wenn du die Abnehmspritze nimmst?
Hier kommen die Background-Infos:
Die Wirkstoffe der Abnehmspritze ahmen das körpereigene Hormon GLP-1 nach, das normalerweise nach dem Essen im Darm ausgeschüttet wird.
Im Magen verlangsamt GLP-1 die Entleerung, sodass die Nahrung länger dort bleibt und du dich früher und länger satt fühlst.
Gleichzeitig wirkt der Stoff im Gehirn auf die Areale, die Hunger und Sättigung steuern, und dämpft dort direkt das Appetitgefühl.
Good to know: Die Wirkung der Abnehmspritze auf die Hunger- und Sättigungsareale zeigt sich beispielsweise auch bei sogenanntem Food Noise, dem ständigen Kreisen der Gedanken um Essen, das dir sonst schon in der Vorlesung den nächsten Snack schmackhaft macht. Viele berichten, dass dieses innere Gedanken-Rauschen unter der Abnehmspritze deutlich leiser wird.
Abnehmspritze: Wie oft und wie sie angewendet wird
Verabreicht wird der Wirkstoff einmal wöchentlich mit einem Injektionspen unter die Haut, etwa am Bauch oder Oberarm. Die Dosis wird üblicherweise langsam gesteigert, damit sich der Magen-Darm-Trakt daran gewöhnen kann.
Wichtig zu wissen: Die Abnehmspritze oder -tablette soll kein Ersatz für gesunde Gewohnheiten sein. Daher schreibt die Medikamentenzulassung vor, dass sie nur zusammen mit einer ausgewogenen, kalorienreduzierten Ernährung und mehr Bewegung eingesetzt werden soll. Langfristige Erfolge erreichst du also nur, wenn du diese gesunden Habits dauerhaft in deinen Alltag einbaust.
Wie und wann du die Abnehmspritze bekommst
Die Abnehmspritze (und auch die Abnehmtablette) ist verschreibungspflichtig. Das bedeutet: Du brauchst ein ärztliches Rezept dafür. Die Ausstellung des Rezepts ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden:
Du bist stark übergewichtig, dein BMI (Body-Mass-Index) liegt über 30.
Du bist übergewichtig mit einem BMI über 27 und hast eine weitere Erkrankung wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte oder einen Diabetes Typ 2.
Du hast zuvor schon Maßnahmen zum Abnehmen durchlaufen (wie Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, Maßnahmen zur Verhaltensänderung)
Wichtig zu wissen: Die Abnehmspritze ist zwar verschreibungspflichtig. Doch die Kosten für das Medikament werden bisher nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Abnehmspritze muss also selbst bezahlt werden.
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Am häufigsten treten Nebenwirkungen zu Beginn der Therapie oder nach einer Dosiserhöhung auf, meist im Magen-Darm-Bereich. Denn die Entleerung des Magens ist verlangsamt, und auch dein Darm braucht Zeit, um sich umzugewöhnen. Die Beschwerden können mit der Zeit nachlassen, doch sie kommen bei der Mehrheit der behandelten Personen vor.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Abnehmspritze:
Übelkeit und Erbrechen
Völlegefühl, Aufstoßen, Bauchschmerzen und Blähungen
Aber: Auch schwere Nebenwirkungen sind möglich, wenn auch selten. Dazu gehören etwa Gallenerkrankungen, eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) oder Darmverschluss. Deshalb ist die ärztliche Begleitung der Therapie so wichtig.
Abnehmspritze allein reicht nicht
Auch wenn es auf Social Media oder in Erzählungen oft anders wirkt: Eine Abnehmspritze pro Woche, die Pfunde purzeln ganz von allein und du musst nichts weiter tun? So einfach ist es leider nicht.
Eine gleichzeitige Umstellung der Ernährung, sodass du weniger Kalorien, aber trotzdem alle wichtigen Nährstoffe aufnimmst, ist Teil der Behandlung.
Auch in den Studien, die das Abnehmpotenzial der Wirkstoffe nachwiesen, war das Teil des Pakets.
Abnehmspritzen sind kein Cheatcode zum Wunschgewicht. Wer langfristig Erfolg haben will, setzt zusätzlich auf gesunde Ernährung und neue Gewohnheiten.
Gleiches gilt für Bewegung: Die brauchst du gerade während der Behandlung mit der Abnehmspritze dringend. Denn sonst baut dein Körper nicht nur Fett ab, sondern auch einiges an Muskeln.
Das Gute daran: Beides zahlt langfristig auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden ein und hilft dir später, das neue Gewicht zu halten.
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Was nach dem Absetzen der Abnehmspritze meist passiert
Nach dem Absetzen der Abnehmspritze kehrt in vielen Fällen ein Großteil des verlorenen Gewichts zurück, das zeigten verschiedene Studien. Auch positive Effekte auf Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte gingen dann häufig zurück.
Das bedeutet: Die Ernährung im Blick zu haben und sich viel zu bewegen, ist gerade dann noch wichtiger.
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Für Menschen mit starkem Übergewicht kann die Abnehmspritze einen echten Unterschied machen und dabei unterstützen, Gewicht abzunehmen. Das sehen auch Fachleute als Durchbruch in der Behandlung von Adipositas an. Vorausgesetzt, die Behandlung mit der Abnehmspritze wird ärztlich begleitet und mit einer langfristigen Ernährungs- und Bewegungsumstellung kombiniert.
Ein Wundermittel ist die Abnehmspritze also nicht: Ohne dauerhafte Veränderungen kehrt das Gewicht nach dem Absetzen meist zurück.
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Die Spritze wird einmal pro Woche unter die Haut injiziert, beispielsweise am Bauch oder Oberarm. Sie enthält Wirkstoffe wie Semaglutid oder Tirzepatid, die ein natürliches Darmhormon imitieren. Die Dosierung wird schrittweise erhöht, damit sich der Verdauungstrakt langsam an die Behandlung anpassen kann. Wichtig ist, dass die Spritze nur mit ärztlichem Rezept erhältlich ist und die Kosten selbst getragen werden müssen.
Der Wirkstoff imitiert ein Hormon, das normalerweise nach Mahlzeiten im Darm freigesetzt wird. Er bewirkt, dass Speisen länger im Magen verweilen und dadurch ein früheres und länger anhaltendes Sättigungsgefühl entsteht. Zusätzlich beeinflusst der Wirkstoff Bereiche im Gehirn, die für das Hunger- und Sättigungsempfinden zuständig sind, und reduziert dort das Verlangen nach Essen. Viele Anwenderinnen und Anwender berichten, dass auch das ständige gedankliche Kreisen um Nahrung deutlich nachlässt.
Die Behandlung richtet sich an Menschen mit starkem Übergewicht und einem BMI über 30. Bei einem BMI ab 27 kommt sie infrage, wenn zusätzliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes Typ 2 vorliegen. Zuvor sollten bereits andere Abnehmversuche wie eine Ernährungsberatung oder Bewegungstherapie durchgeführt worden sein. Für Personen, die nur wenige Kilos verlieren möchten, ist das Medikament nicht zugelassen und nicht sinnvoll.
Bei der Mehrheit der Behandelten treten Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen oder Verdauungsprobleme auf, besonders zu Therapiebeginn. Auch Kopfschmerzen können auftreten, wobei diese Symptome mit der Zeit häufig nachlassen. In seltenen Fällen sind ernsthafte Komplikationen wie Gallenerkrankungen, eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Darmverschluss möglich. Deshalb ist eine ärztliche Betreuung während der gesamten Therapie unverzichtbar.
Studien zeigen, dass nach Behandlungsende häufig ein großer Teil des abgenommenen Gewichts wiederkehrt. Auch Verbesserungen bei Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerten gehen dann oft zurück. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können helfen, möglichst viel vom erreichten Gewicht zu halten.
Nicht angewendet werden darf die Abnehmspritze unter anderem in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch bei schwerer Störung der Nieren- oder Leberfunktion, schwerster Herzinsuffizienz oder Diabetes Typ 1 sollte die Abnehmspritze nicht verwendet werden.
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